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OT: Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens

Herstellungsland:Deutschland (1922)
Genre:Horror
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,21 (46 Stimmen) Details
24.06.2010
Odo
Level 11
XP 1.655

Vergleichsfassungen
Restaurierte Fassung (1995) ofdb
LabelBFI Video Publishing, DVD
LandGroßbritannien
FreigabePG
Laufzeit88:31 Min. PAL
Restaurierte Fassung (2005/2006) ofdb
LabelEureka!, DVD
LandGroßbritannien
FreigabePG
Laufzeit94:29 Min. PAL

Ausführlichere Hintergrundinformationen zum Film (Story, Urheberrechtsstreit, Restaurierung, Rekonstruktion der Original-Musik, Viragierungen, Zwischentitel usw.) könnt Ihr im Nosferatu-Schnittbericht Public Domain-Fassung vs. Restaurierte Fassung (2005/2006) abrufen.


Verglichen wurde die restaurierte Fassung von 1995 (in Form des UK-DVD-Releases von BFI) mit der in den Jahren 2005/2006 restaurierten Fassung, die in Deutschland, England und den USA auf DVD erschienen ist. Zum Vergleich lag dem Autor die UK-DVD von Eureka! vor (The Masters of Cinema Series #64).

1995er Restaurierung (BFI): 1:28:31 (1:25:39 ohne Vor- und Abspann)
2005/2006er Restaurierung (Eureka!): 1:34:29 (1:30:32 ohne Vor- und Abspann)

2 kürzere Szenen in der 95er-Fassung mit einer Differenz von 4 Sek.
7 längere Szenen in der 95er-Fassung mit einer zusätzlichen Laufzeit von + 16,7 Sek.
7 fehlende Zwischentitel in der 95er-Fassung mit einer Differenz von 29,2 Sek.
7 Unterschiede im Bezug auf die Viragierung
3 Umschnitte (= abweichende Zwischentiteleinblendungen)
1 Montagefehler in der 2005/06er Fassung
3 Szenen, die in der 95er Fassung mit einer Schwarzblende eröffnet bzw. beendet werden

Die restliche Laufzeitdifferenz resultiert größtenteils aus unterschiedlich langen Zwischentitel-Einblendungen sowie den voneinander abweichenden Vor-/Abspännen und der schnelleren Abspielgeschwindigkeit (4% PAL-Speedup) der 95er-Fassung. Weitere Abweichungen (< 1 Sek.) entstehen durch Filmrisse, Bildsprünge o.ä., was durch den Umstand zu erklären ist, dass das Filmmaterial beider Fassungen aus unterschiedlichen Quellen stammt. Vor Ein- bzw. nach Ausblendung der Zwischentitel kommt es vereinzelt zu weiteren Frameverlusten. Im Schnittbericht findet dies entweder nur bei Abweichungen > 1 Sek. Erwähnung, oder wenn durch fehlende Blendenöffnungen "harte Schnitte" entstehen. Im Schnittbericht erwähnt, aber nicht in der obigen Auflistung als fehlendes oder zusätzliches Material berücksichtigt sind zwei kurze Szenenausschnitte, von denen einer in der 95er- und einer in der 2005/06er-Fassung doppelt verwendet wurde (Es ist davon auszugehen, dass dies von den Restauratoren nicht so beabsichtigt war.).


Anmerkungen zum Schnittbericht

De facto gleicht kaum ein Nosferatu-Output dem anderen. Unterschiedliche Abspielgeschwindigkeiten, Kürzungen, verschiedene Farb- und Musik-Fassungen, sowie Zwischentitel in diversen Landessprachen und Designs verändern das Erscheinungsbild des Films gravierend. Hier eine bestimmte Version herauszupicken und als DIE Referenz anzupreisen, wäre vermessen, zumal in Zukunft sicher noch weitere Veröffentlichungen folgen werden. Aus diesem Grund haben wir es beim folgenden Vergleich auch nicht mit einem klassischen Schnittbericht zu tun. Jörg Gerle sieht das ganz richtig, wenn er in einem Film-Dienst-Review schreibt: "Ganz ähnlich wie in den Zeiten, als "Nosferatu" in mannigfaltiger Form in den Kinos zur Auswertung kam, gibt es auch heute weniger eine definitive Fassung als vielmehr eine Vielfalt von mehr oder weniger gelungenen, für die es sich aber mitunter lohnt, im World Wide Web auf die Suche zu gehen."


