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Inferis
Level 12
XP 2.028
Eintrag: 24.09.2017

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Soldier of Fortune - Payback

(Soldier of Fortune)
Herstellungsland:Slowakei (2007)
Alternativtitel:Soldier of Fortune 3

Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,44 (16 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem eine Routine Mission furchtbar schief geht, schwört der Söldner Thomas Mason blutig Rache an den Hintermännern. Bei seiner Suche zieht er eine blutige Spur hinter sich und findet schon bald heraus, dass es sich bei den Drahtziehern um "alte Bekannte" handelt. Zeit ein paar alte Rechnungen zu begleichen!
eine kritik von inferis:

Was war das denn?

Ich habe schon einige schlechte Spiele gespielt und diesen teilweise auch etwas abgewinnen können. Etwa das Geiselsystem in Reservoir Dogs oder das Setting von Shellshock 2. Aber ich habe wahrscheinlich noch nie ein Spiel gesehen, welches so mittelmäßig, so durchschnittlich ist wie Soldier of Fortune: Payback. Es reitet auf einer ziemlich geraden Linie ohne zu sehr nach unten oder oben auszuschlagen. Diese Linie ist nur leider nicht gerade weit oben angebracht.

Payback startet mit einer Eskort-Mission. Man soll einen wichtigen chinesischen Kontakt beschützen, welcher Informationen über ein geheimes Lager mit Sklavenarbeitern und neuer militärischer Technologie haben soll. Auf dem Weg zu diesem Kontakt stößt man auf Widerstand, kann diesen aber recht leicht vernichten. Sobald man sein Ziel erreicht hat, trifft man auch einen seiner Kollegen. Dieser erschießt jedoch den Kontakt und jagt dann auch noch den Wagen des Kontakts in die Luft (beeindruckend, da der Kollege die Waffe mit einer Hand hält, hinter sich zielt ohne zu gucken und nicht mal die Hand auf dem Unterlaufgranatwerfer seiner M16 hat). Nach einem kurzen Gefecht liegt der Verräter aber auch schon blutüberströmt am Boden. Stirnrunzelnd frage ich mich was nun folgen soll. Immerhin habe ich nun Vergeltung geübt...

Natürlich war das aber erst der Anfang. Eine mögliche Spur wird gefunden und unser "Held" macht gleich mehrere Terroristendörfer dem Erdboden gleich. Schließlich wird auch noch eine Geheimwaffe entdeckt und ein kriminelles Superhirn steckt auch noch dahinter. Charakterisiert wird dabei keine Figur und Motivation wird so beiläufig und uninteressant erwähnt, dass ich die Geschichte teilweise während des Spielens vergessen habe. Das ist extrem schlecht, da ich das Teil in etwa drei Tagen durch hatte. Darüber hinaus hat das Spiel auch noch die Unverschämtheit ein offenes Ende zu haben. Außerdem ein fetter Minuspunkt: Das Spiel dauert nur etwas 4-5 Stunden. Trotzdem kommt es zu Längen im Spiel. Das hat mehrere Gründe.

Fast jedes Level fühlt sich gleich an. Man geht durch eine Stadt im Mittleren Osten, dann in einen Dschungel, dann eine Terroristenstadt im Mittleren Osten, dann eine Mischung aus beidem und zum Schluss ein Hotel und ein Nachtklub. Es gibt immer wieder große, grobe Flächen und Korridore. Das war's. Highlights gibt es nicht wirklich. Zwar gibt es an einer Stelle einen Sklavenaufstand, dieser besteht allerdings lediglich aus zwei Sklaven die einen Typen verhauen und dann öffnet man die Türen der anderen Sklaven. Diese scheinen es aber gemütlich in ihren Zellen zu haben, da sie nicht rauskommen. Die Missionen sind leider auch langweilig und bestehen meist darin alle Gegner zu töten und zum Ende des Levels zu kommen. Es gibt zwar auch zwei Eskort Missionen und einmal sprengt man eine Pipeline in die Luft. Ansonsten gibt es noch die Bosskämpfe.

Bosskämpfe sind zum Großteil absolut anspruchslos. Sie sind lediglich Bulletsponges und halten eine Menge mehr aus als die ziemlich schwachen normalen Gegner. Einmal kämpft man auch gegen einen Kampfhubschrauber, wobei man erst nach sehr vielen Schüssen überhaupt Feedback bekommt, dass man Schaden zufügt. Ein weiterer Bosskampf der etwas anders ist, findet in einer Parkgarage statt. Der Boss hat einen Granatenwerfer und kann dich meist mit einem Schuss töten. Hier braucht man also so etwas wie eine Taktik. Was habe ich also gemacht? Ich bin zu dem Typen gerannt und habe mein Messer benutzt bis der Typ umgefallen ist. Interessant ist definitiv etwas anderes. Der letzte Kampf hingegen findet in zwei Etappen statt und in einem Nachtclub, was fast schon ein unerhörtes Maß an Kreativität ist im Vergleich zum Rest des Spiels ist.

