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OT: Koi no tsumi

Herstellungsland:Japan (2011)
Genre:Horror, Drama
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,50 (4 Stimmen) Details
14.01.2013
Jason
Level 18
XP 6.474

Vergleichsfassungen
Internationale Version ofdb
LabelEureka!, Blu-ray
LandGroßbritannien
FreigabeBBFC 18
Laufzeit113:05 Min. (109:18 Min.)
Langfassung
LabelRapid Eye Movies, DVD
LandDeutschland
FreigabeFSK keine Jugendfreigabe
Laufzeit138:59 Min. (134:30 Min.) PAL
Der Film


Wenn man an Ausnahmeregisseure denkt, die durch und durch unkonventionelle Filmkunst schaffen, fallen einem - zunächst - sicherlich sperrige, pressebekannte Charakterköpfe ein, wie Lars Von Trier etwa. Ein eher "ruhigerer" Vertreter dieser kleinen, sehr überschaubaren Zunft ist der japanische Drehbuchautor, Filmemacher und Produzent Shion Sono. Dessen wohl schon als avantgardistisch einzustufende Streifen handeln üblicherweise von mehr oder minder gewöhnlichen Menschen auf der Suche nach sich selbst oder bestimmten persönlichen Zielen, welche in der Folge in einen zunehmend surreal werdenden (oder wirkenden...) Handlungsverlauf hineingezogen werden, einhergehend mit einem stetig anwachsenden Sog aus Sex und/oder Gewalt.
Guilty of Romance ist der dritte und somit letzte Teil der sogenannten Hass-Trilogie von Sono und beschreibt den Ausbruchsversuch der recht verhuschten Ehefrau eines bekannten Schriftstellers aus ihrem durch und durch langweiligem Ehe- und Sexalltag. Und obgleich man als Kenner seiner Filme weiß, dass dies in einem nur schwer fassbaren Gang durch leidvolle Selbsterfahrung(en) münden wird, das Aufeinandertreffen etlicher skurriler Charaktere sowie eine viele Interpretationsmöglichkeiten bietende Konklusion inklusive, ist Guilty of Romance doch Sonos - vergleichsweise - "mainstreamigstes" Werk (in der Langfassung noch mehr als in der Internationalen Version, doch dazu später mehr).

Wie bei den beiden Vorgängerfilmen, dem seinerzeit den Zuschauern immerhin noch knapp vier Stunden Sitzfleisch abverlangenden Love Exposure und dem in der zweiten Filmhälfte mehr als drastisch werdenden Cold Fish, liegt dem Streifen ein reales Ereignis zugrunde (hier der abstrakte Mord an einer Prostituierten in einem japanischen Rotlichtviertel Mitte der 90er Jahre), um welches ein fiktives, komplexes Beziehungsdrama gesponnen wurde. Wenngleich im Handlungsverlauf etwas (be)greifbarer als viele seiner früheren Werke, scheut sich Sono keineswegs, konsequent auf durchaus verletztliche Punkte förmlich einzuhämmern.
In einem Land, in dem man von Hentais in jeder Medienform über Schlüpferautomaten bis hin zu Einrichtungen, in denen sich erwachsene Männer in Säuglingsklamotten stecken und auch als eben solche von "füsorglichen Müttern" behandeln lassen, so ziemlich jede sexuelle Fantasie real ausleben kann, darf und soll, ist die "schnöde", käufliche Liebe zwar gedulded, aber weitestgehend verpönt. Darüber hinaus gibt es die öffentliche Thematik der ihre Sexualität frei auslebenden Frau im dahingehend noch recht feudal einzustufenden Japan im Grunde genommen gar nicht.
Guilty of Romance erzählt derweil ausgiebig von beidem, ohne - wie für Sono üblich - auch nur zu einer Sekunde ein konkretes "Für" oder "Wider" zu liefern. Definitv nicht für ein Massenpublikum gedacht bzw. gemacht, aber das sind richtungsweisende, stilbildende Werke seit jeher nicht - und werden es vermutlich niemals sein.



