SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Suche:
Dead Island Definitive Edition Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 29,99€ bei gameware Böses Spiel mit Zombies Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 39,99€ bei gameware
Punisher77
Level 12
XP 2.233
Eintrag: 27.09.2017

Amazon.de


Thats It (OmU)
Blu-ray/DVD Mediabook
Cover A 46,83
Cover B 46,83



Countdown Copenhagen - Staffel 1
Blu-ray 25,99
DVD 19,99

Force of Execution

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Krimi

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,29 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Thomas Douglas (Steven Seagal) hat sich durch harte Arbeit ein kriminelles Imperium aufgebaut, das er mit harter Hand führt. Als seinem Zögling und besten Auftragskiller Roman Hurst (Bren Foster) allerdings ein scheinbarer Routineauftrag misslingt, beginnt die Fassade von Douglas Imperium zu bröckeln. Er verschont Hursts Leben, doch verkrüppelt seine Hände, sodass seine Karriere als Killer beendet ist. Doch die guten Zeiten sind für Douglas vorbei und immer mehr wünscht er sich, seinem kriminellen Leben entkommen zu können. Doch dann erscheint ein neuer Spieler auf dem Schachbrett von Douglas Imperium: der ehemalige Killer Ice Man (Ving Rhames), der sich nichts Geringeres in den Kopf gesetzt hat, als Douglas zu beerben und sein Imperium zu übernehmen. Douglas wird immer weiter in die Enge getrieben, bis ihm nichts mehr übrig bleibt, als sich an seinen alten Freund Hurst um Hilfe zu wenden...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                        FORCE OF EXECUTION

Nach dem Ende seiner TV-Serie True Justice (2011-2012) kehrte Steven Seagal mit Force Of Execution in die Direct-To-Video-Welt zurück, die er bis heute nahezu fließbandartig mit neuen Filmen bedient. Force Of Execution, Seagals „Comebackstreifen“, weckt zumindest, was die Besetzung angeht, gewisse Erwartungen. Seagal zusammen in einem Film mit Vingh Rhames (Pulp Fiction, 1994) und Machete-Star Danny Trejo, und dann noch unter der Regie von Keoni Waxman, der mit The Keeper (2009) und A Dangerous Man (2009) zwei Seagal-DTV-Filme gedreht hat, die nicht ganz so übel sind wie die meisten anderen … und das mit einem Budget von zehn Millionen Dollar? Dabei könnte doch ein unterhaltsamer B-Actionstreifen herauskommen, denkt man. Aber werfen wir vor der Beurteilung des Films einen Blick auf dessen Handlung.

Steven Seagal ist ein Gangsterboss namens Mr. Alexander, der – wie in Seagal-Filmen üblich - „für die Regierung gearbeitet hat“, ehe er sich dazu entschloss ein Gangster zu werden, der auch drinnen Sonnenbrillen trägt und Verrätern auch mal selbst den Hals umdreht. Bald bekommt Alexander Probleme – der Emporkömmling Ice Man (Vingh Rhames), Anführer einer rivalisierenden Gangsterbande, will dem Paten das Revier streitig machen, was zu einem blutigen Krieg führt, in den auch Alexanders ehemaliger Musterschüler Roman Hurst (Bren Foster – The Last Ship, 2015) hineingezogen wird …

Mit Force Of Execution begann der damals 62jährige Seagal eine neue Phase seiner Karriere. Er hatte sich nicht nur einen Bart wachsen lassen, sondern trat als Darsteller etwas in den Hintergrund. Obwohl sein Name an prominenter Stelle in den Credits und auf den DVD/Blu Ray-Covern steht, spielt er hier eher eine größere Nebenrolle, was in zukünftigen Filmen, die mit seinem Namen warben, häufiger vorkommen sollte. Es ist schon erstaunlich, in wie vielen Szenen Seagal nicht anwesend ist, obwohl er doch - laut Cover und Credits - der Hauptdarsteller sein soll. Außerdem taucht hier – und auch dieser Trend wird in einigen von Seagals weiteren Filmen fortgesetzt – ein weitaus jüngerer und fitterer Darsteller an seiner Seite auf, der das Gros der Martial-Arts-Szenen übernimmt. Hier ist es Bren Foster, der Meister in den Kampfkünsten wie Taekwondo und Hapkido ist. Wie wirkt sich all das auf Force Of Execution aus?

