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Eintrag: 27.09.2017

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Zimmer 1408

(1408)
Herstellungsland:USA (2007)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,99 (86 Stimmen) Details
inhalt:
Mike Enslin (John Cusack) hat zwei erfolgreiche Bücher über Hotels, in denen es angeblich spukt, veröffentlicht. Nach dem Tod seiner Tochter stürzt er sich noch kompromissloser in die Arbeit. Derzeit fasziniert ihn ein besonders mysteriöser Fall: Im Zimmer 1408 des New Yorker Dolphin Hotel sind unter seltsamen Umständen bereits 56 Gäste gestorben. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, schlägt Mike alle Warnungen des Hotelmanagers (Samuel L. Jackson) in den Wind und übernachtet in Nr. 1408 - ein kafkaesker Alptraum beginnt.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Ich muss „zu meiner Schande“ gestehen, dass ich Stephen King Verfilmungen nur sehr selten etwas Gutes abgewinnen kann. Zwar mag ich Fantasiefilme bzw Dramen, wie „The Green Mile“ (1999) oder „Hearts in Atlantis“ (2001) sehr gerne, die Horrorfilme hingegen sind einfach nicht so meins...

... wobei - da gibt es einen Horrorthriller, den mag ich wirklich erstaunlich gerne:

ZIMMER 1408

(2007). Dieser Film hat mich überzeugt!

Der Film beruht eigentlich auf der Kurzgeschichte „1408“ Stephen Kings, wobei durch aus auch Verbindungen zur Kurzgeschichte „The Red Room“ von H.G. Wells zu ziehen sind.

„Zimmer 1408“ ist einer dieser Filme, der mit seinem Hauptdarsteller - hier: John Cusack als Mike Enslin - steht
und fällt.
Ich muss hier mal zugeben, dass dessen schauspielerische Leistung hervorragend ist!
Der Film steht mit und durch ihn!

Ursprünglich war auch wohl mal Keano Reeves für diese Rolle im Gespräch und ich bin froh, dass John Cusack die Rolle bekam! Von seiner anfangs nüchtern, realistischen Sichtweise „Übernatürliches gibt es sowieso nicht“ bis zum Telefon, in dem er endgültig erkennt, dass dieses Zimmer ihn nicht mehr rauslassen wird.
Er spielt einfach überwältigend und bin zugegebenermaßen etwas skeptisch, ob Keano Reeves dies so überzeugend hinbekommen hätte...

Es gibt zwar auch andere Nebendarsteller, wie etwa Samuel L. Jackson, aber diese spielen wirklich nur kleine Nebenrollen; Samuel L. Jackson spielt meine ich nur etwa 10 (von über 100) Minuten (!) im gesamten Film.

Der Film wird durch Mike Enslin (John Cusack) repräsentiert.
Dieser hat einige Jahre zuvor seine Tochter verloren und „flüchtet“ seitdem reisend umher. Im Film durchlebt
er aus psychologischer Sicht im „Zimmer 1408“ die fünft Stufen der Trauer: Verleumdung, Zorn, Verhandeln, Depression und zu guter Letzt Akzeptanz bis er schlussendlich erkennen muss, dass dieses Zimmer ihn nicht
mehr rauslassen will.

Besonders die Treffen zwischen ihm und seiner toten Tochter sind hierbei extrem bewegend!

Der Sinn fürs Detail:
Das Böse ist in diesem Film zwar nicht personifiziert - außer vllt kurz durch das geführte Telefonat - aber
dieses Zimmer ist der Ort des Bösen. Selbst die Schrift auf der „Heiligen Bibel“ wird spiegelverkehrt dargestellt, nachdem Mike dieses Buch zurück in die Schublade legt. Solche Kleinigkeiten kommen bei diesem Film sehr oft vor und werten ih nochmals auf.

Mike Enslin dokumentiert seine Reisen immer mit seinem Tonband.
Interessant, wenn man bedenkt, dass Mike eine Kurzform für Mikrophone ist.

Sehr gut umgesetzt finde ich auch, dass sobald die Uhr beginnt, von 60:00 herunter zuzählen, endet der Film exakt 60 Minuten später! Gut, das weiß man dann auch normalerweise erst beim wiederholten Anschauen, aber eine nette Idee!

Die Flasche, die Gerald Olin Mike Enslin anbietet, heißt "Les Cinquant Sept Décès". Auf französisch bedeutet es buchstäblich "Die siebenundfünfzig Todesfälle". Und kurz danach erfahren wir, dass im Raum 1408 nur 56 Todesfälle waren. Damit wird davon ausgegangen, dass Mikes Schicksal "geschrieben" wurde

Die Kinofassung endet überings  1:44:08 (in NTSC).

