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Ghostfacelooker
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Eintrag: 13.08.2017

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Burning Paradise

(Huo shao hong lian si)
Herstellungsland:Hongkong (1994)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Abenteuer, Eastern, Fantasy, Martial
Arts, Splatter
Alternativtitel:Burning Paradise in Hell
Huo Shao Hong Lian Si
Rape of the Red Temple, The
Temple du lotus rouge, Le

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,50 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Zur Zeit der Ting-Regierung lehnen sich die Shaolinmönche gegen die Herrschenden auf und werden dafür aufs heftigste verfolgt. Zu ihnen gehören auch der junge Fong Sai Yuk (Willie Chi) und sein Lehrmeister. Doch die beiden werden von Regierungstruppen eingeholt. Sie töten den Meister und nehmen Fong Sai Yuk und die Konkubine Tou-Tou (Carman Lee) gefangen. Sie werden in den roten Lotustempel gebracht, in dem auch die anderen gefangenen Shaolinmönche eingekerkert wurden. Doch trotzdem nimmt Fong Sai Yuk den Kampf für Freiheit auf - und für Tou-Tou...
eine kritik von ghostfacelooker:

Hier haben wir einen der berüchtigten CAT III Vertreter des Martial Arts oder Eastern Genre von Ringo Lam, der neben Prison on Fire auch einige Van Damme Streifen drehte, und neben John Woo und Tsui Hark, einer der einflussreicheren Regisseure des asiatischen Kinos sein dürfte, dessen Ruf schon früh zu uns hallte.

Kurz zur Geschichte. Fong Chi Yu ( oder Fong Sai Yuk) ist zusammen mit seinem Onkel und Meister Chi Meng, zwei der letzten überlebenden Shaolin Krieger, die nicht nur ihre Brüder verloren, sondern auch noch durch eine Sekte, die sich wie man später erfährt, roter Lotus nennt, verfolgt werden. Auf der Flucht treffen sie auf Dau Dau, einem eigentlich herzensguten Mädchen, das mal in den falschen Kreisen verkehrte.

Lam macht auch in diesem manchmal mit leicht übertriebenem Humor gespicktem Actioner keine Anstalten mit menschlich oder tierischem Castmitgliedern zimperlich umzugehen. Da wird in den ersten Minuten durch Fong´s Breitschwert, dass auch aus einem Final Fantasy Teil stammen könnte schon mal einer halbiert oder es rollte im Getümmel ein Pferdekopf.

Witzig ist dabei in Kontext, daß man in manchen Szenen leider die billige Machart des Schwertes oder ab und an eine wabblige Lanzenspitze betrachten kann, die einem aus dem Körper ragt, was aber eigentlich mit technischen Mitteln von 1994 nicht mehr hätte ins Bild kommen dürfen.

Die akrobatischen Fights sind, meiner Ansicht nach genau wie das ganze Setting des Films, eine temporeiche Hommage an Filme wie Chinese Ghost Story oder auch ältere Eastern, in denen sich der Held einer Übermacht an Feinden zu stellen hat und dies ohne mit der Wimper zu zucken annimmt.

Gleichzeitig versucht Lam in seiner düsteren Drehweise durch die blutigeren Szenen den Ton der 90er beizubehalten, den er schon mit Maximum Risk oder Cover Hard angeschlagen hatte.

Die sexuellen Anspielungen zwischen Fong und Dau Dau (Tou-Tou) alias Willie Chi und Carman Lee, die beide auch schon in Ringo Lam´s Little Dunken Masters zu sehen sind, kann man als Genrefan verkraften, zeigt es doch den Zwiespalt, den sich die Asiaten in der Erotik auferlegen.

Ab dem Zeitpunkt, ab im Roten Lotus Tempel (der Name ist auch Programm in einigen Filmen), ändert sich auch der Ton des Films, hin zu einem düsterem Flair, das den Titel Burning Paradise stärker zum Ausdruck bringt, in dem man die bisher noch Eastern angehauchten Fights, brutaler und blutiger inszeniert und mit dem Bösewicht, dargestellt von Wong Kam-Kong, auch eine mystische Note bekommt.

Das düstere Ambiente wird stellenweise durch erotisch wirkende Passagen und ein wenig Humor, wie zum Beispiel die Szene in der Leichengrube, als man dem alten Meister auf die Hand tritt und der sich immer noch tot stellen muß, wieder aufgelockert.

Zugegeben die scheinbar abwechselnde Stimmung zwischen Humor, erotischen Anwandlungen und Gewalt mit einigen Gore-Elementen, ist nicht unbedingt typisch für Ringo Lam oder auch für jedermanns Geschmack treffend, ich finde jedoch das er dem Genre und gerade Klassikern wie der Shaw Brothers Schmiede, die ja zum Beispiel mit dem Omen des Bösen oder Chung Fang- Das blutige Geheimnis, auch schon Mystisches mit Kung Fu mischten.

Bevor es aber gegen den Oberbösewicht und Meister des Roten Lotus Tempel kommt, steht noch der Kampf gegen den ehemaligen Bruder und Verräter Hong an, der in seiner Inszenierung an die Fights in Once Upon a Time in China Filme erinnert und in einem blutig dramatischen Aufstand mündet.

Der Schluss spart natürlich nicht an allem was der Film die ganze Handlung über schon zu bieten hat und zwingt den Helden ebenso in das obligatorisch aber unausweichliche Duell mit dem Meister der Dunkelheit.

Für alle die, die mal wieder einen asiatischen Fantasyfilm, der Ära Chinese Ghost Story mit blutig, mystischen Elementen sehen wollen, in denen gewollt oder ungewollter Humor mit tollen Fights zu sehen ist, der sollte sich diese kleine „trashigere“ Genre Perle gönnen, die ich mit 70 % Filmvergnügen werten will und über die ich mich auf Bluray, uncut versteht sich, freuen würde.

7/10
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