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CHOLLO
Level 2
XP 83
Eintrag: 18.03.2017

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Predator

Herstellungsland:USA (1987)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Action, Science-Fiction,
Thriller
Alternativtitel:Alien Hunter
Hunter
Primevil

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (202 Stimmen) Details
inhalt:
Tief im Dschungel Mittelamerikas entdeckt Major Dutch (Arnold Schwarzenegger) mit seinem Elite-Trupp grausam verstümmelte Leichen, die an Bäumen herunterhängen. Mit diesem Fund beginnt für die Gruppe ein blutiger Albtraum, denn ein unsichtbarer Angreifer tötet mühelos einen schwer bewaffneten Mann nach dem anderen. Als nur noch Major Dutch übrig ist, muss er sich allein dem unheimlichen Jäger stellen...
eine kritik von chollo:

Als Ende der 80`er Predator in die Lichtspielhäuser kam,war sein Hauptdarsteller bereits in den Hollywood-Aktion-Olymp aufgestiegen.Der Kraftprotz aus der Steiermark hatte sich durch diverse Fitnessstudios und Wettbewerbe trainiert und dabei insgesamt 7 Mr. Olympia und 5 Mr. Universum Titel abgesahnt.Doch der Ehrgeiz von Mr. Schwarzenegger war noch lange nicht gestillt, und so trieben ihn seine Ambitionen bis in die Traumfabriken von Californien und Co.

Da sich die Produzenten darüber bewusst waren,das Arnie vor Enthusiasmus schier zu zerplatzen schien,aber sein Mimenspiel wohl doch nur limitiert war bzw. die Physiognomie nur wenig Spielraum lieferte,besetzten sie ihn zunächst in einschlägigen Filmchen.Nachdem das Vorspiel in Form von Herkules in New York und Stay Hungry abgehakt war,wagte man sich mit dem Österreicher einen Schritt weiter und verfilmte die Geschichte der von Robert E. Howard erdachten Figur Conan der Barbar.Die Verfilmung dieses Klassikers kann durchaus als gelungen betrachtet werden und auch der Hauptdarsteller machte in dieser Perle eine sehr gute Figur.

Es dauerte nicht lange bis man das Potenzial von Mr. Universum und der von ihm verkörperten Charaktere erkannte und andere Filmschaffende auf ihn aufmerksam wurden.Die Kollision mit den wohl umfangreichsten Folgen war gewiss das Aufeinandertreffen mit James Cameron.Dieser besetzte ihn in seinem dystopischen Science fiction Kracher Terminator und setzte damit sogleich eine Marke,an der sich das Genre bis heute orientiert.Nach weiteren Beiträgen landete Schwarzenegger bei nun vorliegendem Werk: Predator.

Wenn man sich den Film nur im vorbeischauen anguckt,das heißt einen kurzen Blick auf Inhaltsangabe/Optik und Besetzung wirft,so könnte man der Meinung sein das es sich hierbei um einen typischen 80èr Arnie Streifen handelt.Besser gesagt die Ein-Mann-Armee rückt im Alleingang die Weltordnung bzw. die Verhältnisse zwischen Gut und Böse wieder zurecht.Das ist hier aber ganz und gar nicht der Fall.Schon beim Intro wird klar das es sich bei Arnies Gefährten nicht um das übliche Schlachtvieh handelt.Seine Söldnertruppe besteht genauer gesagt aus mindestens 4 Ein-Mann-Armeen.Jeder einzelne der von Carl Weathers und Jesse Ventura über Bill Duke und Sonny Landham dargestellten Charaktere verfügt über das Charisma,mindestens einen B-Actionfilm alleine zu tragen.Aber vor allem als Team funktionieren sie einwandfrei und ich hatte hier von Anfang an das Gefühl einer Gruppe von Menschen zuzuschauen,die zusammen schon einiges durchmachen mussten und bei denen die Chemie einfach stimmt.Besonders wenn nach einiger Zeit die Dezimierung der Gemeinschaft beginnt und sie sich dem Unbekannten stellen müssen,sprühen die Dialoge und Handlungen mitunter nur so vor Wortwitz und Macho Attitüden.Ich persönlich habe mit jedem einzelnen dieser Jungs mitgefiebert weil sie mir mit fortlaufender Spielzeit immer sympathischer wurden.

Wie die Wahl der Darsteller ist auch der Schauplatz des Films hervorragend gewählt.Bereits beim absetzen der Söldner in diesem unwegsamen Gebiet entfaltet der Dschungel seine ganz eigene,äußerst bedrohlich wirkende Atmosphäre.Hier sieht man keine 10 Meter weit und hinter jedem Baum,jedem Strauch könnte das Unerwartete passieren.Die Verantwortlichen taten gut daran die Aufnahmen in einen echten Dschungel zu verlegen,statt sich mit Studiorequisiten rumzuärgern.Auch wenn,will man den Gerüchten glauben schenken,Mr. Schwarzenegger wenig begeistert von diesem Setting  war.

