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Ghostfacelooker
Level 12
XP 2.447
Eintrag: 08.03.2017

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Death Parade

Herstellungsland:Japan (2015)
Genre:Anime, Fantasy, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Immer dann, wenn zwei Menschen zur gleichen Zeit sterben, landen sie im Quindecim, einer mysteriösen Bar zwischen Diesseits und Jenseits, in dem ihre Seelen einer letzten Prüfung unterzogen werden. Um ein Urteil über ihr weiteres Schicksal zu fällen, lässt der geheimnisvolle Barkeeper Decim die beiden ahnungslosen frisch Verstorbenen in einem Spiel „auf Leben und Tod“ gegeneinander antreten, das ihre dunkelsten Geheimnisse und die wahre Natur ihres Charakters zum Vorschein bringt. Klassische Kneipenspiele wie Billard, Dart oder Bowling werden so zu grausamen Do-or-Die-Duellen, und nur wer in diesem Stresstest der Seele ein Mindestmaß an Menschlichkeit bewahrt, darf auf Erlösung hoffen.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ghostfacelooker:

Leben und Tod liegen oft eng beieinander und sind sowieso vom ersten Tag der Geburt miteinander verknüpft. Die Frage die wir uns alle irgendwann stellen, ist, was nach dem Tod passiert.

Diese Frage widmet sich Death Parade in dreizehn Geschichten ( 12 Episoden und eine Bonusfolge "Death Billard") , die mal mehr mal weniger miteinander verbunden sind und die alle durch mindestens zwei Personen geeint sind: Decim, der Barkeeper und seine attraktive aber namenlose Assistentin. Die beiden haben die nicht gerade leichte Aufgabe "Gäste" in ein Spiel zu verwickeln und ihnen unter Extrembelastungen die Dunkelheit ihrer Seelen auszuloten und zu beurteilen.

Dabei bedienen sie sich verschiedener Spiele, den den ahnungslos Verblichenen im Leben etwas bedeutet haben oder aber bei denen Sie so extrem provoziert werden können, dass sie ihre wahre Natur der Seele zeigen. 

Kommen Sie in der Bar an, ist erstmal ein Großteil ihrer Erinnerungen und auch die Tatsache des Todes gelöscht, sodass man einen "fairen" Ausgangspunkt zur Urteilsfindung erhält. Dieser Ausgangspunkt wird dann noch mit wiederkehrenden Erinnerungsstücken angereichert und je nachdem wie eine Seele im Innersten ist, wird sie ihr wahres Wesen somit preisgeben müssen. Der Lohn oder die Bestrafung sind nicht Himmel oder Hölle im klassischen Sinn, sondern Reinkarnation oder die Leere des Nichts.

Psychologisch betrachtet, ist die Serie sehr tiefgründig und mystisch aufgebaut. Leben, Tod Reinkarnation oder Vergessen spielen eine große Rolle. Die Kriterien des Urteils bilden aber wie gesagt hierbei nicht das gelebte Leben und die guten oder schlechten Taten darin, sondern eher der Zeitpunkt des Todes und das Gefühl das die Seelen mitgenommen haben.

Doch ist die Serie für mich weniger fesselnd gewesen als zum Beispiel "The Perfect Insider" der auf sehr fragile und düstere Art einen Kriminalfall darstellt, zeichnerisch jedoch die selbe Qualität von Death Parade besitzt. 

Der mythologisch "religiöse" Aspekt, wird hierbei zwar interessant erzählt, aber auch ein wenig mit komischen Charakteren persifliert. So ist zum Beispiel ist der Boss und die Person die Gott am nächsten sinnbildlich kommt, ein Typ mit lila Haaren und Ziegenbart in T-Shirt und Shorts, dessen Stellvertreterin und somit Leiterin des "Turms" Nona, mit ihm nicht gerade freundlich umgeht und ihn beim "Planetenbillard" auch nur gewinnen lässt, um Ruhe vor ihm zu haben.

Vor allem aber durch Decim und seine Assistentin sind es, zu denen man beim Zusehen wirklich eine Bindung bekommt. Durch sie werden die Geschichten spannend, auch wenn Decim eine etwas unterkühltere Art im Gegensatz zu Gintin, einem anderen "Richter" aufweist. Die anderen Figuren sind eher überzogen und weniger zur Geschichte als zur Optik dienlich. Gut, der Liftboy ist auch noch sympathisch und die Katze witzig, aber das wars dann auch mit der Sympathie für die restlichen "Belegschaft"

Trotz dessen sind es kleine interessante Geschichten verschiedener Schicksale, die in gewohnter Dramaturgie japanischer Anime mit all ihren Emotionen und Überreaktionen erzählt werden. Auch die Lebensphilosophie den Tod zu begrüßen oder sich für andere opfern zu wollen kommt nicht zu kurz.

Die Bar, die Fahrstühle, der Puppenfriedhof, sind zwar interessante Elemente, kamen mir aber irgendwie sehr vertraut vor, so als hätte man sich beim Zeichnen an Filme und anderen Geschichten orientiert.

"Blade Runner"; was die androgyne Art der Puppen und ihren Augen anbelangt. "Angel Heart"; wenn man die dramatischen Fahrstuhlsequenzen betrachtet. Ein wenig "Inception"; beim Anblick des Hauses auf der Wiese, als Darstellungsquelle und "Men in Black"; was die Planeten beim Billard betrifft, kamen mir beim Zusehen in den Sinn. Aber jeder kann und sollte diese Serie eventuell auf seine Art sehen und empfinden.

Man sollte aber keinen hohen Blutzoll ob des Titels erwarten, oder gar eine dämonisierte oder zu übernatürliche Geschichte erwarten, nur weil es um "Himmel oder Hölle" geht. Vielmehr ist es ein solides kurzweiliges Drama in mehreren kleinen Episoden, dass seinen Höhepunkt und die Aufschlüsselung in den letzten drei Episoden findet.

Interessant, komplex und vielleicht doch alles in allem ein wenig unausgereift sind meine Beschreibungen für diese Art Anime, was mich zu einer 5 von 10 führt und ich es somit weder Top noch Flop, sondern neutral betrachte. 


 

5/10
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Kommentare

09.03.2017 11:22 Uhr - JasonXtreme
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Respekt, super umschrieben. Sehe ich ziemlich genauso, vor allem da man das Ganze auch locker in der Hälfte der Episoden erzählen könnte. PEFECT INSIDER finde ich als Vergleich zwar nichtig, weil völlig andere Geschichte - aber auch wesentlich spannender und besser als das hier

09.03.2017 12:10 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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09.03.2017 11:22 Uhr schrieb JasonXtremeRespekt, super umschrieben. Sehe ich ziemlich genauso, vor allem da man das Ganze auch locker in der Hälfte der Episoden erzählen könnte. PEFECT INSIDER finde ich als Vergleich zwar nichtig, weil völlig andere Geschichte - aber auch wesentlich spannender und besser als das hier


Danke. Der Vergleich war mehr auf die zeichnerische Qualität bezogen, also das man optisch den selben Standard hat.

09.03.2017 12:19 Uhr - JasonXtreme
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Jap die is ungefähr gleich würd ich auch sagen.

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