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tschaka17
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Eintrag: 10.08.2017

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13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi

Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Biographie, Drama, Krieg,
Thriller
Alternativtitel:13 Hours

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,50 (12 Stimmen) Details
inhalt:
Wahre Begebenheit nach einem Vorfall 2012, als ein Sicherheitsteam versucht nach dem Angriff islamistischer Militärs auf ein US-Gelände im lybischen Bengasi die Oberhand zu gewinnen.
eine kritik von tschaka17:

Wenn Sie nicht bald hier sind werden wir alle sterben!

Die Lage in Libyen nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi 2011 war extrem kritisch. Und sie ist es noch heute. Wie so oft sind auch die Amerikaner in solchen Situationen nicht weit entfernt. So gab es zu benannter Zeit in Benghazi eine übergangsweise diplomatische Außenstelle und einen geheimen CIA-Stützpunkt. Am 11. September 2012 stürmten bewaffnete Bürger die schlecht gesicherte inoffiziele Botschaft und wenige Spezialkräfte der CIA-Station versuchten zu retten, was noch zu retten war. Trotzdem starben Menschen, unter anderem der amerikanische Botschafter Christopher Stevens.

Wer nimmt sich so eines heiklen Themas nach relativ kurzer Zeitspanne an? Michael Bay. Moment! Slow-Motion-Fan, Explosionsspezialist und Autobotsverfilmer Michael Bay dreht einen Film über reale Ereignisse?! Gab es da nicht etwas namens Pearl Harbor?

Aber keine Sorge, Bay versucht nicht einen politisch und historisch korrekten Film zu inszenieren. Stattdessen handelt es sich bei 13 Hours um einen packenden und extrem intesiven Kriegsfilm, der mit tollen Figuren, massiver Action, donnerndem Bass und purem Adrenalin absolut überzeugt. Mich zumindest.

STORY

Als Leitfigur dient die Person des Jack Da Silva. Er ist angeworbener Söldner und neuer Teil der sechsköpfigen Spezialeinheit, welche die geheime CIA-Basis beschützen soll. Schon nach seiner Ankunft in Benghazi wird Jack klar, dass er auf gefährlichem Boden ist. Schlechte Ausstattung und quasi nicht gegebene Unterstützung fördern die angespannte Lage nicht gerade. Anfangs läuft es aber glatt: Jack und Kollegen spielen ein wenig Babysitter und bis auf kleine Zwischenfälle passiert nichts Aufregendes.

Doch dann wird in der Nacht die nur eine Meile entfernte diplomatische Außenstelle angegriffen. Ausgerechnet kurz vor Ende der Mission und während der Botschafter dort weilt. Eigentlich dürfen die Spezialisten nicht eingreifen, aber wenn sonst niemand helfen kann muss man sich entscheiden. Die Männer gehen und kämpfen, können einige Menschen retten und schaffen den Rückzug zur CIA-Stelle. Allerdings weiß auch der Feind wo die kleine Truppe sich verschanzt hält und schnelle Hilfe ist nicht in Sicht. Tief im Feindesland, alleine und ohne Ahnung, welcher Einheimische Freund oder Feind geht der Kampf auf Leben und Tod los.

CAST

Außer James Badge Dale (The Pacific) sucht man bekannte Gesichter bei 13 Hours eher vergebens. Vielleicht ist gerade dies auch der Schlüssel zum Erfolg, denn die Schauspieler werden für den Zuschauer sofort zum professionellen Krieger und bleiben dabei trotzdem menschlich.

Nette Kerle mit Familien, ein paar Telefonate mit den Lieben und einige Fotos, so schafft man ohne großen Zeitverlust eine gute Bindung zum Betrachter. Dazu eine etwas hervorgehobene Figur, in diesem Fall Jack Da Silva, und fertig ist ein funktionierendes Konstrukt aus Charakteren, mit denen man mitbangt. Ideal gelöst!

TECHNISCHE ASPEKTE

Michael Bay hat eine ganz eigene Art Filme auf die Leinwand zu bringen. Von manchen gehasst, von anderen geliebt sorgt dieser Stil immer für einen individuellen Flair. Bay bleibt sich zudem treu in seiner Inszenierung und mir gefällt diese Konsistenz.

