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Frei.Wild
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Eintrag: 05.08.2017

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Die Indianer von Cleveland

(Major League)
Herstellungsland:USA (1989)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Komödie, Sportfilm
Alternativtitel:Wild Thing

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,50 (4 Stimmen) Details
inhalt:
Als die Cleveland Indianer nach dem Tod des Besitzers in die Hände seiner jungen Frau geraten, möchte sie nur eins: Den Baseballverein loswerden, um nach Miami zu ziehen. Dazu darf das Team natürlich keinen Erfolg haben. Also werden Amateure und altersschwache Spieler eingekauft. Doch als das Team von den miesen Plänen erfährt, fördert dies die nötige Motivation und das Kriegsbeil wird ausgepackt.....
eine kritik von frei.wild:

Es gibt so endlos viele Dinge auf diesem Planeten, welche der Menschheit seit Jahrtausenden Rätsel aufwerfen und sie wird auch noch eine ganze Weile damit beschäftigt sein. Und jeder Einzelne von uns hat mindestens nochmal genauso viele kleinere Themengebiete, die er nicht versteht. In meinem Fall steht auf der Liste von Dingen, bei denen man sprichwörtlich "wie ein Schwein in’s Uhrwerk schaut" ganz oben: Quantenphysik, das Verständnis für weibliche Konfliktbewältigungsstrategien und die amerikanischen Sportarten Football & Baseball…

Warum maße ich mir also an, einen Baseball-Film zu rezensieren? Ganz einfach: "Die Indianer von Cleveland" ist so viel mehr als ein Sportfilm und setzt von seinem Zuschauer zu keiner Zeit irgendwelche Grundkenntnisse in Sachen Spielregeln voraus.

Aber erstmal zum Film: Das ehemalige Playmate Rachel Phelps (Margaret Whitton - "9½ Wochen", "Der Mann ohne Gesicht") erbt die Besitzrechte der "Cleveland Indians" - eine Baseballmannschaft, welche die letzten Jahrzehnte im sportlichen Niemandsland gefristet hat. Ihr perfider Plan: Fällt der Zuschauerschnitt durch weiterhin ausbleibenden Erfolg, ist es ihr vertraglich erlaubt, mit Lizenz und Team in’s sonnige Miami zu ziehen. So wird von ihr ein Team aus undisziplinierten Rookies, bspw. dem Bad Boy Rick Vaughn (Charlie Sheen - "Die rote Flut", "Platoon", "Wall Street"), dem unangenehmen Voodoopriester Cerrano (Dennis Haysbert - "Heat", "Jarhead", "Der dunkle Turm") und dem Hochstapler Willie M. Hayes (Wesley Snipes - "New Jack City", "Passagier 57", "Blade") und einer Riege abgehalfterter Ex-Profis, bspw.  Jake Taylor (Tom Berenger - "Geboren am 4. Juli", "Tod im Spiegel", "Inception"), dem versnobten Roger Dorn (Corbin Bernsen - "King Kong", "Töte oder stirb!", "Kiss Kiss, Bang Bang") und dem politisch unkorrekten Eddie Harris (Chelcie Ross - "Nico", "Last Boy Scout", "Basic Instinct") zusammengestellt, in bester Absicht das Schlusslicht der Liga zu werden.

Dummerweise ist die Truppe trotz all ihrer Macken gar nicht so schlecht, wie erwartet und spätestens als Trainer Brown (James Gammon - "Der Unbeugsame", "Ein Mann, den sie Pferd nannten", "The Cell") die Pläne seiner Chefin offenlegt, beginnt der völlig unerwartete Kampf um die Meisterschaft.

Es wird ersichtlich: An (damals noch jungen) Stars und Charakterdarstellern mangelt es keinesfalls. Einziger Wermutstropfen ist für mich, dass die Figuren doch manchmal arg gezwungen in ihren Stereotypen wirken - quasi mit leichtem Hang zur Parodie. Hexenmeister Cerrano mit seiner KFC-Bucket-Opferung ist ein gutes Beispiel dafür. Auch nimmt man Vaughn nicht immer den harten Jungen ab (…das hat Sheen ein paar Jahre später in "Made of Steel" bedeutend besser hingekriegt…) oder auch Hayes, der sich zu Beginn recht unglaubwürdig in’s Team schleicht. Insgesamt wirkt Snipes Rolle in "Die Indianer von Cleveland" durchgängig wie für Eddie Murphy geschrieben - gibt aber herrlich komische Buddy-Situationen an Sheens Seite her…

Als Gesamtpaket findet der Film eine angenehme Mixtur aus Komödie, Sportfilm und Lovestory. Ja, gestreckt (…wie man es nimmt, auch gelockert…) wird das Ganze nämlich noch durch den Versuch Taylors, seine verprellte Ex Lynn (Rene Russo - "Freejack", "Lethal Weapon 3+4", "Kopfgeld") zurück zu gewinnen.

