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Horace Pinker
Level 19
XP 7.418
Eintrag: 29.09.2017

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Es

(It)
Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller
Alternativtitel:It: Part 1 - The Losers' Club

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,92 (32 Stimmen) Details
inhalt:
In der Kleinstadt Derry in Maine geht das Grauen um und immer mehr Kinder werden vermisst. Verantwortlich dafür ist eine als Clown getarnte Wesenheit, die sich von der Angst seiner Opfer ernährt um diese anschließend brutal zu ermorden. Eines Tages beschließt eine befreundete Kindergruppe, der Club der Verlierer, sich diesem Es zu stellen und es endgültig auszulöschen, um dem Grauen ein Ende zu bereiten.
eine kritik von horace pinker:

Stephen King ist ein Schriftsteller der Superlative, so wurden seine Bücher über 400 Millionen Mal verkauft und in mehr als 50 Sprachen übersetzt, zudem ist er mit inzwischen mehr als 50 Romanen, sowie unzähligen Kurzgeschichten, Sachbüchern, Novellen, Comics und einer Autobiographie sicherlich auch einer der produktivsten Autoren, der mit Arbeiten in verschiedensten Genres außerhalb des Horrors auch seine Wandelbarkeit unter Beweis stellte. Auch in der Filmwelt ist King beileibe kein Unbekannter, gibt es doch etliche (mal mehr, mal weniger gute) Adaptionen seiner Werke. Dabei wurden einige seiner Geschichten sogar mehrfach adaptiert, darunter etwa Carrie, Shining oder Salem’s Lot. Das neueste Beispiel für diesen Trend ist die diesen Monat erschienene Spielfilm Adaption seines bereits 1990  als Miniserie umgesetzten über 1000-seitigen epischen Romans It. Verantwortlich dafür zeichnet sich der relative Newcomer Andy Muschietti (Mama) der auf Grundlage eines Drehbuchs von Chase Palmer (wie der Regisseur noch relativ unbekannt, bisher lediglich Arbeit an diversen Kurzfilmen), Cary Fukunaga (Beasts of No Nation) und Gary Dauberman (Annabelle 1&2, Bloodmonkey) im Regiestuhl Platz nimmt. Es  gelang dem ersten Teil der als Zweiteiler angelegten Verfilmung in seinem Ursprungsland alle Rekorde zu schlagen, so das er bereits jetzt als finanziell erfolgreichster Horrorfilm gehandelt wird, ob er dadurch auch eine zufriedenstellende Adaption und ein stimmungsvoller Gruselstreifen ist werde ich im Folgenden klären. Da die Story allgemein bekannt sein sollte werde ich versuchen mich kurz zu halten: In der beschaulichen Kleinstadt Derry verschwinden immer mehr Kinder, verantwortlich dafür ist ein als Clown getarntes Monster, welches  sich von der Angst seiner Opfer nährt. Eine Gruppe befreundeter Kinder, der „Club der Verlierer“, entschließt sich schließlich Es zu töten um dem Grauen ein Ende zu bereiten.

Ein großes Problem bei vielen King Verfilmungen sind übermäßige Abänderungen der Geschichte (siehe etwa mein Dunkles Turm Review), glücklicherweise gelingt es Muschietti die Story um die sieben Freunde ansprechend umzusetzen und dabei viele der erinnerungswürdigen Momente aus dem Buch (wenngleich oft in anderer Reihenfolge) ansprechend inszeniert einzubringen, darunter etwa die geschworene Blutsbrüderschaft,  die Steinschlacht gegen Henry Bowers, oder den Beginn mit Bill und seinem Bruder Georgie. In diesem Zusammenhang sei noch angemerkt, dass It kein reiner Horrorfilm ist, sondern (wie auch schon das Buch) zu großen Teilen eine Coming Of Age Story darstellt, die den Schrecken auch mal mit Humor und dramatischen Elementen auflockert, was dem Ganzen aber durchaus zugute kommt.Es wird zudem etwas mehr auf die Vorgeschichte der Schrecknisse eingegangen, so werden (wenn auch nur in Dialogen) die in einem Massaker mündende Ostereiersuche im frühen 20.Jahrhundert, die vermissten ersten Siedler und der Brand im Blackspot erwähnt. Auch bei den Gruselszenen kamen einige in der Fernsehversion noch ausgespart Punkte wie Eddies Aufeinandertreffen mit dem Aussätzigen, oder eine weitaus blutigere Version der Waschbeckenszene  hinzu. Dank des R-Ratings waren dann auch einige überraschend grafische Gewaltausbrüche möglich, SPOILER so wird etwa Georgie on Screen von Pennywise der Arm abgerissen und Henry rammt seinem Vater äußerst blutig ein Messer in die Kehle SPOILER ENDE.

