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Kaiser Soze
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Eintrag: 14.09.2017

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City of the Dead

Halloween H20 - 20 Jahre später

(Halloween H20: 20 Years Later)
Herstellungsland:USA (1998)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,56 (72 Stimmen) Details
inhalt:
20 Jahre sind vergangen, seit Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) ihrem mordenden Bruder Michael Myers in der Halloween-Nacht entkommen konnte. Sie hat einen neuen Namen und ein neues Leben. Lauries Kollege und Geliebter (Adam Arkin) weiß nichts von ihrer Vergangenheit. Alsi die Halloween-Nacht wieder naht, wird Laurie von bösen Vorahnungen geplagt. Und mit Halloween kommt Michael wieder zurück, um sein blutiges Werk zu beenden. Es kommt zum Kampf auf Leben und Tod...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Es gibt Horrorikonen sowie (Film-) Reihen, die wollen einfach nicht enden und ruhen.

Aber wenn eine Filmreihe über Jahrzehnte hinweg fortgeführt wird, Höhen & Tiefen durchlebt und immer neue
(teils zusammengeschusterte) Ideen und Facetten annimmt, kommt auch mal ein Highlight der Reihe erst spät... hier also im siebten Teil der Reihe:
 

HALLOWEEN H20
- 20 JAHRE SPÄTER -


Vorab:
Sofern nächstes Jahr, also Anno 2018, tatsächlich der nächste Halloween Teil veröffentlicht werden wird, feiert die Halloween Saga damit Ihren 40. Geburtstag. In der Halbzeit dieses Bestehens, nach 20 Jahren, erschien der hier besprochene Film „Halloween H20: 20 Jahre später“ (1998).

Viele hier werden sich noch an diese „grauenvolle Zeit“ (?!) zurückerinnern... es schien, als ob (fast) nur noch Teeniehorrorfilme veröffentlicht werden würden: „The Faculty“, „Düstere Legenden“ oder auch „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“.
Ich für meinen Teil bin mit diesen Horrorfilmen groß geworden und mag viele dieser Filme bis heute wirklich gerne, aber im Vergleich zu einem „erwachsenen“ Horrorfilm, wie „John Carpenters Vampire“ (ebenfalls 1998) schmieren diese Teeniefilme de facto in der Regel ab!

Trotzdem ist „Halloween H20“ für mich ein sehr guter Film! Warum?
 

Review:
„Halloween“ war früher immer eine meiner Lieblingsreihen und ich freute mich auf jede Fortsetzung (außer Teil 3), die ich zu sehen bekam. Altersbedingt sah ich diese zwar zeitlich etwas versetzt, aber dies tut / tat der Sache
keinen Abbruch.

Klar sind vor allem die Teile 4 bis 6 „B-Movies“, unterhaltsam sowie für mehrmaliges Anschauen aber definitiv
gut genug und geeignet! Besonders den sechsten Teil find ich klasse - brutal, gradlinig, konsequent. Teil 6 habe
ich bestimmt schon 10 Mal gesehen und dieser ist immer wieder gut - außer man erwischt versehentlich die
(alte) gekürzte FSK ab 16 Fassung, in der quasi jede Mordszene fehlt und keine Leichen zu sehen sind... wow!
Hierzu empfehle ich die hervorragenden Schnittberichte!

Umso ernüchterter war ich schließlich, als ich erfuhr, dass Dr. Sam Loomis (Donald Pleasence) 1995 verstorben
war und somit 1998 nicht mehr in „Halloween H20: 20 Jahre später“ mitspielen konnte.
Es ist immer sehr schade, wenn Kultdarsteller / -figuren sterben. Glücklicherweise entschied man sich aber,
dessen Rolle aus dem Film zu streichen und ersetzte ihn nicht durch einen anderen Schauspieler.
Immerhin bekommt er quasi den einleitenden Part in diesem Film.

„Halloween H20: 20 Jahre später“ ist ein Novum der „Halloween“ Saga; es ist der erste Teil, der ein kompletter „Teeniehorrorfilm“ ist, was wie eingangs erwähnt zu dieser Zeit jetzt nicht unbedingt ein besonders Merkmal
eines erscheinenden Horrorfilms darstellte... aber dennoch ist gerade dieses Novum das Positive an diesem Teil.
Es bringt nicht bloß Frische in den vormals eintönigen (immer dasselbe...) „B-Movie“ Absturz, sondern befördert diese Fortsetzung auch wieder in die „A Liga“!

