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Horace Pinker
Level 17
XP 5.955
Eintrag: 08.03.2017

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Missing in Action 2



Dienerinnen des Satans
Limitiertes Blu-ray/DVD Mediabook
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Die verlorene Welt

(The Lost World)
Herstellungsland:USA (1925)
Genre:Abenteuer, Fantasy, Stummfilm
Alternativtitel:Vergessene Welten
Der verlorene Kontinent

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,50 (4 Stimmen) Details
eine kritik von horace pinker:

Bereits seit den ersten Knochenfunden sorgten Dinosaurier weltweit für Begeisterung und regten die Phantasie an. Dies führte dazu, dass sie in einer Vielzahl literarischer Werke eingebunden wurden. Wenig überraschend wurden die ausgestorbenen Riesenechsen schon bald ebenfalls im damals noch recht jungen und frischen Medium Film umgesetzt. Eine jener frühen Kinoausflüge der prähistorischen Tiere ist der 1925 erschienene Stummfilm The Lost World. Als Basis diente der 1912 erschienene Roman gleichen Namens des vor allem für seine Sherlock Holms Geschichten bekannten Autors Arthur Conan Doyle, welcher von der 1970 verstorbenen Drehbuchautorin Marion Fairfax (The Honor of his house) adaptiert wurde. Der Regieposten wurde vom 1961 verstorbenen Harry O. Hoyt (Rustler’s Valley) ausgefüllt. Die Geschichte dreht sich um Professor Challenger, welcher auf einem unentdeckten Plateau in Südamerika lebende Saurier entdeckt hat. Als man ihm dies in England nicht glaubt unternimmt er mit einigen neuen Mitstreitern, wie dem Journalisten Ed Mallone, dem Wissenschaftler Professor Summerlee und dem Großwildjäger John Roxton eine zweite Expedition um seinen Fund zu bestätigen und den verschollenen Vater der ebenfalls mitreisenden Paula White zu retten.

Die Geschichte ist an sich relativ einfach gehalten und in der obigen Zusammenfassung schon so gut wie komplett erzählt. Hinzu kommt dann noch ein relativ beliebiger romantischer Subplot um Mallone, der sich der Expedition anschließt um seine Verlobte zu beeindrucken, sich dann aber letztlich in Paula verliebt. Die Handlung ist dann wie zu erwarten von einigen wenigen Wendungen abgesehen auch recht geradlinig und überraschungsarm. Etwas gewöhnungsbedürftig ist zudem der oftmals recht vordergründige und klamaukige Humor, etwa Professor Challengers übertriebene Wutanfälle oder Mallones Tollpatschigkeit.

Ein Punkt dem man dem Film zugutehalten kann sind die für die damalige Zeit revolutionären Effekte, so war Lost World der erste Spielfilm in welchem Stop-Motion Effekte verwendet wurden und so auch in gewisser Weise seinen Nachfolgern den Weg ebnete. Wie zu erwarten sind diese Effekte aus heutiger Sicht nicht mehr sonderlich überzeugend und lassen die Dinos teils eher unfreiwillig komisch als furchteinflößend wirken (ganz besonders bei den ziemlich merkwürdigen Lippenbewegungen), haben aber im Vergleich zu billigen CGI-Effekten immerhin noch einen gewissen Charme. Neben den Riesenechsen gibt es noch einen recht leicht als Mann in einem Kostüm zu identifizierenden Affenmenschen, einige gemalte Hintergründe und relativ gut dressierte Affen zu sehen.

Vor der Kamera sind unter anderem Bessie Love (The Hunger), Lewis Stone (All the Brothers Were Valiant), Wallace Beery (Grand Hotel) und Lloyd Hughes (Romance of the Redwoods) zu sehen. Hughes und Beerys Schauspiel ist dabei von starkem Over-Acting gekennzeichnet, während Stone und Love eher zurückhaltend agieren, insgesamt bewegen sich aber in meinen Augen alle Darsteller bestenfalls im qualitativen Mittelfeld. Conan Doyle selbst hat auch einen kleinen Auftritt zu Filmanfang.

