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Punisher77
Level 12
XP 2.002
Eintrag: 18.04.2017

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Der Affe im Menschen



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Special Limited Edition im FuturePak

The Demon Hunter

(Don't Kill It)
Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Fantasy, Komödie

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (8 Stimmen) Details
inhalt:
Mehrere brutale Morde versetzen ein Provinznest am Mississippi in Angst und Schrecken. Denn sie folgen - wie FBI-Agentin Evelyn Pierce feststellen muss - keinerlei Muster. Nur der alternde Dämonenjäger Jebediah Woodley erkennt einen - natürlich paranormalen - Zusammenhang: Ein Dämon ergreift immer genau von demjenigen Besitz, der ihn gerade getötet hat. Weshalb den beiden bei ihren blutrünstigen Aufräumarbeiten nichts Anderes übrig bleibt, als ausgerechnet den jeweils Besessenen gerade nicht zu töten.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                            THE DEMON HUNTER

Als Dolph Lundgren-Fan muss man sich auf Einiges gefasst machen. Der schwedische Actionstar ist auch in der fortgeschrittenen, hauptsächlich auf „Direct-to-Video“-Streifen basierenden Karriere zwar immer wieder für einen echten Kracher (The Mechanik, 2005 / Skin Trade, 2014) gut, aber dafür muss man immer wieder mäßig unterhaltsame B-Ware von der Stange (Battle Of The Damned, 2013 / War Pigs, 2015) oder völlige Rohrkrepierer wie Thrill To Kill (2013) oder Lethal Punisher – Kill Or Be Killed (2014) über sich ergehen lassen. Was erwartet den geneigten Fan bei seinem neusten Streich Don´t Kill It, der in Deutschland den überflüssigen englischen Titel The Demon Hunter bekam?

Nun, der Blick auf´s DVD/Blu Ray-Cover klingt nicht gerade erbaulich. Big Ass Spider (2013) wird als Referenz des Regisseurs Mike Mendez angegeben. Etwas versöhnlicher stimmt dagegen, dass eben jener Mendez mit seinem Regiedebut Killers (1996) einen kleinen Kultfilm gedreht hat, von dem sein Ruf auch heute noch zehrt. Mit Kristina Klebe (Halloween, 2007) verfügt der für (geschätzt) 3,5 Millionen Dollar gedrehte Film über eine halbwegs bekannte Darstellerin. Weitere Cast-Mitglieder sind James Chalke (Command Performance, 2009), Tony Bentley (12 Years A Slave, 2013) und Miles Doleac (Bad Ass 3, 2015). Eine hervorragende, prominente Besetzung sieht anders aus, aber sie erfüllt ihren Zweck.

Eine grauenhafte Mordserie erschüttert eine Kleinstadt in Mississippi. Die Bluttaten scheinen in keinerlei Zusammenhang zueinander zu stehen und auch das FBI – repräsentiert von Agentin Evelyn Pierce (Kristina Klebe) – steht vor einem Rätsel. Dann taucht der selbsternannte Dämonenjäger Jebediah Woodley (Dolph Lundgren) auf, der behauptet, dass hinter den Morden ein mordlustiger Dämon steckt, den man nicht töten darf, da er sonst sofort in einen anderen Wirtskörper schlüpft …

The Demon Hunter mag nicht verheimlichen können, dass er für (verhältnismäßig) schmales Geld gedreht worden ist, dass er inhaltlich nicht gerade substanziell ist und dass man weder tiefschürfende Dialoge noch überragende schauspielerische Leistungen erwarten sollte – aber darauf kommt es hier auch verdammt noch mal nicht an! Demon Hunter ist ein absoluter Partyfilm, das cineastische Äquivalent zu einem Royal with Cheese – ohne großartigen Nährwert, aber dafür umso wohlschmeckender!

Dabei sollte man den Plot des Films dann doch nicht zu kleinreden, denn die Prämisse des Films ist schon irgendwie genial – tötet man den Dämon, sucht er sich einfach einen neuen Körper, mit dessen Hilfe er noch blutiger weitermorden kann. Wozu das führen kann, zeigt die geniale Bürgerversammlungsszene, die nur eine von vielen skurrilen, witzig-brutalen Sequenzen ist und Dolph Lundgrens Jebediah Woodley in seiner Funktion als Dämonenjäger auf eine harte Probe stellt. Überhaupt kommt immer was dazwischen, wenn das Problem fast schon gelöst ist, woraus sich der reichhaltige, oftmals pechschwarze Humor und auch die Spannung des Films ergeben. Langweilig wird es nicht, was auch an der knapp bemessenen Spieldauer des Films liegt, die keinen Raum für überflüssige Subplots lässt.

