SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Suche:
Wolfenstein II: The New Colossus 100% uncut englische Version ab 59,99€ bei gameware Dead Island Definitive Edition Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 29,99€ bei gameware
NoCutsPlease
Level 22
XP 10.280
Eintrag: 18.05.2017

Amazon.de


Die Kröte
Blu-ray/DVD Mediabook
Cover A 36,00
Cover B 36,00
Cover C 36,00



Last Man on Earth
Blu-ray 10,99
DVD 8,79

Driver

(The Driver)
Herstellungsland:USA (1978)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Krimi, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,28 (27 Stimmen) Details
inhalt:
Wenn Gangster nach einem Coup jemanden brauchen, der sie sicher aus der Gefahrenzone bringt, wenden sie sich an den "Driver". Er ist der Beste, denn Fahren ist nicht nur sein Beruf, sondern auch seine Leidenschaft. Aber ein ehrgeiziger Polizei-Inspektor hat sich an seine Fersen geheftet. Als er von einem neuen Auftrag erfährt, legt er sich auf die Lauer. Nur mit Hilfe von "Player", die ihm ein Alibi verschafft, entkommt der Driver. Verärgert sinnt der Cop nach Rache: Er inszeniert einen Raubüberfall und heuert den Driver dafür an...
eine kritik von nocutsplease:

Welchen Namen verbindet man mit Genreklassikern wie Die Warriors, Nur 48 Stunden und Straßen in Flammen? Genau, Walter Hill fungierte dort als Regisseur und Drehbuchautor. Im Jahr 1978 entstand mit Driver seine zweite Regiearbeit, zu der er ebenfalls das Skript verfasste. Mit einem recht bescheidenen Einspielergebnis von rund 4,9 Millionen US-Dollar entwickelte sich dieser Film zwar nicht gerade zum Kassenschlager, genießt aber heutzutage den Ruf eines Kultstreifens. Des Weiteren lassen zahlreiche beliebte Werke wie Drive, Pulp Fiction oder The Transporter klar erkennen, welches Vorbild ihnen als Inspirationsquelle diente. Was darf der geneigte Zuschauer also von Driver erwarten?


Die Story mutet auf den ersten Blick sehr minimalistisch an: Ein junger Mann verdingt sich als gewiefter Fluchtwagenfahrer und die Polizei heftet sich an dessen Fersen. Obwohl der sogenannte Driver recht schnell im engeren Kreise der Verdächtigen landet, können ihm die ehrgeizigen Ermittler partout nicht beikommen. Doch damit nicht genug, denn dieser Film reflektiert wie viele seiner zeitgenössischen Zelluloidkameraden das desillusionierte Lebensgefühl jener Epoche und sämtliche Akteure fungieren als gesellschaftliche Spiegelbilder ihrer Rolle. Nicht umsonst besitzen die Charaktere keine konkreten Namen, sondern werden lediglich anhand ihrer Hauptbeschäftigung bzw. optischen Besonderheit als The Driver, The Detective, The Player, Glasses, etc. bezeichnet.  

 
Was wäre eine interessante Geschichte ohne die passenden Darsteller?  Ryan O‘Neal (Barry Lyndon, Paper Moon, 1971 Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller in Love Story) überzeugt als The Driver und erweckt viel Sympathie für diesen wortkargen Antihelden, der seinem ganz eigenen Ehrenkodex zu folgen scheint. Ursprünglich war diese Rolle für Leinwandlegende Steve McQueen (Gesprengte KettenBullittPapillon, 1967 Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller in The Sand Pebbles) geschrieben worden, aber der hatte zu jener Zeit wenig Interesse an Autojagden. Bruce Dern (Django Unchained, 1979 Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller in Coming Home und 2014 als Bester Hauptdarsteller in Nebraska) weiß sein Faible für unbequeme Charaktere effektiv zu nutzen und verleiht The Detective damit ein bissiges Charisma, wodurch ihn der Zuschauer bewusst als Antagonisten empfindet. Isabelle Adjani (Ein mörderischer Sommer, 1976 bzw. 1990 Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin in Die Geschichte der Adèle H. und Camille Claudel) gibt als The Player ihr Hollywooddebüt und verbindet Attraktivität mit Können. In weiteren Rollen sind u.a. Ronee Blakely (Nightmare – Mörderische Träume, 1976 Oscar-Nominierung als Beste Nebendarstellerin in Nashville), Matt Clark (In der Hitze der Nacht, Der Texaner, A Million Ways to Die in the West) sowie Joseph Walsh (Poltergeist, California Split) mit von der Partie und bereichern souverän das Geschehen.


