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tschaka17
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Eintrag: 10.09.2017

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Mann unter Feuer

(Man on Fire)
Herstellungsland:USA, Mexiko, Großbritannien (2004)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Man on Fire - Mann unter Feuer

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,85 (20 Stimmen) Details
inhalt:
Gewalt, Terror und Tod sind das Geschäft von Ex-Marine Creasy (Denzel Washington). Von grausamen Bildern aus der Vergangenheit verfolgt, nimmt der desillusionierte Einzelkämpfer einen neuen Auftrag an. Creasy wird von einer reichen Familie als Bodyguard angeheuert. Er soll die 12-jährige Tochter Pita (Dakota Fanning) beschützen. Kein leichter Job, denn im spanischsprachigen Mexiko werden täglich Kinder auf offener Straße gekidnappt, unter den Augen der korrupten Polizei. Nach und nach entwickelt sich zwischen dem coolen Profi und seinem Schützling eine echte Freundschaft. Dann geschieht, was Creasy verhindern soll: Pita wird entführt und er selbst lebensgefährlich verletzt. Doch der Ex-Marine schwört Rache. Eine gnadenlose Jagd auf die Entführer beginnt .
eine kritik von tschaka17:

Vergebung ist eine Sache zwischen Ihnen und Gott. Meine Aufgabe ist es, das Treffen zu arrangieren.

Macht Creasy auch. Allerdings später. Man on Fire ist ein Film mit guten Grundvoraussetzungen: Denzel Washington in der Hauptrolle ist immer eine grandiose Wahl, eine junge Dakota Fanning beweist hier Talent & Christopher Walken sehe ich auch immer gerne. Dazu führt Tony Scott Regie, der unter anderem Top Gun, Last Boy Scout oder Unstoppable auf seiner Fahne stehen hat.

STORY

Mexiko. Eines der gefährlichsten Länder der Welt. Entführungen sind hier an der Tagesordnung. Deswegen schützen besonders in Mexiko-Stadt die Vermögenden ihre Lieben mit Bodyguards. Der abgehalfterte Antiterrorexperte John W. Creasy erhält deshalb den Job, die kleine Pita zu beschützen. Eigentlich will er nur seiner Arbeit nachgehen und sich in Alkohol und Selbstmordgedanken stürzen. Doch die junge Dame erweicht den kalten traurigen Mann und es entsteht eine tiefe Freundschaft. Aber es passiert, was passieren musste: Pita wird entführt und Creasy kann es nicht verhindern. Während er im Krankenhaus um sein Leben kämpft geht die Geldübergabe schief, was den Tod der Kleinen bedeutet. Creasy schwört Rache. Blutige Rache!

Das größte Problem von Man on Fire ist sein Tempo. Wer hier ein Action-Feuerwerk mit One-Mann-Army á la Phantom-Kommando, 96 Hours oder John Wick erwartet wird enttäuscht werden. Auch wenn der Film so verkauft wird. Es handelt sich eher um ein Crime-Drama. Die Grundgeschichte ist interessant und plausibel. Es wird viel Zeit in die Entwicklung von Charakteren gesteckt und dies funktioniert auch gut. Die Balance von Action und Story ist allerdings nicht optimal und so ist der Film gerade in Hälfte 1 manchmal etwas zäh und dröge, während er in Teil 2 stellenweise Gefühle vermissen lässt.

CAST

Denzel Washington als John W. Creasy ist wie erwartet großartig. Einer der besten Schauspieler aller Zeiten gibt der Figur viel Tiefe. So nimmt man ihm Selbstzweifel, Zerstörungstrieb und besonders die Zuneigung zu Pita voll ab. Wenn er dann mit kaltem Blick auf Rache sinnt und bösen Menschen die Hölle heiß macht wirkt er entschlossen und tödlich. Wie immer 1A.

Dakota Fanning, im Film etwa zehn Jahre alt, hat den schwierigen Job, als Pita Publikum und Creasy zu brechen. Und das funktioniert hervorragend. Das aufgeweckte Mädchen ist intelligent und dabei kindlich herzlich. Sie braucht Zeit, um den traurigen Bären Creasy zu zähmen. Man kann ihre Bedeutung für Creasy verstehen und seine Wut & Energie im Rachemodus teilen.

