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Weltraumgott
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Eintrag: 24.09.2017

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Drive

Herstellungsland:USA (2011)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Drama, Krimi

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (90 Stimmen) Details
inhalt:
Ein schäbiges Motel. Mehrere Leichen im Zimmer. Und eine Tasche voller Geldscheine. Dabei ist Driver kein Verbrecher. Jedenfalls nicht im engeren Sinne. Er ist nur der beste Stuntfahrer, den man in Hollywood kriegen kann. Gelegentlich verdient er sich als Fluchtfahrer bei Raubüberfällen etwas dazu. Aber dann läuft einer dieser Überfälle schief. Eigentlich sollte Driver tot sein. Und jetzt dreht er den Spieß um.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von weltraumgott:

"Drive"

 

• Vorwort:

 


Im Jahr 2009 kam neben „Valhalla Rising“ noch der Biographie-Film „Bronson“ heraus. Aber da der ehrenwerte Kollege cecil b meiner Meinung nach schon alles über diesen Film geschrieben hat, lasse ich den wohl aus. 

Im Jahr 2011 erschien dann nicht nur die erste US-amerikanische Produktion, sondern auch der erste Mainstream-Film vom dänischen Kunstregisseur Nicolas Winding Refn. Was heisst das für den Stil von Refn? Passt sein außergewöhnlicher Stil zum Massenpublikum? Aber später mehr dazu...

 

• Hintergrund:

„Drive“ ist ein Roman von James Sallis aus dem Jahr 2005. Die zwei Produzenten Adam Siegel und Marc Platt laßen eine Rezension im Publishers Weekly. Beide interessierten sich für die Figur des „Fahrers“, da diese die beiden Produzenten an ihre Kindheitshelden Clint Eastwood und Steve McQueen erinnerte. 

2008 sollte dann der Roman (welcher sich durch Zeitsprünge und Rückblenden in der Handlung, sowie einer gedichtartigen Schreibweise auszeichnet) mit Neil Marshall als Regisseur und Hugh Jackman als Protagonist verfilmt werden. Allerdings wurde dies im Jahr 2010 wieder verworfen. Der Schauspieler Ryan Gosling unterschrieb für das Projekt und durfte sich den Regisseur auswählen, was für eine Produktionsfirma ziemlich unnormal ist. 

Gosling entschied sich für den Dänen Nicolas Winding Refn, da Ryan Gosling ein Fan von den Werken Refns ist. Refn selbst laß das Drehbuch vom Oscar-nominierten Drehbuchautor Hossein Amini und war von der Figur ebenso fasziniert wie alle anderen. Was Ryan Gosling mit seiner Entscheidung ins Rollen brachte, ist für mich eines der besten Beispiele für Arthouse auf der großen Leinwand! Denn urpsrünglich war der Film als großer Blockbuster geplant bevor er als Independentfilm auf den Filmfestspielen von Cannes lief. Dort wurde er mit viel Lob berieselt und letztendlich wurde es der allererste Film von Refn (zuvor waren es sonst immer „Flops“), der als Indiefilm im Kino lief und dabei bei einem Budget von $ 15 Mio. weltweit über $ 76 Mio. einspielte. 

Die Dreharbeiten selbst fanden schließlich am 25. September 2010 statt. Drehorte waren u.a. in L.A. (wo der Film auch spielt) am L.A. River, Point Mugu sowie Santa Saugus, Santa Clarita und Northridge. 

 

• Darsteller: 

Neben Gosling als Hauptdarsteller glänzen in diesem Film noch Ron Perlman, Bryan Cranston, Carey Mulligan, Oscar Isaac und Christina Hendricks. 
 
Alle "Vorsprechen" (mit Ausnahme von Ryan Gosling) fanden unter privaten Treffen beim dem Regisseur im eigenen Heim statt, als dass es Vorsprechen gab wie man sie sonst kennt. 
 