Die Inszenierung atmet mit allen Poren den Geist der späten 70er. Philip H. Lanthrops (Point Blank, 1965 bzw. 1975 Oscar-Nominierung für Nur für Offiziere und Erdbeben) Kameraarbeit überzeugt mit viel Ruhe in Dialogsequenzen und dynamischer Optik in den PS-starken Szenen, die mit echten Blech- und Materialschäden sowie rasanten Stunts einhergehen. Die vielseitige Kulisse von Los Angeles rundet das optische Gesamtbild mit einem besonderen Blick für die düsteren und schäbigen Ecken dieser Großstadt ab. Lediglich die beachtliche Menge an Kontinuitätspatzern und anderen Flüchtigkeitsfehlern fällt bei genauerer Betrachtung etwas negativ ins Gewicht. Trotz der KJ-Freigabe sollte man keinen allzu hohen Gewaltgrad erwarten, denn ein paar blutige Einschüsse und fauststarke Handgemenge bilden das Gros der harten Momente. Auf musikalischer Seite komponierte Michael Small (Klute, Der Marathon-Mann, Zeuge einer Verschwörung) einen fetzigen Score, der die Spannung und Coolness des Streifens wirkungsvoll in die Ohren des Rezipienten befördert.


Fazit: Driver ist ein verdienter Genreklassiker aus der stilsicheren Filmschmiede von Kultregisseur Walter Hill. Die Perfektion bis ins letzte Detail kann ich hier zwar nicht bescheinigen, aber Story, Akteure und eine kompetente Inszenierung bilden einen sehr unterhaltsamen Evergreen, den man sich immer wieder ansehen kann.   

9/10
mehr reviews vom gleichen autor
Dog
NoCutsPlease
9/10
einzige
NoCutsPlease
9/10
Ardennen
NoCutsPlease
9/10
Fremde
NoCutsPlease
8/10
die neuesten reviews
Drive
Weltraumgott
10/10
Berlin
Ghostfacelooker
4/10
Sweet
Ghostfacelooker
8/10
Arlo
Ghostfacelooker
7/10
Treevenge
Horace Pinker
8/10
Shellshock
Horace Pinker
8/10

Kommentare

18.05.2017 15:11 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 6
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 451
jetzt haut der gleich eine raus, sehr löblich NCP!!! Und ich muss sagen, deine Review ist voll auf die 12, wie auch deine Wertung. Bei kleinen Schwächen ist Driver wirklich ein cooles Stück Kino, das, wie du zurecht zeigst, einiges den heute so cool daherkommenden und sich als völlig neu verkaufenden Streifen voraus gehabt hat. Nicht, dass ich die nicht mag, aber über Driver kann ich eben auch mit meinem Onkel noch reden und der ist mittlerweile ein etwas höhergradiger Jahrgang. Ryan O'Neal ist einfach eine coole Sau, wo es mir gar nicht leid tut, dass McQueen keine Lust hatte. Und Walter Hill sowieso der Gott des fetzigen Rock'n'Roll!

18.05.2017 15:20 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.280
Vielen Dank, Ash! :)
Ich war seit einer Weile am Überlegen, was ich denn mal wieder an Titeln ausgraben könnte und da fiel mir ein, dass "Driver" schon längst seinen Platz hier gefunden haben sollte. Außerdem hatte ich nach meinen Besprechungen zu "Ausgelöscht" und "Die letzten Amerikaner" mal wieder Lust auf einen echten Hill.
Und solche Klassiker, die verschiedenen Generationen ein gemeinsames Themenfeld bieten, sind doch immer wieder schön.

PS: Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber die hiesigen Wertungen von 1/10 und 2/10 kann ich wahrlich nicht nachvollziehen.

