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CHOLLO
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Eintrag: 02.03.2017

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Die Fürsten der Dunkelheit

(Prince of Darkness)
Herstellungsland:USA (1987)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Alternativtitel:John Carpenter's Die Fürsten der Dunkelheit
John Carpenter's Prince of Darkness

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (63 Stimmen) Details
inhalt:
Plötzlich auftretende Veränderungen in der Umwelt und schreckliche Naturkatastrophen verheißen für all diejenigen, die die Zeichen deuten können, nichts Gutes: Die Wiederkehr Satans steht kurz bevor. In einer zerfallenen Kirche mitten in Los Angeles, gefangen in einem gläsernen Schrein, schlummert seit Jahrhunderten das Böse. Als Wissenschaftler diesem furchtbaren Geheimnis auf den Grund gehen wollen, erwacht die dämonische Kraft eines uralten Anti-Gottes. Mit Hilfe eines Priesters versuchen sie verzweifelt, dem Bösen zu trotzen. Doch alle Anstrengungen sind vergebens. Nach und nach werden alle Beteiligten zu Zombies. Satan hat seine Fesseln abgelegt und bereitet mit rasender Wut alles vor, um seinem Vater, dem Anti-Gott, einen würdigen Empfang zu bereiten...
eine kritik von chollo:

1987 schien Regisseur John Carpenter seinen Zenit bereits überschritten zu haben.Über 10 Jahre war es nun her,das er mit seinem herausragendem Belagerungsthriller "Assault on Precinct 13" bleibenden Eindruck in der Filmlandschaft hinterließ.Spätestens mit dem 2 Jahre später folgenden "Halloween" hatte er seinen guten Ruf weg.

Die Aufmerksamkeit der großen Produzenten war geweckt und die finanziellen Mittel stiegen.Auch seine darauf folgenden Filme (The Fog;Escape from New York) schlugen ein wie Granaten und Carpenter schien für die Geldgeber wie eine sichere Bank zum Noten drucken.Angestachelt von seinen vorangegangenen Erfolgen und einem für damalige Verhältnisse satten Budget von 15 Millionen,machte er sich daran eines seiner Herzblut-Projekte zu verwirklichen: The Thing!

Dieser damals völlig verkannte und zu Unrecht von der Kritik verissene Sci-Fi Horror scheiterte in Zeiten vom liebenswerten "E.T." grandios an den Kinokassen.Trotz des finanziellen Desasters hatten die großen Studios aber noch immer nicht das Vertrauen in ihn verloren und investierten mit 25 Millionen sogar noch ein ordentliches Pfund mehr in seinen nächsten Output: Big Trouble in little China.Als auch dieser vom Einspielergebniss den Bach herunter ging schienen Carpenters Tage als Erfolgsgarant gezählt.Große Projekte wollte man ihm nicht mehr zutrauen und auch er hatte genug von der Hollywood Maschinerie.

Nach kurzem Wunden lecken entschloss er sich,was Rückblickend nur als großes Glück bezeichnet werden kann,doch wieder auf dem Regiestuhl platz zu nehmen.Was dabei herauskam kann man getrost als rundum gelungen bezeichnen.Carpenter besann sich wieder auf seine Stärken, mit deutlich geringerem Aufwand (3 Millionen) und seinem inszenatorischem Können einen kleinen aber feinen Horrorfilm abzuliefern.

Die Fürsten der Dunkelheit ist ein Carpenter wie er im Buche steht.Schon der Auftakt mit dem typischen Score und Bilgebung der ersten Ereignisse (Tod des Geheimnisträgers)) lässt wohlige Gruselstimmung aufkommen.Überhaupt leistet Kameramann Gary B. Kibbe fantastische Arbeit und steht dem früheren Platzhalter aus Carpenters Stamm-Crew Dean Cundey in nichts nach.Wenn ein drittel des Films vorbei ist und sich die ilustre Runde in der Kirche einfindet,bebildert er die bedrohliche Stimmung in den mehr oder weniger ausgeleuchteten Räumen sehr ordentlich.Das passte wie die Faust aufs Auge mit Carpenters Stil und sollte zu einer langjährigen Zusammenarbeit führen.

Besonders hervorzuheben seien hier die Szenen von der "Transformation der Empfängerin".Da ist es mir schon mal kalt den Rücken runtergelaufen.Auch die Darstellung der "Traumsequenzen",die in ihrer Inszenierung beinahe schon den Found-Footage Look vorweg nehmen,hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Wo wir auch gleich beim nächsten Punkt wären,den Spezialeffekten.Insgesamt kann man auch diese als sehr gelungen betrachten,wobei manche Effekte eben besser (Zweckentfremdung der Fahrrad-überreste) oder schlechter (allgemein die Optik der "Substanz") gealtert sind.Dem geneigten Horrorfan werden hier in jedem Fall genügend Schauwerte geboten.Wobei ich sagen muss das ich die bis 2013 bestehende Indizierung als übertrieben,und die seitdem vergebene Freigabe ab 16 Jahren als untertrieben beurteile.

Der Score ist wie üblich bei Carpenter Werken dieser oder früherer Dekaden natürlich wunderbar und trägt deutlich zur düsteren Atmosphäre dieses Streifens bei.Ich würde ihn sogar als einer der besten nach Assault;Halloween und The Thing bezeichnen.

