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Sniper: Special Ops

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Krieg

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Ein Abgeordneter des US-Kongresses wird in Afghanistan entführt. Eine Elite-Einheit der Marines unter Sergeant Vic Mosby (Tim Abell) soll ihn aus den Händen der Terroristen befreien. Als Vorauskommando, um die Lage zu sondieren, werden der Sniper Jake Chandler (Steven Seagal) und sein Spotter Rich (Daniel Booko) in das Dorf geschickt. Die Soldaten rücken vor und finden den Abgeordneten. Doch es war eine Falle. Beim Rückzug nehmen die Taliban die Marines unter Beschuss. Jake und Rich werden dadurch von ihren Männern getrennt und müssen im Dorf zurückbleiben. Nachdem Vic den Politiker ins sichere Lager gebracht hat, will er sich, gemeinsam mit seinem Kameraden Vasquez (Rob Van Dam), auf den Weg machen, um Jake zu helfen. Vorher hat Colonel Jackson (Dale Dye) aber noch andere Befehle: Ein Truck mit Munition ist steckengeblieben und muss ins Lager gebracht werden. Nur widerwillig machen sich die beiden auf den Weg. Im Truck finden sie ein Geschenk des Himmels: Die von den Taliban misshandelte Schwiegertochter des führenden, lang gesuchten Terroristen Abdul (Shary Nassimi). Der will seine Schwiegertochter und vor allem seinen Enkel, den sie bei sich hat, unbedingt zurückhaben und ist bereit, sie gegen Jake und Rich auszutauschen. Sie ist für die Soldaten das Ticket zurück ins Dorf, um Jake und Rich zu befreien.
eine kritik von punisher77:

                                             SNIPER: SPECIAL OPS

Sniper – Special Ops ist einer der zahlreichen Steven Seagal-Filme, die im Jahr 2016 auf den Markt losgelassen wurden. Dass man bei sieben Filmen in diesem Jahr (Laut IMDB.com) besser keine großartige Qualität erwarten sollte, beweist dieser für angeblich acht Millionen Dollar produzierte Scharfschützenstreifen. Neben Seagal traten in diesem Streifen noch Rob Van Dam (3-Headed Shark Attack, 2015), Tim Abell (Soldiers Of Fortune, 2012) und Charlene Amoia (A Demon Within, 2016) vor die Kamera, womit Sniper über eine wenig spektakuläre Besetzung verfügt. Erwähnenswert ist dagegen die Mitwirkung von Dale Dye. Dye (Jahrgang 1944) diente in den 1960er Jahren im Vietnamkrieg, wurde mit drei Purple Hearts ausgezeichnet und arbeitet bis heute als technischer Berater für militärische Sachverhalte in Filmen und TV-Serien. So trainierte er die Darsteller für Der Soldat James Ryan (1998) und arbeitete als Berater für Filme wie Platoon (1986), Alarmstufe: Rot (1992) und Falling Skies (Seit 2011-2015). Gedreht wurde der Film auf der Blue Cloud Movie Ranch in Santa Clarita (Kalifornien).

Eine Einheit der Marines unter der Leitung von Sergeant Vic Mosby (Tim Abell) bekommt in Afghanistan den Auftrag, einen US-Kongressabgeordneten aus der Gewalt von Terroristen zu befreien. Die Befreiung gelingt, aber im Feuergefecht müssen der Scharfschütze Jake Chandler (Steven Seagal) und seinen Spotter Rich (Daniel Booko – Sprecher in Kinohits wie Deadpool (2016) und Avengers: Age Of Ultron (2015)) zurückgelassen werden. Bevor die Marines ihren Kameraden helfen können, schickt sie ihr Vorgesetzter auf eine neue Mission – ein Munitionstruck ist auf einem offenen Weg liegengeblieben und darf auf keinen Fall dem Feind in die Hände fallen …

Auch wenn Sniper – Special Ops acht Millionen Dollar gekostet haben soll, wirkt er durch die Bank wie eine Billigproduktion. Der kurz vorher erschienene Seagal-Film Code Of Honor – Rache Ist Sein Gesetz verärgerte zwar durch billigstes CGI-Blut, hatte aber (bei ähnlichem Budget) deutlich bessere Schauwerte zu bieten. Das gilt besonders für die Actionszenen, die hauptsächlich zu Beginn und zum Ende des Films stattfinden. Dabei fallen zwei Dinge auf. Erstens: Regisseur und Drehbuchautor Fred Olen Ray ist nicht gerade ein Actionfilmvirtuose und hat die Feuergefechte in seinem Sniper-Streifen wenig packend, sondern eher routiniert und zweckmäßig gestaltet. Verwöhnte Actionfans wird er damit nicht begeistern können. Zweitens: Der Krieg ist in Sniper – Special Ops eine erstaunlich saubere Sache. Die Gegner werden getroffen und fallen um, ohne dass ein einziger Tropfen Blut fließt … wie in The Expendables 3 mit seiner PG-13-Freigabe. Das einzige Blut bekommt man zu sehen, wenn nachträglich eine Schusswunde versorgt werden muss.

