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tschaka17
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Eintrag: 10.03.2017

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Black Mass

Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Krimi

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,60 (5 Stimmen) Details
inhalt:
South Boston in den 1970er-Jahren: FBI Agent John Connolly überredet den irischstämmigen Gangster Jimmy Bulger mit dem FBI zusammenzuarbeiten, um einen gemeinsamen Feind zu eliminieren: die italienische Mafia. Diese unselige Partnerschaft gerät schnell außer Kontrolle, sodass Whitey sich der Verurteilung entziehen und seine Macht sogar stärken kann, um sich als einer der skrupellosesten und einflussreichsten Gangster in der Geschichte von Boston zu behaupten.
eine kritik von tschaka17:

Schlag zu, aber mach´s richtig! Denn wenn ich wieder aufstehe zerfleische ich dich!

Johnny Depp ist den meisten Menschen wohl durch seine skurile Verkörperung des Captain Jack Sparrow bekannt. Aber auch neben Fluch der Karibik gibt es ordentliche Filme wie Sleepy Hollow oder Public Enemies mit Depp. In letzter Zeit jedoch macht der Schauspieler durch private Eskapaden und finanzielle Flops (Lone Ranger oder Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln) auf sich aufmerksam.

Dabei fallen leider seine Highlights unter den Tisch: Black Mass ist ein stimmiges Gangster-Drama mit einem großartig aufspielendem Depp. Johnny Depp! Von den Kritikern durchaus positiv aufgenommen ist der Film dem normalen Publikum eher weniger bekannt.

Die "based-on-a-true-story"-Welle ist nach wie vor im Gange. Dabei werden sowohl gelungene Werke produziert als auch Exemplare direkt für die Müllabfuhr. Black Mass gehört dabei definitiv in Katergorie Nummer 1.

Story: Boston in den 70er und 80er-Jahren: James "Whitey" Bulger ist Anführer der Winter Hill Gang, die sich durch etliche Verbrechen einen Namen gemacht hat. Doch erst durch seinen Pakt mit dem FBI steigt Bulger zum Gangsterboss auf. Um die Auswüchse der Mafia einzudämmen wird Jimmy als Informant für das FBI angeworben, verfolgt aber gleichzeitig seine eigenen Interessen. Das FBI wird zu seinem Werkzeug und so baut Bulger seine Macht in Boston immer weiter aus. In dem Netz aus Korruption und Verbrechen fällt ein gefährlicher Mann viel zu lange durch das Raster und ist am Ende kaum zu stoppen.

Wir folgen also dem Aufstieg und Fall einen Gangsters. Haben wir ja schon öfter gemacht. Die Geschichte hier ist aber erstens sehr interessant und zweitens enorm spannend und packend inszeniert. Besonders die Dialoge tragen zu einer tollen Atmosphäre bei. Exemplarisch dafür ist ein Gespräch von Bulger mit seiner Frau und seinem Sohn: Jimmy erklärt seinem Sprößling, dass Gewaltanwendung vollkommen in Ordnung ist, solange man sich nicht erwischen lässt. Perfekte Aritkulation und Mimik sowie ein passendes Script sorgen für einen beeindruckenden Moment. Und davon gibt es viele! Dies liegt vor allem an den grandios aufspielenden Schauspielern:

Allen voran steht natürlich Johnny Depp als Gangster James "Whitey" Bulger. Sieht man sich einmal die Filmposter an wirkt Depp optisch eiskalt, bedrohlich und einschüchternd. Und genau so performt er auch! Jeder Satz wirkt messerscharf und seine plötzlichen Wutanfälle und Gewaltausbrüche sind heftig. Zudem ist sein Charakter extrem clever und obwohl er der Böse ist und eigentlich gestoppt gehört ist man als Zuschauer stets fasziniert. So eine fein geschriebene und verkörperte Figur sieht man selten!

