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Killerelias
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Eintrag: 14.03.2017

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Die Stunde des Jägers

(The Hunted)
Herstellungsland:USA (2003)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,01 (23 Stimmen) Details
inhalt:
L.T. Bonham, Ex-Elite-Ausbilder der US Army hat sich eigentlich von seinem Beruf zurückgezogen, doch als sein ehemaliger Schüler Aaron Hallam in den Wäldern von Portland zwei Jäger brutal ermordet, bittet ihn das FBI um Hilfe. Gemeinsam mit der Agentin Anny Durrell nimmt Bonhan die Fährte des Killers auf. Das Duell zwischen Lehrer und Schüler entwickelt sich schnell zu einer gnadenlosen Hetzjagd auf Leben und Tod, denn je mehr Hallam in die Enge getrieben wird, desto raffinierter und brutaler schlägt er die Schneisen seiner Fluchtwege - bis sie sich Mann gegen Mann gegenüber stehen...
eine kritik von killerelias:

Die Stunde des Jägers von 2003William Friedkin

 

William Friedkin, Oscar für die Regie an Brennpunkt Brooklyn 1972 und natürlich die Nominierung für Der Exorzist. Tommy Lee Jones Oscar als Nebendarsteller für Auf der Flucht 1994 + drei weitere Nominierungen. Benicio del Toro, ebenso Oscar als Nebendarsteller in Traffic Macht des Kartells 2001. Kameramann Caleb Deschanel fünffach Oscar nominiert und ok der für die Musik verantwortliche Brain Tyler kein Oscar Preisträger, aber dafür schwer vertreten in aktuellen Blockbustern ( The Expendables 1-3, Diverse Fast & Furios , Avengers Age of Ultron usw.). Wie wir aber alle wissen gibt es keine Garantie dafür, dass trotz solcher klangvoller Namen und Erfolge der Vergangenheit ein Film gut wird, gar grandios. Vorab mir hat er gefallen!

 

Anfangsszene: Aaron Hallam (del Toro) ist in einer geheimen US Eliteeinheit und ein Spezialist im Liquidieren. Bei einem Einsatz im Kosovo schaltet er einen Anführer einer serbischen Einheit aus, die für viele zivile Opfer verantwortlich ist. Als Lohn für diese außergewöhnliche Tat erhält er den Silver Star für besondere Tapferkeit vor dem Feind.

 

Im Hier und Jetzt tötet Hallam mit einem Jagdmesser im Wald zwei Jäger die es auf Hirsche abgesehen haben. Um Hallam in dieser Wildnis aufzuspüren, holt sich die leitende FBI Agentin Abby Durell (Connie Nielsen) Hilfe von einem der besten Spurenleseexperten L.T. Bonham (Tommy Lee Jones). L.T., früher Ausbilder von Elite Einheiten im Nahkampf, fristet sein Dasein als Wildhüter in Kanada bis er zu diesem Fall hinzugezogen wird. Kaum in der Wildnis unterwegs nimmt L.T. die Spur von Hallam auf und es kommt zum Aufeinandertreffen beider Männer. Hallam erkennt L.T. als seinen Ausbilder in der Spezialeinheit und erklärt, dass er sich nur selbst verteidigt hat, da die "getarnten Jäger" in Wirklichkeit Männer der Regierung sind, die es auf Ihn abgesehen haben. L.T. schafft es, mit Hilfe von Agentin Durell, Hallam zu fassen und in Untersuchungshaft zu bringen. Doch Hallam hat andere Pläne und bleibt dort nicht lange. So nimmt L.T. wieder die Spur seines ehemaligen Schülers auf und das Katz- und Mausspiel beginnt von vorne.

 

Zwei Männer, Lehrer Schüler, alt jung, abgeschlossen mit dem Kapitel Spezialeinheit und eben noch mitten drinnen. So unterschiedlich auf den ersten Blick beide Hauptprotagonisten auch sind, verbindet sie beide das Gespür für die Natur, den Einklang mit sich in der Natur und beide können hervorragend mit dem Messer umgehen. Während L.T. dies alles von seinem Vater gelernt hat, lernte Hallam es von L.T. Durch die gemeinsame Vergangenheit verbindet beide eine, für den einen mehr und den anderen weniger, intensive Beziehung. L.T. der in Hallam zwar seinen besten Rekruten hatte, einen Rekruten der in seiner Lernfähigkeit beeindruckt hat, aber eben auch nicht mehr. Hallam jedoch hat in L.T. seinen in der Art nicht da gewesen Vater entdeckt.