Aber vielleicht passt übermäßiges Blutvergießen nicht zu einem Actionfilm, in dem Marines die Helden sind. Auch wenn Sniper – Special Ops bei weitem nicht so propagandistisch ist wie z.B. Delta Force (1986) aus der berühmt-berüchtigten Cannon-Filmschmiede, ist der Streifen dennoch darauf bedacht, die Marines möglichst positiv darzustellen. Kameraden zurückzulassen oder Familienmitglieder von Amerikafeinden gegen das Leben dieser Kameraden einzutauschen, käme für die All American Heroes niemals in Frage. Das muss aber auch nicht sein, da die Marines hier als blitzsauber funktionierende Einheit präsentiert werden, die mit dem von Tim Abell überzeugend dargestellten Sergeant Mosby über einen kompetenten Anführer verfügen. Damit aber nicht nur die US-Army, sondern auch die amerikanische Presse ein kleines Denkmal erhält, mischt mit Charlene Amoia als Janet eine engagierte, selbstbewusste Journalistin mit, ohne die die Marines nie ans Ziel gekommen wären. Ob so etwas unter Donald “Fake News“ Trump im Film in Zukunft noch möglich sein wird …?

Wer sich - wie ich - den Film als Fan von Steven Seagal ansieht, wird enttäuscht werden. Seagals Rolle beschränkt sich hier eher auf einen Gastauftritt, den er in 1-2 Tagen heruntergekurbelt haben dürfte. Am Anfang und Ende des Films darf er ein paar Sprüche klopfen und ein bisschen in der Gegend herumballern. In der Mitte des Films darf er ein bisschen monologisieren … diese Sequenzen wirken so, als habe man sie nur eingestreut, um den Zuschauer daran zu erinnern, dass er auch noch da ist und dass die Marines kommen, um ihn zu retten. Seagal hat zudem nicht eine einzige Kampfszene, darf dafür aber den Großteil seiner Szenen im Sitzen, bzw. hockend verbringen...eine Schande im Vergleich zu Actionstars wie Stallone, Van Damme und Lundgren, die auch heute noch (deutlich mehr) Körpereinsatz zeigen.

Unterm Strich bleibt nicht viel, was das Ansehen von Sniper – Special Ops rechtfertigt. Der Film ist sicherlich nicht so schlecht, wie er teilweise von Kritikern und Kundenrezensionen gemacht wird, aber auch nicht wirklich gut, zumal hier schamlos (z.B. auf dem DVD-Cover oder in den Credits) mit dem Namen Steven Seagal geworben wird, obwohl dessen Rolle nicht besonders groß ist und von jedem anderen hätte gespielt werden können. Als B-Action – und Steven Seagal-Allesgucker kann man einen Blick riskieren, aber auf den Direct-to-Video-Markt gibt es viele, weitaus bessere Filme zu sichten als diesen.

4/10
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Kommentare

29.09.2017 18:00 Uhr - dicker Hund
4x
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Belangloser Krempel in meinen Augen, aber Deine Rezensionen lasse ich deswegen noch lange nicht aus. Das Seagal-Foto auf dem Cover ist ja mal extrem unvorteilhaft. Zuerst dachte ich an eine Parodie...

29.09.2017 18:17 Uhr - NoCutsPlease
2x
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Stevie war mal solch eine coole One Man Army, jetzt taugt er bestenfalls noch als Kanonenkugel. Und wenn er selbst ohnehin nur einen Gastauftritt hat, taugt der Film nicht einmal für Hardcore-Fans.
Coole Sache aber, wie du den ganzen unterdurchschnittlich klingenden Gurken unermüdlich solch runde Rezensionen abringst.

29.09.2017 18:26 Uhr - TheRealAsh
3x
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Oh my god, beim cover dachte ich echt an ne Parodie. Zum Glück leitet deine coole Review mich in die richtige Richtung, eieiei, gibt Sachen 😅

29.09.2017 18:51 Uhr - Pratt
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Top Review, dem ich absolut zustimmen würde, der Film ist 'ne ziemliche Gurke und hat nie im Leben 8 Mio. $ gekostet außer Seagal bekam 6 Millionen $ Gage, dem würde allerdings auch die Tatsache wiedersprechen, dass Fred Olen Ray Regie geführt hat, die Filme des Billig- und Filmfilmers werden fast immer unter 1er Million $ gedreht, Drehzeit betrug knapp drei Wochen...
Seagal kann vielleicht auch nur noch sitzend agieren und wird in einer Szene sogar beim Treppensteigen gedoubelt, oder war wie du schon sagst am Set seines nächsten "Meisterwerks", es wird von Jahr zu Jahr schwerer als Seagal-Fan dabei zu bleiben ... noch halte ich mit einem Fünkchen Hoffnung durch!

30.09.2017 22:52 Uhr - Punisher77
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Vielen Dank für Eure netten Kommentare :-),

@Dicker Hund & Ash:
Vielleicht sollte man diesen Film tatsächlich als Parodie betrachten, dann könnte er vielleicht sogar mehr Spaß machen...

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