Bei allen Verbesserungen wurde (wie bei der Länge wohl unvermeidlich) allerdings auch vieles weggelassen. Am bedauerlichsten fand ich persönlich, dass erneut die Chance mehr auf die Wandelbarkeit des Antagonisten einzugehen nicht genutzt wurde, so gibt es keinen Werwolf, keinen Schrecken vom Amazonas, keinen Riesenvogel, keine fliegenden Blutegel etc. zu sehen, so nimmt das Monstrum neben seiner Clowngestalt meiner Erinnerung nach maximal 4oder 5 andere Formen an, die meistenteils nur andere Menschen imitieren. Auch die sexuellen Inhalte der Vorlage wurden stark abgeschwächt. Das die „Orgie“ zwischen den Kindern in den Abwasserkanälen wegfällt war vorherzusehen und ist aufgrund der kontroversen Thematik auch halbwegs verständlich (zumal die Hingezogenheit der Jungs zu Beverly immer noch etwas subtiler dargestellt präsent ist und Bill und Ben sie auch küssen dürfen), es fielen allerdings auch andere Momente, wie die homosexuelle Szene zwischen Henry und Pattrick, unter den Tisch. Was erhalten bleibt, ist das inzestuöse Begehren von Beverlys Vater, welches zwar nicht grafisch, aber dennoch recht verstörend, präsentiert wird. Auch allgemein wurden viele Kleinigkeiten abgeändert, was allerdings nur Kennern der literarischen Vorlage auffallen dürfte, so lebt etwa Mike statt bei seinen Eltern bei seinem Großvater, die Bibliothek entbehrt den im Buch so detailliert beschriebenen Glasübergang und es werden weder der in den Barrens gebaute Damm, noch das von Ben ersonnene unterirdische Versteck gezeigt. Am schwersten ins Gewicht fällt jedoch das nahezu vollständig abgeänderte Ende,

SPOILER angefangen damit, dass Henry Bowers die Gruppe ohne seine Freunde verfolgt, über die ersatzlose Streichung des Rituals von Chüd, der Schildkröte oder der eigentlichen wahren Form von Es (welches hier lediglich seinen Reißzahn bewehrten Kiefer unnatürlich weit ausklappt) und Eddies Angriff mit dem Asthmaspray SPOILER ENDE

 fehlt hier leider fast alles, was für Fans des Romans ziemlich enttäuschend sein dürfte, während Nichtkenner mit der durchaus nicht unspannenden Alternative zufrieden sei dürften. Mich persönlich haben auch einige dämliche Entscheidungen von Seiten der Figuren gestört, besonders dass sich die Kinder mit immer negativen Ergebnis in Gefahrensituationen mehrfach voneinander trennen war mir absolut unverständlich. Etwas Zwiespältig dürften für einige Interessenten auch noch die eingesetzten Jump Scares sein, die zwar für den ein oder anderen Erschrecker sorgen, teils aber auch etwas überhand nehmen. Ein Zweischneidiges Schwert sind auch die zum Großteil am Computer entstandenen Effekte, welche meist in Ordnung gehen, sich aber auch einige Schnitzer leisten. Auch die teils an J-Horror der Marke The Ring erinnernde Fortbewegungsweise des Clowns ist eher Geschmackssache und wäre imho besser anders dargestellt worden.