Die Darsteller machen ihre Sache ebenfalls gut bis ordentlich.Doch ich muss auch sagen das mir alle bis auf Pleasence,Wong und Parker ziemlich unbekannt waren.Pleasence aber als Vater Loomis ,(nette Hommage an Halloween),ist die Rolle wie auf den Leib geschneidert.Das Auftreten,die Optik.Das passt einfach!

Ein paar negativ Punkte haben sich dann aber doch noch eingeschlichen.Die Dialoge der Gruppenmitglieder untereinander sind doch des öfteren ziemlich platt geraten was man vielleicht noch als Genre-typisch bezeichnen kann.Auch manche Effekte die einfach zu offensichtlich als solche erkennbar sind werde ich unter diesem Aspekt verbuchen.

 

Abschließend bleibt aber zu sagen das Prince of Darkness,übrigens der Mittelteil der Carpenter-internen Apokalypse Trilogy mit The Thing und In the Mouth of Madness,super unterhält und auch 30 Jahre später noch zu begeistern weiß

 

8/10
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Kommentare

02.03.2017 18:55 Uhr - Intofilms
Hallo CHOLLO!
Na, für einen Review-Frischling kann sich das hier mehr als sehen lassen. Ganz tolle Arbeit! :))
Einziger Mini-Kritikpunkt wäre: Es fehlen ganz selten einzelne Buchstaben, was aber den Lesefluss kein bisschen nicht stört. Hier liegt sowieso eine deiner Stärken: Neben den treffenden inhaltlichen Aussagen, kannst du, finde ich, sehr schön formulieren. Dein Text liest sich wirklich hervorragend! Weiter so! :))

Ich kann dir in allen Punkten sowie der Wertung nur zustimmen.
Meine Sichtung liegt zwar schon etwas länger zurück. Gut in Erinnerung geblieben sind mir aber die dichte Atmosphäre gepaart mit Spannung und Dramatik, die passende musikalische Untermalung und - auf Darstellerseite - Donald Pleasence und ein herrlich schräger Alice Cooper. Und natürlich der jüngere der beiden Simons: Jameson Parker (die Serie firmiert bei mir unter 'Kindheitskult')! :) Und ein paar gut gemachte Effekte natürlich auch! Es handelt sich also fraglos um einen Horrorfilm, der 'liefert'. :))

Übrigens, als ich das erste Mal Argentos "Mother of Tears" gesehen habe, musste ich anfänglich immerzu an diesen Carpenter denken.

Ach ja: Dein recht ausführliches Intro finde ich auch super! :))

02.03.2017 19:19 Uhr - leichenwurm
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Jau... "Prince of Darkness"... Carpenters glorreiche Rückkehr nach einigen katastrophalen Flops (nicht qualitativ sondern kommerziell gemeint). Ich stimme deinem Review ebenfalls zu, auch wenn ich hier ne 9 mit Tendenz nach oben vergeben würde. Die Atmosphäre ist einfach einmalig, und trotz der Beschränkung auf nur einen zentralen Schauplatz schafft es Carpenter hier keinen Zweifel aufkommen zu lassen das hier nicht nur das Leben der Protagonisten auf dem Spiel steht... ich finde hier bekommt er die apokalyptische Stimmung mindestens genauso gut hin wie bei "The Thing". Klasse Review CHOLLO!

02.03.2017 19:26 Uhr - Intofilms
Ups!
Normalerweise lasse ich meine Missgeschicke unkommentiert so stehen. Ist ja auch nichts Schlimmes. Hier möchte ich aber doch anmerken, dass es in meinem ersten Absatz nicht "kein bisschen nicht" heißen sollte, sondern natürlich nur "kein bisschen". Noch bin ich dem Proll-Slang nicht verfallen. :)) Huch, das waren jetzt aber noch mal ganz viele 'Nichts'! :) Over and out.

02.03.2017 19:52 Uhr - cecil b
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Ich stimme meinen Vorrednern zu, gute Review!

Die Fehler fallen natürlich nicht ins Gewicht, aber sie sind großenteils simpel zu vermeiden: einfach die Rechtschreibekontrolle anwenden. Dann sind die kleinen Störfaktoren bereinigt, und daran kann ich nichts negatives sehen. Und was die Anmerkungen solcher Fehler angeht: passend formuliert doch ein positiver Akt, und kein Grund dafür auf Eierschalen zu gehen, oder? :) Da bricht doch echt kein Zacken aus der Krone ab. ;)

Film: Für mich gut inszeniert, aber etwas 'trashig'. Schöner Horror, aber für mich ein schwächerer Carpenter.

DIE MÄCHTE DES WAHNSINNS halte ich für unterschätzt, diesen Film liebe ich.

02.03.2017 20:05 Uhr - Horace Pinker
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Für deine drittes Review trotz kleinerer Fehler recht gut gelungen und schön formuliert. Ich würde Prince of Darkness defitiv zu meinen 5 Lieblings Carpenter Filmen zählen, da stimmt einfach alles über eine tolle Gruselatmosphäre bis zu überzeugenden Schauspielern und coolen Effeken. Ich würde 9 Punkte vergeben (insgesamt finde ich aber The Thing und They Live noch etwas genialer).

02.03.2017 21:24 Uhr - CHOLLO
1x
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Danke für die Kommentare.Für mich persönlich der 3. beste Carpenter hinter Assault on Precinct 13 und The Thing!

02.03.2017 21:36 Uhr - cecil b
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Danke für das Review!

05.03.2017 23:48 Uhr - naSum
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Tolles Review, das dein Eintauchen in Carpenters filmische Ergüsse weiterhin deutlich macht.
Bin gespannt wie es weiter geht.

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