 

Weder Jones noch del Toro bleiben in den Rollen etwas schuldig und liefern eine top Performance ab. Jones hat mich aber über den gesamten Film etwas mehr überzeugt als ehemaliger Eliteausbilder, der nun alleine zurückgezogen in der Natur lebt. Die Blicke, die einem das Blut in den Ader gefrieren lassen oder die einem signalisieren, dass jemand fest entschlossen ist seinen Weg fortzusetzen, haben mir bei del Toro sehr imponiert. Im Gegenzug wirkt Jones seine Rolle des Menschenjägers fühlbar unwohl und unsicher und genau dieses Gefühl bringt Jones so nahe an den Zuschauer heran, durch seine kunstvolle Mimik und Gestik. Zwei so überzeugende Schauspieler die keine Frage an der Rolle übrig lassen und den Zuschauer komplett in Ihren Bann ziehen. Einfach Grandios! Generell kann ich keinen der Nebendarsteller besonders hervorheben, alle fügen sich in die Geschichte ein, aber keiner hat bei mir einen bleiben Eindruck hinterlassen, was auch schwer ist bei so starken Hauptdarstellern.

 

Die Schauplätze, ob es am Anfang der Wald, später die Brücke oder zum Ende hin ein Flussabschnitt oder die Hütte im Schnee, jeder passt ins Gesamtbild und fängt die Stimmung optimal ein. Gerade zu Beginn, wenn man die beiden Charakter kennenlernt, passt der Waldabschnitt perfekt. Der Einklang mit der Natur von L.T. oder eben Hallam der weiß wie man sich die Natur zur Hilfe nimmt, wirklich stimmungsvoll. Generell fängt Deschanel wunderbar die Atmosphäre mit seiner Kamera ein und als Zuschauer muss man sie nur noch genießen.

 

Die Stunde des Jägers ist aber nicht nur ein Lehrer-Schüler-Drama, sondern zeigt auch deutlich die psychischen Abgründe, wenn man Jahre lang ohne Skrupel mordet oder Elitemörder ausbildet. Beides bleibt an der Seele haften und lässt sich nicht mehr ablösen. Nur wie man damit lebt oder umgeht unterscheidet beide Männer. Während Hallam scheinbar an einer PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) leidet und sich von der Regierung verfolgt fühlt oder eben L.T. zurückgezogen in der Einsamkeit. Nur stellt sich die Frage, bildet sich Hallam wirklich nur ein, dass es die Regierung auf Ihn abgesehen hat oder entpuppt sich das ganze als Wirklichkeit? Egal wie, der Film schafft es einen von Anfang bis Ende an der Stange zu halten und hält den Spannungsbogen aufrecht. Die gebotene Action ist minimal gehalten, keine großen Explosionen oder endlose Feuergefechte, aber die braucht der Film auch nicht. Wenn es mal etwas lauter oder brutaler wird ist dies gekonnt platziert und erhöht den Spannungsbogen. Vom Ende des Filmes war ich ein wenig enttäuscht, klar das Ende passt und ist schlüssig, nur hat man viel zu früh im Film das Gefühl, dass es genau zu so einem Ende kommt. Ich hätte mir gewünscht, dass Friedkin noch etwas aus dem Hut zaubert oder noch eine dramatische Wendung einbaut. Genau aus diesem Grund ist der Film für mich grundsolide im oberen Bereich der Action-Drama Filme anzusehen, kommt aber nicht an Genremeisterwerke wie Heat oder Auf der Flucht ran.

 

 

7 von 10

 

7/10
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Kommentare

15.03.2017 13:14 Uhr - JasonXtreme
1x
DB-Helfer
User-Level von JasonXtreme 12
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.270
Gut geschrieben, nur passt mir die Wertung nicht zum vielen Lob :-) ich mag den Film auch gerne, zumal ich del Toro auch für einen super Darsteller halte.

16.03.2017 11:51 Uhr - Killerelias
1x
User-Level von Killerelias 2
Erfahrungspunkte von Killerelias 76
Danke Jason, hab lange mit mir gerungen bei der Bewertung...

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