18.05.2017 15:57 Uhr - Ghostfacelooker
2x
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.083
Na sieh an, mal ein Film der mich auch aufgrund der KJ Freigabe und Hill interessiert und den ich bisher auch aufgrund O´Neals Mitwirken gemiden habe, da er für mich zu sehr mit Love Story behaftet ist und ich beide nach einmal sehen nie mehr sehen wollte. ( nennen wir es Trauma einer jungen Liebe )

Aber da mein Filmbro hier sehr schöne Vergleiche zu anderen Werken zieht bewirkt das Review bei mir so ein " Na komm schon eventuell ist er ja doch gut Gefühl". Parallel dazu habe ich "The Thief" im Gedanken, der doch so ein wenig ruppig rüberkommt was den Hauptdarsteller betrifft und der ein zweischneidiges Gefühl bei mir hinterließ obwohl er auch sehr gelobt wird.

Aber ich denke ich werde mich mal auf die Suche nach dem angesprochenen Streifen von dir machen mein lieber OhneSchnitte.

18.05.2017 16:07 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.280
Thanks, Mr. Ghost!
Es lohnt sich allemal ein Auge darauf zu werfen. Dieser 70's-Großstadt-Krimi ohne echte Helden und mit einem "gritty look" ist weit genug von "Love Story" entfernt. ;)

18.05.2017 16:10 Uhr - Ghostfacelooker
2x
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.083
18.05.2017 16:07 Uhr schrieb NoCutsPlease
Thanks, Mr. Ghost!
Es lohnt sich allemal ein Auge darauf zu werfen. Dieser 70's-Großstadt-Krimi ohne echte Helden und mit einem "gritty look" ist weit genug von "Love Story" entfernt. ;)


Ok somit bekommt 0´Neal eine Chance aber nur wegen dir^^

18.05.2017 16:15 Uhr - TheRealAsh
2x
User-Level von TheRealAsh 6
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 451
Love Story hatte ich schon ganz verdrängt^^

Aber im Ernst, schau ihn dir mal an, der Film ist super, allerdings bietet er kein Drive

18.05.2017 16:22 Uhr - Intofilms
2x
Bei "The Driver" hat sich mir der Begriff "Evergreen", den du in deinem Fazit verwendest, auch sofort aufgedrängt. Der zweite Brainstorming-Treffer lautet schlicht und einfach 'cool'. ;)
"The Driver" ist ein legendärer, stylisch-unterkühlter Hill-Klassiker mit zwei längeren spektakulären Verfolgungsjagden, die auch heute noch gewaltig 'rocken'. ;) Macht einfach immer wieder Spaß. 9/10 auch von mir. Vielen Dank für diese Sahneschnitten-Rezi, Maestro! ;))

18.05.2017 16:31 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.280
Und ich sage vielen Dank für das Feedback! :)

"Stylish-unterkühlt" ist mit einer der Hauptgründe, warum ich mir so gern Titel aus jener Zeit und von bestimmten Regisseuren gebe.

18.05.2017 17:10 Uhr - Frei.Wild
1x
User-Level von Frei.Wild 5
Erfahrungspunkte von Frei.Wild 441
Ich hatte schon langsam Entzugserscheinungen... und teilweise Angst, dass dir Schwergewichte der Filmgeschichte ausgehen könnten - da hast du aber nochmal ein ganz schönes Vehikel hervorgekramt, das auch bei mir mindestens einmal im Jahr im Abspielgerät landet.

Eigentlich selbstredend, aber natürlich wieder ein kompetenter Überblick über eine gut gealterte, amerikanische Filmperle...

18.05.2017 17:46 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 19
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 7.321
Da ist ja endlich die neueste "ungeschnittene" Kritik und wie nicht anders zu erwarten fällt sie mal wieder absolut erstklassig, schön formuliert und lesenswert aus. Driver war mir bisher noch kein Begriff, da ich aber den von dir erwähnten Transporter mit Jason Statham schon toll fand, dürfte der hier auch was für mich sein und wird bei Gelegenheit gleich mal nachgeholt.

18.05.2017 18:35 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.280
Muchas gracias! :)

@ Frei.Wild:
Keine Sorge, meine Liste ist schier endlos. Titel habe ich zur Genüge, egal ob Klassiker von Weltruf oder klein und unscheinbar. Allerdings musste die Zeit bei mir in den letzten Wochen etwas anders priorisiert werden.