  • Ron Perlman wollte die Rolle des Nino, da er selbst schon immer einen jüdischen Gangster spielen wollte, Perlman wuchs in New York auf und ist Jude. 
  • Bryan Cranston spielt die Rolle des Automechanikers und Freundes von Goslings Figur, weil Refn ein großer Fan der Serie „Breaking Bad“ ist. 
  • Christina Hendricks spielt Blanche, welche ursprünglich für eine Pornodarstellerin gedacht war, weil Winding Refn den Charakter so realitätsnah wie möglich darstellen wollte (wir erinnern uns an die Laiendarsteller in „Pusher“). 
  • Carey Mulligan ist als alleinerziehende Mutter Irene das letzte Puzzleteil des Films, Sie ist u.a. neben Gosling DER Grund, weshalb die Geschichte einem Romeo & Juliet gleicht. Noch immer bin ich der Meinung dass der Spielfilm neben dem Genre Thriller auch der beste Liebesfilm aller Zeiten ist. Auch hier war ursprünglich eine andere vorgesehen: eine Latina - Ende 20. Winding Refn bearbeitete die Figur zu Gunsten von Mulligan. Er war alleine von ihrer Erscheinung beeindruckt und war auch der Meinung, „ (...) dass alleine durch ihre Präsenz die Liebesgeschichte qualitativ stärker Romeo & Julia ähneln würde (...)“

Nun zu Ryan Gosling als Driver:

Gosling gefiel der Charakter des Driver mit Persönlichkeitsstörung sehr und war der Meinung, dass Actionfilme heutzutage zu sehr auf die Stunts, statt den Protagonisten bzw. den Akteuren ausgelegt seien. Und so spielt der blonde Frauenschwarm nicht nur einen kühlen Typen, der einerseits sehr freundlich, andererseits sehr wortkarg ist, sondern gleicht mit seiner Performance auch noch alten Hasen wie Charles Bronson, Burt Reynolds und den schon genannten Eastwood und McQueen. Am Tag ein Stuntman für Hollywoodproduktionen, in dunkler Nacht ein Fluchtfahrer, der sich später mit den falschen Leuten einlässt. Einigen mag dieser Schauspielstil (auch in „Only God Forgives“ oder „The Place beyond the pines“ - ebenfalls mit Gosling) nicht gefallen. Die ruhige Art und eher wortlose Darbietung. Doch dies ist ein kleiner Geheim-easter-egg, da viele Helden in den 80ern oft harte Kerle spielten, die meist zu Frauen freundlich, dennoch hart waren und nicht viele Worte verloren. Mit Außnahmen wie dem Terminator zb. Ich liebe diese Schauspielart bzw. die Darstellung der Figur, da ich mich so schnell und tief in die Figuren einbringen kann und eine Identifikation so deutlicher gelingt. Doch nicht nur Driver ist mit den Stilmitteln von Refn ausgestattet, sondern der gesamte Film selbst. 

 

• Musikalische Untermalung: 

Wie in Trance lässt die fast schon hypnotische Musik von Cliff Martinez einen in die 80er zurückschleudern. Eine Art Zurück in die... Vergangenheit? Mit seichten Tönen und auftaktbaren Klängen wie „Tick of the clocks“ von Chromatics oder kräftigen Beats wie „Under your spell“ von Desire oder „A real Hero“ der bekannten Collage feat. Electric Youth. Gemixt mit Technobeats sind alle Songs eine wunderschöne Entführung in die nächtlichen Straßen von L.A. Ein Musiktitel des Soundtracks sticht dabei besonders hervor: „Nightcall“ - Kavinsky & Lovefoxxx. 

„A real Hero“ lässt zudem die beiden Hauptfiguren Irene und Driver noch mehr verschmelzen und versprüht einen Hauch von Liebe und verstärkt natürlich so den Eindruck einer Lovestory noch viel mehr. Jedem sei der Soundtrack ans Herz gelegt, am besten als Vinyl! 