Nun, wer sich den Film ausschließlich wegen Steven Seagal ansieht, könnte enttäuscht werden, da er nicht nur weniger Screentime, sondern auch weniger Kampfszenen hat als im Gros seiner vorigen Filme. Und die Kampfszenen sind auch (mal wieder) so eine Sache. Wenn Mr. Alexander zur Tat schreitet, dauert das zwar nicht allzu lange, aber immerhin zeugen die Kämpfe von einer gewissen, für Genrefans erfreulichen Härte. Wirklich stark ist die Szene, in der Mr. Alexander eingeführt wird und einen Verräter richtet … hier darf sich Seagal als echter „Badass“ präsentieren. Allerdings ist in den Kampfszenen häufig nicht zu sehen, ob er selbst zuschlägt/tritt und auch der Schnitt lässt vermuten, dass hier bei den meisten Aktionen mal wieder ein Double am Werk war. Aber das kennt man ja als leidgeprüfter, unverbesserlicher Seagalfilmgucker, zu denen ich mich auch zähle...

Deutlich fitter präsentiert sich da Bren Foster, der einige wirklich gute Kämpfe absolviert. Er hat die Schauspielkunst zwar nicht mit Löffeln gefressen, müht sich gelegentlich mit den Szenen außerhalb der Action ab, tritt aber gehörig Arsch und zeigt sich dabei deutlich engagierter als sein teilweise ziemlich müde wirkender Co-Star.

Die Handlung des Films ist dagegen der größte Pferdefuß des Films. Was in der Inhaltsangabe recht vielversprechend anhört, wurde ziemlich unaufgeregt, spannungsarm und streckenweise verworren umgesetzt, so dass man sich schon ziemlich anstrengen muss, um den Plot und die Handlungen der Figuren nachvollziehen zu können, so dass sich der Film dann doch etwas zieht. Das trifft zwar auch auf andere Actionfilme zu, aber die lenken mit genügend Schießereien, Verfolgungsjagden etc. davon ab.

Um dieses Kunststück zu vollbringen, sind die Actionszenen nicht zahlreich und auch nicht spektakulär genug, aber dennoch hat Force Of Execution einige durchaus nette Actioneinlagen zu bieten. Nichts, was den A-Klasse-Actionfilmfan vom Hocker hauen dürfte, aber die bereits erwähnten Martial-Arts-Szenen mit Bren Foster sind wahrlich nicht schlecht und wurden von Keoni Waxman solide inszeniert – diese Sequenzen zeigen, dass es sich auszahlt, einen Darsteller vor der Kamera zu haben, bei dem man nicht darauf achten muss, Alter und Gewicht zu kaschieren. Auch der Showdown, in dem auch der schwer bewaffnete Seagal eine solide Figur macht, ist nicht übel … gemessen an DTV-Standards.

Mit Vingh Rhames und Danny Trejo verfügt Force Of Execution über zwei prominente Darsteller, die den Film etwas aufwerten und ihn vor dem Absturz bewahren. Rhames hat sichtliches Vergnügen an seiner Gangsta-Rolle, auch wenn er hier nicht viel mehr zu tun hat, als Klischeesprüche und Drohungen vom Stapel zu lassen und fette Zigarren zu rauchen. Aber das macht Rhames wirklich gut. Der größte Witz ist – und das ist durchaus nicht negativ gemeint – der Auftritt von Danny Trejo. Gerade, als man sich fragt, warum man Machete überhaupt engagiert hat (In den ersten zwei Filmdritteln ist er hauptsächlich damit beschäftigt, den Müll rauszutragen), mutiert er zum völlig durchgeknallten Möchtegernmedizinmann, der mit dem Gift (angeblich) seltener Skorpione nicht behandelbare Handverletzungen heilt...zum Schreien! So kann Force Of Execution zumindest mit einer kleinen Dosis unfreiwilligen Humors punkten.

