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tschaka17
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Eintrag: 16.05.2017

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Get Out

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,13 (16 Stimmen) Details
inhalt:
Ein Landhaus im Grünen, ein Wochenende bei den Schwiegereltern in spe, der Empfang ist herzlich - vielleicht eine Spur „zu herzlich“. Schnell muss Chris (Daniel Kaluuya; Sicario) feststellen, dass mit der Familie seiner Freundin Rose (Allison Williams; Girls) etwas nicht stimmt. Bizarre Zwischenfälle verwandeln den vermeintlich entspannten Antrittsbesuch unversehens in einen ausgewachsenen Alptraum für den Familien-Neuling.
eine kritik von tschaka17:

Hau ab! Sofort! Verschwinde von hier!

Ein Comedian der einen Horrorfilm zu seinem Regiedebüt macht? Vorschusslorbeeren ohne Ende. Normalerweise sorgen große Starts wie Star Wars oder Teile des MCU für unbändige Euphorie bei Filmfans. Hier schafft es ein deutlich kleinerer Film die Erwartungen immens in die Höhe zu schrauben. Zu Recht?

Story

Chris ist schwarz. Seine Freundin Rose ist weiß. Der erste Besuch bei ihren Eltern steht an. Natürlich hat sie die Farb seiner Haut bisher noch nicht erwähnt. Ein Wochenende voller peinlicher Gespräche und unangenehmer Situationen steht an. Ihre Eltern sind wie zu erwarten bemüht aufgeschlossen und trotzdem weiß jeder genau, dass das Ganze eigentlich halb inszeniert ist. Doch aus den erwartbar schwierigen Tagen wird für Chris ein absoluter Horrotrip. Was für eine Standardaussage! Wobei die geistig total zermatscht wirkenden anderen Dunkelhäutigen vor Ort und die ungewöhnliche Gastfamiie schon irgendwie gruselig sind. Feiert man zudem ein Fest mit einer Sekte extavaganter Reicher würde wohl jeder die Abfahrt herbeiwünschen.

Ganz wichtig: Spoilert euch nicht zu viel! Die Grundidee der Geschichte ist so kreativ und innovativ, jede unnötige vorher eingeholte Information schmälert den Entdeckungsfaktor. Wobei dieser selbst dann noch enorm hoch ist!

Cast

Protagonist und Zielscheibe der skurilen Vorfälle ist Daniel Kaluuya. Seine Performance als Chris trägt den Film. Mühelos! Der junge Schwarze ist sehr sympathisch, eine ehrliche Haut mit tragischer Lebensgeschichte und physisch gut gebaut. Direkt zu Beginn wird eine starke Bindung zu ihm aufgebaut. Kaluuya ist vor allem bei der Darstellung von Emotionen enorm authentisch. So leidet man als Zuschauer mit Chris mit, wenn die Kacke richtig am dampfen ist. Ideale Besetzung der Hauptfigur. Viel zu oft kann man in Horrorfilmen die Abschlachtung der dämlichen "Charaktere" kaum abwarten. Aber Get Out ist da ja eh anders.

Die Herzdame unseres Freundes spielt Allison Williams. Rose Armitage ist eine hübsche, liebevolle und gebildete junge Frau. Für eine nicht auf Dauer ausgelegte Beziehung würde sich ein Mann auch wohl kaum in die extrem unangenehme Lage von Chris versetzten. Rose selbst ist stets besorgt, dass ihr Freund rassistisch behandelt werden könnte. So steht sie ihm immer als toughe Frau zur Seite. Schließlich weiß sie, was sie zu Hause erwarten wird.

Der Herr im Hause Armitage wird von Bradley Whitford gestellt. Ein kluger Mann, welcher ein wenig auf cool macht. Man will ja den Freund der Tochter für sich gewinnen. Doch irgendwie ist da noch mehr hinter der Fassade. So driften manche Gespräche sehr schnell in falsche Richtungen ab.

Getoppt werden diese unbequemen Konversationen nur noch von seiner Frau Missy (Catherine Keener). Aber was soll man bei einer Psychologin schon erwarten. Da will man sich manchmal einfach nur schütteln.

Technische Aspekte

Unangenehm. Wohl das passende Wort für einfach jede Situation im Film. Und auch die Kamera passt sich hier an. Wer typische Horrorfilmarbeit erwartet wird nur bedingt bedient. Get Out lässt viele Bilder länger stehen. Dabei gibt es Nahaufnahmen, welche auch noch die letzte Emotion auf dem Gesicht eines Menschen zeigen. Dem entgegengesetzt gibt es weite Aufnhamen, die eine gewisse Distanz und Kühle erzeugen. Auf weitere sehr innovative Bilder kann man aus Gründen von Spoilerfreiheit nicht eingehen.