Bologna (1995) vs. Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (2005/06)

Jahrzehntelang existierte keine Nosferatu-Fassung, die auch nur annähernd Murnaus Original entsprach. Glücklicherweise lag der Fachwelt Murnaus Skript zu "Nosferatu" vor, mit dessen Hilfe man verfügbare und verloren gegangene Szenen (sowie deren korrekte Abfolge) recht zuverlässig identifizieren konnte. Nach langer Detektiv- und Puzzlearbeit wurde im Jahre 1981 eine weitgehend rekonstruierte Schwarzweiß-Fassung in der Cinémathéque Francaise wiederaufgeführt. 1984, 1987 und 1995 folgten weitere Restaurierungen. So konnte man z.B. auf Basis einer wiederentdeckten, viragierten Nitratkopie nachvollziehen, nach welchem Farbplan die einzelnen Szenen koloriert waren. Zudem wurden mangelhafte oder fehlende Stellen ergänzt. Die 1995er-Restaurierung erfolgte unter Federführung der Cineteca del Comune di Bologna und des Filmmuseums München unter Enno Patalas (deutscher Filmhistoriker und -kritiker).

Die bis dato letzte Restaurierung, die in diesem Schnittbericht mit der o.g. Bologna-Fassung verglichen wird, erfolgte in den Jahren 2005/2006 durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (in Zusammenarbeit mit Luciano Berriatúa). Erstmals fanden nun auch die originalen deutschen Zwischentitel, größtenteils digital restauriert, ihren Weg zurück in den Film. Verlorene Zwischentitel wurden mit gleicher Typographie wiederhergestellt. Erstmals gibt es nun auch die Einblendungen zu sehen, welche den Beginn und das Ende der einzelnen Akte (fünf an der Zahl) ankündigen.




Bildvergleich

Sowohl von der 95er-Restaurierung als auch von der 2005/06er-Fassung existieren verschiedene Veröffentlichungen, die sich alle in punkto Bildqualität (im Sinne von Schärfe, Helligkeit usw.) voneinander unterscheiden. Die UK-DVD der 2005/06er-Restaurierung weist etwa im Vergleich zum deutschen und zum US-Pendant ein etwas unschärferes Bild auf. Die UK-DVD von BFI, die auf der 1995er Bologna-Restaurierung basiert, ist windowboxed und hat im Gegensatz zum französischen DVD-Release von Films sans Frontieres (enthält gleichermaßen die Bologna-Fassung) ebenfalls ein kleines Schärfeproblem.

Unterm Strich kann man sagen, dass die auf der 95er-Restaurierung basierenden Fassungen mit einem schärferen Bild glänzen können, dafür aber noch sichtbare Kratzer, Laufspuren, Helligkeits- und Dichteflackern, sowie einen unruhigeren Bildstand aufweisen. Diese altersbedingten Spuren wurden bei der 2005/2006er-Restaurierung mittels einer deutlich intensiver durchgeführten (digitalen) Bildbearbeitung praktisch zur Gänze eliminiert. Das Ergebnis ist beeindruckend, lässt aber auch einen gewissen Schärfeverlust erkennen (das Bild wirkt schon fast etwas zu glatt poliert).

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)



Viragierungen

Nosferatu-Fassungen, die auf der Restaurierung von 1995 beruhen, weisen im Vergleich zum 2005/2006er-Output abweichende Viragen auf. So sind z.B. auf der UK-DVD von BFI bestimmte Nacht-Szenen blau eingefärbt (überwiegend Außenszenen). Der Türkis-Ton kommt ebenfalls bei Dunkelheit zum Einsatz, jedoch meist in Innenräumen oder bei gruseligen Szenen (creepy mood). Dämmerung ist wie in der aktuellen Restaurierung pink, Szenen bei Tageslicht oder Kerzenschein gelb (geht in der 95er-Fassung mehr ins ockerfarbene). Die Szene, in der eine Venusfliegenfalle ihr Opfer umschließt, ist nur in der 2005/2006er-Fassung in einem orange-roten Ton gehalten. Die 95er-Fassung ist an dieser Stelle gelb (bzw. ocker...wie auch immer...) eingefärbt.