Vor der Kamera sucht man vergeblich nach bekannten Namen, dafür machen die Jungdarsteller allesamt exzellente Arbeit. Besonders gut gefallen haben mir dabei Jeremy Ray Taylor (Ant-Man) als Ben (übrigens meine Lieblingsfigur aus dem Buch), Sophia Lillis (37) als Beverly und Jaeden Lieberher (St. Vincent) als Bill. Es gelingt den jungen Mimen dabei perfekt die tiefe Freundschaft zueinander zu verkörpern, dabei aber auch Konflikten, Zweifel und Furcht passend zu verkörpern und vor allem durchgehend sympathisch und liebenswert zu erscheinen. Ebenfalls erwähnenswert ist Nicholas Hamilton (The Dark Tower, Strangerland) als Henry Bowers. Es gelingt ihm sehr gut Boshaftigkeit und Sadismus seiner Figur zu verkörpern, sowie seinen rasanten Abstieg in den Wahnsinn perfekt zu vermitteln und so auch sehr bedrohlich zu erscheinen. Kommen wir als letztes zum Darsteller der titelgebenden Kreatur, Bill Skarsgard (Atomic Blonde, Hemlock Grove). Auch wenn er meiner Meinung nach etwas jung für die Rolle ist, schafft er es die Tödlichkeit, Gemeinheit, Gewissenlosigkeit und Bedrohlichkeit von Pennywise zufriedenstellend darzustellen, dafür geht ihm der von Tim Curry in der Miniserie vermittelte Charme komplett ab (dadurch das er von Anfang an gruselig wirkt, erscheint auch das teils in ihn gesetzte Vertrauen arg unglaubwürdig).

Während der Film in den USA ein R-Rating erhielt, gab es in Deutschland eine 16er Freigabe, für die keine Zensuren nötig waren. So läuft der Film seit diesem Donnerstag in deutschen Lichtspielhäusern.

It ist in meinen Augen zwar weder der beste Horrorfilm aller Zeiten, noch die beste King Verfilmung, kann aber dennoch durch sympathische Darsteller, einige fiese Schockeffekte, sowie eine gute Mischung aus Humor, Spannung und Dramatik punkten. Dafür vergebe ich 8/10 Clowns.

Zusatzinfos: Während der Kindheitsteil der Geschichte im Roman in den 50igern spielt, findet die Filmhandlung in den 80igern statt. Als kleine Hommage ist u.a. in einer Szene ein Nightmare on Elm Street 5 Poster zu sehen. Ein weiterer Anwärter für die Rolle des Pennywise war der aus Lord of the Rings und Matrix bekannte Hugo Weaving. Das indianische Ritual mit dem Rauchloch sollte ursprünglich Teil des Films sein, wurde aber wegen der zu hohen Kosten der nötigen Effekte gestrichen. Skarsgard traf erst nach der Hälfte der Dreharbeiten auf die Kinderdarsteller um diesen mehr Angst einzujagen, ein Plan der laut dem Regisseur funktioiert hat.

8/10
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Kommentare

29.09.2017 11:16 Uhr - naSum
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Ansprechende Beschreibung Herr Fernsehtechniker. Du gehst gut auf die Beziehung zum Buch, kleine Details und die Befürchtungen bezüglich der Darsteller ein, was ich für eine interessante und passende Auswahl halte. Alles andere ist ja quasi bekannt.

29.09.2017 11:36 Uhr - JasonXtreme
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Distanziert dargestellt, gut geschrieben. Ich sehe das etwas anders, und würde glatt eine 9 auspacken, wobei ich aber erst wirklich werten werde, wenn Teil 2 vorliegt, da das einfach zusammengehört. Fukunaga hat am Drehbuch nicht mirgewirkt ;) :D

Ich fand das Ende klasse beispielsweise! Ohne Spoiler kann ich aber zu alle dem nicht viel sagen^^

