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CHOLLO
Level 3
XP 146
Eintrag: 17.05.2017

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Bloodnight

(Intruder)
Herstellungsland:USA (1989)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Splatter, Thriller
Alternativtitel:Night Crew
Night Crew: The Final Checkout
Night of the Intruder

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (52 Stimmen) Details
inhalt:
Ein Supermarkt am Rande der Stadt soll für immer geschlossen werden. Deshalb müssen der Filialleiter Abernathy, die Kassiererin Jennifer und andere Kollegen über den Feierabend hinaus da bleiben, um Inventur zu machen. Nachdem Jennifers Ex-Freund Craig auf unliebsame Weise aus dem Laden geschmissen wurde, glauben alle zunächst an einen bösen Scherz, als sie unheimliche Geräusche in dem großen Gebäude hören.
Doch komisch ist es keinesfalls, denn in den endlosen Gängen des Supermarktes treibt offensichtlich ein irrer Schlitzer sein Unwesen. In einem wahren Blutrausch schlachtet der Wahnsinnige auf bestialische Weise einen Angestellten nach dem anderen ab. Nur Jennifer scheint er zu verschonen...
eine kritik von chollo:

Bloodnight aka Intruder kam zu einer Zeit heraus, in dem das Slashergenre allgemein als Tod galt. Die großen Vertreter dieser Zunft gingen durch hastig heruntergekurbelte Fortzusetzen ihrem unrühmlichen Ende entgegen. Outputs wie Halloween 5 oder Freitag der 13 Teil 8 zeichneten sich nicht etwa durch Kreativität oder Innovation aus, sondern erweckten durch ihre Freud- und Spannungsarme Inszenierung eher Mitleid statt Begeisterung. Nicht nur das diese Sequels als geldgeile Schnellschüsse sofort erkennbar waren, zerstörten sie obendrein auch noch den guten Ruf aus den glorreichen Anfangszeiten eben dieser Hochkaräter.

Zu dieser Zeit trat Scott Spiegel aus dem Schatten an die Öffentlichkeit um seine Interpretation eines Schlitzerfilms zu präsentieren. Spiegel, seines Zeichens WG-Kumpane und Busenfreund von Bruce Campbell und Sam Raimi, hatte das Glück auf seiner Seite um sein Spielfilmdebüt zu verwirklichen. Lawrence Bender, der später vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino von sich Reden machen sollte, hatte den von Scott Spiegel gedrehten Kurzfilm und quasi Rohversion zu Bloodnight "Night Crew" gesehen und war begeistert. Zudem hatte er die Möglichkeit bekommen, einen noch genutzten aber für einen Zeitraum von ca. 2-3 Wochen geschlossen Supermarkt für die Dreharbeiten nutzen zu können. Bender machte sogleich 300.000 Dollar für das Budget locker, reaktivierte Scott Spiegel und seine Idee und schon könnte es losgehen.

Das Setting ist der große Pluspunkt des Films. Dieses bietet mindestens genauso viel Potenzial wie ein verschlafenes Nest (Haddonfield) oder eine abgelegene Örtlichkeit (Camp Crystel Lake), und lässt mit seinem künstlichen Licht und den verwinkelten Gängen super Gruselatmosphäre aufkommen. Des weiteren sind die Spielereien in Sachen Kameraführung und Perspektivenwechsel wirklich schön anzuschauen und brauchen den Vergleich zu aktuelleren bzw. teureren Vertretern dieser Art nicht zu scheuen. Auch positiv hervorzuheben sind die einfachen und trotzdem sehr bedrohlich wirkenden Synthesizerklänge, die sich passend in die Geschehnisse einfügen. Zudem besitzt Spiegel in Sachen Spannungsaufbau und Szenenentwicklung offenbar Talent und das "Wer hat's getan" Element bleibt tatsächlich bis zum bitteren Ende ungelüftet, wäre da nicht das strunzdoofe Cover-Artwork auf diversen VHS, DVD und Blu-ray Veröffentlichungen die den Killer bei genauerem Hinschauen noch vor Sichtung dieses mehr als guten Beitrags spoilern.

