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Nekogami
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Eintrag: 21.09.2017

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City of the Dead



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Teen Wolf

Herstellungsland:USA (1985)
Genre:Fantasy, Komödie
Alternativtitel:Teen Wolf: Ein Werwolf kommt selten allein
Teen Wolf: Der Klassenwolf

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (6 Stimmen) Details
inhalt:
Eigentlich ist Scotti ein ganz normaler Teenager. Er liebt Basketball, interessiert sich für Mädchen und hat sich mit den Alltagssorgen in der Highschool auseinanderzusetzen. Doch etwas an ihm ist anders. Als er bei einem wichtigen Meisterschaftsspiel gefoult wird, sprießt dunkles Haar aus seinem ganzen Körper und seine Augen beginnen zu leuchten. Was Scotti nicht wusste: Er ist ein Werwolf – und viel zu nett dafür.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von nekogami:

Teen Wolf

Eine sehr bekannte Fantasykomödie aus dem Jahr 1985. In der Hauptrolle der von mir sehr geschätzte Michael J. Fox als Scott. Er gibt einen amerikanischen Teenager, der metaphorisch gesehen, schüchterne und aggressive Persönlichkeitsanteile (hier dargestellt durch den „Wolf“) in Einklang bringen und seinen Platz in der Gesellschaft finden muss.
Ich hatte schon meinen Spaß, allerdings wurde der aus unterschiedlichen Gründen manchmal etwas getrübt.

Trotz des Themas bleibt der Film recht oberflächlich und ist an vielen Stellen recht unglaubhaft. Dass man Scotts Werwolf-outing während des Basketballspieles nach kurzer Verwirrung hinnimmt, als wäre der Junge eben gerade in den Stimmbruch gekommen, ist dermaßen lächerlich das einem die Worte fehlen. Man hat das Gefühl der Film sollte mit aller Gewalt, trotz der Thematik und des Konfliktes auf Kinderfilm getrimmt werden. Nun das hat man geschafft, aber auf Kosten von Aussage und Tiefgang.
Es ist also eine Traumwelt in der sich der Konflikt der Selbstfindung des Jungen der zum Teil auch ein Werwolfs ist abspielt.

Die Schauspieler sind durchweg gut. Besonders hat mir, wie immer, Michael J. Fox gefallen. Ihm gelingt das Kunststück, dass man dem Film die hanebüchene Story trotz wirklich schlechter Masken und obengenannter Mängel abnimmt. Auch Scotts Sandkastenfreundin "Boof" wird von Susan Ursitti ansprechend und sympathisch dargestellt. Sie ist so etwas wie Scotts Gewissen. Jerry Levine als "Stiles" vermag ebenso zu gefallen. Er öffnet den  den Film durch seine rebellische Attitüde auch für Teenager. Und er verkörpert als Scotts Kumpel seine wilde Seite, und die beiden Stellen allerhand Unsinn an - tja, die Jugend halt ;) Die Figur des Stiles ist für mich der Spaßfaktor des Filmes neben Michael J. Fox.

Die Kameraarbeit hat mir gut gefallen, ich fand das die langen Einstellungen gut zum Film passen, und das immer genau im richtigen Moment umgeschnitten wurde. Das gilt, außer für einige Szenen zu Beginn, die das Setting betreffen für den gesamten Film.

Die Regie bzw. das Drehbuch bewerte ich allerdings ich etwas zwiespältig. Manches ist gut gelungen, z.B. die Grundidee aus der sich allerdings viel mehr hätte machen lassen. Die Psychologie hinter den Figuren bleibt oft all zu oberflächlich. Sie ist mehr ein Farbtupfer als treibende Kraft. Das fand ich schade an der ganzen Sache.
Zu Beginn des Filmes gibt es einige kurze Schnitte die Lokal- und Zeitkolorit beinhalten. Leider bleiben sie etwas unverständlich. Auch die deutsche Mono Tonspur lässt hier zu wünschen übrig. Das finde ich besonders schade, da mir Kolorit immer sehr wichtig ist und speziell bei Jugendfilmen viel Freude macht.
Außerdem gibt es oft Wendungen der Filmhandlung, bei denen es mir vorkommt, als habe der Regisseur nicht wirklich durchdacht was er nun ausdrücken will.

Ich finde das Problem liegt auch am unrunden Drehbuch, dass sich nicht recht entscheiden kann ob es nun auf 6-jährige oder auf Ältere abzielt. Offensichtlich hat man beides versucht und ist m.E. gescheitert eine in sich stimmige Geschichte zu erzählen. Es kann hier nicht gelingen die Jugendlichen-Thematik für 6-jährige befriedigend für alle Altersklassen herunterzubrechen.