29.09.2017 11:54 Uhr - TheRealAsh
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Lieber Horazio, danke für deine profunde Einschätzung, vor allem da du ja ein großer Kenner des Buches bist. Da ich das Buch auch sehr schätze, dachte ich schon, dass da einiges überbleibz. Ich habe ihn noch nicht gesehen leider, bin aber sehr auf das mit beverly gespannt. Jason gibt ne 9, du ne 7, zumindest kann ich schon mal erwarten, dass der Film auf jeden Fall gut wird. Ich freue mich schon 😀

29.09.2017 12:12 Uhr - NoCutsPlease
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Cool, so fix nach dem Kinostart gibt es schon eine derartig aussagekräftige Kritik, die sich insbesondere der Kohärenz von Buch und Film widmet.
Ich freue mich schon auf den Streifen und die bisherige Punkteverteilung scheint ja ein ambivalentes Ergebnis zu versprechen.

PS: Du hast noch ein paar eilige Dreher wie "D.onnerstag" im Text.

29.09.2017 14:33 Uhr - Horace Pinker
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Vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen sowie euer Lob.
Jason: Ich fand das Ende per se auch nicht schlecht, allerdings kommt es imho bei weitem nicht an das von King geschriebene heran. Allgemein würde ich vlt. noch auf 8 Punkte raufgehen, für 9 Punkte gab es für mich aber zu viele Schwächen. Mal sehen vlt. verbessert der kommende Extended Cut das Ganze ja noch, würde dann mein Review einfach anpassen. Wo hast du denn die Infos bezüglich Fukunaga her, auf imdb wird er als Co-Autor gelistet?
Ash und naSum: Seht euch Es ruhig im Kino an, denke der wird euch sicherlich gut unterhalten. Bei meinem Besuch war der Saal im UCI beinahe vollständig belegt (hatte ich auch schon lange nicht mehr) und dem Großteil des Publikums schien der Film sehr gut gefallen zu haben.
NCP: Danke für den Hinweis, habe ich korrigiert.

29.09.2017 15:46 Uhr - JasonXtreme
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Vielleicht schreib ich Montag doch noch was dazu hier :) also mir war Fukunaga nur als Regisseur bekannt, seine Ideen zu der Sache stehen ja im Netz, unterscheiden sich aber vom Film doch ziemlich teils. WISSEN tu ichs aber nicht sicher!

Mir ist das Ende so dreimal lieber als das alte verhunzte oder ein Versuch ein etwaiges Moster zu kreieren was dann wieder kacke aussieht^^

29.09.2017 16:02 Uhr - Watchman013
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In der Tat ganz schön fix am Start mit dem Review!
Ich muss allerdings gestehen, dass ich selten nach einem Kinobesuch so enttäuscht war, wie gestern. Meine Hoffnung, man würde sich diesesmal enger an die Buchvorlage halten , wurde vollständig zerstört. Gestern Abend hätte ich spontan 1 Punkt vergeben, nach einer Nacht drüber schlafen pendel ich mich so bei 3 Punkten ein. Betrachtet man den Film allerdings vom Buch losgelöst, sieht die Sache ganz anders aus. Den als Film funktioniert Es und hat wahrscheinlich 99% der Zuschauer begeistert.
Vielleicht sollte ich einfach weniger lesen...