Die Fassungen


Von Guilty of Romance existieren zwei verschiedene, doch ziemlich weit voneinander abweichende Schnittfassungen. Die um eine halbe Stunde kürzere, oft und gerne als Internationale Version bezeichnete, sowie die entsprechend längere, "japanische Langfassung". Hauptsächlich im Hinblick auf die Lauflänge der beiden Vorgängerfilme wird in Bezug auf die kürzere Version in Rezensionen zumeist von einer der üblichen, für westliche Gewohnheiten in Sachen Inhalte und Darstellungsweisen angepassten Fassung gesprochen. Shion Sono dagegen betont oft genug, dass eben diese Version seine bevorzugte Filmfassung, der tatsächliche Director's Cut ist - und betrachtet man die Unterschiede genauer, macht dies auch in jeder Hinsicht Sinn.
Hinzugekommen sind in der Langfassung hauptsächlich Szenenerweiterungen, die zuvor (oft ohnehin schon mehr als deutlich) thematisierte Handlungselemente noch intensiver erklären, hervorheben bzw. visualisieren, sowie solche, die der im Director's Cut im Grunde genommen nur der einklammernden Rahmenhandlung dienlichen Figur der Polizistin Kazuko Yoshida einen sehr viel größeren Rollenpart einräumen. In der Langfassung wird auch bei ihr die Auslebung der freien Sexualität in Form eines unehelichen Verhältnisses abgehandelt, im Gegensatz zu den beiden Hauptdarstellerinnen befindet sie sich allerdings in einem hörigen Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Liebhaber.

Während die etwas tiefergehend erklärenden Segmente dem Film durchaus ein Stück Komplexität bzw. Interpretationsspielraum nehmen, sind die zuvor bereits thematisierten und mit dem zusätzlichen Filmmaterial lediglich noch unterstrichenen Handlungsteile augenscheinlich eine Reminiszenz an ein "weniger komplex denkendes Filmpublikum".
Deutlich macht das bspw. die Erweiterung bei 1:37:15, dem kurzen Besuch von Mitsuko, Izumi & Shoji bei Mitsukos Mutter. Dass letztere ihrer "vulgären, die verunreinigte Blutkaste der Familie ihres Vaters repräsentierenden" Tochter ebenso innig den (beide gleichermaßen) erlösenden Tod wünscht, wie Mistuko ihrer Mutter, trieft förmlich aus jeder Sekunde dieser einmal mehr bedrückenden, unbequemen Szene. Mehr noch, es wird sogar laut ausgesprochen. Die in der Langfassung folgende, spontane Messerattacke seitens der Mutter wirkt da fast schon unnötig aufgesetzt - zumal diese der "Auflösung" ein ordentliches Stück der schockiereden Wirkung nimmt, weil hier die entsprechende Richtungsweise bereits (zu) offensichtlich aufgezeigt wird.

Die Visualisierung der laufenden Ermittlungen der Polizei tragen darüber hinaus zum restlichen Filminhalt letztlich ebenso wenig bei wie die Darstellung des Verhältnisses von Kazuko zu ihrem Liebhaber. Bestenfalls könnte man attestieren, dass durch diesen Teil der Geschichte ein weiterer Aspekt der Form vom Ausleben weiblicher Sexualität aufgezeigt wird, welcher aber nicht nur sehr konträr zu dem der beiden Hauptdarstellerinnen, sondern auch verhältnismäßig "gewöhnlich" daherkommt.
Vielmehr scheinen der Langfassung mit der ermittelnden Kazuko ein zu verstehender, als halbwegs "normal" begreifender Charakter sowie ein im Gegensatz zur übrigen Handlung etwas leichter verdaulicher Krimiplot hinzugefügt worden zu sein. Auch hinterläßt das Ende der Langfassung, welches eine - ebenfalls nur dort vorkommende - Szene aus dem Mittelteil des Streifens recht konventionell aufgreift, einen gänzlich anderen Eindruck als die gedemütigte, geschlagene & am Boden liegende, gleichwohl scheinbar gottzufrieden lächelnde Izumi in der letzten Einstellung der Internationalen Version.