 

• Kamera: 

Die Kameraarbeit in dem Film ist etwas besonderes. Nicolas Winding Refn hat das sogenannte Quadrant-System angewandt. Das bedeutet, man nehme eine Szene und teile sie einmal in linkes und rechtes Bild in der Mitte. Während der gesamten Szene wird eine Geschichte in jedem der beiden Blöcke (links und rechts) erzählt und eine Geschichte im Gesamtbild. Das gleiche passiert, wenn man das Bild in der Mitte von Oben und Unten trennt. Und zu guter Letzt passiert das ebenso, wenn man das Bild in vier gleichgroße Blöcke einteilt. Ein wirklich außergewöhnliches Stilmittel neben den ansich schon überragenden Stil des Regisseurs.

Ansonsten wird die übliche Vorgehensweise vorgenommen: starke Kontraste - vorallem Rot/Grün und wunderschöne Bilder, die einen fesseln und in die Story eingleiten lassen. Einzig der Versuch das Auge des Zuschauers zu attackieren ist nicht so richtig aufgegangen. So auch der Däne Refn. 

 

• Gewalt: 

Der Film hat ein R-rating und in Deutschland eine FSK-18 Freigabe. Wer die Schnittberichte kennt, der weiss dass es nicht seicht in dem Film vorgeht. Allerdings weiss man nicht, welche Wirkung die dargestellte Gewalt bei einem auslöst, wenn man den Film nicht komplett gesehen hat. Wie Refnüblich, gibt es erst lange, ruhige, fast gemäldeartige Bilder und dann kommt eine kurze, aber ultrabrutale Gewaltorgie die einem kurz erschrecken lässt. Danach wird der Zuschauer wieder beruhigt mit langen und ruhigen Szenen. 

Ob die Gewalt so drastisch hätte ausfallen müssen, sei jedem selbst überlassen, meiner Meinung nach ist sie im Kontext der Geschichte von düsterer Thrillerstory aber auch wegen der Liebesstoryline als Darstellung des Beschützers sowie der leichten Rachethematik gen Ende genau nötig! 

 

• Fazit: 

Eine hypnotische und spannungsgeladene Granate von einem Thriller/Romantik. Mit überragender, Oscarreifen (Ryan Gosling) Darstellung, wundervollen Bildern, erstklassiger Musik und einer packenden Story ein Must-see! Mit diesem Film kann auch der normale Filmschauer was anfangen, da es hier, anders als „Vallhalla Rising“ mehr Dialog und überschaubare Handlungen gibt bzw. man kann hier dem roten Faden besser folgen. Dennoch sei immernoch ein Stück besonderen Kunstverständnis empfohlen! Ein grandioser Film der zurecht ein sehr erfolgreicher Indiefilm ist. 

Ps: Quentin Tarantino meinte damals 2011, dass der Film sehr gut sei, allerdings nur ein netter Versuch und es so nicht zu seinen Lieblingsfilmen 2011 schaffte. Dazu muss ich als Gegenbeispiel für „Drive“ Tarantinos Film „Death Proof“ nennen, welcher eine ähnliche Hauptfigur behandelt: am Tag Stuntman, in der Nacht ein... sagen wir Fahrer mit Persönlichkeitsstörung sowie einem harten Kerl ähnelnd wie zu den 70ern/80ern McQueen oder Bronson.

 

Mit freundlichen Grüßen, Weltraumgott

10/10
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Kommentare

24.09.2017 03:15 Uhr - Ghostfacelooker
2x
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Kannst mein Kommentar deuten wie du willst, aber da hast du mal ordentlich einen in die Windeln gedonnert! Solche orthographisch, inhaltlichen Orgasmen solltest du öfter haben respektive früher gehabt haben dann wäre der ein oder andere Streit gar nicht erst entstanden.

24.09.2017 09:38 Uhr - Weltraumgott
1x
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Ghost du Schlingel, willst du mir damit etwa sagem, dass dir dieses Review gefällt? ;)

Wenn ja, besten Dank dir! Schön von dir zu hören.