Nacht


Dämmerung


Tageslicht/Beleuchtete Innenräume


Venusfliegenfallen-Szene



Musik

Die originale, von Hans Erdmann komponierte Nosferatu-Filmmusik, galt lange als verschollen. Diesem Umstand ist es mitunter geschuldet, dass die zahlreichen Nosferatu-Veröffentlichungen der letzten Jahre unterschiedlichste Musikfassungen beinhalten. Ein besonders gelungener Begleit-Score ist auf der im Jahre 2002 erschienenen UK-DVD von BFI zu finden. Die orchestralen Arrangements stammen vom englischen Komponisten James Bernard, der zu zahlreichen Hammer-Horrorstreifen die Filmmusik beisteuerte. Die aktuelle Restaurierung durch die Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung bietet diesbezüglich ein besonderes Highlight, enthält sie doch erstmals die Originalmusik von 1922. Zu verdanken ist dies dem Komponisten und Dirigenten Berndt Heller, der das Werk mittels zweier auf der Nosferatu-Musik basierenden Suiten und mit Hilfe von Aufzeichnungen Erdmanns im "Allgemeinen Handbuch der Filmmusik", rekonstruierte. Es sei jedoch erwähnt, dass Berndt Heller hier keineswegs Pionierarbeit geleistet hat. Bereits Mitte der neunziger Jahre konnte die Dirigentin und Musikwissenschaftlerin Gillian B. Anderson der Öffentlichkeit eine vollständig rekonstruierte Fassung des Nosferatu-Scores präsentieren (erschien auch auf Audio-CD), welche allerdings nie Teil eines Film-Release wurde, sondern bis heute ausschließlich live dargeboten wird.


Zwischentitel

Die Zwischentitel der 2005/2006er-Restaurierung weisen in allen DVD-Veröffentlichungen die selbe Gestaltung auf. Ob Veröffentlichungen, die auf der 1995er Bologna-Fassung basieren, sich in der Aufmachung der Zwischentitel voneinander unterscheiden, ist dem Autor mangels Vergleichsmaterial nicht bekannt. Die BFI-Fassung jedenfalls orientiert sich hier stark an der Optik der neuesten Restaurierung.

Dialog


Überleitung


Buch


Tagebuch


Brief


Logbuch


Bekanntmachung


Zeitung

Weiterer Schnittbericht:
Public Domain-Fassung - Restaurierte Fassung (2005/2006)

Meldungen:
Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens auf Blu-ray (08.06.2014)

Zeitindex: 95er-Restaurierung [2005/06er-Restaurierung]

Der Vorspann in der Fassung von 2005/2006 läuft länger.
63,6 Sek.
Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


01:51
"Nosferatu" besteht aus fünf Akten. Im Gegensatz zur Restaurierung von 1995 werden in der restaurierten Fassung von 2005/2006 der Beginn und das Ende der einzelnen Akte mit Zwischentiteln angekündigt. Hier wird der 1. Akt eröffnet.
5,1 Sek.


05:33
Bildsprung. In der 2005/06er-Fassung blickt Knock auf, in der 95er fehlt der Übergang.
2,8 Sek.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


06:09
Bildsprung. In der 95er-Fassung fehlt, wie Hutter die Feder zurück ins Tintenfass steckt.
1,2 Sek.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


14:00 - 14:04 [15:43 - 15:47]
Als Hutter von der Gastwirtin in sein Zimmer geführt wird, sieht man zunächst nur den leeren Raum. Da keine Lichtquelle sichtbar ist, zeigt die 2005/06er-Fassung richtigerweise eine Nacht-Viragierung. Erst, als die Kerze der Wirtin ins Bild kommt, wechselt die Farbe in einen Gelbton (für Tages- bzw. Kerzenlicht). In der 95er-Fassung hingegen ist das Bild vom Szenenbeginn an gelb eingefärbt.
kein Zeitunterschied

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


15:14 - 15:59 [17:03 - 17:46]
Hutter blättert im Vampir-Buch. Hier unterscheiden sich die beiden Fassungen durch anders geschnittene Zwischentitel. In der 95er-Fassung wird die erste Buchseite früher eingeblendet. Bevor die zweite Seite gezeigt wird, sieht man Hutter erneut ins Buch starren. Die 2005/06er-Fassung zeigt die erste Buchseite später, die zweite folgt unmittelbar darauf.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


17:06
Hutter blättert noch eine Seite im Buch um, bevor der nächste Zwischentitel eingeblendet wird.
+1,9 Sek.