Erwähnenswert ist, dass Lost World aufgrund des Erlöschens des Copyrights in die Public Domain übergegangen ist und es darum eine Unzahl von Veröffentlichungen verschiedener Labels auf VHS und DVD gibt. Zudem ging die ursprüngliche Fassung verloren, so dass heutzutage nur noch in verschiedenem Maße gekürzte Versionen verfügbar sind. Zusätzlich existieren auch diverse Nachvertonungen. Dazu sei gesagt, dass die deutsche Synchrofassung auf der dieses Review basiert eher unterdurchschnittlich ist und auch einige Patzer beinhaltet, so wird etwa behauptet Saurier seien vor einigen 1000 Jahren ausgestorben. Zudem wurden die ursprünglich vorhandenen Schrifteinblendungen auch sehr unsauber herausgeschnitten und die allgemeine Bildqualität ist auch nicht gerade berauschend. Zudem sind die Cover aufgrund ihrer Aufmachung auch recht irreführend, da sie einen neueren Farbfilm suggerieren.

Insgesamt fand ich The Lost World aufgrund der simplen Handlung, des schlechten Schauspiels und der veralteten Effekte eher durchwachsen und vermutlich nur für Stummfilmfans und Filmnostalgiker geeignet, mit Blick auf den historischen Stellenwert und filmischen Einfluss vergebe ich noch knappe 7/10 Brontosaurier(sonst würde ich eher zu 6 Punkten tendieren).

7/10
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Kommentare

09.03.2017 10:54 Uhr - Intofilms
1x
Ich liebe Stummfilme und Dinos im Film sind mir auch ganz besonders sympathisch. Wahrscheinlich schon deshalb bekommt der Film von mir eine bärenstarke 9/10. Die für die damalige Zeit wahrhaft revolutionären Effekte (du hast es ja auch betont :) haben mich total begeistert. Und auch sonst hatte ich dieser geballten Nostalgieoffensive nur wenig entgegenzusetzen. :)

Trotz unserer unterschiedlichen Bewertungen finde ich deine Rezension wie immer hervorragend, Horace! :))

Übrigens, ich habe den Film von Koch Media in einer guten Restaurierung auf DVD und bin damit sehr zufrieden. Wahlweise kann man auch eine nicht-'remastered' Fassung schauen. Hier ist die Bildqualität aber wirklich nicht so dolle.

09.03.2017 14:30 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 20
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 8.905
Sehr gute Kritik mit der mMn passenden Mischung aus fairer Einschätzung und nostalgischer Begeisterung (wobei ich den Film aus der Erinnerung heraus nicht zu kennen scheine).

09.03.2017 18:47 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 7
Erfahrungspunkte von naSum 605
Das du nicht nur den Dinos selbst auf den Zahn fühlst, sondern auch die filmischen Startlöcher mit einbeziehst, rundet deine Dino Thematik passend ab. Es schließt sich ein Kreis, der mittlerweile zahlreiche Epochen beinhaltet.
Und natürlich überzeugst du wieder mit einem klasse Review.

09.03.2017 21:21 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 17
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 5.955
Vielen dank euch drei treuen Lesern für Lob und Feedback!
Intofilms: Ich habe zwar absolut kein Problem mit schwarz-weiß Filmen (ich finde z.B. die alten Universal Monsterfilme sehr unterhaltsam) aber aus irgendeinem Grund bin ich mir Stummfilmen nie so richtig warm geworden (vermutlich weil für mich auch das auditive für einen Film sehr wichtig ist, vlt. bin ich aber auch einfach nur zu jung ;), kann aber auch verstehen wenn man das anders sieht, Geschmäcker sind eben verschieden.
NoCuts: Falls Interesse besteht solltest du diesen Film auch schon für wenig Geld auf DVD bekommen können. Übrigens wurde Conan Doyles Saurier Geschichte im Laufe der Zeit recht häufig verfilmt (ich glaube sogar einmal in Serienform).
naSum: Habe die Reihenfolge eher spontan gewählt, freut mich wenn es dann so gut passt :) Übrigens werde ich mich nach meinem nächsten Review wohl erst mal von den prähistorischen Urzeitechsen abwenden und Reviewtechnisch in andere Filmische Gefilde begeben.

10.03.2017 15:51 Uhr - cecil b
1x
DB-Co-Admin
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Erfahrungspunkte von cecil b 4.720
Daumen hoch, sehr gelungen von mehreren Seite betrachtet!

10.03.2017 16:09 Uhr - Horace Pinker
User-Level von Horace Pinker 17
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 5.955
10.03.2017 15:51 Uhr schrieb cecil b
Daumen hoch, sehr gelungen von mehreren Seite betrachtet!

Danke Cecil, freut mich das dir meine Kritik gefallen hat.

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