Ich möchte auch mal auf den hervorragenden Schnittbericht zwischen der Kinofassung und dem Directors verweisen!
http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=4430

Mir persönlich gefallen beide Versionen in etwa gleich gut, aber der Film endet anders, je nachdem, ob man die KF oder den DC ansieht. Beide Enden haben Ihren Vorteil, muss jeder selber bewerten, was man haben möchte...

Natürlich gibt es auch wieder Verweise auf andere Stephen King Verfilmungen: hier Shining (1980).
Eines der ersten Opfer des Zimmers 1408 heißt „Grady“. Grady hieß auch eine Figur in Shining; Shining spielte ebenfalls zu großen Teilen in einem Hotel; es ist auch die selbe (Art von) Axt, die der Feuerwehrmann am Ende nutzt, um die Hoteltür zu öffnen, die Jack Nicholson in Shining nutzte und beide Filme wurden auch im selben Studio, Elstree, in London gedreht.

„Zimmer 1408“ hat über 70 Million Dolar eingespielt - bei Produktionskosten von rund 25 Million Dollar.
Damit ist er nach „The Green Mile“ einer der erfolgreichsten Stephen King Verfilmungen.

Dass die Zahl 13 eine Unglückszahl sein soll, ist wohl jedem bekannt.
Auch „Freitag, der 13.“ spielt schon mit der Unglückszahl. Bei „1408“ ist die Quersumme 13. Und diese Zahl
zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film.

Die Zahl 13 wird durch den ganzen Film mehrmals direkt oder indirekt erwähnt. Das Zimmer befindet sich auf
der 14. Etage; da der Aufzug die 13. Etage jedoch überspringt, ist das Zimmer technisch gesehen auf der 13.
Auf dem Türschloss steht die Zahl 6214. Außerdem steht das Hotel in der 2254 Lexington Avenue in New York
City und der erste Tod fand im Jahre 1912 statt. Die Quersumme jeder dieser Zahlen ist 13.
Mike öffnet die Bibel bei Kapitel 11 von Samuel 2; addierten wieder 13.
 

Fazit:
Stephen King Fans mögen mich hassen, aber bei den meisten seiner Werke muss ich passen.

Nicht bei „Zimmer 1408“ - klare Empfehlung!

9 von 10 Punkte

 


 

9/10
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Kommentare

27.09.2017 00:32 Uhr - Weltraumgott
1x
User-Level von Weltraumgott 4
Erfahrungspunkte von Weltraumgott 208
Super Film, den schau ich echt immer wieder gerne. Eine schöne King-Verfilmung und Sam „Motherfucker“ Jackson ist natürlich mal interessant anzusehen, dass er mal nicht selbst spielt.

27.09.2017 11:35 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 10
Erfahrungspunkte von naSum 1.404
Spitze Review, in dem du selbst mir glaubhaft vermittelst, warum du den Film gut findest, obwohl ich ihn völlig bescheuert fand. Logiklöcher ohne Ende, pseudo-psychedelische Effekte und eine total aufgesetzte Story die keinerlei Überaschungen bereit hält.

27.09.2017 12:45 Uhr - Ghostfacelooker
2x
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.150
Top Film und Besprechung. Die 13 Theorie fiel mir so gar nicht auf, nice!

27.09.2017 13:08 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 6
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 551
Wow, sehr gute Assoziationen und Theorien! Film ist super, da er Spaß macht, auch wenn es natürlich besser ginge. Kam der nicht letztens als MB raus mit Hörpspiel? Kennt das jemand, Lesung oder wirkliches Hörspiel?

27.09.2017 14:40 Uhr - Kaiser Soze
1x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Kaiser Soze 888
Vielen Dank fürs freundliche Feedback!
Welche Fassung / Ende bevorzugt ihr den - KF oder DC?

@naSum
Wie, du fandest den schlecht :O ich bin schockiert! Aber freut mich natürlich umso mehr, dass du mein Review trotzt gegenteiliger Meinung nachvollziehen kannst!

@TheRealAsh
Zuerst einmal: Ich kaufe mir bald Ash vs Evil Dead und bin schon absolut gespannt auf diese Serie! ;-D
MB und Hörbuch kenne ich nicht, aber die 3 Disc DVD Edition ist schick und günstig erhältlich ;)



27.09.2017 20:09 Uhr - Ghostfacelooker
2x
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.150
Directors Cut ist schockierender finde ich^^^^^^

27.09.2017 21:39 Uhr - Kaiser Soze
DB-Helfer
User-Level von Kaiser Soze 8
Erfahrungspunkte von Kaiser Soze 888
Ja, aber das Abspielen des Tonbands in der Wohnung ist auch krass...
Finde beide gleich gut und schaue die ungefähr immer abwechselnd.

27.09.2017 22:12 Uhr - jrtripper
ja die 13, eine nette spielerei vom herrn king.
viele hotels bei die amis haben weder zimmer mit der 13, noch eine stockwerk mit dieser zahl.

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