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TheRealAsh
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Eintrag: 15.03.2017

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Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre

(The Texas Chainsaw Massacre)
Herstellungsland:USA (2003)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,02 (60 Stimmen) Details
inhalt:
Sommer 1973: Eine Gruppe junger Leute ist im Van über die staubigen Straßen von Texas unterwegs. Plötzlich erscheint wie aus dem Nichts eine Frau auf der Landstraße und wird fast von dem Bus erfasst. Sie redet unverständlich und von Todesangst gezeichnet vor sich hin. Widerwillig lässt sie sich von der Gruppe mitnehmen, doch als die Fahrt sie scheinbar an den Ort des Grauens zurückbringt, dreht sie völlig durch. Der Schrecken hat ein Gesicht - Leatherface. Auf der Suche nach Hilfe stößt die Clique in einer abgelegenen Gegend auf deren bizarre Bewohner. Die Tankstellenwirtin, der Polizist und der alte Mann im Rollstuhl scheinen etwas Schreckliches zu verbergen...
eine kritik von therealash:

Man kann "Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre" wirklich vieles vorwerfen: dünne Story, unschlagbares Original, flache Charaktere, eine Demystifizierung von Leatherface, etc. Eines aber kann man nicht: man kann den Einfluss von diesem Remake in Hinblick auf den modernen Horrorfilm nicht leugnen. Dass ausgerechnet dieser damals von vielen gehasste, von vielen geliebte Streifen vor einigen Jahren ein in manchen Augen verfrühtes und unverdientes Mediabookrelease bekommen hat, die mittlerweile zu horrenden Preisen auf den Börsen gehandelt werden, mutete damals seltsam und verfrüht an. Nichtsdestotrotz kann man es verstehen. Die hier gepimpte Texas-Interpretation weiß im Nachhinein durchaus zu gefallen. 2003 ist immerhin lange her.

Betrachtet man sich den Film vom heutigen Standpunkt, muss man feststellen, dass hier der Horrorfilm tatsächlich als großangelegte Popcornkinounterhaltung mit halbwegs großem Budget ernst genommen wurde. Und das war damals nicht ganz selbstverständlich. Die Veredelgung findet absolut im bildtechnischen Aspekt statt. Man kann zwar bemängeln, dass ihm das Schmutzige von Hoopers Original fehlt und auch der Humor, wie er im leider unterschätzten und neulich ja endlich auch rehabilitierten zweiten Teil, völlig ad absurdum getrieben wird. Aber stylisch ist er in jedem Fall. Jessica Biel ist dabei natürlich das Eye-Candy schlechthin. Die Kameraeinstellungen, die etwas trübe Farbgebung und das durchwegs im letzten Teil dunkelschwarze Licht-Schatten-Spiel findet seine heutige Form in den längst zur Mainstreamsehgewohnheit gehörenden Inszenierungen von Filmen wie "Don't Breathe" oder "The Green Room".

Außerdem muss man hier tatsächlich versuchen, zu vergessen, was der Mythos der Filmreihe ist. Dieser findet hier nämlich auch nur als Zitat statt. Leatherface wird sogar einmal ohne Maske gezeigt, was ihn seltsam blutleer macht und etwas an den sprechenden Mike Myers in Rob Zombies Remakes von "Halloween" erinnert. Aber, und das ist das ausschlaggebende Argument, "Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre" macht rundum Spaß. Die Flucht durch Bettlaken, die eigentlich völlig überzogene Hochglanzhollywoodatmosphäre, die Kamerafahrt durch einen jüngst durchsiebten Kopf unterhalten einfach prächtig.

Als Fan der Reihe, und wer ist das nicht, muss man das Remake einfach trotz aller Schwächen lieben. Es glänzt, es verschleiert, es deutet an und löst ein. Zwar fehlt hier der im Sonnenuntergang tanzende Leatherface (der quasi nur zitiert wird), der verliebte Leatherface, der Leatherface wie er sich im Teaser zum dritten Teil die Säge über den Kopf hält, als sei er He-Man vor Castle Grayskull, aber er respektiert die Originale. Das Remake nimmt den Mythos ernst (auch wenn er ihn nicht versteht) und versucht ihn einem großen Publikum nahe zu bringen. Dabei ist er nicht ganz so absurd und widerlich wie die vorhergehenden Filme, dafür aber mindestens auch so stimmungsvoll. Und die Stimmung ist schließlich das, was die Texas-Reihe immer schon ausgemacht hat.

"Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre" bleibt ein etwas vernachlässigtes Stiefkind, das dem Kettensägenfan sein rasendes Herz aber nach mehrmaligem Sehen höher schlagen lässt. Bleibt abzuwarten, ob er tatsächlich noch weiter wächst. Wiedersehen kann man ihn jedenfalls immer wieder.

The Saw ist und bleibt Family!

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Kommentare

15.03.2017 02:26 Uhr - Intofilms
5x
Auf jeden Fall ist hier Potenzial vorhanden. Deine Ausführungen sind jedoch sehr allgemein gehalten und wirken bisweilen etwas formelhaft. Deine Wertung samt Begründung kann ich aber trotzdem gut nachvollziehen. 7 oder vielleicht auch knappe 8 Punkte würde ich übrigens auch vergeben. Freilich bemängeln einige gerade das, was du positiv als "stylisch" herausstellst. Diese häufig vorgebrachte Kritik an der 'aufpolierten' Optik sollte man schon ernst nehmen. Auch mir ist der 'dreckige' Look des Originals zehnmal lieber. Trotzdem kann ich mit der 2003er-Version ganz gut leben und die wandert auch immer mal wieder in meinen Player.