Solche Szenen bieten auch Raum für einen Kunst - und CGI-Blutzoll, den man in Lundgren-Filmen selten gesehen hat. Dass die FSK nichts zu beanstanden hatte, dürfte an dem grundsätzlich überzogenen Ton des Films und der trashigen Machart so manchen Effekts liegen - trotz seiner deftigen Gewaltszenen wirkt The Demon Hunter eher wie ein greller Cartoon und weniger wie eine ernstzunehmende, jugendgefährdende Gewaltorgie. Trotzdem halten sich Splatter und schwarzer Humor gekonnt die Waage.

Dolph Lundgren passt sich in seiner Rolle perfekt der skurrilen Ausrichtung des Films an. Als Dämonenjäger mit schickem Hut, exotischen Waffen und mehr Talismanen als der normal gebaute Durchschnittsbürger tragen kann, leistet er sich eine gesunde Portion Selbstironie (z.B. in seiner Einführungsszene), macht sich aber nicht lächerlich.

Unterstützt wird Lundgren von solide agierenden Nebendarstellern, allen voran von der attraktiven Kristina Klebe als FBI-Agentin. Die Chemie zwischen ihr und Lundgren stimmt und sorgt für etwas Buddy Movie-Atmosphäre. Aus den Nebendarstellern ragt besonders James Chalke als fanatischer Priester hervor, der Lundgren/Woodley immer wieder Steine in den Weg legt und den man auf keinen Fall als Pastor in der eigenen Gemeinde haben will.

The Demon Hunter ist alles andere als gehobene Horrorfilmkost. Der Streifen verfügt über eine gehörige Trash-Schlagseite, die so manchen an Hollywood-Horror gewöhnten Genrefan in die Flucht schlagen dürfte und seine Herkunft als Low Budget-Produktion kann der Film nicht verbergen. Das sollte man sich definitiv vor Augen halten, bevor man sich den Film ansieht. Auch überragende schauspielerische Leistungen und eine an Martin Scorsese geschulte Inszenierung wird man hier vergeblich versuchen. Wer aber einfach nur ein mörderisch unterhaltsames Gemisch aus schwarzer Komik, ordentlicher Action und teilweise extrem blutigen Effekten mit Freunden und jeder Menge Bier und Chips genießen will, der ist hier genau richtig!

7-8

8/10
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Kommentare

18.04.2017 18:01 Uhr - cecil b
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Klingt nach einem unterhaltsamen Film, der punktet, wenn man seine Erwartungen zurückschraubt. Die Grundidee weiß wirklich zu gefallen!

Review: Liest sich wie sich warme Butter schmieren lässt, gibt mir einen sehr guten Eindruck vom Film!

18.04.2017 18:01 Uhr - cecil b
2x
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Hier war der Doppelpost. ;)

18.04.2017 19:11 Uhr - dicker Hund
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Den hatte ich eh schon auf dem Schirm - und mit 8 Freunden des kompetenten Bestrafers kann er dort nicht mehr so schnell übersehen werden.

Den Burger-Vergleich mochte ich besonders;-)

18.04.2017 19:32 Uhr - Horace Pinker
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Aufschlussreiches, witziges und schön ausformuliertes Review, wie immer exzellente Arbeit Punisher! Als großen Lundgren Fan hat mich Don't Kill It ohnehin schon interessiert und durch deine Kritik wurde meine Vorfreude noch angeheizt so das ich mich schon auf die (hoffentlich baldige) Sichtung freue.

18.04.2017 20:44 Uhr - Intofilms
1x
Wow! :)
Normalerweise hätte ich diesen Streifen wohl einfach links liegen gelassen. Dank deiner herausragenden Reviewkünste bin ich jetzt aber doch ziemlich neugierig geworden. Da hast du wieder mal ganze Arbeit geleistet! :))

18.04.2017 21:31 Uhr - Tom Cody
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"Auch eine an Martin Scorsese geschulte Inszenierung wird man hier vergeblich suchen." Hahaa...sehr schön formuliert!
Den Film hatte ich vorher auch schon vorsichtig ins Auge gefasst. Dank deiner sehr unterhaltsamen und zugleich fundierten Kritik wird's jetzt wohl auch definitiv ein Blindkauf werden.

ich finde sogar, dass das deutsche Cover den offensichtlichen Trash-Gehalt des Films treffender widerspiegelt als das doch etwas neutralere "Don't Kill It"-Motiv.