Kommen wir nun zum heimlichen Hauptdarsteller dieses Film,dem Predator.Auch wenn die Tricktechnischen Effekte,namentlich das Unsichtbar werden und der Gebrauch der Waffen des außerirdischen Mitspielers nicht mehr ganz die Zugkraft früherer Tage besitzt,macht der vom leider viel zu früh verstorbenen Kevin Peter Hall verkörperte extraterrestrische Kopfgeldjäger eine überragende Figur.Bei der vollführten Geschmeidigkeit der Bewebungsabläufe und der brachialen Interaktion im Kampfmodus,besonders was den Endkampf angeht,bleibt einem nichts anderes übrig als ihm größte Spielfreude zu unterstellen.Er verschmilzt praktisch mit dem Dschungel und bildet so die ultimative Bedrohung für die gestandenen Mannesbilder auf der anderen Seite.Das vollzieht sich in einer solchen Art und Weise,das man nur Mitgefühl für die Muskelberge rund um Arnie empfinden kann.Was allein schon für dieses Genre,was die Dramaturgie betrifft,beachtlich ist.Das es durch den CGI-Overkill heutiger Tage nicht mehr nötig ist in diesen Bereich der Schauspielerei so ein können an den Tag zu legen,zeigen uns u.a. auch die Auswüchse AVP und AVP-R.Trotzdem bleibt Kevin P. Hall für mich der einzig wahre Predator,was er im 2 Teil nochmals bekräftigte.

Hinter den Kulissen arbeiteten ebenfalls keine Unerfahrenen was man dem Film zu jeder Sekunde ansieht.Regissseur John Mc Tiernan,seines Zeichens versierter Könner seines Fachs durch Outputs wie "Die Hard",setzt Darsteller und Umgebung gekonnt in Szene.Mindestens genauso gekonnt ist die Musik von Komponist Alan Silvestri.In den besten Momenten hat man das Gefühl in einer Runde von Eingeborenen zu sitzen,während das Oberhaupt der Sippe fröhlich die Buschtrommel klopft.

Es ist fast unmöglich an diesem Werk etwas negatives zu finden und auch ich war nahe dran die Höchstwertung zu vergeben.Doch diese Chance macht sich der Film durch einige Abläufe selbst zunichte.Als Beispiel nenne ich hier einfach mal die Szene im Camp der Einheimischen Soldaten.Das die Truppe inherhalb kürzester Zeit mehrere Dutzend Gegner abschlachtet ohne auch nur einen Kratzer abzukriegen,mal abgesehen von Jesse-Blane-Ventura,will nicht recht zum restlichen Gesamteindruck passen in dem die Gruppe auch mal menschliche Schwächen im Miteinander und ihre Wehrbarkeit präsentiert.Zudem wird das so beiläufig erledigt,das es fast schon trashigen Charakter besitzt.

Das kann aber nichts daran ändern das es sich bei Predator um einen exzellenten Sci-Fi/Horror/Action Klassiker handelt den sich keiner, der auch nur ein bischen Gefallen an diesen Genres findet,entgehen lassen sollte!

9/10
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Kommentare

18.03.2017 21:41 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 9
Erfahrungspunkte von dicker Hund 1.235
Anschauliche Präsentation dieses Sci-Fi-Klassikers! Die Szene mit dem eingenommenen Camp kann man auch so verstehen, dass die Truppe als besonders stark in militärischen Angelegenheiten präsentiert werden soll, um den Kontrast hinsichtlich der auf einmal ernst werdenden Bedrohung durch den getarnten Gegner zu verstärken. Dennoch finde ich den Kritikpunkt nachvollziehbar. Ich selbst kam ja mit teils anderen Argumenten zu einem noch etwas schwächeren Ergebnis.

19.03.2017 12:43 Uhr - Intofilms
1x
Die Camp-Szene hat mich jetzt auch nicht so besonders gestört. Hier würde ich dem Erklärungsansatz des dicken Hundes folgen.
Egal. Rezi ist absolut spitze. Und deiner Wertung schließe ich mich sofort an.
Der Film ist einfach eine Wucht, eine geniale Mischung aus Action, SciFi und Horror. Auch heute macht der immer noch verdammt viel Spaß. Zusammen mit "Terminator 1&2" und "True Lies" mein liebster Arnie-Film. Bin mal gespannt, was jetzt mit dem Remake/Reboot "The Predator" auf uns zukommt. Angesichts der übergroßen Fußstapfen des kultig-genialen Originals und des sehr gefälligen zweiten Teils bin ich da ja etwas skeptisch...

19.03.2017 17:22 Uhr - CHOLLO
2x
User-Level von CHOLLO 2
Erfahrungspunkte von CHOLLO 83
Danke für das Feedback.So könnte man die Szene natürlich auch interpretieren.Für mich hat das aber wie gesagt keinen hohen Stellenwert angesichts der großen Qualität dieses Films.Auf "The Predator" freue ich mich auch.

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