17:30 - 19:56 [19:23 - 21:52]
Vom Verlassen des Gasthofes am frühen Morgen bis zur abendlichen Ankuft Hutters bei der Brücke weisen beide Fassungen eine unterschiedliche Viragierung auf. Der Gelbton in der 95er-Fassung impliziert, dass es bei der Abfahrt Hutters bereits taghell ist. Die 2005/06er-Fassung hingegen lässt den Reisenden bereits in der Morgendämmerung (rosa) aufbrechen. Nachdem Hutter den Kutscher zur späteren Stunde auf die sinkende Sonne aufmerksam gemacht hat, wechselt die 95er-Fassung in die Abenddämmerung (rosa), in der 2005/06er-Fassung hingegen wurden die folgenden Szenen bis zur Brücke inkonsequenterweise gelb eingefärbt.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


18:49
Hier hat die 95er-Fassung mehr Material zu bieten, da der Zuschauer die Szenerie schon zu Gesicht bekommt, bevor die Pferdekutsche von rechts hinten ins Bild kommt. In der 2005/06er-Fassung hingegen befindet sich die Kutsche bei Beginn der Einstellung bereits auf dem Weg.
+5 Sek.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


20:08
In der 2005/06er-Fassung fehlt die Blendenöffnung.
+0,4 Sek.


23:20
Nachdem Hutter Graf Orlok ins Schlossinnere gefolgt ist, kündigen Zwischentitel das Ende des 1. und den Beginn des 2. Aktes an.
4,4 Sek.


31:52 - 31:55 [34:46 - 34:50]
Hier hat sich in die 2005/06er-Fassung ein Fehler eingeschlichen. Hutter, der Orlok vor seiner Zimmertüre erspäht hat, rennt voller Panik zum Fenster und hält nach einer Fluchtmöglichkeit Ausschau. Doch sein Blick fällt in einen felsigen Abgrund, an dessen Ende sich ein Gebirgsbach schlängelt. In der 2005/06er-Fassung steht diese Einstellung auf dem Kopf. Man kann deutlich erkennen, dass Wasser von einer Felsspitze nach oben tropft.
kein Zeitunterschied

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


35:11
Nachdem der Doc Ellens Schlafwandel-Aktion als "harmlose Blutkongestionen" abgetan hat, sieht man noch, wie sich alle Beteiligten besorgt über die Schlafende beugen. Bevor der nächste Zwischentitel eingeblendet wird, sieht man in der 95er-Fassung noch, wie sich die Blende schließt.
+0,3 Sek.


35:39 [38:36]
In der 95er-Fassung wird die Szene mit einer Schwarzblende eröffnet, in der 2005/06er hingegen wurde darauf verzichtet, so dass man die Blendenöffnung erkennen kann.
kein Zeitunterschied

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


37:40
Hier ist den Restauratoren der 95er-Fassung offenbar ein Fehler unterlaufen. An dieser Stelle wurde nämlich Material aus Minute 37:48 eingefügt. Man sieht einen Teil der Szene also zweimal.
+ 2,4 Sek.


39:27
Nach der Flößer-Sequenz endet der 2. Akt und der 3. Akt wird eröffnet.
3,6 Sek.


41:11 - 41:26 [44:25 - 44:40]
Als der Zollbeamte die Frachtpapiere inpiziert, ist es Nacht. In der 95er-Fassung wurde bei Einblendung der Papiere jedoch fälschlicherweise eine Viragierung für Tageslicht verwendet.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


43:05 [46:27]
Im Gegensatz zur 2005/06er-Fassung ist die Venusfliegenfallen-Szene in der 95er-Fassung nicht orange-rot eingefärbt.
Kein Zeitunterschied

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


48:52
An der Stelle, in der Ellen am Strand Hutters Brief liest, fehlt in der 95er-Fassung ein Zwischentitel (letzte Briefseite, in der Hutter von seinen bösen Träumen berichtet).
3,9 Sek.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


53:31 [57:30]
Anders als bei der 2005/06er-Fassung wird die Szene in der 95er-Fassung mit einer Schwarzblende beendet.
kein Zeitunterschied

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


53:33 [57:33]
In der 95er-Fassung wird die Szene mit einer Schwarzblende eröffnet.
kein Zeitunterschied

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


56:02
Der Matrose starrt in der 95er-Fassung länger auf Nosferatu, bevor er aufs Deck stürmt.
+ 1 Sek.


