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Ivan_Danko
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Eintrag: 19.04.2017

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Mr. Nice Guy

(Yatgo ho yan)
Herstellungsland:Hongkong (1997)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Martial Arts, Komödie
Alternativtitel:Super Chef
Mister Cool

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,64 (11 Stimmen) Details
inhalt:
Der unbedarfte Fernsehkoch Jackie hilft zufällig einer TV-Reporterin aus der Bedrängnis. Sie wird von den Schergen des Drogenbosses Giancarlo gejagt, von denen sie heimlich ein belastendes Video aufgenommen hat. Die Gangster glauben nach ihrer ersten Abreibung, daß Jackie im Besitz des Beweismaterials sein könnte, und eine ununterbrochene Verfolgshatz setzt ein.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ivan_danko:

"And the Oscar goes to... JACKIE CHAN"! Wer hätte das gedacht, die sonst so steife Academy bewies dieses Jahr endlich einmal etwas Fingerspitzengefühl, indem sie den sogenannten Ehren-Oscar für sein Lebenswerk tatsächlich an den Held unzähliger Action- und Comedy-Filme verlieh. Eine erfrischende Überraschung und wohlverdient, hat doch der sympathische, in Hong-Kong geborene Chinese bereits in weit über hundert Filmen mitgewirkt, eine neue Dimension an Stunts und Action erschaffen und durch seine lustige, weltoffene Ausstrahlung eine unglaublich große Fanbase aufgebaut. Zeit dafür, einen seiner besten Filme etwas näher vorzustellen:

 

MR. NICE GUY (1997)

 

Jackie Chan's Filme leben nicht von besonders komplexer Handlung oder kammerspielartigen Darstellern. Auch in der amerikanisch-chinesischen Koproduktion "Mr. Nice Guy", die zur Komplettierung der Internationalität auch noch in Australien spielt, ist dies nicht der Fall. Macht aber nichts, originell ist das Drehbuch um einen Fernsehkoch, der durch ein vertauschtes Videoband einer Reporterin, die Zeugin eines eskalierten Drogendeals wurde, zwischen die Fronten gerät, aber allemal. Als dann noch Jackies Freundin entführt wird, gibt es kein Halten mehr. Und Jackie wäre nicht Jackie, gäbe es nicht eine Vielzahl an heißen Ohren, wahnwitzigen Stunts und Lachern im Minutentakt. 

Mit Martial-Arts-Urgestein Richard Norton ("China O'Brian", "Rage and Honor") als Bösewicht Giancarlo, wurde bei der Besetzung des Gegenspielers auf bewährte Zusammenarbeit zurückgegriffen. Bereits in "Powerman 2" und "City Hunter" standen die beiden Kampfsportexperten gemeinsam vor der Kamera, wobei sich besonders Norton in diversen Interviews lobend über die Professionalität und das Talent von Jackie Chan äußerte. Als gejagte Reporterin Diana wurde das weitestgehend eher unbekannte Ex-Model Gabrielle Fitzpatrick gecastet, die in ihrer filmischen Vita mit Ausnahme des Van-Damme-Vehikels "Inferno" allerdings keine weiteren größeren Rollen vorzuweisen hat. Ebenso verhält es sich mit Miki Lee, die als Jackie Chans Filmfreundin wohl nur Hardcore-Asia-Fans ein Begriff sein dürfte. Beide allerdings erledigen ihren Job mit einer gewissen Routine, bedienen gleichzeitig aber auch sämtliche Klischees, die ihre Rollen erwarten lassen. Die sogar in den gefährlichsten Situationen noch hartnäckige Reporterin, und die manchmal etwas hysterisch-nervtötende Freundin sind einfach bereits in zu vielen Filmen als Sidekicks verwendet worden. Der Rest der Darstellerriege wechselt zwischen typischem Overacting und tollem Slapstick, muss aber namentlich nicht extra erwähnt werden.

