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Santa Sangre

Herstellungsland:Mexiko, Italien (1989)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Drama

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,86 (7 Stimmen) Details
eine kritik von nasum:

 

 

 

Jodorowsky über religiöse Sozialisation und deren Traumabewältigung:

 

 

Nachdem sich das Label Bildstörung der sperrigen Werke El Topo und Der heilige Berg annahm, erschien Santa Sangre in der Reihe Kino Kontrovers und steht seinen Vorgängerfilmen nicht in seiner Zugangsverweigerung hinterher. Zwar kann Santa Sangre mit einer relativ geradlinigen Erzählweise auffahren, aber eine Herausforderung an die Interpretationsfähigkeit bleibt er dennoch. Darüber hinaus kann er einem Mainstream Publikum, das in experimenteller oder künstlerischer Filmgestaltung nicht sonderlich bewandert ist, Ansatzpunkte bieten, die vorliegende Charakterentwicklung in der Traumabewältigung nachzuvollziehen. Die zirkusartige Darstellung und exzentrische Setgestaltung, die in Jodorowskys früheren Werken metaphorischer Natur war, findet sich hier im tatsächlichen Handlungsort eines Zirkus wieder und erleichtert das Verständnis.

 

Eröffnung in der Nervenheilanstalt

Die Hauptperson der Psychoanalyse ist Fenix (gespielt von Alejandro Jodorowskys Sohn Axel Jodorowsky), der sich nackt, sprachlos und traumatisiert in einer Nervenheilanstalt befindet. Als die Kamera auf die Augen des friedlichen, aber verstört wirkenden Patienten zoomt, blendet die Szenerie in eine Zirkuskulisse über, die in der Vergangenheit von Fenix angesiedelt ist. Die Thematik, dass es sich um die Auswirkungen für seinen jetzigen Zustand handelt, wird in wenigen Augenblicken deutlich und kann mit der rückwärtigen Erzählweise punkten und faszinieren.

 

Charakterisierung und Szenerie

Direkt ist Jodorowskys Stil aus bunten Farben und überspitzten Charakteren zu erkennen, überschwemmt den Zuschauer hier aber nicht in einer aggressiven Symbolflut, sondern wirkt harmonisch und fröhlich, da es sich um einen tatsächlichen Zirkus handelt und keine Metapher.

Bei der Einführung der zahlreichen Figuren wird sich Zeit gelassen, ein moralisch verwerfliches Umfeld für die Erziehung eines Kindes aus Sex, Alkohol, Machthierarchie und dem Leben einer religiösen Sekte zu gestalten. Inmitten dessen stehen der junge Fenix (gespielt von Alejandro Jodorowskys Sohn Adan Jodorowsky) und das taubstumme Mädchen Alma, die in ihrer kindlichen Unschuld eine Romanze andeuten, mit der sie sich aus dem fanatischen Treiben flüchten.

Eine Bildsprache, wie sie in Jodorowskys vorangegangenen Werken zu erkennen war, ist hier minimalistisch, jedoch liegt der Fokus auf Kontrasten und Gegensätzen der Figuren und Szenen. So kann man im Subtext Generationenkonflikte zwischen unschuldigen Kindern und intriganten Erwachsenen herauslesen, sowie die kontrastreiche Farce zwischen einem Wanderzirkus, der gleichzeitig die religiöse Sekte „Santa Sangre“ ist. Mein Highlight war die Slapstickartige Elefantenbeerdigung mit einem riesigen Sarg, traurigen Musikern und etlichen weinenden Clowns.

Das der Verstand und das Weltbild des jungen Fenix in diesem bunten Treiben verzerrt werden, ist zum einen verständlich und erklärt zum anderen seinen Aufenthalt in der Psychiatrie der Eröffnungsszene.

