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dicker Hund
Level 10
XP 1.548
Eintrag: 21.09.2017

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Among the Living

(Aux yeux des vivants)
Herstellungsland:Frankreich (2014)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,70 (20 Stimmen) Details
inhalt:
Der letzte Sommertag vor den Ferien. Eigentlich wartet nun draußen vor dem Fenster das große Abenteuer auf Victor, Dan und Tom – zu dumm, dass die drei Freunde nicht gerade Musterschüler sind und ausgerechnet heute nachsitzen müssen. Sie können jedoch einen Fluchtplan schmieden, und nur wenig später sind die Jungs unterwegs über sonnenheiße Wiesen und Felder, hin zu dem alten verfallenen Studiogelände mit heruntergekommenen Bauten. Ein aufregender Nachmittag . Ihr unbeschwertes Spiel findet ein jähes Ende, als die Drei plötzlich zu Zeugen eines grausamen Verbrechens werden. Im Schatten der verlassenen Bauten lauert etwas unsagbar Böses, ein unheimliches Phantom, das den Jungs auf ihrer panischen Flucht bis nach Hause folgt. Und hier erst, im vermeintlichen Schutz ihrer Familien, beginnt mit Einbruch der Nacht für Kinder und Eltern ein blutiger Kampf ums Überleben.
eine kritik von dicker hund:

Der französische Home-Invasion-Terrorfilm "Among the Living" wurde im Jahre 2014 von den Regisseuren Alexandre Bustillo und Julien Maury fertiggestellt, den Schöpfern des berüchtigten "Inside", der in Deutschland beschlagnahmt ist. An ihn erinnert denn auch gleich die Eingangssequenz mit der schwangeren Béatrice Dalle, die zwar keine Schere mehr schwingt, aber erneut für extreme Bilder zum Thema "häuslicher Disput" sorgen darf. Derart heftige Spitzen bleiben allerdings die sehenswerte Ausnahme (Gewalt 6/10).

Nach dem Einführungsgeschlitze lernt der Zuschauer erst einmal die drei jugendlichen Freunde kennen, die fröhlich in die Sommerferien hineinlaufen - und dies auf großzügig dargebotenen Landschaften, die wie ein Freiheitssymbol wirken. Hier können sich die Lausbuben austoben, sich dabei gegenseitig hänseln und doch als Clique zusammenhalten, besonders beim Streiche spielen. Dabei verschlägt es sie nach "Black Wood", einer seit zwölf Jahren stillgelegten Filmkulisse, die einer Geisterstadt ähnelt:

"Ein Schandfleck. Wie Du siehst."

Nicht nur die verbale Beschreibung der Gendarmerie, sondern auch die schön schäbig fotografierten Beinahe-Ruinen der instabilen Gebäudefassaden und die vor ihnen hinterlassenen Fahrzeugwracks erlauben diese Schlussfolgerung. Das ist eine prima Behausung für die modifizierten Backwoods, die schon bald für die ersten gut gesetzten Schocks sorgen (Horror 6/10). Vor Schreck geht es nichts wie raus aus dem auf einmal nicht mehr so sorglos verspielten Gelände - und ab zurück in die komplizierten häuslichen Verhältnisse der minderjährigen Protagonisten. Deren Familien erhalten durch kompetente Schauspieler und eine überdurchschnittliche Differenzierung zwischen den Erzieher-Kind-Konstellationen ein erfreulich individuelles Gesicht, auf dem sich bald das Entsetzen über den Eindringling ausbreiten soll. Aufgrund einiger fieser Konfrontationen spiegelt der Rezipient bald die entsprechende Mimik. Manchmal liegt das indes nur daran, dass der Offscreen ihn brüskiert. Dies macht er bei dem einen oder anderen Exitus ebenso wie bei den wenigen Frames, die mit der Oberweite einer attraktiven Babysitterin zu tun haben, oder bei einem weitläufig eingeleiteten Ansatz zum Verkehr (Sex 2/10).