57:13
Der 3. Akt endet und der 4. wird eingeleitet.
4,1 Sek.


Gleich darauf folgt in der 2005/06er-Fassung ein Zwischentitel, der in der 95er-Fassung erst kurze Zeit später (57:32) eingeblendet wird.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


1:04:28
Hutters Heimkehr wird von Ellen mit Erleichterung über seine Unversehrtheit kommentiert. In der 95-Fassung fehlt der entsprechende Zwischentitel.
3,8 Sek.


1:10:32
An dieser Stelle wird in der 2005/06er-Fassung eben gezeigtes Filmmaterial noch einmal verwendet (der Dorfschreier geht die Straße entlang). Fraglich, ob dies von den Restauratoren so beabsichtigt war.
2,7 Sek.


1:10:34
Nun endet der 4. Akt und das Finale beginnt.
4,3 Sek.


1:12:11
Im Gegensatz zur 95er-Fassung ist in der 2005/06er-Fassung ein deutlicher Bildsprung an der Stelle zu erkennen, in der sich Ellen furchtsam umblickt, nachdem sie begonnen hat, im Buch der Vampire zu lesen.
+1,4 Sek.


1:12:15 - 1:13:03 [1:17:36 - 1:18:20]
Als Ellen im Buch der Vampire liest, unterscheiden sich die beiden Fassungen durch anders geschnittene Zwischentitel.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


1:15:10 [1:20:46]
Als der Wind eine Kerze ausbläst, bleibt die Viragierung in der 95er-Fassung zunächst noch unverändert, anstatt wie in der 2005/06er-Fassung sofort ins türkis-grüne (für Nacht) zu wechseln.
Kein Zeitunterschied

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)



1:16:51 - 1:19:54 [1:22:34 - 1:25:44]
Als der aus der Irrenanstalt entflohene Häusermakler Knock von einem wütenden Mob gejagt wird, spielt sich in der 95er-Fassung das Ganze bei Tag ab, in der 2005/06er-Fassung bei Nacht.
kein Zeitunterschied

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


1:23:53
Nosferatu saugt in der 95er-Fassung deutlich länger an Ellens Hals.
+ 6,7 Sek.


1:24:02 - 1:24:18 [1:29:59 - 1:30:17]
Wenn in der 95er-Fassung nach dem Hahnenschrei (rosa für Morgendämmerung) auf Nosferatu umgeschnitten wird, ist plötzlich wieder Nacht, in der 2005/06er-Fassung hingegen ist die Viragierung schlüssiger (Nosferatu wird von den ersten Sonnenstrahlen überrascht und korrekterweise ebenfalls in einen Rosaton getaucht).
kein Zeitunterschied

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)


Der Abspann der 95er-Fassung läuft länger.
+ 5,1 Sek.

Restaurierte Fassung (1995)
Restaurierte Fassung (2005/2006)
Auf der 2005/2006er-Restaurierung basierende DVD-Veröffentlichungen

Cover der deutschen DVD (Universum Film)


Cover der englischen DVD (Eureka!)


Cover der US-DVD (Kino International)



Auf der 1995er-Restaurierung basierende DVD-Veröffentlichungen

Cover der US-DVD (Kino on Video)


Cover der UK-DVD (BFI)


Cover der französischen DVD (Film Sans Frontières)



DVD-Veröffentlichungen, die auf Fassungen VOR der 1995er-Restaurierung basieren

Cover der US-DVD (Image Entertainment)


Cover der UK-DVD (Eureka Video/Special Edition)


Cover der UK-DVD (Eureka Video)


Weitere Cover sowie Filmplakate findet Ihr im Nosferatu-Schnittbericht Public Domain-Fassung vs. Restaurierte Fassung (2005/2006).