Alle Darsteller - sowohl die jüngeren, wie Molly (Michelle Cartwell) und John Tade / Strode (Josh Hartnett), als
auch die etablierten, wie die „Königin der Filmjungfrauen“ (kleiner Verweis auf Wes Cravens „Scream“ - 1996)
Keri Kate / Lauri Strode (Jamie Lee Curtis) oder der Mann, der gehend jeden Davonlaufenden einholt: „Michael Meyers“ (hier: Chris Durand) - machen Ihre Sache sehr gut.

Die jüngeren sind ganz klar Sympathieträger und man fiebert schon mit, wer nun überleben und wer sterben wird, da klar ist, dass nicht alle überleben werden. Wohingegen die etwas depressive Lauri Strode, die letztendlich den Kampf gegen Ihren schier unbesiegbaren Bruder aufnimmt - der ewige Kampf: Gut gegen Böse! - hier für Spannung sorgt.

Aber auch die musikalische Untermalung, gerade bei den Slasherszenen, in denen Michael Meyers angreift, sowie
die Inszenierung treiben den Puls in die Höhe! Der Nichttotzukriegende leistet wieder ganze Arbeit!
Die Szene, in der er John und Molly jagt und plötzlich auf dem Tisch steht, zählt zu meinen Lieblingsszenen der gesamten „Halloween“ Reihe!

Unvergessen ist das Filmende, das de facto ein sehr guter und überzeugender Abschluss der „Halloween“ Saga gewesen wäre / hätte sein können, in dem man kaum glauben konnte, was man sah; aber so ein wegrollender
Kopf ist und bleibt halt ein wegrollender Kopf! „Michael Meyers“ ist tot - zumindest bis „Halloween: Ressurrection“.
 

Fazit:
Ja, ein Teeniefilm, ja, viele mögen diesen Teil nicht (sonderlich), aber auch ja, ein hervorragender Film!

8 von 10 Punkte

 

 

8/10
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Kommentare

14.09.2017 21:29 Uhr - leichenwurm
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Hi Kaiser. Na die Wertung unterschreibe ich gern (würd sogar noch einen Punkt drauflegen). "H20" darf sich mMn als beste Fortsetzung zu Carpenters Slasher-Klassiker bezeichnen. Übrigens war schon der erste "Halloween" rein faktisch ein "B-Movie" bzw. "Low Budget"-Film (Budget lag bei 325.000 Dollar). Dein Review gefällt mir nicht schlecht... Zwei Dinge möchte ich aber kurz ansprechen: zum einen würde ich die allgemein vorherrschende Einordnung von "H20" als "Teenie Horror" gar nicht sooo 100%ig unterschreiben... klar, rein Formal und im kontext des Erscheinungsjahres liegt es mehr oder weniger auf der Hand ihn diesem "Horror- Trend" zu zuordnen. Inhaltlich sieht das aber schon wieder ganz anders aus. Und da wäre ich bei Punkt zwei. Es lohnt sich bei diesem Film tatsächlich nicht nur an der Oberfläche zu kratzen, sonder etwas genauer hin zu schauen. Dann entpuppt er sich recht schnell als liebevolle Hommage, die mit cleveren und kreativen Anspielungen sich tief vor Carpenters Original und dem Slasher-/Horror-Genre im allgemeinen verbeugt.

14.09.2017 22:05 Uhr - Kaiser Soze
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Nabend Leichenwurm!

Danke für dein Feedback und die interessanten Einwände.

"der erste "Halloween" rein faktisch ein "B-Movie" bzw. "Low Budget"-Film (Budget lag bei 325.000 Dollar)"

Low Budget"-Film: ja, ok
"B-Movie": naja, da liegt schon noch qualitativ ein Unterschied, auch in Bezug auf die Teile 4-6, wie ich finde

"Dann entpuppt er sich recht schnell als liebevolle Hommage, die mit cleveren und kreativen Anspielungen sich tief vor Carpenters Original und dem Slasher-/Horror-Genre im allgemeinen verbeugt."

Verstehe ich nicht.
Du hast zwar recht, aber inwiefern schließt dies die Zuordnung zum Teeniehorrorfilm aus?

Ich muss gestehen, dass ich J.C. Halloween 1+2 so selten gesehen habe, dass ich diese " liebevolle Hommage" selbst nicht beurteilen kann, habe davon aber seinerzeit mal gehört.

14.09.2017 22:21 Uhr - leichenwurm
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14.09.2017 22:05 Uhr schrieb Kaiser Soze
Verstehe ich nicht.
Du hast zwar recht, aber inwiefern schließt dies die Zuordnung zum Teeniehorrorfilm aus?


