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dicker Hund
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Eintrag: 14.08.2017

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Unheimliche Begegnung der Dritten Art
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Aliens - Die Rückkehr

(Aliens)
Herstellungsland:USA (1986)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Alien 2

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (216 Stimmen) Details
inhalt:
57 Jahre sind vergangen, seit die Besatzung der Nostromo von den Aliens umgebracht wurde, als Deckoffizier Ripley, die einzige Überlebende des Massakers, in einem kleinen Rettungsschiff in der Hyperschlaf-Kabine gefunden wird. Die sie vernehmenden Offiziere der Raumstation schenken ihren Schilderungen der furchtbaren Ereignisse jedoch keinen Glauben. Sie schlagen auch ihre Warnung in den Wind, daß sich durch das "infizierte" Raumschiff Nostromo nun tausende von Alien-Eiern auf dem Planeten LV 426 befinden, der jetzt Acheron heißt und seit 20 Jahren für Kolonisationszwecke bewohnbar gemacht wird. Da jedoch seit einiger Zeit zu dem Planeten Acheron kein Funkkontakt mehr besteht, wird ein Suchtrupp unter Ripleys Führung dorthin gesandt. Bei der Erforschung des offenbar völlig verwaisten Planeten stößt die Elite-Einheit auf Spuren blutiger Kämpfe. In merkwürdig verwobenen Höhlengängen beginnt der Kampf von neuem: Unzählige Aliens haben den Planeten in Besitz genommen - gefährlicher, furchtbarer und vernichtender als je zuvor...
eine kritik von dicker hund:

Sieben Minuten braucht man, um ein gutes Bier zu zapfen, und sieben Jahre, um die Zeit für eine gelungene Fortsetzung reifen zu lassen. Dergleichen könnte sich James Cameron, der Schöpfer des "Terminator", gedacht haben, als er für den zweiten "Alien"-Film die Regie übernahm.

Das Sequel startet erst einmal durchwachsen. In der ersten Viertelstunde dümpelt die geschwätzige Einleitung vor sich hin. Glücklicherweise ist Sigourney Weaver wieder von Beginn an als Ripley dabei - und kann ihren entsetzten Ausdruck einbringen, den sie inzwischen perfekt beherrscht. Sie zuckt aufgrund der Erfahrungen von 1979 bei jedem Geräusch zusammen, ohne dass das dahingehende Schauspiel theatralisch übertrieben wirken würde. Eine riesige Herausforderung, der nur echte Stars gewachsen sind. Gleichsam anspruchsvoll dürfte die arg konstruierte Wandlung zur tollkühnen Action-Heroin mit einer gewissen Nähe zu Arnold Schwarzenegger in "Terminator 2" umzusetzen gewesen sein. Ripley schwört zwar nicht, den jugendlichen Anführer der rebellierenden Menschheit der Zukunft, sehr wohl aber die kleine Newt zu beschützen, welche von der zehn Jahre alten Carrie Henn bemerkenswert authentisch und unnervig verkörpert wird.

Sehr langsam kommt also der Plot in Gang, der selbst im zweieinhalbstündigen Director's Cut nur mit Sollbruchstellen an den Erstling anschließt. So verwundert es schon, dass das im ersten Teil federführende Unternehmen "Weyland Corporation" auf einmal nichts mehr von der unerfreulichen Spezies weiß und sogar eine Raumstation für Milliardensummen gerade auf dem Planeten errichtet, wo sich das befremdliche Raumschiff befindet. Obendrein scheint dieses imposante Gefährt bei Errichtung des Komplexes und dessen Betrieb über Jahre hinweg keinem einzigen Kolonisten aufgefallen zu sein. Na ja...