Kommentare
24.06.2010 00:02 Uhr - bayern_fighter
einer der größten horrorklassiker aller zeiten ;)
es geht nichts über richtig alte schinken wie der hier und night of the living dead usw.

24.06.2010 00:05 Uhr - wolf1
Ein Meisterwerk mit dem besten Vampirdarsteller aller Zeiten! Zum Schnittbericht braucht man nicht viel sagen,perfekt wie immer!

24.06.2010 00:46 Uhr - Laughing Vampire
User-Level von Laughing Vampire 3
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 174
Danke, klasse SB. Hab die UK-DVD mit der Version von 2006. Bevorzuge, steinigt mich, allerdings den Herzog-Film mit Kinski! :)

24.06.2010 01:50 Uhr - Xavier_Storma
User-Level von Xavier_Storma 2
Erfahrungspunkte von Xavier_Storma 95
Ein Meisterwerk was Film... und was Schnittbericht angeht! Danke! :)

24.06.2010 08:12 Uhr - Silent Hunter
@ Quastenflosser
Ehrlich?! Wieso denn das?

24.06.2010 08:32 Uhr - Björn Eklund
Wenn jetzt noch endlich METROPOLIS und DIE NIBELUNGEN in den restaurierten Fassungen auf DVD/BD erscheinen........

24.06.2010 09:05 Uhr - Possessed
User-Level von Possessed 1
Erfahrungspunkte von Possessed 18
@ Björn Eklund

Die Nibelungen gibt es doch schon in restaurierter Fassung aus Frankreich.

24.06.2010 09:22 Uhr - turnstile67
@ Björn Eklund
@ Possessed:

Oder als richtig dickes Doppel-DVD-Set aus den USA von KINO. Die hab' ich zu Hause. Beide Filme zusammen mit 290 Minuten Laufzeit + TONNENWEISE Bonusmaterial.

24.06.2010 10:22 Uhr - ~ZED~
User-Level von ~ZED~ 1
Erfahrungspunkte von ~ZED~ 18
Dieser Film verdient 1O Punkte.
Hab ihn zwar nur einmal gesehen, aber im Gegensatz zu den meisten heutigen Kinofilmen bleibt einem Nosferatu für immer im Gedächtnis.
Wie gesagt, 1O Punkte.

24.06.2010 10:25 Uhr - Luzifer
Sehr ausführlicher Schnittbericht über einer meiner Lieblingsfilme, hoffe Nosferatu erscheint bald auf Blu-Ray...

24.06.2010 11:23 Uhr - mikafu
Ich hatte das Vergnügen bei den Heidelberger Schloßfestspielen 2009 diesen Film mit Live-Begleitung zu sehen. Gespielt wurde der James Bernard-Score, den ich für sehr gelungen halte.
Es gibt ja teilweise sehr gewöhnungsbedürftige neue Musikscores zu "Stummefilmen". Bei einem auf ARTE gelaufenen Film hab ich sogar den Ton abgeschaltet, da die Musik nicht zu ertragen war.

24.06.2010 13:06 Uhr - burzel
DB-Mitarbeiter
User-Level von burzel 6
Erfahrungspunkte von burzel 600
@ Björn Eklund

welche Fassung meinst du von Metropolis. Die Fassung von 2010? Hsst du sie mal während der Berlinale im Fernsehen gesehen. Ich habs mir angeschaut und muß sagen, dass ich es nicht brauche. Die Bilder aus der argentinischen Kopie sind wirklich auch nach Restauration kaum zu erkennen. Da bleibe ich lieber doch bei der FWMS-Fassung von 2002.

Von Nosferatu wird es sicherlich auch noch eine Fassung geben, da in der 2006-Fassung doch einige Fehler drin sind.....



24.06.2010 19:46 Uhr - Alex1710
Vielleicht war ich einfach nur zu müde, aber ich bin dabei eingeschlafen...ich habe nichts gegen schwarz/weiß-Filme, auch nicht gegen Stummfilme aber es kam einfach keine Stimmung rüber. Und Metropolis fand ich genial...