29.09.2017 16:50 Uhr - Andman1984
1x
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Für mich war der Film leider auch eine völlige Enttäuschung. Die 90er TV Verfilmung ist mir da wesentlich lieber. Konnte eigentlich fast keine Übereinstimmungen mit dem Buch feststellen, außer vielleicht die Eröffnungsszene und die Rahmenhandlung. Für mich war schon ein Stimmungskiller, dass der Film 89 spielt. Der Charme der 50er wie er im Buch beschrieben und in der TV Verfilmung gut rüberkommt, fehlt mir bei dem neuen Setting völlig. Da kommt bei mir keine Atmosphäre auf. Ganz zu schweigen vom Soundtrack. Henry Bowers stell ich mir mit Lederstiefeln und -jacke und fetter Pomade in den Haaren vor. Nicht so eine Vokuhila Lachnummer wie er hier dargestellt wird. Auch sein Abgang, wird zwar bestimmt wieder kommen, war scheiße. Kein Todeslicht, keine Kumpels von ihm. Nichts. Generell konnte mich keiner der Darsteller wirklich abholen. Das lag nicht daran, dass sie schlecht spielen, sondern weil das nichts mit der Buchvorlage zu tun hatte. Teilweise wirkte der Film trotz seiner Laufzeit völlig gehetzt, wie z.b. die Begegnungen mit Es (die allesamt auch rein gar nichts mit dem Buch zu tun haben. Hauptsache paar Zombies sind mit dabei) der einzelnen Kids abgespult wurde. Warum hat man das so 0815 abgefertigt?! Der neue Pennywise Darsteller kann Tim Curry auch nicht ansatzweise das Wasser reichen. Die CGIs waren ja teilweise unterste Schublade. Weil du auch die Steinschlacht ansprichst. Die Steine sind geflogen und eingeschlagen die zamgeknülltes Papier und offensichtlich aus dem PC. Also sorry, ein NoGo für so eine Produktion. Muss aufhören, sonst ärger ich mich noch mehr. ;) Kennt man das Buch nicht bzw. den TV Film nicht, was ich bei den Kids heutzutage mal schwer annehme, mag der Film OK sein. Die überschwänglich positiven Bewertungen kann ich allerdings in keinster Weise nachvollziehen. Da spielt wohl der Hype mal wieder eine große Rolle. Wie soll Bitte der 2. Teil aussehen, der dann ja in der Gegenwart spielt?! Das hat für mich persönlich nichts mit ES zu tun. Nicht mal die Steinschleuder ist geblieben..jetzt muss es halt der heilige Bolzenschussapart richten..meine Güte.

@Jason: Warum war das Ende verhundst? Beim TV Film haben die Kinder ES doch auch nur mit der Schleuder am Kopf erwischt und dann hat es sich verzogen? Kein misslungenes Monster oder sonst was. Mal abgesehen von den sehr angestaubten Effekten in der 90er Verfilmung, muss der neue Regisseur das im 2. Teil erst mal besser machen. Angeblich soll die Schildkröte eine Rolle spielen. Ich kanns mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

29.09.2017 17:12 Uhr - dicker Hund
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Nüchterne, prima konsumable Besprechung, die mich trotz der zurückhaltenden Wertung neugierig auf den Film macht. Und ja, die Orgie aus dem Buch macht eine werkgetreue US-Mainstream-Verfilmung sowieso unmöglich;-)

29.09.2017 18:05 Uhr - Ghostfacelooker
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Sehr gutes Review und vor allem aus Fan Sicht empfehlenswerterer Beitrag

29.09.2017 18:37 Uhr - Trainspotter
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DIE Filmenttäuschung des Jahres! Leider wurde die Atmosphäre des Buches so gut wie gar nicht in den Film transportiert. Von den vielen ärgerlichen Änderungen will ich erst gar nicht anfangen... Wenn dann noch die Intentionen des Autors abgeändert werden, werde ich zickig. Oder sollte auch weniger lesen;-) 3 von 10 Punkten. Aber spannend zu lesen, warum der Film für andere funktioniert.

29.09.2017 20:55 Uhr - JasonXtreme
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@ Andman1984
Ich kann Deine Meinung zwar tolerieren, aber null und nicht nachvollziehen. Von der Buch orlage und dem Geist Kings Geschichte ist man alles andere als weit entfernt. Schlechte Effekte hab ich keine gesehen, die Darsteller waren geradezu beängstigend perfekt und man hat faktisch kaum gemerkt, dass das in den 80ern spielt.

Wieso das Ende vom alten Film verhunzt ist? Naja weils kacke gemacht ist, mkes aussieht und für mich nicht funktkonieren wollte. Das Ende jetzt transportiert für mich aber die Idee von King. Zudem war klasse gerade am Ende eben nicht auf ein fettes Monster zu setzen, sondern Es in den Erscheinungen für die Kids nochmal zu zeigen, und Eddies Asthmaspray fehlte... och ja, störte mich null und nicht.