Ich muss an der Stelle mal noch aus dem Lexikon des internationalen Films zitieren: "Ein Sportler-Film mit sanftem komödiantischem Anstrich, der letztlich zu viele bekannte Versatzstücke aneinanderreiht, um fesseln zu können und genaue Kenntnis der hierzulande kaum vertrauten Baseballregeln voraussetzt." BULLSHIT! Wie ich oben bereits erwähnte - hier wird überhaupt nichts vorausgesetzt. Wenn der Zuschauer wissen muss, dass Hayes schnell von einer "Base" zur nächsten rennen muss, dann bekommt das der Zuschauer auch mit. Spätestens wenn Snipes in dramatischer Slow Motion loshechtet, ist alles erklärt. Wenn Cerrano den Ball über die Zuschauer im Stadion schlägt, dann merkt man vor’m Fernseher, dass das nicht gut für die gegnerische Mannschaft war. Und zu guter Letzt wird im Laufe des Films auch für jeden ersichtlich, dass der "Pitcher" in Richtung des "Catchers" werfen muss und der Ball wohl nicht im Gesicht des Gegners landen darf…

Der Film ist ein unbefangen-spaßiges Zeitdokument um die klassische Geschichte vom amerikanischen Underdog, welcher sich entgegen jeglicher Widerstände an die Spitze kämpft (…und wenn man so will, eigentlich die Blaupause für viele kommende Sportkomödien wie bspw. "Voll auf die Nüsse"…). Ich verstehe Baseball zwar nach diesem Film immer noch nicht, aber für vergnügliche 105 Minuten ist er in regelmäßigen Abständen durchaus zu empfehlen!

8/10
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Kommentare

05.08.2017 22:41 Uhr - Pratt
1x
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Interessante Reviewauswahl, nett geschrieben, einer meiner absoluten Favoriten unter den Sportfilmen (in meinen Augen viel besser als Dodgeball oder ähnliches), aber ich glaube einiges vom Charme dieses Filmes geht auch in der Synchronisation verloren. Von mir gab's für den Film 9-10 Punkte.

06.08.2017 03:22 Uhr - Tom Cody
2x
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Wild thing
You make my heart sing
You make everything groovy
Wild thing
Wild thing, I think I love you
But I wanna know for sure...

Sehr schönes Review zu einer Sport-Komödie, die auch bei mir hoch im Kurs steht. Wenn "Wild Thing" Ricky Vaughn am Ende zu den Klängen von "The Troggs" ins Stadion marschiert, kriege ich heute noch eine Gänsehaut!
Schade, dass die deutsche Blu-ray von der Qualität her ziemlich vergurkt sein soll (Kein Wunder, wenn man alle drei Teile auf eine Scheibe packt!).

Ein anderer Film im Fahrwasser von "Major League", der das Schema 1:1 kopiert (eher noch als die Parodie "Dodgeball"), ist der dennoch sehr empfehlenswerte "HELDEN AUS DER ZWEITEN REIHE", der das ganze lediglich in den Bereich des "American Football" verlegt. Den gibt's leider auch nicht als Blu-ray...

PS: Was die von Pratt angesprochene Synchronisation angeht...da war für mich insbesondere der zweite Teil ein echter Griff ins Klo (Cerrano mit kölschem Akzent?!?!)!

06.08.2017 05:23 Uhr - Frei.Wild
1x
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Danke euch Zweien...
Tom: Was die Blu Ray angeht, kann ich nicht meckern. Qualität ist wahrlich keine Referenz. Aber für weniger als 5€ pro Film hab ich mangels Alternative doch zugeschlagen und was soll ich sagen, die Scheibe ist doch besser schaubar als gedacht (ich hab aber auch kein Problem damit, wenn ein Film nicht in UHD daher kommt)... Zwei ganz kurze Tonsprünge sind mir aufgefallen - naja, ist halt nur Laser Paradise! ;)

06.08.2017 11:29 Uhr - Pratt
1x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Pratt 9.220
Ich kaufe dann doch lieber die Wild-Thing Edition aus den USA, mit einigen Extras und gutem Bild und Ton!!!

06.08.2017 12:09 Uhr - Frei.Wild
1x
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Wohle dem, der's kann. Es gibt so viele Übersee-Editionen, die mein Interesse wecken, aber ich bin wahrscheinlich zu faul und zu eingefahren, als dass ich jetzt noch große Energie in ein besseres Englisch-Verständnis investieren würde. ;)

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