Auch in 13 Hours finden sich daher viele bekannte Bay-Elemente wieder. Es gibt zum Beispiel viel Slow-Motion. Ich persönlich finde dieses Mittel gut eingesetzt immer grandios, auch und gerade dann wenn es massiv verwendet wird. Hier ist die Dosis Slow-Motion ziemlich hoch, allerdings immer perfekt auf den Moment getimet. So werden entsprechene Szenen mit dem zusätzlichen Kick versehen und das macht einfach Spaß.

Eine andere bekannte Liebe von Bay sind Explosionen. Und auch hier kracht es gewaltig. Doch die Explosionen sind zum einen handgemacht und toll gefilmt und passen zum anderen perfekt zum Film. Wenn eine Panzerfaust irgendwo einschlägt rummst es natürlich laut. Ein Kriegsfilm mit viel Action bietet eben viel Platz für Bumm-Bumm. Hohe Dosis Krachwumm im perfekten Moment - so mag ich das!

Die anderen Effekte im Film sind durchweg gut, obwohl nicht alle handgemacht sind. So gibt es eine Mischung aus sehr ordentlichem CGI-Blut und praktischen Wunden und stellenweise auch Gore-Effekten. Zerfetzte Körperteile in diesem Film sind extrem realistisch und hier gibt es für schwache Mägen ein paar Problemstellen.

Um an dieser Stelle auf die Härte der Gewalt einzugehen, 13 Hours ist kein Splatterfest! Das Werk setzt mehr auf Spannung und viele Erschießungen sind unblutig. Doch im Krieg ist es nicht klinisch rein und so suppt es manchmal auch im angemessen Rahmen. Ein FSK 16 ist hier absolut angemessen.

Der Look des Films ist grandios! Der Kontrast zwischen fast goldener Küste bei Sonnenaufgang und dreckigem, chaotischem Schlachtfeld bei Nacht ist bombastisch! Die Settings sind authentisch und schön ausgesucht. Hier scheint sehr wenig im Studio gearbeitet worden zu sein.

Die Kamera behält stets den Überblick. Diese Leistung ist noch viel mehr zu würdigen, wenn man bedenkt, dass es sich um einen Kriegsfilm mit oft nicht statischer Kamera handelt. Vorhandenes Gewackel stört nicht, sondern verstärkt nur das Gefühl mitten im Geschehen zu sein.

Der Soundtrack unterstützt den Film ideal. Es gibt viel instrumentale und wenig vokale Musik. So gibt es zwischendurch auch Sequenzen, in welchen nur tiefe Bassstöße richtig Stoff geben. Dabei ist die Musik offensiv, aber nicht aggressiv. Perfekt schaukeln sich Bild und Ton gegenseitig hoch und pumpen das Adrenalin durch die Adern.

DER REIZ DES FILMS

Wer hier eine korrekte Erzählung der damaligen Ereignisse erwartet wählt einen falschen Ansatz. 13 Hours ist ein Kriegs-Actionfilm, der den Zuschauer von Beginn an packt und bis zum Ende nicht wieder loslässt. Schon in den ersten Minuten merkt man die Spannungen, wenn Jack am Flughafen in jedem Einheimischen den Feind erwarten muss und jeder Einheimische ihn kritisch beäugt. Stress ist vorprogrammiert! Um nicht tolle Situatuionen zu spoilern verzichte ich hier auf weitere Beispiele.

Allgemein kann man sagen, dass der Film es schafft blitzschnell von mäßiger Anspannung zu totalem Adrenalinschub zu wechseln. Jede Situation könnte eskalieren und der Zuschauer weiß nie wann es soweit ist. Hoch anzurechnen, dass 13 Hours dies auch bei mehrmaligen Sichtungen und dementsprechendem Wissen des Zuschauers schafft!

Intensiv ist das treffendste Wort für den Film. Die 144 Minuten gehen um wie im Flug, da permanent Adrenalin gegeben ist. Pure Spannung! Mankos gibt es nur zwei kleine: Zum einen den bei Bay stets präsenten Patriotismus, der hier zwar nicht zu extrem ist, aber die Amerikaner sind halt die Guten und andere Sichtweisen werden kaum bis nicht zugelassen. Zum anderen hätten die wenigen CGI-Effekte noch mit handgemachter Arbeit ersetzt werden können.

FAZIT

Als grober Rahmen dient ein historisches Ereignis, mit dessen Betroffenen hier respektvoll umgegangen wird. Die nicht zu tief angelegten Figuren sind sympathisch und authentisch im Kampf, so dass man perfekt mit ihnen mitfiebern kann. Die packende Action mit passend gesetzten Atempausen für den Zuschauer wird ideal von dem grandiosen Look und krachendem Soundtrack unterstützt.