PS: Weiß eigentlich jemand, ob "Shark Lake" etwas taugt oder doch eher Richtung "Totalausfall" tendiert???

18.04.2017 22:14 Uhr - Horace Pinker
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18.04.2017 21:31 Uhr schrieb Tom Cody
"Auch eine an Martin Scorsese geschulte Inszenierung wird man hier vergeblich suchen." Hahaa...sehr schön formuliert!
Den Film hatte ich vorher auch schon vorsichtig ins Auge gefasst. Dank deiner sehr unterhaltsamen und zugleich fundierten Kritik wird's jetzt wohl auch definitiv ein Blindkauf werden.

ich finde sogar, dass das deutsche Cover den offensichtlichen Trash-Gehalt des Films treffender widerspiegelt als das doch etwas neutralere "Don't Kill It"-Motiv.

PS: Weiß eigentlich jemand, ob "Shark Lake" etwas taugt oder doch eher Richtung "Totalausfall" tendiert???

Ich würde Shark Lake im Mittelmaß ansiedeln, da Dolph leider viel zu wenig Screentime hat und es erst in den letzten 15 Minuten mit den titelgebenden Tierchen zu tun bekommt, die Haie selbst mehr schlecht als recht mittels CGI umgesetzt wurden und sich die Attacken entweder im Off abspielen oder mit im Computer entstandenen Blut und vereinzelten Goreeffekten (etwa ein abgebissenes Bein) aufwarten. Zudem hat die Handlung auch so ihre Lücken und Logikfehler (etwa warum die Bullenhaie erst nach 5 Jahren anfangen Badegäste aufzufressen).Dank einiger witziger Szenen, der guten Präsenz von Dolph in seinen Szenen und einem gewissen Trashfaktor kann der Film aber immerhin noch halbwegs unterhalten. Ich würde 5-6 Punkte vergeben.

18.04.2017 23:54 Uhr - Punisher77
3x
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Erst einmal vielen Dank für Eure netten Rückmeldungen :-). Schön, hier immer wieder interessierte Leser zu finden :-).

@Dicker Hund:
Vielen Dank! Hoffe, dass Du mich immer noch für kompetent hältst, nachdem Du den Film gesehen hast ;-).

@Horace:
Thanx a lot! Hoffe, Du wirst nicht enttäuscht sein, da der Film ja nun mal eine deutliche Trash-Schlagseite hat.

@Intofims:
Vielen Dank!

@Tom:
Vielen Dank, Tom! Hoffe, Du wirst den Blindkauf nicht bereuen. Die 12 Euro, die ich für die Blu Ray bezahlt habe, bereue ich jedenfalls nicht.

19.04.2017 07:37 Uhr - leichenwurm
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Cool, den Film hatte ich eh im Visier... und ne 8 vom Punisher... das reicht für nen Blindkauf ;-) !

19.04.2017 08:40 Uhr - JasonXtreme
1x
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Joa das klingt doch nach Spaß :D

19.04.2017 19:13 Uhr - Tom Cody
1x
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18.04.2017 22:14 Uhr schrieb Horace Pinker
Ich würde Shark Lake im Mittelmaß ansiedeln, da Dolph leider viel zu wenig Screentime hat und es erst in den letzten 15 Minuten mit den titelgebenden Tierchen zu tun bekommt, die Haie selbst mehr schlecht als recht mittels CGI umgesetzt wurden und sich die Attacken entweder im Off abspielen oder mit im Computer entstandenen Blut und vereinzelten Goreeffekten (etwa ein abgebissenes Bein) aufwarten. Zudem hat die Handlung auch so ihre Lücken und Logikfehler (etwa warum die Bullenhaie erst nach 5 Jahren anfangen Badegäste aufzufressen).Dank einiger witziger Szenen, der guten Präsenz von Dolph in seinen Szenen und einem gewissen Trashfaktor kann der Film aber immerhin noch halbwegs unterhalten. Ich würde 5-6 Punkte vergeben.

Danke für die prompte Antwort auf meine Frage. Da werde ich dann erst einmal von einem Blindkauf absehen, bis ich den Film vielleicht irgendwann unter den Sonderangeboten finde...

23.04.2017 14:33 Uhr - RetterDesUniversums
Der Film ist richtig gut. Man kommt voll auf seine Kosten.
Endlich mal wieder was gescheites

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