 

Handlungsfortgang und Traumaauslöser

Das sich die Handlung weiterentwickelt, leitet zuerst die Musik ein. Das anfängliche Zirkusgetröte, in der die Musiker Onscreen zu sehen waren, wandelt sich in Filmmusik, die mit Bässen und Schlagzeug Spannung und Dramatik erzeugen soll. Dieser musikalische Wechsel zieht sich auch weiterhin durch den Film, was zeitweise etwas anstrengend sein kann, denn die Zirkustöne gehen einem dann doch irgendwann auf die Nerven. Die deutliche Veränderung lässt zudem leider auch sehr offensichtlich erkennen, wann etwas passiert oder jemand sterben wird. So auch in diesem Fall, als Fenix Mutter ihren Mann inflagranti mit einer anderen Frau erwischt und die drei Erwachsenen zum Trauma von Fenix beitragen, der alles beobachten muss. Säure auf Genitalien und in Eifersucht abgetrennte Gliedmaßen eignen sich nunmal nicht sonderlich gut für die Wertevermittlung eines Kindes. Dass das ganze recht blutig ausfällt macht es Fenix nicht leichter, dafür aber den Filmkonsumenten zufriedener. Umgesetzt sind die Effekte leider nur mittelmäßig, da sie leicht zu durchschauen sind und eher zweckmäßig wirken. Aber zumindest sind sie Onscreen und handgemacht.

 

Bezug zum Trauma und zurück in der Nervenheilanstalt

Die Handlung springt wieder in die Nervenheilanstalt und befasst sich mit der „Heilung“ des erwachsenen Fenix, der als Kind scheinbar direkt ärztlich eingewiesen werden musste. Der Entwicklungsprozess seiner Genesung ist dabei immer wieder von surrealen Halluzinationen durchzogen, die ihn in seiner Vergangenheit zeigen. Elemente aus der Psychiatrie selbst sind sehr rar, denn der Film fokussiert die innere Auseinandersetzung und die folgende Mordserie, die aus dem Trauma erwächst. Als Fenix nämlich die Geliebte seines Vaters wiedertrifft, erscheint ihm der Geist seiner toten Mutter und nötigt ihn zur Tötung seiner freizügigen und hemmungslosen Opfer.

Um dem stellenweise blutigen Treiben einen roten Faden zu geben und dem Zuschauer eine Struktur, bettet Jodorowsky allerlei bekannte Zirkusgesichter ein, die Fenix immer weiter in sein Trauma hineinziehen und ihm nur selten behilflich sind. Realität und Einbildung verschwimmen dabei in nahtlosen Übergängen. Die Handlung als kognitive Verarbeitung anzusehen oder als rückblickende Reflexion fällt manchmal schwer und somit ist Santa Sangre sicherlich für manchen Zuschauer einfach ein abgedrehter Slasher, anstatt der Psychoanalyse eines verstörten Geistes. Die Figurenvermischung zwischen Fenix und seinem Vater kann daher einem aufmerksamen Betrachter mit all seiner Interpretationsvielfalt auffallen, oder dem Mainstreamkonsumenten entgleiten, was ihm dennoch einen unterhaltsamen Film beschert, der wie erwähnt, dann halt mehr einem Slasher gleicht.

Generell gleichen die psychosexuellen Tötungsmotive einer modernen Zirkusaufführung der Jack the Ripper Morde. Die schizophrene Symbiose zwischen Fenix und seiner Mutter ist dabei in harmonischen und faszinierenden Bildern eingefangen. Erneut lässt sich eine Figurenvermischung erkennen, diesmal mit seiner Mutter. Jodorowsky reichert dies nun zunehmend mit religiösen Motiven an, die Fenix als modernen Jesus erkennen lassen, der das Leid anderer Menschen auf sich nimmt. Ob es sich dabei um ein christliches Bekenntnis oder um eine sarkastische Verleumdung Christi handelt, bleibt in der Schwebe. Die dadurch erzeugte Unwissenheit trägt in Kombination mit der Verschmelzung von Realität und Wahn zur Spannung bei und unterliegt erneut dem musikalischen Wechsel.