Klare Empfehlung! Unterhaltung vom Allerfeinsten und lernen tut man auch noch ein wenig.

Bombastische 9/10

All die Götter, all die Himmel, all die Höllen - sie wohnen in dir.

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Kommentare

10.08.2017 17:28 Uhr - Weltraumgott
1x
User-Level von Weltraumgott 4
Erfahrungspunkte von Weltraumgott 208
Ich habe das Buch nun zum 3.* angefangen und der Film ist schon sehr nah an dem Tatsachenbericht, welcher aber wie ein Roman aufgebaut ist. Ein sehr packendes, grossartiges Buch.

Ich schrieb ja schon öfter dass 13h einer der besten Kriegsfilme aller Zeiten ist. Denn viele denken dass es nur ein Patrioten-Americaisthebest-Film ist mit Michael Bay Explosionen.

Doch der Film ist alles andere als ein Patriotenfilm.

10.08.2017 21:19 Uhr - NoCutsPlease
3x
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Ich stimme in weiten Teilen den Ausführungen des Reviews zu. Der Film ist sehr spannend, sämtliche Szenen sind kompetent inszeniert, zu den Darstellern kann man einen Draht aufbauen, der Soundtrack ist stark und Bay übertreibt es zum Glück mal nicht mit seinem klassischen Patriotismus. Von mir gibt es eine saubere 8/10.

Allerdings ist es wahrlich etwas vermessen einen Kriegsfilm, der sich vom Handlungsrahmen an wahre Begebenheiten anlehnt, als Unterhaltung von Allerfeinsten zu definieren. Du feierst den Film teilweise so ab als wenn das irgendein locker-flockiges Superheldenspektakel wäre. Hier geht es aber um eine verdammt bittere Angelegenheit, die auch trotz der "kinomäßig" knalligen Aufbereitung und ein paar dramaturgischer Ergänzungen keinen Spaß machen sollte.

10.08.2017 21:23 Uhr - Tom Cody
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Sehr gute, faire und vor allem zutreffende Kritik zu einem überraschend gelungenen Film von Michael Bay. Ich würde mal sagen, das beste was er seit gut 15 Jahren gemacht hat. Von mir gibt's ebenfalls 8 von 10 Punkten.
10.08.2017 17:28 Uhr schrieb Weltraumgott
Ich habe das Buch nun zum 3.* angefangen und der Film ist schon sehr nah an dem Tatsachenbericht, welcher aber wie ein Roman aufgebaut ist. Ein sehr packendes, grossartiges Buch.

In dem Fall empfehle ich dir auch die Vorlage zu "Black Hawk Down" von Mark Bowden. Sehr detailliert, mit Fachwissen geschrieben und spannend zu lesen.

10.08.2017 22:46 Uhr - Weltraumgott
User-Level von Weltraumgott 4
Erfahrungspunkte von Weltraumgott 208
"In dem Fall empfehle ich dir auch die Vorlage zu "Black Hawk Down" von Mark Bowden. Sehr detailliert, mit Fachwissen geschrieben und spannend zu lesen."

Ok, werd ich mir mal notieren, allerdings habe ich mir vorgenommen danach erstmal "Herz der Finsternis" (Vorlage zu Apocalypse now) zu lesen. ;)

10.08.2017 23:04 Uhr - tschaka17
2x
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Erfahrungspunkte von tschaka17 476
10.08.2017 21:19 Uhr schrieb NoCutsPlease
Allerdings ist es wahrlich etwas vermessen einen Kriegsfilm, der sich vom Handlungsrahmen an wahre Begebenheiten anlehnt, als Unterhaltung von Allerfeinsten zu definieren.

Für mich ist der Film ein Spielfilm und damit in erster Linie ein Unterhaltungsprodukt. Somit beurteile ich ihn aus dieser Position. Wäre es etwa eine Dokumentation würde meine Herangehensweise auch vollkommen anders sein.

Ich verstehe deinen Punkt, jedoch beziehe ich mich auf den Film und nicht auf das schlimme Ereignis. Insofern "feier" ich die tolle Machart und den Unterhaltungswert des Films und besinne mich danach auf den bitteren Beigeschmack, dass viele Dinge auf der Welt ziemlich schief laufen.

Das Buch scheint gut zu sein, da werde ich bei gegebener Zeit auch mal reinschauen.

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