24.09.2017 10:10 Uhr - Ghostfacelooker
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Gefällt mir auch wenn ich diese "Schnörkel mit den Unterschriften und der Signatur overactet finde, halte ich es persönlich für dein bisher bestes Review.

Aber du weisst ja was beim letzten Mal geschah als ICH dich gelobt habe^^^^^wollte dir das nur persönlich geschrieben haben. Der Besuch wird keine Routine^^âuch wenn ich alle von dir lese

24.09.2017 10:32 Uhr - NoCutsPlease
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Hallo Welti!
Ich muss auch sagen, dass das eine deiner substanzreichsten Besprechungen ist. Es lohnt sich also, wenn du dich auf den Honseboden (sic!) setzt und deinen Texten etwas Zeit lässt.
Ich wage nur zu bezweifeln, dass cecil den YouTube-Link im Review dulden wird.

Von mir bekommt "Drive" eine sehr gute 9/10. Es war auch der erste Winding Refn, den ich gesehen habe. Er hat mich damals zwar erst bei der Zweitsichtung wirklich gepackt, aber ich kann verstehen, dass er vielen Leuten die Höchstpunktzahl wert ist.

24.09.2017 11:11 Uhr - Weltraumgott
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@Ghost

Ich finde es schön von dir hier zu hören. Nebenbei ich lese auch deine Reviews noch, würde sogar gerne einiges schreiben zu deinen Kurzfilmkritiken. Allerdings durfte ich mich ja nicht blicken lassen und habe dies dann auch respektiert. Dann kann ich dir ja wenigstens hier zusammenfassend schreiben: schöne kurze Reviews zu den jeweiligen Kurzfilmen - man kann ja nicht viel schreiben bei solch kurzen Filmchen.^^

@NCP

Besten Dank dir für das Lob. Ich habe nun meinen endgültigen Stil gefunden!
Ich hoffe übrigens dass cecil mir den Link lässt, da er ein Super Hinweis auf die Kameraarbeit ist bzw. das Quadrant System. Ich hab es ja schon im Text erklärt, aber wem das zu wenig oder zu unübersichtlich ist, kann sich durch den Link ein eigenes Bild machen.

24.09.2017 11:53 Uhr - Tom Cody
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Bei "DRIVE" fallen mir immer zwei große Vorbilder ein, an die Winding Refns Film allerdings in beiden Fällen nicht heranreicht. Zum einen natürlich das Konzept des emotionslos agierenden, enigmatischen Fluchtfahrers, angelehnt an Walter Hills "THE DRIVER" und der visuelle Stil, die Kameraarbeit und musikalische Untermalung aus Michael Manns brillantem "THIEF - DER EINZELGÄNGER".
Dennoch ist "DRIVE" auch in meinen Augen ein wirklich sehr guter Film, der bei mir immer noch 8/10 Punkte bekommt.

BtW: Sehr gutes Review. 👍

24.09.2017 12:48 Uhr - Ghostfacelooker
3x
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Da ich heute einen guten Tag habe und du mit diesem Review deine zu oft in dir schlummernden Qualitäten unter Beweis gestellt hast, die nicht nur ich oft angesprochen haben ( so eine Qualität wie oben kommt am Ende dann raus wenn man seine Selbstdarstellung und lass es mich Arroganz in der Schriftweise nennen zurücknimmt- und wenn du meine Review von Beginn an mit heutiger Schreibweise siehst, weißt du das ich weiß was ich dir weiß machen will^^^^^^) sollten wir beide erneut das Kriegbeil begraben- hoffentlich endgültig. Du bist in MEINEM KOMMENTARBEREICH WILLKOMMEN, aber ab und an kann es auch Diskussion geben, was ja nie schaden kann.

24.09.2017 17:04 Uhr - naSum
4x
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Ein starkes Review das sich interessant liest, Welti. Weiter so!