24.06.2010 20:18 Uhr - Lykaon
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
die Metropolisversion von Arte fand ich so genial, dass ich am Ende geweint habe:D war extrem beeindruckend und wunderschön. Die Nosferatu-Version von Arte hab ich auch gesehen und fand es auch sehr gut... die Nibelungen dazu wären ein Traum :D
hab ich leider in der Aufführung dt. Oper Berlin verpasst :(

24.06.2010 23:17 Uhr - Laughing Vampire
1x
User-Level von Laughing Vampire 3
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 174
24.06.2010 - 08:12 Uhr schrieb Silent Hunter
@ Quastenflosser
Ehrlich?! Wieso denn das?

Kann ich nicht genau sagen, aber der Herzog-Film ist für mich irgendwie magisch. Wunderschön melancholisch, traurig, hoffnungslos. Außerdem bin ich sowieso ein großer Kinski-Herzog-Fan, finde 'Phantom der Nacht' aber eindeutig deren bestes und schönstes Werk.

Was natürlich in keinster Weise heißt, dass ich den Murnau-Film irgendwie schlecht finde, ganz im Gegenteil.

24.06.2010 23:57 Uhr - filmclue
Der Herzog/Kinski-Film ist ein gutes Beispiel, warum der deutsche Autoren-Film zurecht auf Reisen geschickt wurde, in allen 3 Hauptrollen, v.a. der Titelrolle fehlbesetzt (Kinski war zu bekannt, hat alberne Dialoge im krassen Gegensatz zu diesem übertrieben Make-up, das im Kontext meist übertrieben aussieht), meist unfreiwillig komisch (Dialoge, Overacting wie in einem Stummfilm) und beinahe anmaßend in seiner Art, den Stummfilm zu kopieren.

Den Stummfilm hatte ich als Kind mal gesehen, damals musst meine Mutter mir diese Schrift noch vorlesen, als die neue DVD erschien, habe ich es lange aufgeschoben, weil ich mit Stummfilmen nichts anfangen kann, aber ich war überrascht, wie wirkungsvoll dieser Film doch ist und es gibt kaum einen Dracula-Film, der das Ungeheuer so übermächtig und so unheimlich darstellt. Allein die Vorstellung, dass der Vampir die Ratten "versammelt" um eine Pest zu verbreiten (eine ungleich größere Bedrohung, als die üblichen 2-3 Vampiropfer, die sonst die den Verfilmungen auftauchen und ein interessanter Bezug zu historischen Wurzeln des Vampirmythos).

25.06.2010 14:52 Uhr - Isegrim
Verdammt guter SB, danke!!!

Der Film - einfach nur genial, die DVD - Perfekt!!!

Skol & Salute

11.07.2010 22:13 Uhr - Björn Eklund
24.06.2010 - 13:06 Uhr schrieb burzel
@ Björn Eklund

welche Fassung meinst du von Metropolis. Die Fassung von 2010? Hsst du sie mal während der Berlinale im Fernsehen gesehen. Ich habs mir angeschaut und muß sagen, dass ich es nicht brauche. Die Bilder aus der argentinischen Kopie sind wirklich auch nach Restauration kaum zu erkennen. Da bleibe ich lieber doch bei der FWMS-Fassung von 2002.

Von Nosferatu wird es sicherlich auch noch eine Fassung geben, da in der 2006-Fassung doch einige Fehler drin sind.....




Ich meinte die Fassung von der Berlinale. Schon klar, daß die eingefügten Szenen eine schlechtere Qualität als der Rest haben, aber bei einem solchen Film dürfte das eigentlich nebensächlich sein. Allein die Tatsache, daß METROPOLIS nahezu in der Urfassung wieder hergestellt werden konnte (ein paar Minuten fehlen immer noch) produziert bei mir Gänsehaut.
Ich denke, ein ähnliches Gefühl würde wohl nur die Entdeckung der fehlenden 30 Minuten aus der Premierefassung von FREAKS erreichen.....

06.11.2012 17:36 Uhr - Killer Driller
1x
der einzige stummfilm den ich kenne, und auch von anfang bis ende gesehen habe.
würde ich mir viel lieber reinziehen als der mist twilight.
die darstellung von max schreck als graf orlock hat schon was.

10.06.2014 23:44 Uhr - WEBOLA
Super gute Arbeit "Odo". Hut ab!

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