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Eintrag: 02.10.2017

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Blade Runner 2049 - 2036: Nexus Dawn

Herstellungsland:USA (2017)
Genre:Science-Fiction, Kurzfilm

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (2 Stimmen) Details
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von therealash:

Zuerst möchte ich darauf hinweisen, dass jeder, der sich am kommenden Donnerstag Blade Runner 2049 ansieht, die drei von Denis Villeneuve in Auftrag gegebenen Kurzfilme gerne vorher genehmigen kann, ohne dass ihm die Freude verdorben wird. Kurzfilme von anderen Regisseuren, die das Hauptfeature geschmacklich vorbereiten sollen, sind momentan wohl in Mode und ich weiß noch nicht, wie ich mich demgegenüber positioniere. Momentan bin ich da neutral.  

Regisseur des ersten und zweiten Kurzfilms ist Luke Scott (Das Morgan Projekt), der schon für Alien: Covenant ein paar solcher Shorts beigesteuert hat. Am Drehbuch wirkte Michael Green (Logan, Alien: Covenant), der auch für das Drehbuch zum Fullfeature Blade Runner 2049 mitverantwortlich ist. Neben ihm steht Hampton Fancher, den wir vom Original Blade Runner am Drehbuch kennen und der ebenfalls beim neuen dabei ist. Inwieweit wer hier allerdings mit wieviel Input involviert ist und was Denis Villeneuve noch zu sagen hatte, kann ich momentan nicht sagen.

Kommen wir zu Blade Runner 2049 - 2036: Nexus Dawn. Die Jahreszahlen werden sehr offensichtlich verwendet und bedenkt man, dass beim Originalfilm die Zukunft bereits in ein bisschen mehr als einem Jahr eingetreten sein wird (2019), haben die Macher gut daran getan, etwas weiter in der Zeit vorzuspringen.

Gut, wir sind also im Jahr 2036. Der Charakter Niander Wallace (Jared Leto), der ursprünglich von David Bowie gespielt werden sollte, befindet sich mit einem neuen Nexus-Replikanten vor einer Art Prüfungskomitee und demonstriert dort seine Macht, ethischen Vorstellungen und insgesamt die Errungenschaften der Nexus-Serie. Man merkt, dass es hier um einen Umschwung in der technischen Entwicklung geht, der die Zukunft verändern wird.

Alles, was ich hier weiter schreibe, sind natürlich Mutmaßungen, die sich wohl erst beim Hauptfilm überprüfen lassen. Von daher bleibt es also interessant. Insgesamt denke ich (das scheint ziemlich offensichtlich), dass Niander auch ein Replikant ist, wenn wohl ein sehr ausgefeilter, der Roy Batty (Rutger Hauer) als Bösewicht alle Ehre machen könnte. Wie er seine Macht über Leben und Tod in Nexus Dawn präsentiert, ist wirklich kaltblütig. Sein etwas knapper Monolog zeigt dabei einen narzisstisch überhöhten Nihilismus, den man sonst nur von unseren momentan in der Weltpolitik agierenden Diktatoren kennt und hasst.

Nichtsdestotrotz ist Niander auch faszinierend und scheint eine Vergangenheit zu haben, die ihn irgendwie einnehmend macht. Wie schon gesagt, Roy Batty aus dem Originalfilm ist für mich ja tatsächlich ein heldenhafter und tragischer Charakter, der zwar ein Bösewichtel ist, dennoch im Herzen auch gut. Ich meine, wer die C-Beams im Dunkeln neben dem Thannhäuser Tor glitzern gesehen hat, der versteht etwas vom Leben, Sterben und der Tragik des Daseins.

Kurz und gut, Nexus Dawn behandelt sehr gekonnt das, was ich persönlich an Blade Runner so liebe. Es geht um das Leben, das Sterben und alles, was dazwischen kommt. Außerdem geht es um den Wert von Leben. Es geht aber auch um Verbrechen und Schmerz. Haben wir einen freien Willen? Gibt es ein Leben jenseits des Thannhäuser Tors? Oder ist alles nur für den Arsch und völlig unspektakulär, wenn wir sterben?

Nexus Dawn ist eine coole Einstimmung, die mir tatsächlich Hoffnung macht, dass Blade Runner 2049 gut wird. Bei den Trailern hatte ich etwas Angst, dass mir der neue Film zu sehr in Hochglanz poliert ist, was hier allerdings nicht so ist. Es ist ein bisschen so schmutzig, schäbig und verloren wie im Original von Ridley Scott. Zu den Dialogen kann ich nur sagen, dass sie sehr geglückt und poetisch sind, was wohl wegen des Mitwirkens von Hampton Fancher sein kann.

Ich kann nur sagen, durchaus gelungener Appetithappen.

8/10
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Kommentare

02.10.2017 17:08 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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Find ich stark das DU den Bladerunnern hier Appetit machst und auch die nicht Kinogänger sich ein Bild machen können. Das mit den Kurzfilmen scheint wie bei Animatrix eine Art Zwischenspiel

02.10.2017 19:35 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 10
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Was du beschreibst reicht mir als Appetithappen voll und ganz. Ich find das mit den Kurzfilmen gar nicht schlecht.

03.10.2017 09:12 Uhr - leichenwurm
1x
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Argh... ich zwing mich jetzt dazu die Texte noch nicht zu lesen und werde mir die Kurzfilme wahrscheinlich auch erst nach dem Hauptfilm, quasi ergänzend ansehen. Hab irgendwie bammel, dass sich da nicht doch irgendwelche Spoiler einschleichen könnten. Ich hol die Texte dann nach dem Kinobesuch nach Ash... versprochen ;-)) !

03.10.2017 12:31 Uhr - TheRealAsh
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Gracias, Comaneros!

@Ghost: wieso ICH???

@naSum: hier find ichs auch ganz lustig. Brauchen tut mans nicht, bei so einem Ereignis ist es aber irgendwie nett:D

@Leichi: hahaha, versteh dich schon, wie gesagt, kannst du ruhig gucken, führt eher in die Welt ein. Der Anime verrät vielleicht zu viel für deinen Geschmack, es handelt sich allerdings nur um die Vorgeschichte;-)

03.10.2017 13:50 Uhr - NoCutsPlease
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Ich schreibe hier stellvertretend für alle drei Reviews: Starke Sache, dass du diese drei Kurzfilme so kurz und bündig Revue passieren lässt.
Bevor ich mir die und den neuen Kinofilm anschaue, muss ich allerdings meine Erinnerung an das starke Original auffrischen.

03.10.2017 15:50 Uhr - TheRealAsh
1x
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danke NCP, wie gesagt, meine Karten fürs Doublefeature in der Stadt meines Vertrauens sind schon gesichert;-)

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