Christopher Walken ist als guter Freund von Washington mit dabei. Keine Hauptrolle, sondern an der Seite bietet er eine tolle Performance dar. Schöne Randfigur!

Der Rest vom Cast spielt sauber auf, wobei ich noch erwähnen möchte, dass Mickey Rourke mit von der Partie ist. Obwohl ich den Film nicht zum ersten Mal gesehen habe muss ich gestehen: Ich habe ihn nicht erkannt und mich erst bei den Credits wieder erinnert.

TECHNISCHE ASPEKTE

Tony Scott ist Anhänger praktischer Effekte und so sind hier Explosionen, Wunden & Co. handgemachter Natur. Wirkliche Actionsequenzen bietet der Streifen kaum, aber vorhandene Gewaltanwendungen durch Creasy sind brutal. Wer Probleme mit Folter & vereinzelten heftigen Bildern hat sollte also aufpassen.

Gelungen ist vor allem das Setting. Ich bezweifle zu keinem Punkt in Mexiko zu sein. Edle Häuser, volle Straßen & enge Slums wechseln sich munter ab. Fahrzeuge, Klamotten, Einwohner oder Werbung wirken sehr authentisch.

Kritisch wird es bei der Kameraarbeit. Hier gibt es einen sehr eigenen Stil: Oft wird ein Bild quasi gewischt, im Bild schnell gesprungen & auch geschnitten. Dieser Stil lässt sich schwer beschreiben, passt aber zum Film. Aber: Diese Technik wird total überbenutzt und macht den Film in meinen Augen unnötig hektisch. Zudem ist es anstrengend ständig schnelle Bilder verarbeiten zu müssen, gerade wenn diese so aggressiv sind wie hier.

Slow-Motion wird an den richtigen Stellen optimal eingesetzt und generell hat der Film eine ruhige Kamerführung. Bis auf den immer wieder eingebundenen Chaos-Stil. Diese Mischung funktioniert als Gesamtbild, gefällt mir persönlich aber nicht so ganz.

Die Musik unterstützt das Werk passend. Mexikanische Klänge sorgen für ein Vor-Ort-Feeling und manch tiefer Bassstoß für das Gefühl von Gefahr. Solide, aber nicht besonders.

FAZIT

Vergleiche ich Man on Fire beispielweise mit einem ähnlich gelagerten Film wie The Equalizer, gebe ich ganz klar dem letztgenannten den Vorzug. Dieser teilt das Problem der zu langsamen Erzählung und bietet wie Man on Fire tolle Figuren. The Equalizer hat aber nicht nur gute, sondern besondere Bilder & Musik. Außerdem gibt es gut dosierte geniale Action.

Man on Fire braucht um in Fahrt zu kommen. Ich habe kein Problem mit ruhiger Erzählung und gerade der Aufbau von Charakteren ist wichtig. Hier dauert aber alles zu lang und wird zäh. Die 146 Minuten Laufzeit sind definitiv too much. Problematisch ist auch, dass ein als Action-Thriller angepriesener Film auch Action enthalten sollte. Spannung ja, Krachbumm sehr wenig. Zu wenig.

Trotzdem ist Man on Fire kein schlechter Film. Nein! Eine interessante & intensive Story, fein ausgearbeitet Figuren & tolle Schauspieler, handwerklich saubere Arbeit und ein eigenwilliger Stil machen den Streifen zu einem soliden Seherlebnis. Der Kick bleibt meiner Meinung nach aber stecken.

Eine Empfehlung gibt´s auf jeden Fall. Weniger Action, mehr Geschichte. Wer darauf eingestellt ist sollte gut unterhalten werden. Die folgende Punktzahl sollte dem Film angemessen sein, wer den von mir kritisierten zwischenzeitlichen Stil nicht negativ bewertet kann auch einen halben oder ganzen Punkt draufhauen.

7/10

Creasy´s Kunst ist der Tod. Und er ist dabei sein Meisterwerk zu vollbringen!