Unterstützt wird diese Optik von extremem Sound. Nein, nicht permant ein Scratchen oder sonst irgendein recht konventioneller Effekt. Generel gibt es wenig Jumpscares im Film. Der Soundtrack schwingt bedrohlich und gefährlich im Hintergrund mit. Bis er dann plötzlich ganz kurz explodiert. Ein mulmiges Gefühl und immer wieder der Schlag in die Magengrube sind garantiert.

Wie gesagt setzt der Film auf subtilen Horror. Wobei Horror fast schon zu hart ist. Mystery-Thriller trifft auf Get Out wohl eher zu. Viel Gewalt ist also nicht zu erwarten. Gibt es doch mal Brutalität ist diese hart, blutig und handgemacht. Kreativ sowieso.

Negatives?

Meckern auf hohem Niveau. Gute Phrasen sind hier passend. Der Film braucht kaum Startzeit um seine Stimmung aufzubauen. Langeweile kommt bei 104 Minuten Laufzeit nicht auf. Jedoch gibt es manche leicht unsinnig erscheinenden Situationen. Diese stören den Fluss des Films nicht und sind gut eingebettet. Sie sind an sich aber nicht plausibel. Ein spoilerfreies Beispiel: Im Trailer rennt ein Mann auf Chris zu und sorgt damit für Bedrohung. Spannung im Horrorfilm. Klasse! Eine verständliche Erklärung für die nächtliche Rennerei und das unnötige Auf-Chris-Zurennen-und-Erschrecken gibt es leider dann aber nicht. Gut konzipiert, von der Sinnhaftigkeit immer mal wieder mit einem Fragezeichen versehen.

Zudem gibt es dann auch in einem innovativen Film die ein oder andere vorhersehbare Situation. Die Grundidee haut einen weg, die einzelnen Komponenten dieser sind allerdings erahnbar.

Fazit

Get Out hat zu Recht einen riesigen Haufen von Vorschusslorbeeren angehäuft. Die wenigen Mankos sind verkraftbar. Der Film ist super spannend, bietet eine einzigartige Story, hat tolle Darsteller und sorgt für ein "Das-war-creepy"-Gefühl beim Zuschauer. Ich räume zudem auch eine gute Wirkung beim Wiederholungsfall ein.

Wer Innovation wollte - hier ist euer Film! Selbst Nicht-Horrorfans (wie ich) kommen hier auf ihre Kosten. Insegesamt vergebe ich 8/10, im Bereich Horror-Mystery aber volle...

9/10

9/10
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Kommentare

16.05.2017 01:58 Uhr - NoCutsPlease
2x
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User-Level von NoCutsPlease 22
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Auf dieser Seite gibt es Nicht-Horror-Fans!?
Mist, ich muss mir wohl eine neue Filmcommunity suchen...

Also mal ernsthaft: Danke für diesen tollen Tipp. Der wäre mir wohl sonst entwischt. :)

16.05.2017 07:56 Uhr - Gorno
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War letzte Woche in Get Out ohne mir vorher den Trailer anzuschauen oder die Inhaltsangabe zu lesen. Ich war total begeistert! Vor allem die künstlerische Kameraarbeit hat mir sehr gut gefallen. Top Review ;)

16.05.2017 09:37 Uhr - JasonXtreme
1x
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Auf den freue ich mich seit dem Trailer, der leider schon viel zu viel zeigt! Das klingt nach genauz dem was ich erwarte, die Vorfreude steigt umso mehr.

16.05.2017 11:40 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 6
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sehr schöne Review, den hätte ich auch total übersehen, bin sehr gespannt

16.05.2017 11:52 Uhr - Weltraumgott
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Erfahrungspunkte von Weltraumgott 187
Schöne Review zu einem klasse Film, der mal wieder statt Jumpsscares schöne Spannung zu bieten hat. Der Twist am Ende ist zwar recht originell, aber der 2. Twist war von Anfang an vorhersehbar, dass der Film bei mir an Punkte verliert. 7/10.

16.05.2017 19:59 Uhr - cecil b
1x
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Vielen Dank für diesen tollen Tipp!

19.06.2017 22:21 Uhr - Calahan
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Guter Film, leider ist einmal anschauen und dann für lange Zeit weglegen angesagt.
Das Ende funktioniert nur einmal.