Ich möchte noch was zu deinem ersten Absatz sagen. Wenn du hier von 'Einfluss auf den modernen Horrorfilm' sprichst, meintest du wahrscheinlich 'Einfluss auf den zeitgenössischen Horrorfilm', oder? Freilich kommt es hier auf die individuelle zeitliche Perspektive an. Aber wenn ich an einflussreiche, wirkmächtige Meilensteine des modernen Horrorfilms denke, dann denke ich unweigerlich an die 70/80er Jahre, an Filme wie "Der Exorzist", "TCM", "Halloween", "Dawn of the Dead", "Evil Dead" usw. (Ich zähle jetzt bewusst nur amerikanische Titel auf, da ich diese tatsächlich am einflussreichsten finde.)
Ich finde es außerdem etwas problematisch, wenn du den Einfluss des "TCM"-Remakes auf den zeitgenössischen Horrorfilm damit belegen willst, dass dieser Film einen MB-Release spendiert bekam und dieses MB nun zu hohen Preisen gehandelt wird. Das sagt meiner Meinung nach überhaupt nichts über die filmgeschichtliche Bedeutung, über die Wirkungsgeschichte eines Films aus.
Filme wie "Saw" und "Hostel" haben den zeitgenössischen Horrorfilm mit Sicherheit viel, viel stärker beeinflusst als dieses Remake, wobei die sog. 'torture porn'-Filme jetzt auch langsam etwas von ihrem Reiz verlieren, wie mir scheint. Freilich hat das "TCM"-Remake insofern einen gewissen Stellenwert, als es die Horror-Remake-Welle mit initiiert hat. Jedenfalls kam es danach zu auffällig vielen weiteren Remakes im Bereich Horrorfilm. Davor dürfte die Häufigkeit dieser Remakes deutlich geringer gewesen sein. Bin mir hier aber auch nicht hundertprozentig sicher...

Schön und gelungen finde ich, dass du einen weiten Bogen zurück schlägst, das Original wie auch den zweiten Teil kurz und treffend charakterisierst. Du erwähnst auch Aspekte der Kameraarbeit und Farbgebung. Die Schauspielerleistungen werden für meinen Geschmack jedoch zu wenig gewürdigt, auch wenn du kurz auf Jessica Biel hinweist.

Da du aber noch ganz neu unter den Reviewern bist, ist das alles gar nicht so 'schlimm'. Potenzial ist auf jeden Fall da. Einfach am Ball bleiben. (Ich selbst bin ja kein Reviewer, sondern lediglich eifriger Feedbacker. Deshalb kann ich mit praktischen Tipps leider nicht dienen. Aber bestimmt melden sich früher oder später die gestandenen Schreiberlinge mit konkreten Tipps auch noch zu Wort. Diese kannst du dann ja gerne beherzigen. :)))

15.03.2017 09:02 Uhr - JasonXtreme
3x
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Find ich jetzt auich nicht verkehrt, auch wenn ich glaube, dass das Geschriebene in Deinem Kopf noch anders aussah bevors aufs "Papier" kam ;) die Zeichensetzung ist wirr und macht es etwas unleserlich, obendrein ergeben manche Sätze nicht viel Sinn im Kontext. Ich hab aber stark das Gefühl Du musst einfach mehr Korrektur lesen und bissl was verändern vor dem Veröffentlichen, dann würde das schon hinhauen. Man versteht was Du sagen willst, wenn man die Filme kennt - wenn nicht wirds schwierig Dir zu folgen - DAS musst Du umgehen.

Wenn ich mal so frei sein darf Tipps zu geben ;)

15.03.2017 09:24 Uhr - dicker Hund
3x
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Schön, dass jemand ein positiveres Kontrastprogramm zu meinem Erguss anbietet. Den Sheriff sollte man aber erwähnen, wenn man das Remake lobt. Einige Formulierungen gefallen mir schon richtig gut.

15.03.2017 10:29 Uhr - TheRealAsh
6x
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Danke für euer ausführliches Feedback. Ich finde seit einiger Zeit schnittberichte.com einfach so toll, dass ich selbst einen Teil beitragen möchte.
Let's rot!
Ash

15.03.2017 17:46 Uhr - naSum
4x
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15.03.2017 09:24 Uhr schrieb dicker Hund
Den Sheriff sollte man aber erwähnen, wenn man das Remake lobt.


Das war auch der Ausbilder aus Full Metal Jacket, woll? Da dämmert was...^^

Zum Review muss ich sagen, dass es echt angenehm zu lesen ist und wenn du in einigen erwähnten Aspekten noch ins Detail gehst, klingt das sehr gut.

Erwähnenswert finde ich noch den hohen Blutzoll und die echt stark inszenierten Tötungsszenen. Hier hat meiner Meinung nach Michael Bay einen klaren Pluspunkt zum Original geliefert, dass mir immer schon zu blutleer und öde war.

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