7/10
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Kommentare

10.09.2017 20:04 Uhr - Pratt
1x
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Ich habe den Film damals schon im Kino gesehen und zwar vorallem wegen Mickey Rourke, dessen Rolle leider sehr klein ist. Ansonsten fand ich den visuell sehr beeindruckend und für einen Film mit der FSK 16 auch ziemlich brutal, würde den punktetechnisch weiter oben ansiedeln, kann aber deiner Argumentation folgen, wenn man nur den Trailer kennt, erwartet man ein Non-Stop Actionfeuerwerk.
Tolle Kritik, mal wieder!!!

10.09.2017 21:32 Uhr - jrtripper
1x
der film geht schon in ordnung, berwertung könnte etwas besser sein.
nur, wie kommste denn darauf das denzel washington immer eine grandiose wahl für den hauptdarsteller ist(in diesem fall stimmt es)?
der hat mindestens genau so viele rollen zum weglaufen gespielt, wie welche die man sich ansehen kann.

10.09.2017 23:56 Uhr - tschaka17
1x
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Meiner Meinung nach gehört Denzel Washington zu den Schauspielern, die A) Charisma haben und B) mittlerweile nur noch Rollen annehmen, die ihnen gefallen.

Seit 2000 kann ich keine Figur bennenen, die von ihm schlecht gespielt ist. Manche Filme sind so 50/50, aber das liegt nicht an seiner Performance.

Für mich einer der besten Schauspieler aller Zeiten.

Beispiele zu "Rollen zum Weglaufen" gerne nennen, habe nicht alle Filme mit ihm bisher gesehen und würde dann mal reinschauen.

11.09.2017 08:49 Uhr - jrtripper
1x
gerne,
training day
unstoppable
flight
usw.

und nur weil man einen oscar bekommen hat, heißt das noch lange nicht, das man eine aussergewöhnliche leistung erbracht hat.
dazu gibt es ja auch genügend beispiele.

11.09.2017 09:45 Uhr - NoCutsPlease
4x
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Den Film werde ich mir mal gönnen, allein um herauszufinden wie mir die zweieinhalb Stunden "zu wenig Action" so zusagen.

10.09.2017 23:56 Uhr schrieb tschaka17
Seit 2000 kann ich keine Figur bennenen, die von ihm schlecht gespielt ist. Manche Filme sind so 50/50, aber das liegt nicht an seiner Performance.

Und was ist mit den Filmen vor 2000? ;)

11.09.2017 11:23 Uhr - tschaka17
1x
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11.09.2017 09:45 Uhr schrieb NoCutsPlease
Und was ist mit den Filmen vor 2000? ;)

Wie gesagt, habe ich nicht alle gesehen. Dementsprechend kann ich dafür auch keine genaue Aussage treffen. Ändert an meiner generellen Ansicht aber nichts.

"Zu wenig Action" ist eher subjektiv, da der Trailer mehr suggeriert. An sich ist der Film eher ein Crime-Drama und in der Kategorie den Blick absolut wert.

11.09.2017 08:49 Uhr schrieb jrtripper
gerne,
training day
unstoppable
flight
usw.

Also auch eine subjektive Einschätzung: Training Day als Film finde ich nur so la la, die Performance gut - Oscar aber mit großem Fragezeichen.
Unstoppable finde ich grandios in beiden Belangen.
Flight ist als Film eher mau, Washington ok. Definitiv einer der schwächeren Streifen mit ihm.

Deiner Meinung zur Oscarvergabe stimme ich hingegen voll zu.

11.09.2017 13:09 Uhr - JasonXtreme
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Also BEWORBEN wurde der nie als eine Art 96 HOURS oder dergleichen. Der Trailer suggeriert da vielleicht was anderes, aber das tut dann der von DEATH SENTENCE ebenso - und der ist ja im Grunde auch eher das was uns MAN ON FIRE bietet... eine Art DEATH WISH, der auch schon kein Actioner war, auch wenn das wohl viele aufgrund von Bronson erwartet haben (auch später dann, als der Film schon einiges älter war).

Schade, dass Du nie was davon erwähnst, dass der Film erstens eine Buchverfilmung ist, bei der schon klar war, dass das keine Actionorgie ist - oder eben auch ein Remake zum gleichnamigen Streifen mit Scott Glenn aus den 80ern. Der ist btw. mit 90 Minuten einiges kürzer, aber eben genauso aufgebaut im Grunde.

