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dicker Hund
Level 10
XP 1.418
Eintrag: 10.03.2017

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Versus - Fürchte deinen Gegner

(Versus)
Herstellungsland:Japan, USA (2000)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Horror, Splatter
Alternativtitel:Down to Hell 2
Down 2 Hell - The Return

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (61 Stimmen) Details
inhalt:
Zwei Ausbrecher auf der Flucht. Zuerst läuft alles nach Plan, aber ihre Komplizen spielen falsch: Der Treffpunkt im Wald wird zur Stätte eines unfassbaren Blutbads. Und dieses Massaker ist erst der Anfang in einem gnadenlosen Kampf um Leben und Tod, bei dem nicht weniger als die Zukunft der Welt auf dem Spiel steht.
eine kritik von dicker hund:

Nachdem zu dem im Jahre 2000 entstandenen "Versus" bereits ein Verriss des Vampirs und eine Jubelarie des Unvergessenen vorliegen, sei an dieser Stelle neben den lesenswerten Extremen eine differenzierte Mitte-Wischi-Waschi-Kritik zum Langfilmdebüt des "Midnight Meat Train"-Schöpfers Ryuhei Kitamura erlaubt. 

Und begonnen sei gleich mit dem größten Schwachpunkt, der "Handlung". Die obige Inhaltsangabe gibt sich ja schon knapp, noch kürzer geht es wie folgt: Junge, männliche Gangster und ihre als Untoten wiederauferstehenden Opfer müllern sich im Grünen gegenseitig um. Das war es (fast) schon. Der Zuschauer soll diesem Plot circa zwei Stunden lang (!) folgen. Da fühlt er sich schnell wie die so ziemlich einzige Frau im Film, die entsprechend reagiert:

"Kannst Du nichts anderes tun, als dauernd Leute zu erschießen?!"

Doch. Der Protagonist und namenlose Gefangene (Tak Sakaguchi) kann mehr. Zum einen kann sein Mime - noch getoppt von dessen Schauspielerkollegen - fleißig overacten. Zum anderen kann er selbst diverse Oneliner zum besten geben,  von welchen einige einen Hauch von Stil und Wortwitz beinhalten. Ansonsten ist er in der Lage, die nörgelige Frau nebenbei umzuhauen, damit sie im Zustand der Ohnmacht nicht so erschreckt von dem ganzen Kampfgetöse ist. Humor ist also vorhanden (5/10), manche Verletzte machen sich daher brav über ihren Zustand lustig. Jenseits davon ist das gesprochene Wort hier nicht nur flüchtig, sondern auch uninteressant. Das gilt für die Papageien-Dialoge in der 41. und 62. Minute ebenso wie für den mystischen Käsekuchen, der ein wenig zu lange im Märchenonkel-Ofen war und dabei die unpassenden Samurai-Kostüme in den Rückblenden hat anbrennen lassen. Dieser vermag nicht darüber hinweg zu täuschen, dass über eineinhalb Stunden weder die Umgebung, noch der minimalistische Inhalt nennenswerte Abwechslung zu bieten haben. Mit der stumpfen Monotonie harmonieren die Charaktere dank ihrer kontinuierlichen Oberflächlichkeit. Da droht der kurz vor den Abspann gequetschte, einzige Schauplatzwechsel verschlafen zu werden.

So niederschmetternd mies sich das jetzt auch anhört, reißen diese Unzulänglichkeiten "Versus" keineswegs in den Abgrund. Dafür sind etliche technische Punkte einfach viel zu gut gelungen. Da wäre etwa die dynamische Kamera, die hochmotiviert um das Geschehen herumkreist oder dort hineinzoomt, wodurch sie das an sich beliebige Wald- und Wiesen-Set maßgeblich aufwertet. Die Schießeisen tanzen durch die vorzüglichen Shootouts, wobei sie drastisch getrickste Resultate ihrer destruktiven Kraft auf der Mattscheibe hinterlassen (Gewalt 7/10). Daneben können Körperteile auch durch handgreifliche oder schwertschwingende Aktionen fallen oder bersten. Hierzu erzeugt der Score ein gesteigertes Tempo-Gefühl, indem er schnelle Percussions unter das lauernde Dröhnen und die schrammeligen Riffs mengt und dadurch die eigentlich lähmende Eintönigkeit kaschiert. Nicht zuletzt wurden die Martial Arts sauber choreografiert und dem Trenchcoat tragenden Zeitgeist folgend - ein Jahr zuvor kam der erste "Matrix" heraus - verzeitlupt. Gemeinheiten wie mit Stacheldraht an Bäume gebundene Kadaver oder ungeschönte Morde an Wehrlosen gewährleisten in den Pausen einen stabilen Horror-Anteil (4/10). Mindestens bis zur hälftigen Strecke halten diese Stärken ohne weiteres das Wohlwollen konstant. 

Obwohl sich der Film danach leider mehr und mehr in die Länge zieht und die im Hype-Review erwähnten Frauen streng verhüllt bleiben (Sex 1/10), machen Freunde der bluttriefenden Zombie-Action-Kost hier sicherlich nichts verkehrt, solange sie sich keine geschnittene Fassung andrehen lassen. Ja, "Versus" ist indiziert; und ja, "Versus" ist schon okay (6/10 Punkten); aber nein, als Kultfilm oder Meilenstein geht er wohl kaum durch.

6/10
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Kommentare

10.03.2017 10:30 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.200
Dein süffisanter Stil verliert einfach nie die Fährte und die Lektüre hat mal wieder wirklich Spaß gemacht! :)

Den Film selbst kenne ich nach wie vor nicht, da mich der reichlich überdreht wirkende Trailer seinerzeit nicht gerade gelockt hatte und die vernichtenden Worte des Vampirs meine Neugier zur Sichtung zusätzlich dämpfen konnten.

10.03.2017 11:04 Uhr - JasonXtreme
2x
DB-Helfer
User-Level von JasonXtreme 12
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.270
Bei Dir liest man doch immer wieder gern :D beim Film selbst denke ich wäre meine Wertung mittlerweile noch etwas drunter. DAMALS bei Erscheinen war das Ganze noch witzig und Zombies grade nicht so "in" - aber so is die Handlung nicht vorhanden und das Gezeigte wird schnell langweilig

12.03.2017 06:09 Uhr - TheUn4givenII
2x
User-Level von TheUn4givenII 3
Erfahrungspunkte von TheUn4givenII 182
Ein sehr schöner Konsens zwischen dem Review von Laughing Vampire und meiner (rückblickend betrachtet vielleicht übertriebenen) 10/10 :-) Der Film zaubert mir nach wie vor ein Lächeln ins Gesicht und ist für sein Budget top inszeniert... ich denke es wird Zeit für eine Kritik zu "Lovedeath". @dickerhund: wie immer => sehr gute Arbeit!

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