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Ghostfacelooker
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Eintrag: 16.04.2017

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The Discovery

Herstellungsland:USA (2017)
Genre:Drama, Liebe/Romantik, Science-Fiction,
Thriller, Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Ein Wissenschaftler findet Beweise für das Leben nach dem Tod. Das Ergebnis sind zahlreiche Selbstmorde und ein Streit mit seinem Sohn, der sich in die Falsche verliebt.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ghostfacelooker:

Wenn man wüsste was danach kommt, wie viele wären dann noch da? Wer hat sich diese Frage im Laufe des Lebens nicht schon mal selbst gestellt? Oder besser, wer wird nur allein von der Angst abgehalten, sich sein Leben zu nehmen nur weil er nicht weiss, was danach ist?

Diese Fragen beantwortet „The Discovery“ schon innerhalb weniger Minuten, innerhalb von zwei Jahren 4 Millionen Menschen weniger auf dem Planeten zu beherbergen, nach der Entdeckung, dass es eine Art Existenz auf einer anderen Bewusstseinsebene gibt. Und das wird nur beiläufig in Nachrichtensendungen oder Radiokommentaren erwähnt. Aber es fängt schon mal sehr gut die tiefsinnig morbide Grundstimmung des Films ein, in dem Robert Redford, freiwillig oder unfreiwillig Auslöser der Suizid Pandemie ist, da er in der Rolle des Dr. Harbor, Entdecker eben jener Ebene ist, die nach unserem Tod existiert.

Doch leider versiegt die morbide Stimmung des Films und verliert sich in minutenlangem soziologischen Geplauder zwischen Isla, gespielt von Patricia Rooney Mara, die genauso seltsam ist wie der Name ihrer Figur, und Will, der von Jason Segel gespielt wird.

Segel hat die Rolle des Seriendarstellers wohl endlich abgestreift und gibt hier in der Figur des älteren Sohnes, der seinem Vater und dessen Arbeit eher skeptisch, wenn nicht sogar innerlich ablehnend gegenüber steht, eine sehr gute Darstellung ab.

Den Gedanken, was mit uns nach dem Tod passiert, den „Flatliners“ 1990 so genial annahm und mit Spannung und Schockmomenten eindringlich dem Zuschauer nahebringen konnte, versucht dieser Film zu Ende zu spinnen, respektive darüber hinaus weiter zu führen. Jedoch fehlt mir persönlich die nötige Spannung zu großen Teilen der Handlung, die sich wie schon erwähnt in pseudo-psychologischen, emotionalen Gesprächen dahinzieht wie ein alter Kaugummi.

Zwar hat man mit Robert Redford einen Charakterdarsteller verpflichten können, der die Rolle des Doktors und Wahnsinnigen sehr nüchtern, kalt und tiefgründig unnahbar spielt, aber bis zu dem Punkt, an dem Segels Figur die eventuell tatsächliche Wahrheit über das Werk seines Vaters herausfindet, ist dieser Film nichts weiter als Dialog umrahmt von spirituellem Kontext, in dem zwischenzeitlich kleine, kaum merkbare Gags eingebaut sind, wie zum Beispiel der Selbstmordzähler mit dem Slogan : „Selbstmord ist keine Lösung, bleib in diesem Leben“.

Ab dem Zeitpunkt versucht man die Dialoglastigkeit der Handlung durch Krimi-Elemente zu erweitern, in denen sich Isla und Will auf die Suche nach dem Kern der Entdeckung seines Vaters machen.

Man könnte viel Subtext in die Dialoge und das Verhalten der Personen interpretieren und sagen dass man dann einen viel tiefgründigeren Film zu sehen bekommen hat, aber muss ich als Zuschauer wirklich Figuren und deren Handlung von mehreren Seiten betrachten um einen Film besser zu reden als er sich darstellt?

Ich glaube nicht, denn wenn ich einen gewissen Inhalt lese, wie beispielsweise der möglichen Entdeckung für das Leben nach dem Tod, erwarte ich zwar ein intellektuell höheres Niveau, welches ich aber nicht noch durch meine eigenen Gedankengänge erweitern muss, die über weite Strecken des Films weder durch die Handlung bestätigt werden noch wirklich verdeutlicht sind. Abgesehen vielleicht von dem Gespräch der beiden Brüder, in dem Toby, gespielt von Jesse Plemons, mal nicht wie ein bekiffter Vollidiot wirkt.

Klar soll ein Film zum Nachdenken anregen und es sind solche Filme die fesseln, aber wenn man sich weitestgehend langweilt, fesselt auch das beste Ende nicht mehr wirklich, egal wie lange es nachhallen mag.

Mary Steenburgen hat einen kurzen Auftritt als Reporterin gleich zu Beginn des Films, aber es hätten auch noch Liam Neeson, Charlie Sheen und Brad Pitt neben Kenneth Branagh ( obwohl der nicht ) gefehlt, um aus dem Plot etwas anderes zu machen, als er für mich ist, nämlich ein spirituell angehauchter Pseudo Shakespeare ohne Poesie, auch wenn der Schluss selbst einen kraftvollen und erlösenden Hauch davon in sich birgt.

Für diesen Schluss und Segels sowie Redfords Schauspiel gebe ich eine 4 - ansonsten; Nimmermehr.

4/10
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