@ H.P.:
"Driver" funktioniert zwar auf eine etwas andere Weise als "The Transporter", aber es ist auf jeden Fall ein Titel, den man sich als filmisch Interessierter mal gegönnt haben sollte und deshalb freue ich mich über dein Interesse. :)
Deinen aktuellsten Krokoview werde ich jetzt noch nachholen.

18.05.2017 20:48 Uhr - Tom Cody
1x
DB-Helfer
User-Level von Tom Cody 18
Erfahrungspunkte von Tom Cody 6.521
Jau, sehr schöne Rezension zu einem (wenig verwunderlich) auch von mir heißgeliebten Klassiker. Ohne diesen Film und Michael Manns "Der Einzelgänger" hätte es auch keinen "Drive" von Winding Refn gegeben.

Wer ein Faible für "handgemachtes" Actionkino, 70er-Jahre-Streifen oder Kino mit dem Geruch von angebrannten Reifen und Benzin mag, dem kann ich diesen Film ebenfalls ohne weiteres wärmstens empfehlen.

Ryan O'Neal war schon überraschend cool in dieser Rolle, Renn-Freak Steve McQueen wäre natürlich unschlagbar gewesen. Andere Rollen, die McQueen übrigens ebenfalls abgelehnt hat waren z.B. "Apocalypse Now", "French Connection", "Dirty Harry" oder "Rambo"...

18.05.2017 21:15 Uhr - cecil b
1x
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 17
Erfahrungspunkte von cecil b 5.026
Wieder wunderbar pointiert und informativ, NoCutsPlease ebend!



18.05.2017 22:13 Uhr - Ghostfacelooker
2x
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.083
18.05.2017 20:48 Uhr schrieb Tom Cody
Jau, sehr schöne Rezension zu einem (wenig verwunderlich) auch von mir heißgeliebten Klassiker. Ohne diesen Film und Michael Manns "Der Einzelgänger" hätte es auch keinen "Drive" von Winding Refn gegeben.

Wer ein Faible für "handgemachtes" Actionkino, 70er-Jahre-Streifen oder Kino mit dem Geruch von angebrannten Reifen und Benzin mag, dem kann ich diesen Film ebenfalls ohne weiteres wärmstens empfehlen.

Ryan O'Neal war schon überraschend cool in dieser Rolle, Renn-Freak Steve McQueen wäre natürlich unschlagbar gewesen. Andere Rollen, die McQueen übrigens ebenfalls abgelehnt hat waren z.B. "Apocalypse Now", "French Connection", "Dirty Harry" oder "Rambo"...


Steve McQueen wäre in allen Rollen ein Unikat gewesen und hätte diese bestimmt ebenso zu Kultfilmen gemacht, ausser bei Rambo da kann ich mir den Guten beim besten Willen auch retrospektiv nicht vorstellen.

19.05.2017 09:25 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.280
Danke vielmals! Tolle Sache, dass der Film hier so gut abschneidet. :)

Genau deshalb packe ich u.a. so gern die Zusatzinfos hinein: Weil daraus sehr interessante Diskussionen entstehen können, wie man es gerade bei McQueen sieht.
"Rambo": Ja, darin hätte ich mir McQueen auch partout nicht vorstellen können.
"French Connection": Doyle ist an sich ja ein ziemlich unsympathischer Kotzbrocken, da hat der recht grobschlächtige Hackman schon super gepasst.
"Apocalypse Now": Für McQueens cooles Image wäre mir der desillusionierte Charakter von Willard etwas zu pessimistisch.
"Dirty Harry": Hier sähe ich ihn noch am ehesten, wobei die Zynik des Charakters zu Eastwood schon super passt.

19.05.2017 10:05 Uhr - JasonXtreme
2x
DB-Helfer
User-Level von JasonXtreme 12
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.291
Super rezensiert! Ich hab den zwar bei ner 7 - aber er ist definitiv cool!

19.05.2017 10:20 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.280
Merci! :)
Halb so wild, Abweichungen von ein bis zwei Punkten sind für mich noch keine Meinungsverschiedenheit. Ein bisschen geschmackliche Streuung gehört einfach dazu.