Dennoch finde ich den durchaus guten Film überbewertet, da ich Goslings Leistung keineswegs brilliant finde, sondern lediglich als lethargisch ins Bild passend. Eine Herausforderung war das sicherlich nicht. Zudem empfinde ich die Inszenierung als dramatische Umgestaltung belannter Aktion-Elemente in ein ruhiges und tragisches Bild der Realität. Gut, aber nicht meisterhaft. Den Verweis auf Kunst empfinde ich vollends unpassend und speziell bei Refn inflationär. Er hat zwar einen deutlichen und drastischen Stil, aber mit Kunst hat das, wie ich finde, gar nichts zu tun.
Von mir gibts 7 Punkte und nicht mehr.

24.09.2017 19:32 Uhr - TheShield2013
4x
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Gutes Review Respekt. Dein bestes bisher. Und was den Film betrifft hast du vollkommen recht. Ein Meisterwerk für mich und definitiv 10 Punkte 👍

24.09.2017 21:04 Uhr - TheRealAsh
5x
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Lieber Welti-Boy, das hast du jetzt aber ganz toll gemacht, respekt. Ich wünsche mir OGF und TND genauso, wenn möglich.

Wie du auf den gar nicht so geläufigen Prozess der Filmentstehung eingehst ist grandios und zeigt, dass das für NWR sicher ein Schwellenfilm in seine nächste Phase war.

Nur eines. Gerade hier könntest du die Überschriften wirklich weglassen. Zu Beginn zu deiner persönlichen Sturkturierung ist das ja völlig in Ordnung, aber ich finde, dass dein Review noch geiler wäre, wenn es ohne wäre. Glaub mir, das würde wirklich völlig reißen. But I know, es gibt auch Leute, die das so mögen. Aber du hast ja schon mal selbst Zweifel angebracht. Probiers einfach mal:D

Weiter so!

PS: Ich muss hier Tom und naSum widersprechen, "The Driver" und "Thief" kenne ich natürlich und liebe ich ebenfalls, aber natürlich ist Refn eine völlig neue Ebene und Reflektion dieser Art von Film, die es gerade einer anderen Generation - wie ich denke - ermöglicht, sich dieser Art von Genre zu nähern. Klar wird Refn gehypt, aber so sehr dann auch wieder nicht, er ist immerhin ein vollständig unabhängiger Filmemacher, der wirklich seinen persönlichen Scheiß durchzieht, dafür sollte man ihm allen Respekt erweisen.

24.09.2017 22:50 Uhr - Weltraumgott
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An alle:

Vielen herzlichsten Dank euch tollen Kollegen dieser Seite.

@Ash
Ich bleibe bei den Zwischenüberschriften. Ohne wäre es mir dann doch zu Unübersichtlich.

@Tom
Naja, jeder hat seinen eigenen Stil in einem Fahrerfilm verwirklicht. So denk ichs halt.

@naSum
Zum Glück versteht jeder was anderes von Kunst ^^

24.09.2017 22:51 Uhr - naSum
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Ash, klar wird er gehypt, ebenso seine Filme. Das ich mich gegen die Lobreden von 10 Punkten erwehre oder den inflationär als "Kunst" verschriebenen Begriff seiner Inszenierungsart, macht den Film und ihn als Regisseur keineswegs schlecht. Aber es ist halt nicht alles ein Meisterwerk. Eine neue Generation auf den Weg bringen und Entwicklung anstreben kann dabei auch ein Werk, das nur 7 Punkte verdient hat undhat daher nicht generell 10 Punkte verdient. Respekt kann ich dabei ebenso einem Film oder Regisseur erweisen, der nicht perfekt ist.

25.09.2017 00:37 Uhr - tschaka17
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Schließ mich da naSum an. Starke Rezi, Film ist gut (7/10), aber nicht mehr. Refn ist nicht so ganz meins, Drive ging aber bei der 2. Sichtung. Bei der ersten musste ich fast ausmachen wegen der Musik. Da krieg ich Aggressionen. Von der Gewalt her war das Ding gut austariert. Soll halt schockieren.

