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Occator
Level 2
XP 89
Eintrag: 14.03.2017

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The Texas Chainsaw Massacre 2

Herstellungsland:USA (1986)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,98 (75 Stimmen) Details
inhalt:
14 Jahre nach dem ersten Teil sucht Lieutenant Enright die Täter, welche die Kinder seines Bruders bestialisch getötet haben. Stretch leitet einen kleinen Radiosender und bekommt einen komischen Anruf von zwei Jugendlichen. Später am Abend rufen die zwei wieder bei ihr in der Sendung an, doch dieses mal wird sie Zeuge eines Mordes. Die Jugendlichen werden in ihrem Auto von unbekannten mit einer Kettensäge getötet. Lieutenant Enright übernimmt den Fall und glaubt den Tätern endlich auf der Spur zu sein. Er schlägt Stretch vor, dass sie das Tonband im Radio spielen soll, um die Täter so aus ihrem Versteck zu locken. Leatherface und seine verrückte Familie lassen sich das nicht zweimal sagen...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von occator:

Mit TCM erschuf Tobe Hooper einen Klassiker des Horror-Genres. Der Film zeichnete sich durch einen naturalistischen Stil sowie realistische Charaktere aus. Nebenbei war er ein sozialer Kommentar und auch ein Abschiedsgesang auf die Hippiezeit. Ebenfalls erwähnen sollte man noch, dass der Film trotz des reißerischen Titels mit Goreszenen sparte (auch wenn die FSK in ihrer Zensurbegründung anno dazumal Szenen beschrieb, die nie gedreht wurden).

Zwölf Jahre später also fand sich Hooper bereit ein Sequel zu seinem Klassiker zu drehen. Und da auch ihm bewusst war, dass vor allem Sequels zu Horrorfilmen in der Regel großer Mist sind, beschloss er, dass der zweite TCM sich komplett vom Original unterscheiden sollte.

Dies merkt man schon bei der Inszenierung. Anstatt wieder auf einen dokumentarischen Stil zu setzen, lautet das Gebot bei dieser Fortsetzung: Höher! Greller! Blutiger! TCM 2 ist eine brutale, blutige Grand Guignol Oper, eine Rom-Com des Gores, vielleicht einer der ersten Fun-Splatter überhaupt. Weggewischt ist die Zurückhaltung aus dem ersten Teil. Hier werden Köpfe gespalten, Kettensägen penetrieren Leiber, Gedärme fluten auf den Boden, Gesichter werden gehäutet. Aber alles so unglaublich übertrieben, dass es eine Freude ist. Verdammt, es gibt sogar ein Kettensägen-Duell zwischen Leatherface und Dennis Hopper!

Und damit kommen wir zu den Darstellern. Hier stechen vor allem zwei Schauspieler heraus. Zum einen der erwähnte Dennis Hopper, der den Onkel des Rollstuhlfahrers Franklin aus dem ersten Teil spielt und deswegen eine Rechnung mit der Sawyer-Familie offen hat. Und Hopper agiert komplett zugekokst von Szene zu Szene, Overacting vom Feinsten. Doch er wird noch übertroffen von Bill Moseley, der seinen Top-Chop mit voller Hingabe spielt, als wäre er direkt aus den Seiten eines perversen Horror-Comics entsprungen. Kein Wunder, dass Rob Zombie Moseley als den Anführer seiner Schlächterfamilie in „House of 1000 corpses“ und „The devils rejects“ wählte. (Nebenbei: aufgrund einer fragwürdigen Übersetzung und Moseleys Wahnsinn kann ich den Film nur im Original empfehlen. Die deutsche Fassung ist definitiv schwächer.) Auch Jim Siedow und Lou Perryman haben sichtlich Spaß an ihren Rollen. Und Caroline Williams gibt als Stretch ein so beachtliches Final girl ab, dass sie zum Schluss den apokalyptischen Chainsaw-Tango von Leatherface aus dem Finale des ersten Teils übernehmen darf.

Ebenfalls erwähnen muss man noch Leatherface-Darsteller Bill Johnson, der als einziger Interpret des Kettensägenschlächters diesem auch Konturen verleihen darf, da sich unser „Held“ in diesem Teil sogar verlieben darf.

