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Occator
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XP 124
Eintrag: 15.03.2017

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Evil Dead - Die Saat des Bösen

(Resurrected. The)
Herstellungsland:USA (1992)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Alternativtitel:Shatterbrain
Resurrected - Die Saat des Bösen, The

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,60 (10 Stimmen) Details
inhalt:
Claire Ward beauftragt den Privatdetektiv John March mit einem recht mysteriösen Fall, der sich um ihren Ehemann dreht: Der Wissenschaftler führt abgeschottet vor der Außenwelt bizarre Experimente durch. Unklar ist auch, wieso dieser sich immer zur Nacht Tierkadaver und Tierblut liefern lässt. March geht der Sache nach und spürt Ward in einem alten, abgelegenen Haus auf. Dort offenbart sich schreckliches; Ward's Urahn war Alchemist und mit dem Satan im Bunde und imstande, den Tod zu besiegen. Und dieses dämonische Wissen macht sich nun bei Dr. Ward breit. Die Hölle manifestiert sich auf Erden.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von occator:

Verfilmungen nach Stoffen von Howard Phillips Lovecraft hatten es schon immer schwer. Zum einen schrieb er hauptsächlich Kurzgeschichten, welche dann von Drehbuchautoren mit diversen und unnötigen Sideplots aufgemöbelt werden. Zum anderen ist Lovercrafts „kosmischer“ Horror sehr schwer umzusetzen, da er eben darauf abzielt, das das Böse so unnatürlich ist, dass sein reiner Anblick einen Menschen schon in den Wahnsinn stürzt. Da bekommen selbst FX-Artisten wie Tom Savini oder Rick Baker Schwierigkeiten.

Einer der wenigen Romane bzw längeren Novellen Lovecrafts (eine von dreien, um genau zu sein) ist „The strange case of Charles Dexter Ward“. Diese gehört auch zu den Werken, an denen sich schon mehrmals Filmschaffende herangetraut haben. Am bekanntesten dürfte wohl die Version von Roger Corman mit Vincent Price in der Hauptrolle sein, welche damals in den 60ern als Poe-Adaption vermarktet wurde, unter dem Titel „The haunted palace“ oder die kongeniale deutsche Übersetzung „Die Folterkammer des Hexenjägers“.

Die beste Version dieser Story stellt aber dieser Film von Dan O'Bannon dar. O'Bannon selber hat nur zwei Filme gedreht, diesen und „The return of the living dead“, aber hat sich einen guten Namen als Drehbuchautor gemacht und in diesem Bereich schon das eine oder andere Mal mit kosmischen Horror Lovecraft'scher Prägung zu tun gehabt: so stammt von ihm das Drehbuch zum ersten Alien, ebenso wie die Vorlage zum 80er Jahre-Streifen „Dead and buried“, in welchem ein Hexenmeister eine ganze Stadt an Toten erschafft.

Mit „The resurrected“ hält sich O'Bannon nun extrem nahe an der Vorlage, wobei natürlich medienspezifische Kürzungen nicht zu vermeiden sind. Allerdings legt er seine Adaption in die Neuzeit und macht aus der Geschichte einen Film-Noir mit okkulten Elementen, wodurch der Film nicht nur zur Lovecraft-Adaption wird, sondern sich auch noch in ein Sub-Genre einfügt, welches mit Filmen wie „Angel heart“ und „Lord of illusions“ nicht die schlechtesten Vertreter in seinen Reihen hat. An diese „Verwandten“ kommt der Film allerdings nicht ganz heran, denn teilweise merkt man schon, dass die Vorlage aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts stammt, so dass einige Szenen einfach ein bisschen anachronistisch wirken, wie zum Beispiel das Ausspucken eines Tankwarts gegen das Böse bei Erwähnen von Wards Namen.

Die Schauspieler machen ihren Job eigentlich alle ziemlich gut, wobei es keine größeren Ausrisse nach oben oder unten gibt, außer Chris Sarandon, bekannt als Vampir Jerry in „Fright night“. Sarandon spielt den unglücklichen Charles Dexter Ward sowie den wiederbelebten Curwen und als letzterer liefert er eine absolute Glanzleistung ab. So spricht er beide Rollen mit komplett verschiedenen Stimmen und da Curwen ja über 200 Jahre alt ist, ist seine Sprache natürlich höchst antiquiert. Dies schlägt sich aber auch auf seine Phrasierung nieder. Er spricht ungefähr genauso wie die Pilgerfamilie aus „The Witch“. Das muss man sich einfach im Original geben, wirklich fantastisch.

Insgesamt hat der Film eine tolle Atmosphäre, ähnlich der oben schon genannten Filme, aber mit einem großen Schuss „In the mouth of madness“ und natürlich Lovecraft. Kleinere Mängel können den Gesamteindruck nicht schmälern und der Film erinnert im besten Sinne an 80er Jahre Horrorfilme. Eine kleine Perle, die sich lohnt, wiederentdeckt zu werden. 8/10

8/10
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Kommentare

15.03.2017 22:53 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 5
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 302
Geb dir absolut Recht, ich persönlich mag den Film auch sehr gerne. Er ist zwar billig, da kann er aber nichts dafür. Gerade die zweite Hälfte besticht mit seiner dunklen Stimmunng. Und die Einordnung mit Angel Heart und Lord find ich auch eine super Idee. Tipptopp!

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