Ich finde den hier genau richtig austariert, da man so die Bindung zwischen Creasy und Pita viel detaillierter darstellen kann, und seine Handlung nachvollziehbarer wird als bei so manchem Film dieser Machart...

11.09.2017 13:35 Uhr - tschaka17
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Naja, den Originalfilm erwähne ich aus folgendem Grund nicht: Die Produzenten von Man on Fire waren froh, dass keiner den Streifen kannte. Der soll - selbst nicht gesehen - ziemlich mau sein. Die Buchvorlage wiederum hat echt Stil!

Wer den Trailer sieht kann schon denken, dass hier ein Bryan Mills (auch wenn der erst später kam) Rache für ein kleines Mädchen übt. Etwas irreführend. Die Bewerbung als "nervenzerreibender Action-Thriller" ist da auch eher unpräzise. "Packendes Crime-Drama" würde es deutlich besser treffen.

Von mir gibt´s begründete 7, von den meisten 8. Dass Man on Fire einigen noch unbekannt ist wundert mich da eher. Der läuft schonmal häufiger im Free-TV.

11.09.2017 14:38 Uhr - JasonXtreme
3x
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Erschließt sich mir null. Einerseits sagst Du das Buch sei gut, das erwähnst Du nicht - den Vorgängerfilm nicht, weil ihn die Produzenten nicht mögen!? Das hat doch mit Deiner Rezi nix zu tun? Das mit dem Trailer hab ich ja eingeräumt, auch wenn er sonst auf Postern usw. nie als Actioner beworben wurde...

Action-Thriller trifft es für mich gut, da man aufgrund des Wortes Thriller ja immer noch keinen reinen Actioner erwarten muss, zumindest in meinen Augen. Aber er wird allgemein ja unter den Kategorien Action, Thriller, Drama, Crime geführt, von daher is nix irreführendes dabei. Immerhin gibt es ja Actionszenen, so isses nicht ;)

11.09.2017 14:40 Uhr - Intofilms
4x
Von mir bekommt der Streifen eine starke 8/10, vielleicht auch eine hauchdünne 9/10...
Ich finde, Denzel Washington ist auf jeden Fall ein sehr guter Schauspieler. Wirklich absolut herausragend, wie viele ihn wohl sehen, fand ich Denzel aber noch nie.

Dass man an den Film mit der festen Erwartung eines Nonstop-Action-Feuerwerks herangeht, mag sicherlich auch am Trailer liegen (den ich allerdings gar nicht kenne). Wobei der ziemlich plakative Titel (gar nicht negativ gemeint; ich finde ihn absolut klasse!) und der Name des Regisseurs hier natürlich bereits lange im Voraus bestimmte Erwartungen geschürt haben können... :)

Ehrlich gesagt habe ich noch nie darüber nachgedacht, dass in "Man on Fire" womöglich zu wenig Action drin ist. Jetzt, da du es ansprichst, kann ich das im Sinne einer enttäuschten Erwartungshaltung schon irgendwie nachvollziehen. Aber wie gesagt, mir kam das bislang noch nie in den Sinn. Für mich also kein Manko. Ich finde vielmehr, dieser Thriller passt so, wie er ist, absolut perfekt. Ich mag den Streifen wirklich sehr! :)

Jason hat schon recht: Man hätte hier durchaus noch auf das Original hinweisen können sowie auf die existierende Buchvorlage (kenne ich auch nicht).
Trotzdem ist deine Rezi in meinen Augen eine runde Sache und schön aussagekräftig. :)

12.09.2017 14:52 Uhr - tschaka17
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Nur um hier Missverständnisse auszuräumen: Die Rezension bezieht sich nicht auf eine Erstsichtung, Man on Fire habe ich schon einige Male gesehen.

Von daher versuche ich die Erwartungshaltung anderer Nicht-Kenner anzupassen, da sowohl Titel als auch Trailer eher wüste Racheaction als einen gut inszenierten Crime-Thriller erwarten lassen.

Buch & Vorgängerfilm kann man erwähnen, muss man aber nicht. Macht ja Jason eigentlich immer, ich tue dies nur, wenn ich es für besonders relevant halte.

@Intofilms: Schön, dass dir der Streifen so gut gefällt :)

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