Die Darsteller sind wie üblich in diesem Genre eher Dutzendware statt Glanzlichter ihres Fachs. Doch macht der Regisseur nicht den Fehler sie als gewöhnliches Schlachtvieh zu präsentieren sondern verleiht ihnen zumindest ein Mindestmaß an Charaktertiefe. Das der Film groß mit den Namen Raimi und Campbell beworben wurde, stellt hingegen schon einen leichten Bauernfang dar. Zwar sind Sam und sein Bruder Ted hier in charmanten Nebenrollen untergebracht, doch verkörpern sie eher die 2 Garde der Protagonisten was die Screentime betrifft. Vor allem Campbell's Auftritt fällt eher in die Sparte Cameo.

Kommen wir nun zu dem Thema das die Leser dieses Reviews bzw. Fans dieses Genres am meisten interessiert, und das wäre natürlich der Splatter/Gore-gehalt.Um es gleich vorweg zu nehmen: dieser ist Superb. Natürlich war das Budget limitiert und die KNB-FX Schmiede befand sich zum Zeitpunkt der Entstehung noch in den Kinderschuhen.Doch wie das Inventar des Supermarktes hier gekonnt zweckentfremdet wird, lässt das Blut auf dem Bildschirm in Eimern spritzen, und den roten Saft beim geneigten Zuschauer ordentlich in Wallung bringen. Es macht einfach Laune dabei zuzuschauen, wie Gegenstände in Form von Bandsäge, Fleischerhaken und Kartonagenpresse hier missbraucht werden um das Personal möglichst Effektvoll zu dezimieren.

Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen, das Scott Spiegel hier einen kleinen aber feinen Beitrag abgeliefert hat. Oder sagen wir es mal so: Er hat einem sterbenden Patienten (dem Slashergenre) mit Bloodnight mehr Zeit verschafft, bevor Wes Craven ihn mit Scream erfolgreich reanimieren konnte.

8/10
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Kommentare

17.05.2017 14:53 Uhr - DriesVanHegen
1x
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Da muss ich leider gestehen, dass mir außer den wirklich sehr argen Kills nichts im Kopf geblieben ist.
Er war nicht schlecht, aber mich animiert er auch nicht, ihm noch einmal eine Chance zu geben :(

17.05.2017 17:09 Uhr - TheRealAsh
2x
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Hey Chollo, welcome back mal wieder! Sehr gutes Review zu einem Film, den ich ehrlich gesagt völlig verdrängt habe, obwohl Scott ja einer meiner Buddys war;-9

Im Ernst, den muss ich mir mal holen, wie du es beschreibst, ging der wohl tatsächlich zu unrecht unter und braucht eine Reanimation.

Danke hierfür!

17.05.2017 20:30 Uhr - CHOLLO
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@DriesVanHegen
Der Streifen ist nicht für jedermann.Meinen Geschmack hat er aber voll getroffen.
@The RealAsh
Für mich einer der großen im Slasherbereich.Du kannst ihm ruhig nochmal ne Chance geben.Ich habe mir das Mediabook geholt und bereue den Kauf zu keiner Sekunde.Vor allem das Making of darauf ist super und zeigt das Spiegel echt ein verdammt sympathischer Typ ist

17.05.2017 21:16 Uhr - dicker Hund
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Mein lieber Scholli, Du hast den Nachnamen des Bruce gleich drei mal falsch geschrieben.

Den Film mag ich allerdings auch und Deine Kritik spricht das an, was es zu ihm so anzusprechen gibt. Ich vergesse übrigens nach jeder Sichtung, wer eigentlich der Mörder war, so dass ich da gegen Spoiler weitgehend immun bin.

17.05.2017 22:21 Uhr - CHOLLO
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Oh je...wurde verbessert;)

17.05.2017 22:54 Uhr - TheRealAsh
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ist mir gar nicht aufgefallen;-p

18.05.2017 08:23 Uhr - cecil b
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DB-Co-Admin
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Tolle Review!!!

Den Film würde ich keine 8 Punkte geben, aber die Bodycounts und der Stil gefallen mir auch. Den Mörder KANN ich nicht vergessen, denn....na ja..... ;)

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