 

Fazit

Es ist anzumerken, dass etliche der Patienten in der Nervenheilanstalt von Menschen mit Trisomie 21 gespielt werden, Zirkusartisten körperlich entstellt sind und auch die Gebärdensprache in vielen Szenen mit der taubstummen Alma vertreten ist. Jodorowskys Bezug zur damals noch keineswegs vorhandenen Inklusion und Tod Brownings Film Freaks - Missgestaltete ist unverkennbar und konnte bei mir einige Pluspunkte sammeln. Leider sind letztendlich einige Szenen nicht ganz durchdacht und wirken etwas holprig oder losgelöst vom Erzählfaden. Zudem ist der Verlauf über die Laufzeit von fast zwei Stunden relativ vorhersehbar und stets von extrem nerviger Musik durchzogen (die allerdings perfekt in den Kontext passt und daher ihre volle Berechtigung hat).

Positiv zu sagen ist, dass eine Interpretationsfreiheit maximal vorhanden ist. Man kann Fenix, seinen Vater und seine Mutter als Dreifaltigkeit betrachten, die im christlichen Sinne zu Vater, Sohn und heiligem Geist (Erscheinung der Mutter) werden und durch ihr Handeln die Kirche der Santa Sangre erschaffen. Die Frage nach dem Standpunkt zur Religion bekommt dadurch eine klar sarkastische und negative Auslegungstendenz. Oder man schaut sich den Film einfach als einen abgedrehten, psychosexuellen Slasher an, interpretiert nix und hat dennoch Spaß.

Daher von mir 8 von 10 Punkte, da der Film viel Potential hat, aber leider einige Punkte verschenkt, die Jodorowsky definitiv hätte besser umsetzen können. So ist zwar ein guter Film entstanden, aber schade ist es, um das verschenkte Potential zu einem weiteren Meilenstein wie El Topo oder Der heilige Berg.

8/10
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Kommentare

18.09.2017 00:22 Uhr - TheRealAsh
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Lieber barBarusHicErgoSum,

da hast du ja wieder einen Riesenbratzen rausgehaut, der unserem guten alten Jodo alle Ehre erbietet, die er verdient. Dein Verweis auf Brownings "Freaks" ist umso wichtiger, da Jodos Filme alle Inklusion groß geschrieben haben, was man ihm wirklich zugute halten muss, Begrifflichkeiten hin oder her. Jodo ist einfach ein Supertyp (um es mal etwas salopper zu sagen).

Psychoanalytisch würde ich mich hier aber noch etwas mehr auf die Couch legen und sagen, dass Jodo hier seine Version von "Psycho" gedreht hat und Mama und Papa richtig schön gekillt hat. Von mir gibts daher ein Pünktchen mehr.

Deine immer wieder neue Strukturierung ist mal wieder vorbildlich und hat mich völlig reingezogen, obwohl ich den Film schon lange kenne.

18.09.2017 00:48 Uhr - naSum
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Schade das es von Freaks-Missgestaltete die Originalfassung ohne die Kürzungen nicht mehr gibt. Die wäre, obgleich die existierende Fassung schon eine Wucht ist, sicherlich nachhaltig drastisch gewesen.

Der Bezug zu Psycho ist mir gar nicht eingefallen, aber du hast vollkommen Recht. Auf der Couch kann man halt wirklich noch einiges mehr entdecken, als hier beschrieben, speziell wenn man sich zur Psychoanalyse gerne in die Waldhütte zurückzieht.

Mit der Strukturierung schwanke ich immer so hin und her. Meist lasse ich mich vom Film leiten und mich beim Schreiben treiben. Daher wechselt das immer mal wieder...^^

18.09.2017 01:08 Uhr - TheRealAsh
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Geb dir absolut recht, schade. Hab mir grade auch Dissections geile Review durchgelesen. "Freaks" ist einfach genial, ja auch für David Lynch ein extremer Einfluss. Ja, die Couch ist halt einfach bequem.