Kurzum: der Film kommt nicht an das Original heran, will das aber auch nicht, sondern geht vielmehr seinen eigenen Weg und das macht er ziemlich gut. Ein wirklich tolles Sequel, dass nun auch endlich in guter Qualität auf Blu-Ray vorlieg. 8/10

8/10
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Kommentare

14.03.2017 06:51 Uhr - dicker Hund
2x
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Inhaltlich weitgehende Zustimmung, formal ein kollegiales Lob. Allerdings sollte hier unbedingt eine Spoilerwarnung leuchten.

Meines Erachtens begann der Fun-Splatter schon in den 1960ern mit Lewis' Blut-Trilogie. Aber das ist vielleicht auch Etiketten-Blenderei...

14.03.2017 10:50 Uhr - Intofilms
2x
Für mich sogar eines der besten Horror-Sequels überhaupt. 8 Punkte mit Tendenz nach oben bekommt "TCM 2" auch von mir. Eine knappe 9 könnte aber auch drin sein. Ich müsste den einfach unbedingt mal wieder sehen. Dann könnte ich ggf. ein Wertungs-Update klicken. Aber die liebe Zeit...

Ich würde hier jedoch nicht von Fun-Splatter sprechen. Der Film ist zwar total abgedreht und mit zahlreichen komischen Momenten versehen, kommt aber trotzdem (oder gerade deswegen?) ganz schön terrormäßig rüber, während 'reinrassiger' Fun-Splatter (gelungenes neueres Beispiel: "Fist of Jesus") meiner Meinung nach nur und ausschließlich gute Laune, aber keinen Terror verbreiten will. Aber das ist sozusagen nur meine persönliche Definition. Ich fand schon immer, dass "TCM 2" bei allem Klamauk eben auch ganz viel 'echten', 'harten' Horror bietet! Das ist für mich die besondere Stärke dieses Sequels!

Rezi ist jedenfalls hervorragend gelungen, Respekt! :)))

14.03.2017 11:16 Uhr - JasonXtreme
3x
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Für nen Funsplatter is mir hier zu wenig mit Splatter ;) :D zwar eindeutig ein Fortschritt gegenüber Teil 1, ganz klar - aber insgesamt gesehen doch moderat. Ansonsten pflichte ich der Rezi gern bei - vor allem weil sie einen angenehmeren Umfang hat als zwei andere des Autors :D

14.03.2017 11:31 Uhr - Intofilms
1x
Das stimmt, Jason! Bei 'echtem' Fun-Splatter (siehe "Fist of Jesus") wird noch sehr viel hemmungsloser herumgesplattert. Aber immer so, dass der Fun doch eindeutig im Vordergrund steht.

Ich würde aber nicht sagen, dass Splatter und Gewalt in "TCM 2" nur "moderat" eingesetzt werden. Ich finde, in dieser Hinsicht geht der Film schon ganz gut ab! :))

14.03.2017 12:24 Uhr - cecil b
3x
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Zustimmung meinerseits! :)

14.03.2017 12:43 Uhr - JasonXtreme
1x
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14.03.2017 11:31 Uhr schrieb Intofilms
Das stimmt, Jason! Bei 'echtem' Fun-Splatter (siehe "Fist of Jesus") wird noch sehr viel hemmungsloser herumgesplattert. Aber immer so, dass der Fun doch eindeutig im Vordergrund steht.

Ich würde aber nicht sagen, dass Splatter und Gewalt in "TCM 2" nur "moderat" eingesetzt werden. Ich finde, in dieser Hinsicht geht der Film schon ganz gut ab! :))


Er ist nicht zahm, um Gottes Willen ;) :D aber im Vergleich mit allem was man heute so sieht... da geht TCM The Beginning für mich schon mehr in die Vollen

14.03.2017 12:52 Uhr - Intofilms
1x
Und auch hier hast du recht, Jason!
"TCM: The Beginning" ist noch mal ein anderes Kaliber. Bei diesem Titel wird sicher niemand auf die Idee kommen, den in irgendeiner Weise mit Fun-Splatter in Verbindung zu bringen! :))
Das ist definitiv einer der trostlosesten Horrorfilme, die ich kenne. Und dann eben auch noch extrem hart. Aber wie gesagt, das wahrhaft Schockierende liegt für mich in dieser total deprimierenden Trostlosigkeit.

14.03.2017 21:45 Uhr - naSum
2x
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Na die Review klingt doch schon um einiges ausgereifter, als deine Vorwerke. So kannst du gerne weiter machen, dann sammelst du auch Leser ein.

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