Fazit: Teen Wolf ist merklich ein Kinderfilm und als Erwachsener hatte ich einige Male Schwierigkeiten der auf Kindergehirne abgestimmten Filmlogik zu folgen. Ich hatte das Gefühl das man als Kind leichter einen Zugang zum Film hat weil vieles gutgemeint kindgerecht und banal bleibt. Jugendliche und Erwachsene kann und wird man mit dieser Mischung nicht voll zufriedenstellen. Man hätte einen richtig tollen Film daraus machen können da waren mehr als nur gute Ansätze da.
Die Prämisse ist toll, die Schauspieler sind toll, die Kamera ebenso, nur vermögen mir weder die Konzeption des Drehbuchs noch die Umsetzung des Regisseurs in allen Punkten zu gefallen. Ich gebe 5 Punkte. edit: und jetzt doch : 1 Bonuspunkt für Mr. Michael J. Fox. Er hat ihn sich wirklich verdient. 6 Punkte.

6/10
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Kommentare

21.09.2017 11:53 Uhr - Ghostfacelooker
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Der Film war nie als Kinderfilm gedacht, sondern stellt, wie du schon andeutest metaphorisch die Pubertät und das damit verbundene und in den 80ern vermehrte Zugehörigkeitsdilema an Schulen dar. Bin ich cool gehöre ich dazu usw. Das wird erst durch Scott´s Verwandlung ermöglicht, was ja auch seinen folgend, dargestellten Hype an der Schule erklärt.

Kinder würden das so erst gar nicht wahrnehmen. Ein Film der durchaus in der Reihe von Hughes´ Werken angesiedelt werden kann, der auch großteils amerikanische Teenagerprobleme behandelte.

21.09.2017 12:10 Uhr - TheRealAsh
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Mir gefällt deine Rezi auch ganz gut, ich würde dem sogar ein Pünktchen mehr geben, weil er einfach Spaß macht und Michael J. Fox einer meiner Helden ist. Außerdem bin ich manchmal auch gerne ein Kind;-)

21.09.2017 13:56 Uhr - NoCutsPlease
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Ich finde das Review auch besser als deine erste Kritik, die ja fast nur aus Handlungsspoilern bestand.
Gleichzeitig oute ich mich als Nichtkenner des Films, aber da ich die 80er mag (auch wenn ich sie nicht so vergöttere wie Welti), werde ich da mal einen Blick wagen.

21.09.2017 15:01 Uhr - naSum
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Du legst eine ordentliche Steigerung in deiner Reviewqualität hin und triffst den Ton des Filmes sehr gut. Besonders deine Verweise auf die Aussage des Filmes haben mir persönlich gut gefallen.

21.09.2017 15:43 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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Um das für dich Nekogami hier deutlich zu sagen: Mein Review ist bei weitem nicht als Angriff gegen dich gedacht. Ich fand nur, das man diesen kleine klassische Meisterwerk nicht "nur" im Kontext eines Kinderfilms oder Versuch ihn darauf zu reduzieren sehen sollte.

21.09.2017 15:44 Uhr - Nekogami
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Danke für eure interessanten und ermutigenden Kommentare! Das freut mich es besser als beim ersten mal hingekriegt zu haben (hab auch deutlich länger gebraucht).

@ TheRealAsh : das hab ich mir auch überlegt einen Bonuspunkt zu geben wegen Mr. Fox, der auch einer meiner Helden ist ;) Ich bin auch manchmal ganz gern ein Kind, aber bei dieser Sichtung ist es mir nicht wirklich gelungen. Maybe next time?

@ Ghostfacelooker : Du bringst es noch besser als ich auf den Punkt. Food for thought. Danke. Und : ich habe auch mal an die Hughes-Filme denken müssen bei der Rezi ;). Die sind große Klasse!

Danke auch an naSum und NoCutsPlease für das Lob. Das ist mir ein Ansporn.
Ich muss sagen wenn jemand einen Film extra einlegt weil ich etwas über ihn geschrieben hab, das ist ein tolles Gefühl!

21.09.2017 15:48 Uhr - TheRealAsh
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Bestimmt! Weiter so! Bist du jetzt eigentlich der Katzenfreund?^^ "Schlafwandler" von Stephen King, "Katzenauge"???

21.09.2017 16:01 Uhr - Ghostfacelooker
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Danke DIR und ich steh nun mal auf diese wie ich sie nenne Collegefilme von Hughes und mit John Cusack usw ^^^^

21.09.2017 16:19 Uhr - Nekogami
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Aus Wikipedia: Nekogami (jap. 猫神) ist die Bezeichnung für als Kami – häufig als Gottheit übersetzt, präziser jedoch Geistwesen – verehrte Katzen (neko) des japanischen Shintō-Glaubens. Zur Kami erhoben wurden Katzen während der Edo-Zeit, da sie als Freund und Helfer die Nahrungsvorräte der Menschen, aber auch die Seidenraupenzucht vor Ratten und Mäusen beschützten.