19.05.2017 12:15 Uhr - DriesVanHegen
1x
User-Level von DriesVanHegen 2
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 96
Klingt einem Werk, dass es sich lohnt nachzuholen :)
Und da mir DRIVE ja überaus zusagt, kann es auch nicht schaden, die geistige Vorlage zu goutieren.

Ich war ja ganz verdutzt, als ich am Mittwoch bei COVENANT den Namen Walter Hill bei den Produzenten aufleuchten sah. Und sieh da - shame on me - der gute Mann hat die bisherige Reihe (bis auf ALIENS) durchweg mitfinanziert. Wieder was gelernt...

19.05.2017 13:13 Uhr - Tom Cody
2x
DB-Helfer
User-Level von Tom Cody 18
Erfahrungspunkte von Tom Cody 6.521
19.05.2017 09:25 Uhr schrieb NoCutsPlease
Danke vielmals! Tolle Sache, dass der Film hier so gut abschneidet. :)

Genau deshalb packe ich u.a. so gern die Zusatzinfos hinein: Weil daraus sehr interessante Diskussionen entstehen können, wie man es gerade bei McQueen sieht.
"Rambo": Ja, darin hätte ich mir McQueen auch partout nicht vorstellen können.
"French Connection": Doyle ist an sich ja ein ziemlich unsympathischer Kotzbrocken, da hat der recht grobschlächtige Hackman schon super gepasst.
"Apocalypse Now": Für McQueens cooles Image wäre mir der desillusionierte Charakter von Willard etwas zu pessimistisch.
"Dirty Harry": Hier sähe ich ihn noch am ehesten, wobei die Zynik des Charakters zu Eastwood schon super passt.


Und wie wäre es mit dem "King of Cool" in anderen, abgelehnten Rollen wie z. B. "Ocean's Eleven", "The Bronx", "Convoy" oder..."The Bodyguard"?!?!

19.05.2017 13:33 Uhr - Q. Tarantino
1x
User-Level von Q. Tarantino 12
Erfahrungspunkte von Q. Tarantino 2.218
Als ich den Film als Kind gesehen hatte, haben mir nur die kühl inszenierten Verfolgungsjagden zugesagt. Eine Zweitsichtung habe ich schon seit Längerem geplant da ich überzeugt bin dass „Driver“ mittlerweile deutlich besser bei mir abschneiden dürfte (vielleicht fand ich den Film im Kindesalter schon fast zu unterkühlt - von den Verfolgungsjagden mal abgesehen).

Da du mit deiner wundervollen Kritik fast die Höchstpunktzahl zückst, bin ich mir ziemlich sicher dass ich dem Streifen damals Unrecht getan habe.

19.05.2017 14:23 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.280
Danke für eure ausgeprägte Resonanz! :)

@ Dries:
Hihi, das hattest du ja bereits unter deiner Kritik zu "Drive" zugegeben. Mit einer Sichtung machst du nix verkehrt.
Und Hill scheint wirklich ein "Alien"-Fan der besonderen Art zu sein. :)

@ Tom Cody:
"Ocean's Eleven": Da ich das Original von 1960 noch nicht gesehen habe, kann ich dazu nichts sagen. Allerdings finde ich McQueen grundsätzlich viel cooler als Sinatra.
"The Bronx": Ich kann mir nahezu jede Newman-Rolle auch mit McQueen vorstellen. Die beiden sind für mich fast wie Brüder.
"Convoy": PS-starke Action und McQueen passen sehr gut zusammen, aber Kristofferson ist von beiden schon eher der Trucker-Typ.
"The Bodyguard": Als ursprünglich geplante Verfilmung aus den 70ern auf jeden Fall.
Und in Frankenheimers "Grand Prix" wäre er ebenfalls sehr passend gewesen. ;)

@ Tarantino:
Cool, dass du mal wieder am Start bist. :)
Für Kinderaugen ist der Streifen wahrlich etwas zu unterkühlt und ich bin mir sicher, dass er dir beim Rewatch sehr gut gefallen wird.

20.05.2017 22:40 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.083
Also ich denke da Dino Martino und Sammy Davis jr. so gut mit dem Old Blue Eyes befreundet waren, würde ich mal behaupten da wäre Steve Mc Queen fehl am Platz.

In Convoy wäre er bestimmt besser gewesen als Kristofferson und hätte diesem Streifen die depressive Grundstimmung genommen und sie in Coolness gewandelt so in der Art von Bandit und Snowman.