Schwung kommt in das Geschehen, sobald die Soldatentruppe unter Corporal Hicks (Michael Biehn, der Kyle Reese aus dem "Terminator") in Begleitung von Ripley den fraglichen Planeten ansteuert. Die Soldaten unterhalten sich mit rauhen Macker-Späßen und scheinen den Einsatz zunächst nicht so recht ernst zu nehmen (Humor 2/10). Schließlich sind sie ja in bester Gesellschaft des Androiden Bishop (kühn: Lance Henriksen) und des leitenden Angestellten des bösen Großkonzerns Burke (aalglatt: Paul Reiser), ohne dass irgendein Unkenruf die klug eingeflochtenen internen Dissonanzen und Vertrauensdefizite bereits erahnen lassen könnte. Die Truppe gefällt sich dabei, schwere Kriegstechnik wie in einem Werbevideo vorzuführen, was als Analogie für die menschliche Hybris verstanden werden kann. Jedenfalls rücken nun mit meterlangen Schnellfeuerwaffen ausgerüstete Infanteristen und mit wuchtigen Stahlrohren bestückte Panzerfahrzeuge gegen den hier erstmals "Xenomorph" genannten Feind an. Dessen Spezies wächst um neue Kreaturen an, die königliche Abscheu garantieren.

Erst einmal gibt es aber einen Abriss der verlassenen Station im strömenden Regen zu bewundern: Säure-Löcher im Boden verheißen in einer menschenleeren Umgebung, in der sich eigentlich etliche Familien aufhalten müssten, nichts Gutes. Und wer lässt schon ohne Not einen köstlichen Donut liegen? Fast selbstverständlich erscheint es da, dass die Kreaturen unheimlich geblieben sind, was sich vor allem im pulsierenden Rhytmus der Bewegungsmelder spannungsfördernd auswirkt. Dann knallt's: Enge Räume in Rotlicht und Schleim, unübersichtliche Luftschächte, futuristische Flugobjekte obendrüber: "Aliens" ist der reinste Augenschmaus! Die Pyrotechnik ist da nur noch das i-Tüpfelchen auf dem innovativen Design der Schauerwesen. Vor lauter Geschepper und Geballer erweist sich die Action als gleichberechtigter Zwillingsbruder des Horrors (5/10). Letzterer geht - auch wegen der phasenweisen Überstilisierung Ripleys als Eine-Frau-Armee - nicht mehr ganz so unter die Haut, die diesmal vollends bedeckt bleibt (Sex 1/10). Angesichts der bombastischen Umsetzung der Bleigewitter tut das dem Vergnügen zwar für sich genommen noch keinen Abbruch. Dass viel Tödliches in den Offscreen verbannt wurde, verärgert dann aber doch (Gewalt 4/10). Die dahingehenden Schauwerte wirken wie ein widerwilliger Schnelldurchlauf durch die bekannten Motive aus dem Original. Einmal mehr liegt Cameron "Wumms" mehr als "Spritz".

Aufregend bleiben die Auseinandersetzungen dennoch, abgefeiert vom trommelnden Score und veredelt durch eine Ästhetik, die in diverse Videospielumsetzungen des Franchises Einzug gefunden hat. Nicht zuletzt bleiben die Schussgeräusche mit ihrem ungewöhnlichen "Trrr, trrr, trrr!!" in eindrucksvoller Erinnerung. Diese große Filmperle (8/10 Punkten) erweist sich als würdiger Nachfolger des großartigen "Alien". Die "FSK 16" blieb konstant. 

8/10
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Kommentare

14.08.2017 09:20 Uhr - NoCutsPlease
1x
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Wieder einmal traut sich Wuffi tapfer an einen gefeierten Klassiker heran, den er souverän auf Herz und Nieren prüft.
Ich habe den Film schon seit Jahren nicht mehr gesehen, habe ihn aber als genauso faszinierend wie "Terminator 2" in Erinnerung.

14.08.2017 10:35 Uhr - Weltraumgott
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Einer der besten Fortsetzungen aller Zeiten, bei dem der 2. Part fast besser als der erste ist.

14.08.2017 12:24 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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Hm glanzvolles Sequel des ersten Reviews mein Lieber (da hast nen Kauknochen, ja brav^^^^) aber seit wann benutzt du Worte wie abgefeiert und wo sind Rezipient und Sujet hin?Mit Respektive und subjetive in den Wald?.Zwinker

14.08.2017 13:13 Uhr - naSum
2x
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Bevor ich demletzt den neuen Alien: Covenant im Kino angeschaut habe, habe ich mir die Vorwerke zuvor nochmals einverleibt. Bei dieser Fortsetzung musste ich allerdings bitter schlucken, denn sowohl die Charaktere, als auch die Dialoge hatten für mich Grund zum Fremdschämen. Das prollige Elite Team stieß mir gehörig auf. Mich wundert echt, das daran sonst niemand rummängelt.