Muschetti und die Autoren gingen eigene Wege, ohne die Intention oder die Seele der Geschichte außer acht zu lassen. Respekt dafür. Bleibt zu warten ob Teil 2 ähnlich gut wird. Steht und fällt mit den Darstellern.

29.09.2017 21:17 Uhr - Horace Pinker
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Vielen Dank auch an dicker Hund, Ghostfacelooker, Andman, Watchman und Trainspotter für Lob und Ergänzungen.
Jason: Hab noch bei imdb unter Trivia nachgelesen, scheinbar wurde das Drehbuch von F. als Grundlage verwendet aber umgeschrieben (einige Sachen aus dem Buch wieder rein, andere Ideen gestrichen). Was das Ende angeht hätte ich als Dunkler Turm Fanboy schon gerne den Flug durchs Weltall inklusive Schildkröte gesehen, das verwendete Ende geht aber wie gesagt auch in Ordnung (außerdem ist das ohnehin immer subjektiv). Bin auf jedenfall schon auf dein Review gespannt.


29.09.2017 21:56 Uhr - Roadie
2x
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Mal ne Frage in die Runde.

Im neuen Film ist Ben derjenige der über der sich über die Geschichte von Derry schlau macht.
In der Verfilmung von 1990 war es jedoch Mike.
Wie war das denn im Buch?

Ist euch übrigens in der Szene in der Bibliothek als Ben das Buch ganz verstört durchblättert, die Frau im Hintergrund (Bibliothekarin?) ganz seltsam schaut. Dachte bei der Szene, sie wird zu Pennywise und greift Ben dann von hinten an.


29.09.2017 22:42 Uhr - Watchman013
2x
@Jason: die Vorlage wird komplett ignoriert! Im Buch gibt es einen ständigen Wechsel zwischen den Zeitebenen, im Film verläuft die Erzählung linear. King's Vorlage wird total ignoriert und die Stimmung des Buches kommt zu keiner Zeit rüber.
Trotz allem funktioniert der Film, wenn man die Vorlage nicht kennt. Aber als Buchverfilmung ist das ganze eine absolute Frechheit!

29.09.2017 23:40 Uhr - Horace Pinker
1x
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29.09.2017 21:56 Uhr schrieb Roadie
Mal ne Frage in die Runde.

Im neuen Film ist Ben derjenige der über der sich über die Geschichte von Derry schlau macht.
In der Verfilmung von 1990 war es jedoch Mike.
Wie war das denn im Buch?

Ist euch übrigens in der Szene in der Bibliothek als Ben das Buch ganz verstört durchblättert, die Frau im Hintergrund (Bibliothekarin?) ganz seltsam schaut. Dachte bei der Szene, sie wird zu Pennywise und greift Ben dann von hinten an.


Im Buch war es ebenfalls Mike der sich mit der Geschichte Derries befasst hat. Das mit der Bibliothekarin war mir bei der Sichtung nicht aufgefallen, habe danach aber auch schon an anderer Stelle darüber gelesen.

29.09.2017 23:45 Uhr - NoCutsPlease
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29.09.2017 22:42 Uhr schrieb Watchman013
Trotz allem funktioniert der Film, wenn man die Vorlage nicht kennt. Aber als Buchverfilmung ist das ganze eine absolute Frechheit!

Und trotzdem kommt Horace Pinker als Kenner des Buches auf eine 7/10.
So einfach kann die Rechnung also nicht sein. :)

29.09.2017 23:58 Uhr - TheRealAsh
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Hört sich für mich immer mehr an, als ob die tv-Verfilmung buchgetreuer wäre, als die neue. Ich hab in meiner Review ja schon gesagt, dass ich die tv-version tritz der Auslassungen recht passend finde. Das mit den verwobenen zeiten fehlt quasi völlig?

30.09.2017 00:32 Uhr - Horace Pinker
1x
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29.09.2017 23:58 Uhr schrieb TheRealAsh
Hört sich für mich immer mehr an, als ob die tv-Verfilmung buchgetreuer wäre, als die neue. Ich hab in meiner Review ja schon gesagt, dass ich die tv-version tritz der Auslassungen recht passend finde. Das mit den verwobenen zeiten fehlt quasi völlig?