Zur Strukturierung bin ich auch immer recht frei: the film demands, what the movie needs;-)

18.09.2017 08:49 Uhr - JasonXtreme
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Ich kenne ja, Schande über mich, ich weiß, keine der Jodorowskys - weil ich denke die sind mir zu strange - aber sehr lesenswerte und aufschlußreiche Rezension (copy & paste galore ;))

18.09.2017 09:57 Uhr - NoCutsPlease
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Dank dir weiß ich nun endlich, was mir in puncto El Jodo bislang so alles entgangen ist. Das scheint ja wahrlich ein echter Must-See-Regisseur zu sein.
Ich habe nun richtig Lust auf diesen Film bekommen.

18.09.2017 11:24 Uhr - naSum
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Jason und NoCuts, speziell euch beiden, die ihr auch oftmals an politischen und (auto-) biographischen Werken Interesse zeigt, sei dann ganz besonders meine nächste kommende Review ans Herz gelegt, die genannte zwei Aspekte UND Jodorowsky vereint. Ansonsten wäre El Topo ein guter Einstieg, um die Befürchtung der Überforderung so weit möglich zu reduzieren. ;)

Und ja, Jodorowsky ist ein Must-See, da er doch eine ganz individuelle kunstvolle Filmgestaltung präsentiert.

@ Jason: Beim copy & paste Spruch hab ich nicht durchstiegen, was du mir sagen willst...

18.09.2017 11:42 Uhr - JasonXtreme
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Schon gut, war nicht wichtig :-) ich bin mal auf die Rezi gespannt! El Topo steht aufgrund der Westernthematik bei mir aber auf jeden Fall noch an! Mal sehen ob ich noch weitermache mi Jodorowsky

18.09.2017 12:48 Uhr - Weltraumgott
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Wahnsinn! Immernoch der gleiche Wahnsinn namens Jodorofsky!
Den Film vom Surrealisten kenne ich noch nicht.

Aber dank dir naSum, muss ich mir den mal anschauen.
Mit ordentlich Gehirnschmalz oder?

18.09.2017 15:16 Uhr - Ghostfacelooker
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Dr. Nasum bittet mal wieder auf die Lesecouch und suggiert in pendelartig, hypnotischer Schreibweise, was man am besten sehen sollte auch wenn man es nicht sieht! Großartig und fesselnd. Wenn der Regiesseur die von dir über ihn verfassten Werke je lesen sollte, würde ich, wäre ich er, dich für mein nächstes Werk engagieren.

Bin immernoch gespannt wie ich den ersten Film von ihm schlussendlich finden werde, aber egal wie, an deine lyrisch psychedelische Schreibweise die gleichsam der hypnotisch versüßten Wirkung der Schlange Ka auf Mogli gleicht werde ich dabei sicher nicht gelangen.

18.09.2017 16:16 Uhr - naSum
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Welti, wie im Text erwähnt, sollte man eine gewisse kognitive Begabung mitbringen, da er ansonsten zu einem unverstandenen Slasher verkommt. Das ist der Tatsache geschuldet, das hier die Gewalt nicht nur Metapher ist, sondern als Kill auch Handlung zugleich. Wie du ihn sehen willst hängt jetzt von dir ab ;)

Geisterglotzer, hab dank für die Schmeicheleien, damit werde ich heute abend gut einschlafen können. Ich bin natürlich auf deine Review zu El Topo gespannt und auf das was du vom nicht sichtbaren sichtbar machst. Und wenn ich die lyrische Ka bin, verfasst du eventuell den direkt aggressiven Ton des Shirkhan?

18.09.2017 17:02 Uhr - Ghostfacelooker
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18.09.2017 16:16 Uhr schrieb naSum
Welti, wie im Text erwähnt, sollte man eine gewisse kognitive Begabung mitbringen, da er ansonsten zu einem unverstandenen Slasher verkommt. Das ist der Tatsache geschuldet, das hier die Gewalt nicht nur Metapher ist, sondern als Kill auch Handlung zugleich. Wie du ihn sehen willst hängt jetzt von dir ab ;)

Geisterglotzer, hab dank für die Schmeicheleien, damit werde ich heute abend gut einschlafen können. Ich bin natürlich auf deine Review zu El Topo gespannt und auf das was du vom nicht sichtbaren sichtbar machst. Und wenn ich die lyrische Ka bin, verfasst du eventuell den direkt aggressiven Ton des Shirkhan?