Ich hätte ihn auch gern im zweiten Teil von den glorreichen Sieben gesehen, aber man musste ihn ja unbedingt im ersten Teil sterben lassen.

21.05.2017 00:41 Uhr - Tom Cody
1x
DB-Helfer
User-Level von Tom Cody 18
Erfahrungspunkte von Tom Cody 6.521
19.05.2017 14:23 Uhr schrieb NoCutsPlease
"Ocean's Eleven": Da ich das Original von 1960 noch nicht gesehen habe, kann ich dazu nichts sagen. Allerdings finde ich McQueen grundsätzlich viel cooler als Sinatra.

20.05.2017 22:40 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Also ich denke da Dino Martino und Sammy Davis jr. so gut mit dem Old Blue Eyes befreundet waren, würde ich mal behaupten da wäre Steve Mc Queen fehl am Platz.
...
Ich hätte ihn auch gern im zweiten Teil von den glorreichen Sieben gesehen, aber man musste ihn ja unbedingt im ersten Teil sterben lassen.

Cooler als Sinatra war McQueen zweifellos, aber in "Ocean's Eleven" hätte er auch keinen vom Rat Pack ersetzt, sondern die Rolle gehabt, die dann von Richard Conte gespielt wurde. Einen vergleichbaren Part hatte er mMn dann ein paar Jahre später in "Thomas Crown ist nicht zu fassen".

Wieso gestorben??? McQueen's "Vin" war eine der drei Hauptfiguren in "Die glorreichen Sieben", die überlebten! Sein Part wurde im (schwachen) zweiten Teil von Robert Fuller gespielt.

21.05.2017 12:38 Uhr - Ghostfacelooker
1x
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.083
21.05.2017 00:41 Uhr schrieb Tom Cody
19.05.2017 14:23 Uhr schrieb NoCutsPlease
"Ocean's Eleven": Da ich das Original von 1960 noch nicht gesehen habe, kann ich dazu nichts sagen. Allerdings finde ich McQueen grundsätzlich viel cooler als Sinatra.

20.05.2017 22:40 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Also ich denke da Dino Martino und Sammy Davis jr. so gut mit dem Old Blue Eyes befreundet waren, würde ich mal behaupten da wäre Steve Mc Queen fehl am Platz.
...
Ich hätte ihn auch gern im zweiten Teil von den glorreichen Sieben gesehen, aber man musste ihn ja unbedingt im ersten Teil sterben lassen.

Cooler als Sinatra war McQueen zweifellos, aber in "Ocean's Eleven" hätte er auch keinen vom Rat Pack ersetzt, sondern die Rolle gehabt, die dann von Richard Conte gespielt wurde. Einen vergleichbaren Part hatte er mMn dann ein paar Jahre später in "Thomas Crown ist nicht zu fassen".

Wieso gestorben??? McQueen's "Vin" war eine der drei Hauptfiguren in "Die glorreichen Sieben", die überlebten! Sein Part wurde im (schwachen) zweiten Teil von Robert Fuller gespielt.


Ah ok. hab das Ende nicht mehr so ganz im Kopf. Trotzdem schade das er nicht mehr dabei war umso schlimmer, da er ja auch noch überlebt hat^^^^

21.05.2017 13:26 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.280
Dank eurer Anmerkungen werde ich alsbald "Die glorreichen Sieben"erneut ansehen, "Frankie und seine Spießgesellen" erstsichten und jetzt unmittelbar natürlich Ghostfacelovers Kritik zu "Prometheus" lesen.

17.06.2017 20:51 Uhr - Calahan
1x
User-Level von Calahan 2
Erfahrungspunkte von Calahan 60
Walter Hill ist ein Garant für tolle Filme egal ob *Die Warriors* oder *Strassen in Flammen* er schaffte immer Gefühl rein.
Selbst unbekannte Filme die untergingen wie *Undisputed* waren stark.

17.06.2017 22:29 Uhr - NoCutsPlease
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.280
"Undisputed" habe ich noch nicht gesehen, aber insbesondere Hills Glanzzeit von "Hard Times" bis hin zu "Last Man Standing" schaue ich mir immer wieder gerne an.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
SB.com