So gut der Film also gemacht ist, wie der Lyrik-Köter oben werbend unter Beweis stellt, hat er mir in keiner Weise Spaß gemacht. Da fand ich Finchers dritten Teil um Längen besser. Hier komme ich leidlich auf 5 Punkte und empfinde ihn als schlechtesten Alien Teil gemeinsam mit Covenant.

14.08.2017 13:56 Uhr - Intofilms
1x
Hervorragende Rezi (auch wenn ich etwas großzügiger werten würde).
NaSums Proll-Kritik kann ich übrigens gut nachvollziehen. Wobei ich sagen muss, die krawallige Bilderbuch-Kampflesbe mit dem coolen Flammenwerfer (gigantischer Ersatz-Phallus?), die mich diesbezüglich anfänglich am meisten aufgeregt hat, habe ich dann sogar richtig lieb gewonnen. Die Gute ist hier definitiv das größte Kampfschwein von allen und am Ende, wie gesagt, eine meiner Lieblingsfiguren. Auch verbal immer schön schlagfertig auf angemessenem Prollniveau. Ich würde jetzt ja gerne was zitieren, aber mir fällt gerade leider nichts ein.

Während "Alien" für mich durchaus einen gewissen Arthaus-Touch hat, setzt "Aliens" fast ausschließlich, aber sehr gekonnt auf spektakuläre, fetzige Action, was dann standesgemäß in einem wirklich sensationellen Endkampf gipfelt. Großartiges Sequel. Aber die Geschmäcker... :)

14.08.2017 15:47 Uhr - dicker Hund
3x
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Besten Dank!

@NCP
"Terminator 2" liegt bei mir noch ein Pünktchen höher.

@Gott
Das System von Komparativ, Superlativ und Elativ kennt die Wendung "fast besser" nicht.

@Ghost
Dafür habe ich soeben Weltraumgott einen klugen Haufen überlassen;-)

@naSum und Intofilms
Die Dialoge sind für mich eine Betonung der Selbstüberschätzung der Soldaten, auf die ich ja eingegangen bin. Auf mich wirkt das wegen des kritischen Abstandes nicht störend.


14.08.2017 16:29 Uhr - Ghostfacelooker
3x
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14.08.2017 13:13 Uhr schrieb naSum
Bevor ich demletzt den neuen Alien: Covenant im Kino angeschaut habe, habe ich mir die Vorwerke zuvor nochmals einverleibt. Bei dieser Fortsetzung musste ich allerdings bitter schlucken, denn sowohl die Charaktere, als auch die Dialoge hatten für mich Grund zum Fremdschämen. Das prollige Elite Team stieß mir gehörig auf. Mich wundert echt, das daran sonst niemand rummängelt.

So gut der Film also gemacht ist, wie der Lyrik-Köter oben werbend unter Beweis stellt, hat er mir in keiner Weise Spaß gemacht. Da fand ich Finchers dritten Teil um Längen besser. Hier komme ich leidlich auf 5 Punkte und empfinde ihn als schlechtesten Alien Teil gemeinsam mit Covenant.


Einerseits würde ich Wuffi wirklich nicht als Köter bezeichnen wobei er durchaus lyrisch sein kann, andereseits ist das prollige Elite Team eine damalig durchaus gebräuchliche Darstellungsform des amerikanischen Soldaten, siehe Predator oder Heartbreak Ridge. Indessen ist Fremdschämen eine typisch deutsche Eigenschaft wie meckern nörgeln und jammern auf hohem Niveau. Nimms nicht persönlich^^^^

14.08.2017 16:31 Uhr - Ghostfacelooker
2x
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14.08.2017 15:47 Uhr schrieb dicker Hund
Besten Dank!

@NCP
"Terminator 2" liegt bei mir noch ein Pünktchen höher.

@Gott
Das System von Komparativ, Superlativ und Elativ kennt die Wendung "fast besser" nicht.