Fast jeder Jackie Chan Film ist eine One-Man-Show, was allerdings nicht im Geringsten als negativ ausgelegt werden sollte, im Gegenteil. Der Mann, der sich nach eigenen Aussagen bereits jeden Knochen im Körper mehrfach gebrochen hat, sprüht einfach vor Witz, Charme und körperlicher Präsenz. Auch in Mr. Nice Guy gibt es hier keine Ausnahme, die wirklich irrwitzigen, halsbrecherischen Stunts wurden ausnahmslos wieder von Jackie Chan selbst übernommen und sprengen teilweise sämtliche Dimensionen. Besonders die ausgedehnte Verfolgungsjagd in der Mitte des Films mit einer Kutsche (!) ist Paradebeispiel für rasante Action, gepaart mit unglaublicher Situationskomik. Man muss schon gesehen haben, wie Jackie sich beispielsweise aus der Kutsche lehnend an einem vorbeifahrenden Bus abstützt, um sofort wieder in wilde Prügeleien mit seinen Verfolgern verwickelt zu werden. Diese Szenen sind einfach einzigartig in ihrer Umsetzung, perfekt gefilmt und mit hohem Risiko verbunden, allein dafür hätte sich Jackie Chan seinen Oscar schon lange vorher verdient gehabt.

Regie bei dem rasanten Actionspaß führte übrigens eine Eastern-Legende seinerseits. Sammo Hung, vielen bekannt als der etwas dickere, oft komische Schauspieler aus zahllosen Hong-Kong-Filmen wusste natürlich bestens, wie er seinen Hauptdarsteller perfekt in Szene setzen konnte und liefert eine routinierte Inszenierung ab, die kaum Kritikpunkte zulässt. Auch mit ihm blickt Jackie Chan auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück, die schon in den frühesten gemeinsamen Werken der Eastern- und Martial-Arts-Ikonen begann.

Mit der FSK bekam der Film keine Probleme, die internationale Fassung wurde bereits ab 12 Jahren freigegeben. Auch existieren eine kantonisische und eine englische Hongkong-Version, die einige zusätzliche, teilweise härtere Szenen beinhalten, womit leider auch dieser Titel von der Zensur betroffen ist.

"Mr. Nice Guy" ist zweifellos eine der besten internationalen Produktionen von Jackie Chan. Wie schon in unzähligen anderen Filmen ist er es, der den gewissen Unterschied ausmacht. Das charmante Multitalent, das neben seiner Karriere als Schauspieler auch ein durchaus begabter Sänger ist, zieht hier alle Register seines Könnens. Noch nie dagewesene Actionsequenzen und herrliche Slapstickeinlagen lassen mich zu guten 8 Punkten kommen. Einen Bonuspunkt für sein Lebenswerk bekommt Jackie Chan von mir obendrein noch dazu.

 

9/10
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Kommentare

20.04.2017 10:11 Uhr - cecil b
2x
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Verdammt, schreibst du gut! Auch hier sind mMn nach alle wesentlichen Punkte besprochen. Mit Chan kann ich nichts anfangen, aber Respekt für diesen sportlichen Akteur!

20.04.2017 11:16 Uhr - Ivan_Danko
1x
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Und nochmals danke, cecil!

20.04.2017 12:55 Uhr - JasonXtreme
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Also Miki Lee is mir als Asien Hardcore Fan kein Begriff^^ ;) Scherz beiseite, genau so sieht das mal aus! Auch wenn ich den etwas geringer in den Punkten sehen würde, aber das is ja subjektiv. Super, dass Norton mit am Start war

20.04.2017 20:29 Uhr - Pratt
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Auch hier wieder sehr interessant geschrieben, ich persönlich fand den Film nicht so gut wie z.B. Who am I oder First Strike, mag auch daran liegen, dass ich nur die europäische/internationale Kinofassung kenne, die (mir) an einigen Stellen doch sehr sprunghaft vorkam, aber alles in allem brauchbare Unterhaltung.

P.S. Beziehst du dich auf die komplette oder die internationale Fassung??

20.04.2017 21:29 Uhr - Ivan_Danko
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Ich weiß, dass meine Bewertungen etwas polarisieren. Eigentlich hätte ich ja auch 8 Punkte vergeben, eben weil dieser Film meiner Meinung nach einige der besten Stunts von Jackie hat.
Der 9. Punkt ist ja irgendwie nur ein Bonus für sein Lebenswerk, nicht so ganz ernst gemeint. Manche fragen sich vielleicht, warum ich Space Cowboys nur 7, und dem hier "echte" 8 Punkte gebe, eben weil ich trotz aller Niveauunterschiede hier die Längen nicht so gespürt habe und mich auch bei mehrfacher Sichtung bestens unterhalten gefühlt habe.

Bleibt ja alles Geschmacksache. Hab übrigens leider nur die internationale Fassung gesehen.

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