Deine Gliederung gefällt mir hier ausgezeichnet. Sorgt bei so viel Input für gute Struktur! Wirkt sehr professionell. Wobei mir dein Straßenslang direkt und ehrlich auch gut gefallen hat.

25.09.2017 09:17 Uhr - JasonXtreme
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Den Hype um Refn kann ich ebenso nicht ganz nachvollziehen. Seine Sachen sind mir oftmals zu sehr style oder substance (Only God Forgives ganz vorne), und das sehe ich LEIDER auch hier so. Ich finde den Streifen keinesfalls schlecht, aber der OST alleine gefällt mir um Welten besser^^ ich hab damals meine ich ne 6/10 gegeben.

Die Rezi selber ist wirklich richtig gut geworden! Die Geschmacksfrage ist ja wie immer eh subjektiv, und Du hast Deine Meinung mehr als gut dargelegt!!!

25.09.2017 09:52 Uhr - Weltraumgott
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Vielen Dank auch dir Jason fürs Lob.

Und an alle die mit Refn nicht viel anfangen können: man muss sich eben auf solche Art von Filmen einlassen, meine ich. ^^ es ist eben kein Crank ;)

25.09.2017 12:12 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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Das ist Refns einziger Film, obwohl ich alle gesehen habe und auch von einigen mehr oder weniger Reviews schrieb, der mir wirklich gefällt, auch wenn ich mit dem hier kein "Glanzreview" vor 4 Jahren abgegeben habe.

Refn wird genauso überschätzt wie Jodorowsky, denn du seltsamerweise immer mit f schreibst^^^^ und Roth.

Wahre "Kunstregisseure" sind Genre unabhänging sowas wie Lynch, Carpenter, Scorcese oder zum Beispiel namhafte Produzenten wie Bruckheimer/Donner, wo der Name allein schon für 80% Mindestfilmvergnügen steht.

Nur weil einer Kameraeffekte und Farbspiel wie ein Kind mit Malkastengeschenk einsetzt und dann einige auf "ooooooh da ist eine tiefe Bedeutung dahinter" machen ist er noch lange kein Genie.

Meine ganz persönliche Meinung, besonders nach Only God Forgive und A Place Beyond the Pine

25.09.2017 13:28 Uhr - Weltraumgott
2x
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Place beyond the pines ist nicht von Refn und den Film find ich auch grauenvoll.
Bei Carpenter würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, dass er Genreunabhängig ist, hat er doch seine Wurzeln im Horror und Gruselgenre. Starman oder Big Trouble... u.a. ist eine Ausnahme, aber Halloween, Vampire, Prince of darkness, The Fog, The Thing... naja das war dann doch alles das gleiche. ^^
Scorsese hat zwar auch mit bspw. Silence bewiesen dass er auch mal was anderes kann, aber ansonsten waren es doch immer eher Gangsterfilme... The Aviator, naja. Den find ich doof.

Jodorowsky schreib ich oft mit f bzw. immer, weil das w wie f gesprochen wird. Ist einfach immer ein Schreibfehler.

25.09.2017 16:09 Uhr - Ghostfacelooker
2x
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Möglich nur es geht eben um den Hype einer Person und naja da finde ich sind die genannten Namen alle vor Refn oder Roth

Scorsese hat einige andere Filme neben Aviator gemacht die weit ab von Gangsterfilmen sind genau wie Carpenter einige ohne Horror schuf neben deinen genannten

29.09.2017 23:02 Uhr - DriesVanHegen
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Der Absatz bei Mulligan trifft meine Meinung genau auf den Punkt. DRIVE ist neben seines hauptsächlichen Thrillerfokus ein verdammt intimer Liebesfilm. Was die "Real Hero"-Sequenz im Auto mit Gänsehaut unterstreicht. Gosling ist eh Bombe, Kamera etc. erhaben.
Eine absolute Granate dieser Streifen.

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