Da das mit der Schlange lieb gemeint war und ich den Tiger nie mochte bin ich eher geneigt einen auf SChhhhhubidiuuuuuuuuuuuuuu ich wär so gern wie duuuuuuuuhuuhuuuuuu
ich will sehen wie du
verstehen wie du
schreiben wie duhuhuhu^^^^^^^^ zu machen. Mal sehen wie es wird

18.09.2017 19:55 Uhr - JasonXtreme
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Aber nomma kurz... weil ich mich grade etwas über Jodo zu informieren beginne, Alejandro hat hier nur Regie geführt, gespielt haben Axel und Aden Jodorowski. Nur weils mir grade auffiel :-)

18.09.2017 22:07 Uhr - naSum
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18.09.2017 19:55 Uhr schrieb JasonXtreme
Aber nomma kurz... weil ich mich grade etwas über Jodo zu informieren beginne, Alejandro hat hier nur Regie geführt, gespielt haben Axel und Aden Jodorowski. Nur weils mir grade auffiel :-)


Freut mich das ich was ins Rollen bringen konnte ;)

Ja hier spielt er selbst nicht mit, sondern seine Söhne. In El Topo oder Der heilige Berg übernimmt er selbst die Hauptrolle. Habs im Text korrigiert, danke für den Hinweis.
Generell besetzt er viele Rollen durch seine eigene Familie, was dem ganzen immer eine sehr persönliche Note gibt und viele Hakennasen auf die Bildschirme zaubert ;)

19.09.2017 22:03 Uhr - Dissection78
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Eine sowohl ansprechende als auch anspruchsvolle Rezension zum am leichtest zugänglichen der drei vorgestellten Jodorowsky-Werke.
Claudio Argento, der die meisten Filme seines älteren Bruders Dario produzierte, fungierte hier auch als Produzent sowie als Co-Autor. Das war vielleicht ein Grund, warum ich früher vereinzelt Parallelen zwischen "Santa Sangre" und Dario Argento gezogen habe. Muss ich mir wieder mal antun. Danke, naSum :)

20.09.2017 14:29 Uhr - naSum
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19.09.2017 22:03 Uhr schrieb Dissection78
Claudio Argento, der die meisten Filme seines älteren Bruders Dario produzierte, fungierte hier auch als Produzent sowie als Co-Autor. Das war vielleicht ein Grund, warum ich früher vereinzelt Parallelen zwischen "Santa Sangre" und Dario Argento gezogen habe.


Dass er mitwirkte hatte ich zwar im Hinterkopf, aber die Parallelen oder Argentos Stil sind mir persönlich nicht so sehr ins Auge gestochen. Kannst du dafür Beispiele nennen oder kleinere Passagen, die besonders auffielen? Das ist nämlich ein meiner Meinung nach sehr interessantes Merkmal.
Und danke für Lesezeit und Lob.

21.09.2017 18:57 Uhr - Dissection78
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DB-Co-Admin
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Das kann ich gar nicht mal an konkreten Sequenzen festmachen, naSum (ist, wie geschrieben, schon etwas her, als ich "Santa Sangre" zuletzt sah... ich muss ihn mal wieder antesten). Das ist auf einer Emotionsebene, quasi als Assoziation, gemeint und da - jedenfalls teilweise - auch auf einen eher untypischen Argento wie "The Stendhal Syndrome" bezogen. Interessant ist, dass gerade mit "The Stendhal Syndrome" Claudio gar nix zu tun hatte. Vielleicht würde mir bei "Santa Sangre" heutzutage was von Álex de la Iglesia in den Sinn kommen. Jodorowsky ist ja nochmal um einiges versponnener als Argento. Ich muss anscheinend aufhören Filmemacher miteinander zu vergleichen. Aber das geschieht bei mir automatisch (Assoziationen halt), und deswegen mach ich's auch hier immer wieder :)

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