An seiner Seite ist Joel Edgerton als John Connolly. Er arbeitet für das FBI und ist seit seiner Kindheit mit Bulger befreundet und möchte diesen als Informanten anwerben. Halb korrupt und dabei sehr menschlich ist er bald vom Lügen abhängig und behält seinen Respekt vor Bulger immer im Hinterkopf. Edgerton ist der Charakter, welcher gerne etwas vom Kuchen abhaben will, enorm um sein Stück kämpfen muss und sich am Ende wünscht lieber nichts bekommen zu haben.

Generell spielt der gesamte Cast überzeugend auf, es gibt keinen einzigen Ausfall. Jedoch sind die anderen Figuren nur Beiwerk zum Protagonisten und bedürfen deswegen keiner näheren Ausführung.

Technische Arbeit: Der Film setzt auf seine starke Handlung und nicht auf Action. Die Kamera ist sehr ruhig und versucht oft den Fokus auf die Mimik der Akteure zu richten. Gibt es dann mal Effekte sind diese hangemacht und in ihrer Härte angemessen. Optisch gibt es ein leicht blaues Bild, dass für eine gewisse Kälte sorgt, welche perfekt zum Tenor des Films passt. Musikalisch ist der Soundtrack ebenfalls eher ruhig, das Gefühl von Gefahr schwingt jedoch immer mit. Den Look der 70er/80er fängt Black Mass schön ein, seien es Autos oder Häuser. Alle Randfaktoren sind aber darauf bedacht nicht von der Handlung abzulenken und dies funktioniert auch. Stimmig ist wohl das richtige Wort.

Was kann man abschließend festhalten? Dem Film wird viel zu wenig Beachtung geschenkt! Die Story reißt einen direkt mit und wird von exzellenten darstellerischen Leistungen und guter visueller Arbeit unterstützt. Der Soundtrack passt ebenso wie der Grad der Härte. Über all dem thront Johnny Depp mit einer der besten Performances 2015 und wahrscheinlich seiner Karriere.

Ich empfehle dringend sich selbst ein Bild zu machen und nicht von mäßigen Kritiken oder der geringen Bekanntheit abschrecken zu lassen!

Black Mass ist direkt zu einem meiner Favoriten im Gangstermilieu aufgestiegen und zieht sich über 123 Minuten zu keinem Augenblick!

Eiskalte 9/10

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Kommentare

11.03.2017 09:26 Uhr - Tom Cody
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Sehr gute Rezension zu einem unterschätzten Gangsterstreifen! Ich hätte aber zumindest noch den Namen des Regisseurs (Scott Cooper) erwähnt, der hier eine sehr gute Arbeit abliefert und auch vorher schon mit Filmen wie "Crazy Heart" oder "Auge um Auge - Out of the Furnace" überzeugen konnte.
Johnny Depp beweist, dass er es immer noch kann, wenn er sich nicht nur auf Hampeleien à la "Jack Sparrow" oder (noch schlimmer) "Mortdecai" beschränkt.
Depp hat ja auch früher schon in komplexen Rollen überzeugt ("Gilbert Grape", "Ed Wood", "Donnie Brasco" usw. usw.). Schade, dass dieser Film nach seinen vorherigen Flops etwas untergegangen ist.

Alleine, was er schon mit seiner Stimme (im Originalton) macht...wow. Ich liebe diese Szene (die auch in einem der Trailer verwendet wurde) wo eine simple Frage nach dem Geheimnis eines Familienrezepts urplötzlich in etwas sehr viel Bedrohlicheres umschlägt...

P.S.: Auch der von Jack Nicholson in "The Departed" gespielte Gangsterboss basiert lose auf James Bulger.

11.03.2017 13:02 Uhr - NoCutsPlease
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Angesichts des Covers hatte ich zunächst mit einer Parodie vom Michael-Douglas-Streifen "Black Rain" gerechnet!
Sonnenbrille und Armhaltung ähneln sich zumindest sehr. ;)

Gute Kritik, die auf jeden Fall Interesse am Film weckt!

11.03.2017 17:25 Uhr - naSum
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Deine Kritik ist allumfassend, sowie enorm stark und eindrucksvoll geschrieben und formuliert.
Wenn mich der Film ebenfalls so begeistern kann, bin ich zufrieden.

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