Die Handlung ist streng linear, die Erwachsenen Versionen des Clubs der Loser sieht man gar nicht (soweit ich weiß wurden die entsprechenden Schauspieler noch gar nicht gecastet). Was die Vorlagentreue angeht lässt sich das nicht so leicht sagen, da beide jeweils Aspekte des Romans enthalten die im jeweils anderen nicht zu sehen sind.

30.09.2017 08:14 Uhr - JasonXtreme
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29.09.2017 22:42 Uhr schrieb Watchman013
@Jason: die Vorlage wird komplett ignoriert! Im Buch gibt es einen ständigen Wechsel zwischen den Zeitebenen, im Film verläuft die Erzählung linear. King's Vorlage wird total ignoriert und die Stimmung des Buches kommt zu keiner Zeit rüber.
Trotz allem funktioniert der Film, wenn man die Vorlage nicht kennt. Aber als Buchverfilmung ist das ganze eine absolute Frechheit!


Ich kenne die Vorlage und sehe das eben anders. Nur weil linear erzählt wird ignoriert man die nicht, sie wird halt anders ausgelegt. Aber wie gesagt jedem seine Meinung. Ich bin großer Fan des Buchs und ich bin zufrieden. Aus einem 1400 Seiten Buch zwei Filme zu machen geht nunmal nicht, da Es Stoff bietet für 20 Folgen Serie...

01.10.2017 22:04 Uhr - seher
1x
Frage an dich Horace:


SPOILER !!!!!!

War gestern im Kino. Bei uns wurde der Arm von Georgie nicht on-Screen abgerissen. ES beißt in zwar die Hand und dann liegt er auch schon ohne Arm auf der Straße. Cut ??

Henry schneidet auch nicht seinem Vater die Kehle auf sondern lässt die Klinge an der Seite des Halses herausschnippe.

SPOILER ENDE !!!!!!



Nightmare on Elm Street steht am Kino und nicht auf einem Poster. Ein Gremlins Poster hängt in einem der Kinderzimmer.

02.10.2017 11:08 Uhr - JasonXtreme
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Da is nix cut, die Szenen sind wie Du sie beschreibst, seher ;) aber ich denke Horace meinte eher, dass man in der Georgie-Szene überhaupt diesmal was sieht, im Gegensatz zu damals. Im Fall von Bowers.... naja er öffnet seine Kehle, sagen wir mal so :D

Nightmare gabs aber am Kino, und auch nochmal als Poster im Hintergrund, sogar zweimal, wenn ich nicht irre

02.10.2017 16:08 Uhr - Horace Pinker
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02.10.2017 11:08 Uhr schrieb JasonXtreme
Da is nix cut, die Szenen sind wie Du sie beschreibst, seher ;) aber ich denke Horace meinte eher, dass man in der Georgie-Szene überhaupt diesmal was sieht, im Gegensatz zu damals. Im Fall von Bowers.... naja er öffnet seine Kehle, sagen wir mal so :D

Nightmare gabs aber am Kino, und auch nochmal als Poster im Hintergrund, sogar zweimal, wenn ich nicht irre

Danke Jason genauso siehts aus. Das mit Bowers war etwas missverständlich, habe ich umformuliert .

02.10.2017 17:19 Uhr - seher
2x
Ah ok, na dann ist ja alles gut :-)

04.10.2017 11:13 Uhr - Mr.Tourette
2x
Der Film schnappt sich den einen oder anderen Anhaltepunkt aus dem Buch ohne sklavisch das Buch 1:1 nachzuerzählen.

Von der Umsetzung erinnert "Es" mich an das, was Kubrick in "Shining" mit der Vorlage gemacht hat. "Basis King, Gerüst Kubrick"

Fand die Kinder überzeugend (und nicht nervig wie erwartet) und Pennywise war schön creepy.

SPOILER
Auch wenn der Endkampf anders war, alleine die "Flugszene der verschwundenen Kinder" war doch supi...

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