Unterm Strich ist Force Of Execution kein wirklich guter Film. Die Handlung ist spannungsarm und verworren, aus der Ausgangsposition hätte man deutlich mehr machen können und der vermeintliche Hauptdarsteller tritt gegenüber anderen Darstellern etwas in den Hintergrund. Trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass der Streifen auch einige lichte Momente hat. Dank Bren Foster bekommt der Zuschauer einige ordentliche Kampfszenen zu sehen, die bekannteren Nebendarsteller werten den Film etwas auf und Keoni Waxman ist zwar kein Meisterregisseur, versteht sein Handwerk aber ein klein wenig besser als die meisten Regisseure, mit denen Seagal nach seiner letzten Hauptrolle im Kino (Exit Wounds, 2001) zusammengearbeitet hat. Unterm Strich bleibt pures Mittelmaß.

4-5/10

5/10
mehr reviews vom gleichen autor
Wie
Punisher77
7/10
Sniper:
Punisher77
4/10
die neuesten reviews
Zambezia
Ghostfacelooker
5/10
1922
Ghostfacelooker
5/10
Theater
NoCutsPlease
9/10
Rover,
Ghostfacelooker
5/10
Tür,
cecil b
8/10

Kommentare

28.09.2017 00:31 Uhr - TheRealAsh
2x
User-Level von TheRealAsh 6
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 558
Obwohl so viele bekannte Männer dabei sind, doch nur Mittelmaß. Den würde ich mir wegen des Covers und der Schauspieler wohl mitnehmen, deine schöne rezi lehrt mich aber was anderes. Ich muss beizeiten meine Fortbildung mal echt anhand deiner reviewreihe ausrichten und mir ein paar Rosinen besorgen, topp!!!

28.09.2017 01:31 Uhr - Punisher77
1x
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 12
Erfahrungspunkte von Punisher77 2.233
Vielen Dank, Ash :-)!

Also wenn Du Dich in Sachen (B-)Action fortbilden möchtest, kannst Du den jedenfalls auslassen. "Fire Down Below" und "Exit Wounds" lohnen da schon eher.

28.09.2017 09:24 Uhr - Pratt
1x
DB-Helfer
User-Level von Pratt 21
Erfahrungspunkte von Pratt 9.234
Stimme dem Review voll zu, ein "Seagal-Film" mit wenig Seagal und noch weniger Fightszenen und die, die drin sind, sind zum Großteil gedoubelt, eine typische Fließbandproduktion der letzten Jahre, nicht so schlecht wie z.B. 'Out of Reach' oder 'Submerged'...

28.09.2017 11:01 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.525
Bei Stevie ist einfach die Luft raus und mehr als austauschbares Mittelmaß scheint nicht mehr drin zu sein. "Code of Honor" habe ich mir auch nur angesehen, weil er im Prime-Abo enthalten ist.
Bei Puni ist die Luft keinesfalls raus. Das läuft und läuft und läuft!

28.09.2017 19:53 Uhr - Horace Pinker
2x
User-Level von Horace Pinker 19
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 7.442
Großartige Besprechung eines schlechten Films. Hab den mal bei einem Kumpel der ein Hardcore Seagal Fan ist (und sogar dessen meiste neuere Werke mag) gesehen und mich über weite Strecken gelangweilt, von Seagals weitestgehender Actionabstinenz abgesehen kann ich mich allgemein an keine herausragende Actiomszene erinnern und würde wohl 4 Punkte vergeben.Da haben mir von den neueren Seagal Filmen etwa Driven to Kill oder Today you Die besser gefallen.

29.09.2017 12:53 Uhr - Punisher77
2x
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 12
Erfahrungspunkte von Punisher77 2.233
Vielen Dank Euch beiden!

@Horace:
"Driven To Kill" gefällt mir auch und "Today You Die" im Grunde auch...stehe nur dem massiven Einsatz von "Stock Footage" in diesem Film skeptisch gegenüber.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
SB.com