Länger ist nicht zwangsläufig besser, dass ist auch bei Guilty of Romance der Fall. Der Film wird in der auch auf der deutschen DVD/BD vorzufindenen Langfassung nicht unbedingt schlechter. Allerdings bringen die Erweiterungen Veränderungen mit sich, von denen man sicherlich behaupten kann, dass sie Regisseur Sono für seine favorisierte Schnittfassung nicht unbedingt vorgesehen hat. Auch und gerade bei Betrachtung seiner früheren Filme.
Grundsätzlich etwas falsch machen kann man aber wohl mit beiden Versionen nicht, denn: Ein inhaltlich wuchtiges, teils grandios gespieltes und so gar nicht zeitgenössisches Werk kann (fast) nichts entstellen.


8 Erweiterte Szenen = 30 Min. 7 Sec. (PAL)

Meldungen:
Guilty of Romance nächste Woche in der Originalfassung (02.12.2012)

mehr Informationen zu diesem Titel

0:00
Der Langfassung ist ein zusätzliches Nikkatsu-Logo vorangestellt (in die Schnittanzahl bzw. -lauflänge nicht mit einberechnet).
10 Sec.


1:17
Kazuko hat mit einem unbekannten Mann in einem Love Hotel Sex unter der Dusche. Als ihr auf dem Bett liegendes Handy klingelt, taumelt sie aus der Dusche und nimmt den Anruf entgegen. Daraufhin verlässt sie das Hotel und nimmt sich ein Taxi.
44 Sec.


32:52
Hier folgt in der Langfassung bereits die Szene in der Pathologie (Kazuko und ihr Partner werden darüber aufgeklärt, dass es sich bei den Leichenteilen lediglich um ein Opfer handelt, nicht um zwei, wie bis zu dem Zeitpunkt angenommen).
Diese Szene kommt in der Internationalen Version erst bei Min. 53:22 (nachdem Izumi an der Zimmertür des Love Hotels Mitsuko beim Strip für ihren Freier zugesehen hat).
Kein Zeitunterschied

33:44
Kazuko geht mit ihrem Partner noch einmal Details vom Tatort bzw. des Leichenfundes durch. Aufgrund der Art des Verbrechens schließt man einen Raubmord aus und fragt sich, welches Motiv den Täter wohl angetrieben haben könnte. Ihr Partner hat nach vermissten Frauen der letzten zehn Tage recherchiert, sowie denjenigen aus weiteren sechs Monaten zuvor.
Eine ziemlich unübersichtliche Zahl, wie Kazuko zu bedenken gibt, woraufhin ihr Partner erwidert, dass viele gelangweilte Hausfrauen einfach von zuhause weglaufen und nie wiederkehren. Er erzählt die Geschichte von einer Frau, die mit ihrem Müllbeutel dem Wagen der Müllabfuhr hinterläuft und dabei in ein ihr unbekanntes Viertel gerät; ein Erlebnis, das sie letztlich zur Flucht von daheim bewegt.



Kazuko fährt mit dem Zug nach Hause und sieht sich in der Bahn etliche mal mehr, mal weniger gelangweilte Frauen aller Altersklassen an. In einer kurzen Vision erblickt sie einen Moment später eine Frau in einem roten Cocktailkleid (auf diese wird später im Film Bezug genommen).



Kazuko kommt nach Hause, draußen regnet es in Strömen. Sie kocht ein Fondue mit Meeresfrüchten, ihr Mann ist ebenso verwundert wie erfreut darüber, dass sie ausnahmsweise mal "so früh" daheim ist. Am Essenstisch erkundigt sich Kazuko bei ihrer Tochter nach der Schule, die wiegelt gelangweilt ab. Die Kleine möchte lieber etwas über den neuen, spannenden Fall ihrer Mutter wissen, da alle in der Schule bereits darüber sprechen. Kazuko erklärt, dass sie noch nichts weiß, der Vater verbittet sich zudem solche Themen bei Tisch.