@Ghost
Dafür habe ich soeben Weltraumgott einen klugen Haufen überlassen;-)

@naSum und Intofilms
Die Dialoge sind für mich eine Betonung der Selbstüberschätzung der Soldaten, auf die ich ja eingegangen bin. Auf mich wirkt das wegen des kritischen Abstandes nicht störend.



Darauf beisst der nicht an^^ bei dem ist besser weniger als gut oder so ähnlich

14.08.2017 17:04 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
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Mir fällt gerade KEIN Film aus dem Actiongenre ein, in dem ein Team aus Elitekämpfern NICHT als prollig charakterisiert wird.
Zudem ist das gar nicht so unrealistisch, da ein gedrillter Korpsgeist häufig derartige Züge annimmt. Bei einer Gruppe intellektueller Literaturkritiker wäre ein solches Verhalten natürlich wahrhaft störend und unpassend.

14.08.2017 17:08 Uhr - naSum
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14.08.2017 15:47 Uhr schrieb dicker Hund

@naSum und Intofilms
Die Dialoge sind für mich eine Betonung der Selbstüberschätzung der Soldaten, auf die ich ja eingegangen bin. Auf mich wirkt das wegen des kritischen Abstandes nicht störend.



@ dicker Hund:

So denke ich auch, dass es gemeint war. Das stellst du ja auch wortgewand dar. Auch die dadurch maximierte Bedrohungskraft der Aliens wird dadurch gesteigert. Stimmt auch und ist objektiv nachvollziehbar. Ich werde aber irgendwie in diesem Fall von Subjektivität beherrscht und kann es schwer ausblenden.



@ Ghost:

Bei Predator war es ähnlich angedeutet, aber nicht so offensichtlich und permanent aufgezwungen. Da fand ich es ok.
Und für die typisch deutsche Wortwahl musst du mich entschuldigen, da ich ja vielleicht mit dickem Bauch, Lederhosen, Wurst und Sauerkraut in meinem deutschen Schrebergarten sitze und fröhlich Steuererklärungen ausfülle. ;)



@ No Cuts:

Eventuell ist dem so, das kann ich als Kriegsdienstverweigerer nicht mit eigener Erfahrung beurteilen. Genervt hat es mich trotzdem, ob es nun Realität ist oder nicht. Prolls im Stadtpark sind ja auch Realität und nerven dennoch. ;)

14.08.2017 18:09 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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Ich trau dir so einiges zu, wenn ich ganz ehrlich bin. Wie gesagt wer sich mit typisch deutschen Attributen (Schuhen) kleiden will bitte. Wollte nur mal den Wuffi ein wenig in Schutz nehmen respektive seine Reputation hier.

Auch so alte immer mitplappernde Säcke im Schrebergarten nerven ganz schön, besonders wenn die gleich ihre Parzelle neben Leuten mit Kindern haben, während sie sich dadurch z.b bei Steuererklärungen gestört fühlen


14.08.2017 18:13 Uhr - Dr. Jones
2x
" Jemand muss Hicks wecken "
Ausgeschlafene Rezi würde ich behaupten .
Apone , Spunkmeyer , Hudson , Vasquez usw . Da gehört man einfach mit zum Team .
Desto schmerzlicher ist der Verlust jedes einzelnes Marines .
Interessant ist das man im Dir.cut erfährt das Ripley Mutter einer Tochter gewesen ist . Das wiederum untermauert noch grösser die Motivation und die Hingabe für die Rettung von Newt .
Also wir sehen im Finale eine Mutter ( Mensch) gegen eine Mutter ( Alien Königin)
ums überleben kämpfen .

Und James Horner auf dem Höhepunkt seines Schaffens .

14.08.2017 19:53 Uhr - Tom Cody
5x
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Sehr interessante Kritik zu einem unwidersprochenen Genre-Klassiker-

Beim Kinostart habe ich den Film damals ignoriert, ihn später jedoch in mehreren Filmnächten gesichtet. Ja, solche Wiederaufführungen mit 2 oder 3 Filmen gab es in den 80ern/90ern noch. Immerhin kam ich dadurch auch in den Genuss, Filme wie "Blade Runner" ,"Die Klapperschlange" und ääh..."Critters" nochmal auf der großen Leinwand sehen zu dürfen.

