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Occator
Level 2
XP 89
Eintrag: 14.03.2017

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La Isla Mínima - Mörderland

Herstellungsland:Spanien (2014)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Krimi, Thriller
Alternativtitel:Marshland

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,75 (4 Stimmen) Details
inhalt:
1980: Tief im spanischen Süden verzweigt sich der Guadalquivir auf seinem Weg ins Meer in unzählige kleine Flussläufe und schneidet beunruhigend geometrische Muster in die sumpfige Landschaft. Die Menschen dort unten sind eine verschworene Gemeinschaft, bei denen die aus der Hauptstadt entsandten Ermittler Juan und Pedro wenig willkommen sind. Eigentlich sollen die beiden das rätselhafte Verschwinden zweier junger Mädchen klären. Doch als kurze Zeit später deren gemarterte Leichen am Straßenrand auftauchen, beginnen sich die Polizisten unter der heißen Sonne Andalusiens in ein undurchdringliches Geflecht aus Schweigen, Angst und Lüge zu verstricken.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von occator:

Filme über Serienkiller gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Dabei kann man meist zwischen zwei Formen unterscheiden: zum einen die Filme über brillante Psychopathen, die ihre Morde wie Tableaus in einer Galerie gestalten, zum Beispiel in Filmen wie „Seven“, „Silence of the lambs“ oder auch „I saw the devil“. Und dann gibt es die realistischen und zumeist eher unspektakulären Filme, die sich auf die soziale Komponente und die Polizeiarbeit konzentrieren und bei denen die Killer eher arme Wichte sind, wenn sie überhaupt als Personen thematisiert werden. Zu dieser Gattung gehören Meisterwerke wie „Zodiac“, „Memories of murder“ oder auch die erste Staffel „True detective“. Ich persönlich mag beide Arten von Filmen.

„La isla minima“ gehört zur zweiten Kategorie und spielt 1980 in Spanien, fünf Jahre nach dem Ende des Franco-Regimes. Das Land gewöhnt sich gerade an die neu gewonnene Demokratie. Pedro wurde in das Sumpfland Spaniens strafversetzt, nachdem er einen faschistischen General öffentlich kritisiert hat. Dort muss er nun mit einem neuen Kollegen, Juan, einen Serienkiller fassen, der es auf Teenagermädchen abgesehen hat.

Der Film fängt das ländliche Spanien der 80er Jahre hervorragend ein. Vor allem schwebt über allem immer noch der bedrohliche Schatten des Franco-Regierung. So erfährt der linke Pedro gegen Ende, dass sein Kollege, der ihm kurz zuvor das Leben rettete, ein hochdekorierter Folterer und Killer unter Franco war. Auch wird immer wieder das Thema Polizeigewalt thematisiert. Hier wandelt der Film ganz klar auf den Spuren von Joon-Ho Bongs Meisterwerk „Memories of murder“.

Auch die Polizeiarbeit wird teilweise akribisch genau gezeigt. Dies hat natürlich zur Folge, dass der Film sehr langsam in seiner Erzählung voranschreitet. So wird sich der eine oder andere wahrscheinlich ziemlich schwer tun mit dem Fehlen jedweder Action, geschweige denn Gore und Splatter.

Die Schauspieler machen ihre Sache durch die Bank weg sehr gut und authentisch. So kommt es in keiner Weise zu Overacting, vielmehr zeichnen sich vor allem die beiden Hauptdarsteller durch angenehme Zurückhaltung aus. Anstatt auf große Gesten wird das Augenmerk mehr auf Blicke, kleinste Gesichtsregungen und ähnliches gelenkt. Die Darstellung erweckt Erinnerungen an den Naturalismus des New Hollywood der 70er Jahre.

Die Kameraarbeit muss noch erwähnt werden. So ist der Film einfach wunderschön anzuschauen. Vor allem die Aufnahmen vom Helikopter aus auf die Sumpflandschaft sind atemberaubend und der Film punktet eigentlich durchweg durch seine enorme kinematische Kraft, wobei sich das Ganze sehr erfrischend von der Videoclip-Ästhetik aus den USA abhebt.

Bei allem Lob muss aber auch Kritik erlaubt sein, denn der Film kommt nicht ganz an seine großen Vorbilder heran. Dazu müsste er einfach noch ein bisschen mitreißender und ein bisschen eigenständiger sein. In Spanien hat er allerdings trotzdem 10 Goya-Auszeichnungen geholt und mein Kritikpunkt ist tatsächlich Jammern auf hohem Niveau. 7/10

7/10
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