Das führt wegen der Erwartungshaltung an die Regisseure zu einer gewissen Enttäuschung, die noch dadurch gesteigert wird, dass bestimmte Figuren auf einmal einfach nicht mehr da sind. Dadurch entgeht einem also nicht nur stellenweise der Blutzoll, es bleiben außerdem noch ohne sichtbaren Anlass wechselseitige Bezüge bestimmter Charaktere zueinander aus, was deren Etablierung geradezu verheizt erscheinen lässt. Die voneinander auf diese Weise etwas isoliert wirkenden Szenenblöcke wissen glücklicherweise durch eine Fülle von Zitaten zu gefallen, die der Kollege Leichenwurm schon optimal dargestellt hat, so dass insofern auf sein Review verwiesen sei. Spannend und mitunter einfallsreich bleiben die Konfrontationen dabei trotz des deplatzierten Fragmentarismus. Der Score veredelt das Gezeigte mit einer Mischung aus Klavier und Streichern, unter die er kühn diverse artifizielle Geräusche schmuggelt, die sich manchmal wie ein furzender, grunzender Mancubus anhören. Das maskierte Scheusal, welches nach und nach sprichwörtlich entblößt wird, verfehlt seinen grausigen Zweck mit seinem widerlichen Erscheinungsbild nicht. Es sorgt darüber hinaus noch für kreative und immerhin teilweise sichtbare Mord(versuchs)varianten. Hier präsentiert sich auf großem Fuße ein weiterer Clown, der nicht zum Lachen ist (Humor 1/10).

Angesichts seiner Auftritte und des deftigen Einstiegs geht "Among the Living" (noch) als kleine Filmperle durch (7/10 Punkten). Man verzeiht ihm sogar den reichlich abrupten Schluss mit seiner plötzlichen Rob-Zombie-Ästhetik und der geradezu schmalzigen Nachgeburt. Selbst die FSK hatte da ein Nachsehen und vergab in der ungeschnittenen Fassung die Erwachsenenfreigabe.

7/10
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Kommentare

21.09.2017 20:41 Uhr - NoCutsPlease
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Eine Kritik ganz nach meinem Geschmack zu einem Film, den ich bislang kaum auf dem Schirm hatte, der sich aber für mich lohnen dürfte. Die Franzosen können horrortechnisch was und bis auf den sehr durchschnittlichen "Die Meute" haben die mich in jüngerer Zeit nicht enttäuscht!

21.09.2017 21:07 Uhr - Intofilms
2x
Ich finde auch, der Anfang - diese fiese, kleine "Inside"-Referenz - ist noch mit das Beste, was der Film zu bieten hat. Bin mit dem überhaupt nicht warm geworden. War 'ne ziemlich herbe Enttäuschung für mich. Ich meine, angesichts der illustren Namen musste man hier einfach ganz Großes erwarten. Dazu war der Streifen regelrecht verdammt... (Ich habe jetzt aber schon mehrfach gehört, dass der neue "Leatherface" wiederum ganz gut sein soll.)
Hmm. Bei deinen Rezis wird man jedenfalls nie enttäuscht. Immer munter drauf los, sag' ich jetzt mal ganz egoistisch. Wobei du das doch gerne machst, stimmt's...?! ;)
Merci!

21.09.2017 21:21 Uhr - TheRealAsh
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Ich will den schon so lange mitnehmen, finde aber immer was anderes, 7 Punkte beim Killerdog sind allerdings ne ordentliche Empfehlung im Kleinperlenbereich. Coole Kritik, hol ich mir jetz doch bald:D

22.09.2017 00:25 Uhr - Horace Pinker
1x
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Unser schreibender Hund ist halt nicht nur Genre sondern auch Länderübergreifend gut unterwegs, wieder mal ein sehr lesenswertes, tadellos formuliertes und alle wichtigen Informationen lieferndes Review, tolle Arbeit! Was französischen Horror angeht kenne ich abgesehen von den "Großen 4" High Tension, Inside, Martyrs und Frontier(s) nur sehr wenige Filme und auch Among the Living war mir bisher kein Begriff, ich denke aber auch, dass ich den wegen der scheinbar recht sprunghaften Handlung und den gehäuften Offscreenszenen erst mal auslassen werde.
P.S. Basierend auf dem Cover hätte ich übrigens vermutet das es sich um einen Zombiefilm handelt.

22.09.2017 10:36 Uhr - leichenwurm
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Jau... dem schliesse ich mich an. Besten Dank für die lobende Erwähnung meinerseits ;-)) ! Ich fand den, bis auf den etwas verunglückten Schluss ( "Rob Zombie Ästhetik" trifft es wirklich hervorragend) auch sehr gut.

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