Kazuko sitzt frisch geduscht bettfertig vor einem Spiegel im Schlafzimmer, als ihr Handy klingelt. Ihre leicht angetrunkene Affäre will sie sofort sehen, sie dagegen möchte nach neun Uhr nicht mehr angerufen werden, wie er auch weiß. Daraufhin erniedrigt sie ihr Liebhaber am Telefon, indem er sie als "Schlampe" und "seine Slavin" tituliert, macht sie gleichzeitig aber auch mit expliziter Verbalerotik scharf. Kazuko masturbiert ein wenig, bis ihr Mann unter Dusche unvermittelt nach einem Shampoo fragt.
Der Liebhaber klärt Kazuko darüber auf, dass er vor ihrem Haus steht. Die schaut entgeisert aus dem Fenster, läuft dann wieder angezogen in die Küche und erklärt ihrer immer noch dort sitzenden Tochter, dass sie kurz den Müll rausbringt. Draußen steigt sie in das Auto ihres Geliebten und küsst ihn sogleich leidenschaftlich. Der meint, dass sie das gut gemacht hat und sie ihm so gefällt.


6 Min. 57 Sec.

53:22
Kazuko kommt nach Hause und bemerkt ein zweites Paar Herrenschuhe im Flur. Sie geht in die Küche, wo ihr Mann mit einer Freundschaft am Tisch sitzt und bereits etwas gegessen bzw. getrunken hat. Ihr Mann merkt an, dass sie in letzter Zeit des Öfteren früh nach Hause kommt und geradezu fürsorglich ist, worauf Kazuko verschämt erwidert, dass dies so klingen würde, als täte sie sonst nichts im Haushalt.
Ihr Mann steht auf und will eine Flasche Wein holen. Kazuko bietet hastig an, sie selbst zu holen, aber ihr Mann winkt ab. Als Kazuko und die Freundschaft alleien in der Küche sitzen, entpuppt sich der Mann als ihr Liebhaber, welcher sie sofort verbal & körperlich zu bedrängen beginnt, was Kazuko logischerweise eher unangenehm ist. Er erklärt, dass es ihm im Gegensatz zu ihr relativ egal sein kann, wenn ihr Verhältnis ans Tageslicht kommt, da er schließlich Single ist, und drängt sie dazu, ihn wenigstens zu küssen. Kazuko gibt kurz nach, dann hören sie ihren Mann wiederkommen.
Letzterer setzt sich wieder an den Tisch und erzählt von einer Begegnung seiner Kazuko mit einer anderen Frau, welche sich vor ihren Augen mit einem Messerstich selbst umgebracht hat und dass diese Frau eine Shoppingtüte mit etlichen, neu gekaufen Sachen bei sich hatte. Das die dann in Kazukos Armen verstorbene Frau offensichtlich noch ein paar letzte warme Worte für ihren Mann übrig hatte, macht ihn besonders nachdenklich.



Kazuko besucht erneut den Tatort bzw. Fundort der Frauenleiche. Ihr fällt ein zusammengerollter, roter Teppich auf, den sie in der Folge auf dem Holzfußboden ausbreitet und sich darauf legt. Nach einer Weile ruft sie ihren Liebhaber an. Der erniedrigt sie ein weiteres Mal ein wenig und bringt sie zeitgleich dazu, sich selbst zu befriedigen. In einer Art erotischen Vision sieht sie wieder die Frau in dem roten Cocktailkleid, dann beginnt sie sich an den Moment zu erinnern, als sich die junge Frau aus der Geschichte ihres Mannes zuvor vor ihren Augen umbrachte.