Naja...das kommt ein bisschen darauf an, wie genau man "Teenie-Horror" definiert. Für mich bedeutete diese Bezeichnung immer "Horror für eine eher jugendliche Zielgruppe". Und ich finde das "H20" inhaltlich eben nicht nur darauf aus ist/war die damals durch "Scream" und Co. angefixte Teenagerzielgruppe ins Boot zu holen, sondern sich gleichzeitig an Kenner und Liebhaber des Originalen "Halloween" richtet, die ja selbst zum damaligen Zeitpunkt schon den eher "älteren Semestern" angehörten. Des weiteren ist der Film in meinen Augen auch eher "Lauries Geschichte". Sie ist neben den ganzen Kiddies die eigentliche Haupt- und Identifikationsfigur und bringt dadurch, neben den üblichen Themenbereichen die Teenager in diesen Filmen ansprechen eben auch viele Themen die eher ein "erwachsene Publikum" absprechen mit... ;-) !

Edit: Des weiteren gibt's etliche Anspielungen im Film (Stichwort Janet Leigh) mit denen schon damals wohl eher die "alten Hasen" und/oder eingefleischte Horrorfans etwas mehr anfangen konnten (wobei dieser Umstand ja auch schon "Scream" auszeichnete).

14.09.2017 23:41 Uhr - Kaiser Soze
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Teeniehorrorfilme sind für mich Filme, bei denen viele / die meisten (Haupt-) Darsteller jung sind und oftmals noch jüngere Personen spielen. Hinzu kommt die Verwendung eher jugendlicher / -gerechter Sprache und die Einbeziehung jugendlicher Themen und Probleme, wie etwa Schule.

Auch ein Film, wie Scream ist weit mehr als nur ein belangloses Filmchen. Deine Hommagebeschreibung kannst du hier 1 zu 1 anwenden.

Ich finde aber mein Review nicht zu oberflächlich 😉😁
Aber ich weiß, was du meinst. Ich habe eingangs ja nicht umsonst "viele hier werden sich noch an diese „grauenvolle Zeit“ (?!) zurückerinnern.." geschrieben und grauenvolle Zeit in "" gesetzt 😉

Für mich ist das Teeniehorrorgenre absolut keine negative Bezeichnung.
Mit dieser Assoziation gebe ich dir aber recht!

14.09.2017 23:48 Uhr - leichenwurm
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14.09.2017 23:41 Uhr schrieb Kaiser Soze
Teeniehorrorfilme sind für mich Filme, bei denen viele / die meisten (Haupt-) Darsteller jung sind und oftmals noch jüngere Personen spielen. Hinzu kommt die Verwendung eher jugendlicher / -gerechter Sprache und die Einbeziehung jugendlicher Themen und Probleme, wie etwa Schule.


Ok... aber dann würden die anderen "Halloween"-Filme (bzw. 90% aller Slasherfilme generell) ebenfalls in diese Kategorie fallen ;-)) ! Is ja eh nur Haarspalterei (denn grundsätzlich sprechen doch gerade Slasher Filme hauptsächlich ein jugendliches Publikum an, egal aus welchem Jahrzehnt ;-)) ! Für mich ist die Bezeichnung übrigens auch nicht negativ geprägt... dieser Slasherfilm-Revival (ob man es nun "Teenie-Horror" nennt oder nicht) hat in den 90ern doch echt spass gemacht ;-)) !

15.09.2017 00:01 Uhr - CHOLLO
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Gute und Nachvollziehbare Besprechung. Für mich persönlich belegt "H20" den 3. Platz nach den beiden ersten Teilen!

15.09.2017 09:07 Uhr - JasonXtreme
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Ich find ihn nicht so scheiße wie viele andere, aber mehr als unterhaltsam eben auch nicht - aber nachvollziehbare und gut geschrieben Rezi!

15.09.2017 11:55 Uhr - leichenwurm
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14.09.2017 23:41 Uhr schrieb Kaiser Soze

Ich finde aber mein Review nicht zu oberflächlich 😉😁


Das wollte ich auch gar nicht sagen. Ich meinte eigentlich das der Film im allgemeinen oft oberflächlich als "Teenie-Horror" abgetan bzw. heruntergespielt wird, und für viele ist diese Bezeichnung (wie du in deinem Review ja selbst anmerkst) nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal... ;-) !

15.09.2017 14:30 Uhr - Kaiser Soze
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@CHOLLO und Jason

Vielen Dank!

@Leichenwurm

Ja, muss ja auch, wenn man sich die Definition des Slasherfilms anschaut...
H20 ist auch für mich ein unterschätzter und unterbewerteter Film, mal schauen, wie der neue Teil nächstes Jahr wird.

Aber interessant (im positiven Sinne), wie so eine Einordnung, wie Teeniehorrorfilm für Gesprächsstoff sorgen kann.

MfG

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