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g-hot77
Level 9
XP 1.212
Eintrag: 08.06.2017

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Baron Blood
Mario Bava Collection #4

The Dark Below

(The Creature Below)
Herstellungsland:Großbritannien (2016)
Genre:Horror, Science-Fiction

Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (2 Stimmen) Details
inhalt:
Die Meeresbiologin Olive wird bei einem Tiefseetauchgang von einer riesigen, unbekannten Kreatur angegriffen. Wieder an der Oberfläche stellt sie fest, dass sie, von ihr selbst unbemerkt, ein geheimnisvolles Ei mit sich gebracht hat, aus dem ein unbekanntes Wesen schlüpft. Olive versteckt es fortan im Keller – mit blutigen Folgen: Die Kreatur beginnt zunehmend Besitz von der jungen Frau zu ergreifen bis Olive schließlich alles für das Wesen tun würde und sämtliche Grenzen überschreitet...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von g-hot77:

Eine Meeresbiologin mit Hang zum Extremen bekommt die Chance einen neuen Tiefsee-Anzug zu testen und begibt sich mit diesem an eine sehr tiefe Stelle im Ozean, aus der vermeintlich das Leben also solches entstanden sein soll. Nachdem sie tiefer als gesollt hinabgelassen wird, macht sie Bekanntschaft mit einer riesigen, noch unbekannten Kopffüßler-Lebensform, bei der der Anzug beschädigt und die Forscherin ohnmächtig wird und mit Gedächtnisverlust in letzter Sekunde geborgen werden kann. Als sie neugierig durch ihr Unwissen den Anzug untersucht, findet sie im Sauerstofftank ein Ei, welches sie unbemerkt mit nach Hause nimmt und es versteckt im Keller ausbrüten lässt. Schnell entwickelt sie Muttergefühle für das Kraken-artige Ding und dieses beeinflusst ihren Verstand soweit, dass sie alles für dieses Wesen tut, auch die für das schnelle Wachstum nötige Versorgung mit frischem Blut…

Die Grundstory hat durchaus Potential für ein gutes Creature-Feature und erinnert teilweise an Werke vom Altmeister der phantastischen Lyrik H.P. Lovecraft, jedoch wurde hier vom Drehbuchautor vieles mit enormen Logik-Aussetzern zunichte gemacht und durch das geringe Budget, was sich sehr spürbar auf Darsteller und Effekte auswirkt, der Verwehrung einer erfolgreichen Umsetzung des Stoffes den Rest gegeben.

Der Film beginnt mit einer Szene aus dem vermeintlichen Ende des Films, einer blutüberströmten, panisch schreienden Frau. Das weckt erstmal Interesse und man ist gespannt der Dinge, die da geschehen werden. Dann kommt die Vorbereitung auf den Hauptplot, die Vorstellung der Forscherin und dem Tiefseetauchgang in dem neuen Tauchanzug. Hier kommt dann auch schon der erste Dämpfer für den Zuschauer, ist die Umsetzung des Tauchgangs von grotten-schlechtem CGI durchtränkt und man realisiert schnell in welcher Qualitäts-Liga man sich in dieser britischen Independent-Produktion befindet. Diese Computer-Aufwertungen kommen im Film immer mal wieder vor und sind so schlecht, dass ich teilweise schon schmunzeln musste. Die Monster-Effekte sind sonst mit Latex-Teilen realisiert und wirken auf Grund der düsteren Licht-Verhältnisse im Keller deshalb nicht ganz so billig, wie sie produziert wurden. Man  sieht hier und da mal eine schlängelnde Tentakel oder ein Auge der Kreatur in Nahaufnahme. Hier kaschiert Regisseur Stewart Sparke, der in seinem ersten Film hinter den Kameras sitzt, erfolgreich die begrenzten Mittel der Produktion. Filmblut und Schleim sind alte Schule und wirken authentisch, werden aber leider spärlich eingesetzt. Zum Ende hin wird eine Splatter-Szene geboten, die sich auf jeden Fall sehen lassen kann.

Was die Darsteller-Riege angeht, so wurde hier kosten-optimiert mit unbekannten und oft untalentiertem Personal bestückt und die einzige, die aus dem unfähigem Cast etwas heraussticht, ist die noch unbekannte Darstellerin Anna Dawson, welche zumindest die Veränderung ihrer Rolle über den Film hinweg, ganz gut rüber bringen kann und zum Ende hin den verfallendem Wahnsinn halbwegs überzeugend verkauft. Die Nebendarsteller, insbesondere die Schwester, sind teilweise sehr schlecht und lassen baldigen Tod erhoffen. Was das Überleben angeht, erfüllt das Drehbuch diese Wünsche des Zuschauers aber nicht und bietet schließlich einen kleinen Twist zum Schluss, welcher übrigens offen bleibt und kein Happy End bietet.

Was mir persönlich besonders aufgestoßen hat, ist der Score bei diesem Film. Instrumentale Synthesizer-Untermalung mit vielen krampfhaft-wirkenden Geräuschen, die wohl gruselige Atmosphäre erzeugen sollen. Ganz penetrant wird hier das Einsetzten von zwei aufeinander folgenden Tönen im Abstand von einigen Sekunden praktiziert und das immer mal wieder den ganzen Film über. Sehr nervig mit der Zeit.

Fazit:

Nur was für hartgesottene Creature-Trash-Fans, die sich von geringer Qualität der Effekte nicht abschrecken lassen. Eigentlich sehr schade, mit ein paar Änderungen, hätte man durchaus etwas aus der Basis machen können. Die übermäßig schlechten CGI-Effekte würden sich auf jeden Fall bei einem „lustigen“ Freunde-Filmabend mit schlechten Horrorfilmen gut machen und für einige Lacher sorgen.

4 von 10 Punkten

4/10
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Kommentare

09.06.2017 00:10 Uhr - TheRealAsh
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schönes Review, G, zu einem Film, der mich vom Cover ungemein anmacht, den ich mir aber dann wohl tatsächlich mit Freunden bei Bier und Crackern reinziehe;-p

09.06.2017 14:33 Uhr - g-hot77
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dank dir, B. Das Cover war bei mir auch mit ein Grund, die Inhaltsbeschreibung verspricht ja auch was und dann war noch ausschlaggebend für die Zeit-Investition die Tatsache, dass in den letzten Jahren meiner Meinung nach der britische Horrorfilm ein paar ganz gute Sachen hervorgebracht hat...

09.06.2017 17:03 Uhr - naSum
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Da taucht der Film wohl genauso tief ab, wie das Tentakel-Wesen. Bis an Stellen an denen der billige Trash als solcher entstanden sein kann...^^

Trotz gutem Review lehne ich dankend ab. Auch nicht mit Freunden und Bier

09.06.2017 17:56 Uhr - TheRealAsh
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so kann man sich irren, das Cover ist aber auch zu verlockend^^

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