11.09.2017 20:21 Uhr - Intofilms
Ha! Jetzt suche ich dich heute doch glatt noch ein weiteres Mal heim... :)
Hatte nämlich am letzten Samstag auch gleich die Zeit für die herbeigesehnte Heimkino-Sichtung von "Get Out" und deine Rezi, die mir erneut ganz hervorragend gemundet hat, ist nun mal bisher die einzige zu diesem Film.

Ich bin wirklich wahnsinnig erleichtert. So heftig, wie dieser Streifen im Vorfeld gehypt wurde, hatte ich mit einer mindestens kleinen Enttäuschung fast schon gerechnet. Aber nichts da! "Get Out" wird diesem gewaltigen Hype durchaus gerecht. Ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen, dass gerade ein Film wie dieser überhaupt erst bei der zweiten Sichtung zur vollen Hochform aufläuft. Diese habe ich mir fürs kommende Wochenende schon mal fest vorgenommen und freue mich schon tierisch.
Ja, der Film ist einfach ein wirklich origineller, teilweise ziemlich schräger und zum Ende hin äußerst spannender Horrorstreifen. Der Regiedebütant Jordan Peele (übrigens selbst Afro-Amerikaner) hat hier tatsächlich alles richtig gemacht. Im Ganzen wie auch im Detail weiß der Film jederzeit zu begeistern. Die herrlich fiese Szene mit der Hirschtrophäe etwa hat mich vor Freude laut aufjauchzen lassen. Großartig!

RIESEN-SPOILER-WARNUNG
Übrigens, die Szene, in der der schwarze Gärtner auf den Protagonisten zurennt - oder vielmehr: zuschießt, klärt sich dann schon noch auf. Denn in ihm steckt ja sozusagen der Großvater, der einst als Olympionike ein berühmter Sprinter/Läufer war. Als der Gärtner sich am nächsten Tag bei Chris für sein nächtliches "Lauftraining" entschuldigt, weiß man freilich noch nicht, was das Ganze überhaupt soll. Die Auflösung dieser einzelnen, wirklich höchst kurios anmutenden Szene wird dann eben erst am Schluss in der allgemeinen Auflösung unterbreitet.
SPOILER-ENDE

Einziger Mini-Kritikpunkt meinerseits wären die übertrieben auf cool getrimmten, in bester Blaxploitation-Manier inszenierten Slang-Interaktionen der schwarzen Figuren. Wobei man diese auch wiederum als sympathische Ironisierung auffassen könnte. Wie ja überhaupt der ganze Film so unterhaltsam wie ernsthaft mit rassistischen Klischees und Vorurteilen spielt. Das ist für mich denn auch die große Leistung von Jordan Peele.

Fazit: Amüsant-bitterböser Genrestreifen von einem vielversprechenden Jungregisseur, den man so sicherlich nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Auch von mir eine total begeisterte (aufgerundete) 9/10! :)

12.09.2017 14:57 Uhr - tschaka17
1x
User-Level von tschaka17 5
Erfahrungspunkte von tschaka17 406
Zuerst besten Dank für das Lob und deine sehr ausführliche eigene Meinung zum Streifen :)
11.09.2017 20:21 Uhr schrieb Intofilms
RIESEN-SPOILER-WARNUNG
Übrigens, die Szene, in der der schwarze Gärtner auf den Protagonisten zurennt - oder vielmehr: zuschießt, klärt sich dann schon noch auf. Denn in ihm steckt ja sozusagen der Großvater, der einst als Olympionike ein berühmter Sprinter/Läufer war. Als der Gärtner sich am nächsten Tag bei Chris für sein nächtliches "Lauftraining" entschuldigt, weiß man freilich noch nicht, was das Ganze überhaupt soll. Die Auflösung dieser einzelnen, wirklich höchst kurios anmutenden Szene wird dann eben erst am Schluss in der allgemeinen Auflösung unterbreitet.
SPOILER-ENDE

So betrachtet macht das sogar Sinn, da hab ich im Film nicht so drauf geachtet. Mach ich bei der nächsten Sichtung dann auf jeden Fall! Trotzdem finde ich den Moment irgendwie zu geplant, ist halt nen guter Schocker & Spannungserzeuger für den Trailer. Bestes Beispiel ist das leuchtende Geweih aus dem Trailer, welches im Film nicht vorkommt.

Mal schauen, ob der beim nächsten Mal noch intensiver wirkt.

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