Nekogami bedeutet also Geistwesen-Nützling verkürzt ausgedrückt ;)

Also nein das mit Stephen King stimmt nicht. Aber Clive Barker hätte mich evtl. auch zu einem Namen inspirirert.

21.09.2017 17:32 Uhr - Ghostfacelooker
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21.09.2017 16:19 Uhr schrieb Nekogami
Aus Wikipedia: Nekogami (jap. 猫神) ist die Bezeichnung für als Kami – häufig als Gottheit übersetzt, präziser jedoch Geistwesen – verehrte Katzen (neko) des japanischen Shintō-Glaubens. Zur Kami erhoben wurden Katzen während der Edo-Zeit, da sie als Freund und Helfer die Nahrungsvorräte der Menschen, aber auch die Seidenraupenzucht vor Ratten und Mäusen beschützten.

Nekogami bedeutet also Geistwesen-Nützling verkürzt ausgedrückt ;)

Also nein das mit Stephen King stimmt nicht. Aber Clive Barker hätte mich evtl. auch zu einem Namen inspirirert.


Kenn mich da ja nicht so aus, aber auch Anime und Manga´s enden ja auch häufiger auf kami, oder haben das Wort (Bezeichnung als solches im Titel), oder?
Somit scheinst du auch ein Fan dessen oder aber zumindest fernöstlicherer Ideologien zu sein respektive deren Filme, was dich neben deinen beiden Reviews und deiner Art schon mal vorerst sympathisch macht

21.09.2017 22:10 Uhr - Nekogami
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Kenn mich da ja nicht so aus, aber auch Anime und Manga´s enden ja auch häufiger auf kami, oder haben das Wort (Bezeichnung als solches im Titel), oder?
Somit scheinst du auch ein Fan dessen oder aber zumindest fernöstlicherer Ideologien zu sein respektive deren Filme, was dich neben deinen beiden Reviews und deiner Art schon mal vorerst sympathisch macht


Überraschenderweise kenn ich mich mit Anime und Manga ebenfalls nicht aus und hab auch nicht viel mit asiatischem Film im Sinn. Aber ich hab früher einige asiatische Philosophen gelesen, halte was von Meditation und bin ein totaler Katzenfan. Japan im speziellen finde ich als Karateka gut.

22.09.2017 04:08 Uhr - Ghostfacelooker
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21.09.2017 22:10 Uhr schrieb Nekogami
Kenn mich da ja nicht so aus, aber auch Anime und Manga´s enden ja auch häufiger auf kami, oder haben das Wort (Bezeichnung als solches im Titel), oder?
Somit scheinst du auch ein Fan dessen oder aber zumindest fernöstlicherer Ideologien zu sein respektive deren Filme, was dich neben deinen beiden Reviews und deiner Art schon mal vorerst sympathisch macht


Überraschenderweise kenn ich mich mit Anime und Manga ebenfalls nicht aus und hab auch nicht viel mit asiatischem Film im Sinn. Aber ich hab früher einige asiatische Philosophen gelesen, halte was von Meditation und bin ein totaler Katzenfan. Japan im speziellen finde ich als Karateka gut.


Aha naja du kannst ja noch auf Kung Fu "umschulen" da haben die die Tigerkralle und katzenartigere Kamfpstile involviert^^.
Aber die japanische Ideologie von Ehre und Respekt hat mich schon immer ein wenig beeindruckt, wenn sie gleichzeitig durch überzogene Rituale durchsetzt ist.

25.09.2017 05:43 Uhr - Nekogami
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Katzenartigere Kampfstile ... lach :) ;) Das ist DIE Idee! Paw Paw Paw! xD

25.09.2017 06:42 Uhr - Nekogami
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Danke DIR und ich steh nun mal auf diese wie ich sie nenne Collegefilme von Hughes und mit John Cusack usw ^^^^


Ich habe mir, mit etwas zeitlichem Abstand, noch mal unsere Reviews durchgelesen. Ich wollte heraus finden ob sich mein Blick auf den Film und die Reviews verändert hat und guten Gewissens sagen, dass beide Sichtweisen gut nebeneinander stehen können. Ich hoffe ich erkenne beim nächsten Ansehen einiges wieder was du beschrieben hast, da ich auch Filme wie Breakfastclub oder 16 candles liebe.

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