Für mich ist "Aliens" allerdings ein unbedingter 10-Punkte Kandidat. Es gibt im SciFi/Action/Thriller-Genre qualitativ einfach nichts Vergleichbares. Gerade der ruhigere Anfang des Films und der zunehmende Spannungsaufbau, der sich dann in einem geradezu unglaublichen Action-Inferno entlädt, zeichnen den Film aus. Insbesondere muss man bedenken, dass Cameron auch für damalige Verhältnisse jetzt kein wirkliches Mega-Budget zur Verfügung hatte. Nichtsdestotrotz ist der Film sehr gut gealtert, gerade im Vergleich zu heutigen CGI-Orgien.

Wenn man das erste Mal (vorzugsweise im Kino) hört, wie Vasquez im Chaos der angreifenden Alien-Drohnen brüllt "Rääuuuchert sie aauuuss!!!" (im Original. "Let's Rooock!"), dann ist man schlichtweg begeistert, mitgerissen, in höchster Verzückung und anschließend geplättet.

Ich hätte vielleicht auch noch die mehr als überzeugende Leistung von Leuten wie Michael Biehn, Jeanette Goldstein und natürlich Bill Paxton ("Game over man, game over!") speziell erwähnt.
Etwas schade finde ich, dass du die elementar wichtigen Beiträge von Komponist James Horner und Effekte-Genie Stan Winston (die Alien-Queen!) unausgesprochen lässt.

PS: Ich bin leider eine totale Mathe-Krücke, aber kann mir jemand erklären, wie der Film hier bei den Bewertungen mit 137x10, 31x 9 und 13x8 Punkten gegenüber 3x7, 2x6,3x5 und 3 vertrollten 3- bzw. 1-Punkte-Wertungen auf einen miserablen Schnitt von 7,42 kommt???

14.08.2017 20:54 Uhr - Ghostfacelooker
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Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.087
auf einen miserablen Schnitt von 7,42 kommt???


da gabs mal ne Rechtsschreibreform und seitdem weil es auch so ähnlich wie Rech nen klingt hat man das gleich mit verändert! somit werden aus eigentlichen 9,42 automatisch 2 vor dem Komma, abgezogen wegen zusätzlichem Solidaritätszuschlag^^^^^^^^^^

14.08.2017 20:58 Uhr - dicker Hund
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Danke auch Euch beiden!

@Tom
Wenn Du das Review noch einmal genauer liest, wirst Du vielleicht noch einen Teil der von Dir vermissten Punkte finden. Die Queen z. B. ist möglicherweise nur versteckt, damit das Review spoilerfrei bleibt;-)

10 Punkte? Geschenkt! Bei mir ist 8 halt schon viel, jedem seine Meinung. Und über die Durchschnittswertungen habe ich mich auch schon gewundert: Dürfte ein Bug sein.

14.08.2017 22:32 Uhr - freund
Wenn man den Film bewertet , dann wird die richtige Note angezeigt, war bei mir jedenfalls so, bei ein paar anderen Filmen auch. Ist wahrscheinlich ein Fehler, der leider die falsche Bewertung anzeigt.

15.08.2017 08:56 Uhr - Dissection78
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DB-Co-Admin
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Der Kritik von Dir und dem Kommentar von Tom ist nichts mehr hinzuzufügen. Du gibst 8 Punkte, Tom 10, ich wähle mit 9 die goldene Mitte.
Der ruhige Beginn, das stetig steigende Tempo, zusammen mit der düsteren Atmosphäre und den auch heute noch beeindruckenden Effekten, bis hin zur unausweichlichen finalen Konfrontation, all das wird mMn doch recht ausgewogen präsentiert. Sehr starker Film!

Tom:
Ääh... "Critters" hab ich im letzten Jahrtausend sehr oft gesehen (leider nicht auf der großen Leinwand). Seitdem nicht mehr. Damals mochte ich ihn. Bin auf eine neue Sichtung gespannt. Danke für's Auffrischen der Erinnerung :)

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