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tschaka17
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Eintrag: 15.07.2017

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Redemption - Stunde der Vergeltung

(Hummingbird)
Herstellungsland:Großbritannien, USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Krimi

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,77 (13 Stimmen) Details
inhalt:
Der Ex-Special-Forces-Soldat Joey Jones (Jason Statham) ist aus seiner Spezialeinheit desertiert, um einer Anklage vor dem Militärgericht zu entkommen. Seitdem ist er auf der Flucht und fristet ein schäbiges Leben in der Gosse. Bloß nicht auffallen, ist sein Motto. Nachdem Schläger ihn verprügelt und seine Freundin Isabel verjagt haben, findet Joey in einem über den Sommer leerstehendem Luxusapartment Zuflucht. Durch diesen glücklichen Zufall bekommt er die Möglichkeit, unter neuem Namen sein Leben neu zu beginnen. Der ehemalige Elitesoldat findet auch bald einen gutbezahlten Job: als Schläger für die chinesische Mafia. Als man jedoch Isabels Leiche findet, macht sich Joey auf die Suche nach dem Mörder, um Rache zu nehmen ...
eine kritik von tschaka17:

Haben Sie jemanden verletzt? - Nur mich selbst.

Manche Filme verdienen eine zweite Chance. Manche benötigen sogar eine. Denn Redemption - Stunde der Vergeltung hat mir bei der ersten Sichtung vor einigen Jahren so überhaupt nicht gefallen. Statt dem erwarteten Statham-Action-Kracher bekommt man ein sehr konstruiertes Drama vorgesetzt.

Der reißerische deutsche Titel ist hier einfach mies gewählt. Oder bewusst so. Im Original heißt der Film nämlich Hummingbird, zu deutsch Kolibri. Offensichtlich scheint das Studio hier die Statham-Fans abgreifen zu wollen, die harte Action wollen. Tatsächlich muss ich ehrlich sagen, dass ich genau auf diesen Trick und Trailer reingefallen bin. Dementsprechend massive Enttäschung nach Sichtung 1.

Sichtung 2 hat mich dann doch überrascht. Ich hatte eine komplett andere Erwartungshaltung und muss sagen: Der Film hat etliche Probleme, aber ansehen kann man ihn wohl.

Story

Joey ist ein Ex-Militär. Nach einem traumatischen Ereignis im Krieg ist ihm die Sicherung durchgebrannt. Deswegen wird er von der Polizei gesucht und lebt als Obdachloser auf den Straßen von London. Als er eines Tages Stress mit ein paar Zuhältern hat, fällt er bei seiner Flucht in eine Wohnung. Der Besitzer ist den ganzen Sommer weg, es liegen Kreditkarte mit PIN und Autoschlüssel herum. Joey nutzt die Chance um sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Wobei dies die Erledigung der Drecksarbeit für einen chinesischen Clan bedeutet. Zudem hält er den Kontakt zu anderen Obdachlosen und einer Nonne, die bei einer Suppenküche arbeitet. Als eine alte Freundin getötet wird will Joey Rache, verliebt sich aber gleichzeitig in die Nonne.

Klingt irgendwie unausgegoren? Ist es leider auch. Die Vermischung von Gangsterarbeit, Liebesgeschichte und Rachestory ist einfach wenig stimmig. Extrem nervig ist die perfekt passende Vorhersehbarkeit des gesamten Films. Beispielsweise spendet Joey der Nonne 500 Pfund, welche davon gerne ein Ticket für eine Ballettvorstellung kaufen möchte. Was kostet wohl das Ticket? Richtig! 500. Solche Handlungsstränge gibt es noch und nöcher. Ärgerlich, da der Film so den kaum vorhandenen Fluss immer wieder durch langweilige und unrealistische Situationen noch stärker bremst.

Cast

Eines der Highlights von Redemption ist sicherlich der Cast. Hier stimmt die Chemie und trotz zäher Story ist man doch an den Charakteren interessiert.