Kommen wir zu den Kleinigkeiten. Die Gegner sind zu leicht und können in Stücke geschossen werden. Köpfe können platzen, Arme und Beine werden hingegen zerfetzt. Klingt brutal oder? Leider ist das Blut seltsam dargestellt und sprüht immer gleich literweise aus den Stümpfen, aber auch bei normalen Treffern. Dabei ist egal welche Waffe man nutzt, jede ist ziemlich stark. Gegner rennen fast immer auf dich zu und so musst du nur ungefähr Zielen und musst meist nicht mal besonders gut sein. Gut treffen können sie auch nicht. Ich habe zwar nur auf normal gespielt, aber etwas gefordert werden möchte ich schon. Ein weiterer Durchgang in einem schweren Schwierigkeitsgrad wird dem Spieler auch nicht gerade attraktiv gemacht. Es gibt keinen Widerspielwert. Keine Collectibles, kein Grinds und keine Trophies. Okay, man kann Waffen freischalten, aber ich glaube nicht das man auf dem höheren Schwierigkeitsgrad mehr freischalten kann. Die Waffen sind auch extrem typisch, es gibt die Standard Pistolen, schwache SMGs, Sturmgewehre, Präzisionsgewehre (nutzlos, genauso wie Sprengwaffen) und MGs. Handgranaten gibt es auch, aber nur eine. Der Sound ist bei den MGs gut, der Rest ist recht schlapp. Modifizieren kann man die Waffen zwar auch und das ist nett, aber besonders taktisch kann man dadurch auch nicht vorgehen.

Fazit: Schwaches Actionspiel, welches so mittelmäßig ist, das es schon schlecht wird. Bis auf die Story und dem Storytelling, das ist furchtbar. Aber wenigstens funktioniert das Spiel in technischer Hinsicht.  

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Kommentare

24.09.2017 19:39 Uhr - JasonXtreme
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Ich kann dem Review nur beiflichten. SoF2 war für mich einer der besten Shooter seiner Zeit, nicht der Brutalität wegen. Waffenvielfalt, Szenerievielfalt, Spiellänge und Waffen en masse...das alles hatte dieser Teil 3 nicht. Ok er war brutal, das war aber da schon kein Novum mehr

25.09.2017 12:39 Uhr - Inferis
1x
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So wie die Gewalt dargestellt wird, fand ich es aber nicht mal sonderlich brutal.

Die beiden guten Vorgänger würde ich auch mal gerne spielen, allerdings sind die ja recht alt und wenn man sie auf Win 10 spielen gibt es bestimmt wieder ein Geraffel. Hab mir vor kurzem Red Faction geholt und musst da auch erstmal nach einer Möglichkeit suchen das Teil zum Laufen zu bringen.

25.09.2017 13:54 Uhr - NoCutsPlease
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Ich bin als Gelegenheitsspieler immer sehr froh über deine Tipps, auch wenn ich diesen Vertreter hier schon kenne.

Der Erstling war anno 2000 ein ziemliches Novum in puncto grafischer Härte. Der sehr lineare Levelaufbau ohne große Denk- oder Orientierungsleistung war allerdings damals schon typisch für die Reihe. Deshalb ist mir Teil 3 als No-Brain-Shooter auch das gehobene Mittelmaß wert.

25.09.2017 19:34 Uhr - Weltraumgott
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Ich fand das Spiel war für mich eine gute Rambo-Alternative. Die Gewalt... naja, war eher Comichaft.

Geiles Game auf alle Fälle

25.09.2017 20:53 Uhr - Inferis
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@ NoCutsPlease: Freut mich, wenn ich bei dir das Interesse an ein paar Spielen wecken konnte. Nach dem was ich von den Vorgängern gesehen habe, wirken diese etwas abwechslungsreicher und haben wohl auch eine bessere KI, wirklich beurteilen kann ich das aber erst wenn ich die Teile selber spiele. Solange wir beide das Spiel im Mittelmaß sehen sind wir aber glaube ich auf derselben Wellenlänge, egal ob gehobenes Mittelmaß oder etwas unter dem Durchschnitt :)

@ Weltraumgott: Ich habe zwar eine andere Meinung zu dem Spiel finde es aber interessant auch andere Meinung zu hören. Ich mag auch ein paar Spiele welche nicht von den Kritikern gefeiert werden und vor allem gibt es auch einige sehr beliebte Spiele welche bei mir nicht gut wegkommen.

26.09.2017 09:34 Uhr - NoCutsPlease
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Klar, die Schauplätze waren sehr abwechslungsreich (von der New Yorker U-Bahn bis zur afrikanischen Savanne), die Grafik war für das Entstehungsjahr sehr gut, es gab erstaunlich viele Trefferzonen an den Körpern der Gegner und der detaillierte Härtegrad war bahnbrechend. Man ist aber dennoch schnurstracks und ohne jegliche Taktik durch jeden einzelnen Level gestiefelt. Schuss, Schuss, Schuss, Schuss...
Es gab auch ein paar diskriminierende Spitzen: Verluste bei Zivilisten in New York oder Tokio führten ab einer gewissen Zahl zum Scheitern der Mission, während tote irakische Zivilisten wie getötete Gegner gezählt wurden.

Und wenn Welti etwas als geil bezeichnet, kann es für ihn trotzdem im Bereich von 5-6/10 liegen, siehe Kommentar zu "Im Körper des Feindes".

26.09.2017 19:48 Uhr - Necron
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An den überragenden zweiten Teil der Reihe kam dieser schwache Aufguss leider bei weitem nicht heran. Im besten Fall "noch" Durchschnitt und das ist noch geschmeichelt...
Die Review ist somit mehr als fair.

Die random Missions bei dem zweiten Teil fand ich ehrlich gesagt den besten Inhalt. Für die Zeit ein Super (realistischer?) Shooter. :)

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