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Ghostfacelooker
Level 14
XP 3.150
Eintrag: 07.05.2017

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City of the Dead

Incarnate - Teuflische Besessenheit

(Incarnate)
Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Dr. Seth Ember besitzt die Fähigkeit, in das Unterbewusstsein von Menschen vorzudringen, die von Dämonen besessen sind. Eines Tages wird er von der Kirche mit dem Fall des 11-jährigen Cameron konfrontiert, der sich vollkommen in der Gewalt einer rachsüchtigen Macht befindet. Ember erkennt schnell, dass er es hier nicht mit einer herkömmlichen Austreibung zu tun hat, sondern selbst auf mysteriöse Weise mit den Geschehnissen verbunden ist. Dieser Exorzismus wird für ihn nicht nur ein Kampf gegen die Ausgeburten der Hölle, sondern auch ein Horrortrip durch seine eigene dunkle Vergangenheit.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ghostfacelooker:

Wir kennen alle die Zutaten. Böses sucht Unschuld, meist in Form einer reinen Person, vorzugsweise Kinder und oder junge Mädchen die grünen Schleim ausspeien können. Böses findet bevorzugte Zielperson mit Hilfe von Fernsehegeräten ("Poltergeist"; "Von allen Geistern bessesen"), schwängert dessen noch nicht davon in Kenntnis baldiger ungewollter Empfängnisträgerin der Teufelsbrut zu werdend gesetzte Mutter oder stolpert darüber, warum auch immer und nimmt Opfer in Besitz. Dramaturgie, Schockhandlung und eindringliche Melodien ("Omen") fesseln uns dabei fingernägelbeissend in den Sitz.

Das schlimmste an diesem Film ist nicht die Mischung aus „Inception“, „Das Omen“ dem „Exorzisten“ und ein Hauch „Constantine“, abgewandelt in der Rolle eines fast emotionslosen Aaron Eckhart im Rollstuhl. Das schlimmste an diesem Film ist, das ich, nachdem ich ihn sah, nun bei jeder Werbung in der der Song von Awolnation- Sail verwendet wird, daran erinnert werde. Wobei, ist man(n) denn nicht auch immer ein wenig besessen, wenn er einen über den Durst hat?

Es hätte ein guter Film werden können und mag sein dass es für einige ein guter sein wird, jedoch reicht mir diese Mutation zwischen oben genannten Meilensteinen des Films hier nicht um über eine 3 hinausgehen zu wollen.

Eckarts Part wirkt zu verbissen, zu sehr an einer Figur angelehnt die er selbst nicht überzeugend genug spielen kann, da er, wie im Film die Besessenen selbst zu sehr besessen davon zu sein scheint einerseits einen glaubwürdigen Forscher / Medium abgeben zu wollen, andererseits den knallharten auf Rache sinnenden Exorzisten.

Die Tatsache, dass man der Figur einen Rollstuhl verpasst hat, sollte wohl einerseits ein wenig für unterschwellige Trittbrettsituation zum Fang der derzeitigen X-Men und Comic Film Fans sein, andererseits doch von der Assoziation mit „Constantine“ ablenken, der wesentlich emotionaler und zynischer von Keanu Reeves dargestellt wurde, als der in seinem Film auf Dämonenjagd war.

Durch diesen gewollt oder ungewollten Anspruch der Figur Seth Ember, die Aaron Eckhart darstellt, läßt er kaum Platz für die restlichen Darsteller, die alle bestenfalls wie in einem ausgelutschten Teil von „Paranormal Activities“ wirken und denen nichts besseres übrig bleibt, als auf ein Video zu starren, dass wiederum das Geschehen zwischen dem Kinddämon und dem Exorzisten der keiner sein will schildert.

Zwischendurch wie zum Beispiel am Anfang des Films, oder im ersten Einstieg Dr. Embers als er blutend im Park liegt, hat man noch das Gefühl und die leise Hoffnung, der Film würde endlich aufdrehen und es gäbe einen übersinnlichen Fight mit Traum in Traumsequenzen, doch leider hat man sich diese Art der Spannung für die letzten zehn Minuten Handlung aufgehoben.

Aber immerhin lernt der interessierte Zuschauer, dass es seit Andie MacDowell in „Hudson Hawk“ immer noch rattenscharfe Nonnen im Vatikan gibt, die wenn die Kacke am Dampfen ist nicht die echten Ghostbuster rufen. In diesem Fall ist es Catalina Sandino Moreno. Und das es neben Erzengel auch Erzdämonen gibt. Klar, hätte man auch selbst drauf kommen können und die dann den schönsten Namen ihres Opfers beibehalten, in diesem Fall Maggie aber ansonsten von Dr. Ember nicht wirklich die Ehrfurcht erhalten die ihnen gebührt sondern als parasitäres Wesen bezeichnet werden. Kein Wunder das die sich den nächstbesten Jungen schnappen.

Positiv anmerken kann man die Darstellung des Jungbatman David Mazouz als Cameron und Besessener jener Maggie, ohne dessen Darbietung Eckhart wirklich schäbiger aussähe als er es in der Realfilmwelt der Handlung ist.

Schockmomente oder extremen Grusel erwartet man indes vergebens, dafür bekommt man allerlei esoterisch angehauchte Sätze zur Teufels ähm Verzeihung Erzdämonenaustreibung untergeschoben, wie dass man etwas unumstößliches brauche, damit der Besessene Illusion von Realität zu unterscheiden vermag.

Dieser Film weiß meines Erachtens in der Mischung aus Actionfilm und Okkultfilm selbst nicht welchen Weg er gerne gegangen wäre und ist fürs einmalige Ansehen gut genug aber zu wenig ausbalanciert um lange im Gedächtnis zu bleiben. Jedenfalls bis zur nächsten Werbung mit dem Song.

Für diese unausgegorene Mischung aus vielen Zutaten die man schon häufig besser gesehen hat und Eckarts zwiespältiger Impression seiner Rolle bekommt der Film von mir eine 2, da der teuflische Bengel der später in Gotham City als heranwachsender Rächer inkarniert doch mithalten kann.

3/10
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