Agata Buzek spielt die Nonne Cristina. Ihre Figur hat eine ganz eigene Vergangenheit und Motivation. Sie ist freundlich, hilfsbereit, aber auch unsicher. A passt diese Rolle wunderbar zu Buzek und B ist es interessant zu sehen wie eine Person, welche selbst ihren Platz auf der Welt sucht, einer anderen hilft ihre Position zu finden. Komplizierter Satz, einfaches Verständnis.

Absoluter Kracher ist aber Jason Statham. Dies ist tatsächlich der erste Film, in dem ihm mehr emotionale Spannweite zugemessen wird. Und der Kollege kann nicht nur gut kloppen! Sein Charakter des traumatisch belasteten Joey ist tief angelegt und wird von Statham vollkommen ausgefüllt. Top! Viele trauen ihm nur den Schläger zu, aber die leicht melancholische Art von Joey ist interessant. Der Kriminelle, der kriminell trotzdem Gutes tuen will.

Technische Aspekte

Hier gibt es keine Kritikpunkte. Also keine negativen. Die Kameraführung ist sehr gut, es gibt schöne Bilder und nicht nur Schema F. Auch die Optik überzeugt mit ihrem leichten Hochglanzstil. Visuell ist das ganze Werk extrem stimmig.

Die Effekte sind handgemacht. Trotz der Fokussierung auf den dramatischen Part bietet der Film ein paar Actionsequenzen und teilweise auch zwischendurch brutale Einstellungen. Auch ein paar Schocker sind dabei.

Besonders ist der Soundtrack. Dieser kommt melancholisch und wenig im Stile eines Actionfilms daher. Ist es ja im Kern auch nicht. Es gibt ein paar asiatische Klänge und dann tolle treibende und dabei stets dezente Musik. Richtig gut!

Fazit

Was sagt man zu so einem Film? Die Geschichte ist nicht rund. Die Actionszenen sind gewohnt gut und die Gangsterstory durchaus passbel. Beim Liebespart hakt es an der teilweise vorhandenen Belangenlosigkeit, stellenweise gibt es aber auch schöne Dialoge. Die eingeflochtene Rachegeschichte ist überwiegend schwach. 

Besonders störend ist die Vorhersehbatkeit und der damit verbundene Unrealismus. Für die Geschichte lohnt sich ein Film durchaus, aber der Mix gelingt hier einfach nicht.

Sehr positiv sind hingegen Cast und Handwerk. Der Film ist visuell sehr ordentlich und vor allem der Soundtrack ist richtig stark. Kämpfe sind sauber choreographiert und Effekte hart und handgemacht.

Jason Statham überzeugt mit seiner größeren emotionalen Rolle absolut. Der Mann kann auch Gefühle. Die Chemie der Charaktere stimmt ebenfalls.

Redemption hat seine Momente. Zum einen natürlich die Fights, zum anderen aber auch tiefgründige Dialoge. Dazwischen gibt es aber auch viel belangenloses Zeug. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Dazu der dämliche deutsche Titel und der irreführende Trailer.

Empfehlung? Jaein. Wer nur Gekloppe sehen will wird wie ich bei der ersten Sichtung ziemlich enttäuscht und stellenweise gelangweilt sein. Klares Nein. Wer sich auf ein langsam erzähltes Drama mit zäheren Parts, zwischenzeitlicher härterer Action und guten Schauspielern einlassen will kann einen Blick riskieren.

Definitiv nicht der beste Statham. Wahrscheinlich sogar einer der schwächeren und dies nicht nur wegen wenig Action. Es gibt aber deutlich schlimmere Vehikel. Kann Man(n) machen, muss man aber nicht. Verpassen tut hier keiner was.

6/10

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Kommentare

16.07.2017 19:57 Uhr - Horace Pinker
User-Level von Horace Pinker 19
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 7.297
Gutes Review, in welchem du fair Vorzüge und Kritikpunkte besprichst. Ich würde den auch nicht gerade zu Stathams besten Werken zählen, fand den aber wegen Jason toller Schauspielleistung dennoch ziemlich gut und war da ich vorher wusste das Hummingbird kein Actionfilm ist auch nicht allzu enttäuscht über den Mangel entsprechender Szenen, von mir gibt's 7 Punkte.

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