In der Rückblende läuft die junge Frau über einen Platz, ehe sie an einer Säule ein Messer hervorholt und dieses unvermittelt in sich hineinstößt. Kazuko rennt erschrocken zu der Frau, welche sich das Messer wieder aus dem Körper zieht und zu Boden sinkt. Kazuko hält die sterbende Frau im Arm, deren Sorge vornehmlich ihrem Handy gilt, weil sie nicht möchte, dass ihr Mann von ihren heimlichen Liebschaften erfährt. Sie bittet Kazuko, es zu zerstören, was sie auch tut. Dann erklärt die junge Frau noch, was für eine Idiotin sie doch sei, da sie ihren Mann schließlich liebt und sich gerade die schönen Anziehsachen gekauft hat, um ihm zu gefallen.
Dann stirbt sie, Kazuko schaut sich nach dem wohl nahenden Krankenwagen um und steckt das kaputte Handy in ihre Manteltasche.



In einem Zwischenschnitt hat Mitsuko nunmehr Sex mit ihrem Freier, während Izumi weiter von der Tür aus zusieht. Mitsuko mahnt sie an, genau hinzusehen.
Umschnitt auf die immer noch auf dem roten Teppich liegende Kazuko, in deren Vision die Frau in dem Cocktailkleid auf ihr sitzt, sie mit beiden Händen würgt und Kazuko gleichzeitig bittet, SIE umzubringen. Kazuko kann die Frau schließlich von sich herunterstoßen, setzt sich auf sie und beginnt damit, sie zu würgen. Die Frau scheint an ihrem Ziel und bekundet weiter lautstark, dass sie getötet werden möchte, während Kazuko sie weiterhin würgt. Dann kommt sie allerdings wieder zu sich und blickt sich noch kurz um.


11 Min. 4 Sec.

1:12:01
Mitsuko erklärt Izumi, dass auch Tränen einen "Körper" haben, der ihre wahre Bedeutung darstellt und dass man eben diese kennen muß. Sie stellt zudem fest, dass in Izumis Kopf derzeit viele Wörter wie Liebe oder Sünde kreisen, die für sie aber - noch - keine Bedeutung erlangt haben.
1 Min. 16 Sec.


1:15:10
Mitsuko macht sich ein wenig darüber lustig, dass Izumi die Verständnislosigkeit bzw. ein Hilferuf à là "Bitte erkläre es mir!" geradezu ins Gesicht geschrieben steht. Sie ergänzt, dass sie ihr mit ihrem Körpereinsatz erklären wollte, was Worte nicht können und spricht erneut vom "Schloß". Izumi indes meint zu glauben, dass sie langsam ihren Verstand verliert und sich von ihrem alten Ich vollständig ablöst, was ihr Angst macht. Mitsuko erwidert, dass Izumi verwirrt ist, weil ihr Körper noch nicht ihren Worten folgt, was dieser mit der Zeit aber erlernen wird. Sie wollen Schritt für Schritt alles in gemeinsame Worte fassen und das Codewort dafür soll "Das Schloß" sein.
1 Min. 53 Sec.


1:37:15
Mitsuko erzählt von einem Freier, der sie extrem an ihren Vater erinnerte und von dem sie das Geld mit gemischten Gefühlen entgegen genommen hat. Ihre Mutter springt dabei plötzlich vom Stuhl und rennt aus dem Raum, um ein Messer zu holen. Wieder im Eßzimmer reißt sie ihre Tochter vom Stuhl und macht anstalten, sie umzubringen, bricht dann aber doch nur weinend zusammen. Sie schreit, warum ihre Tochter nicht mit ihrem unglückseligen Vater zusammen gestorben ist, worauf Mitsuko lachend erwidert, sie hätten wirklich gemeinsam sterben sollen.
Die erschrockene Izumi kann es gar nicht so recht fassen, da wird sie von der just wieder aufgestandenen Mitsuko auch schon vom Stuhl gerissen und aus dem Raum gezerrt. Der irre lachende Shoji und die weiter am Boden weinende Mutter bleiben zurück.



Umschnitt ins Polizeirevier. Ihr Partner breitet vor Kazuko die Fotos von den vermissten Frauen der letzten zehn Tage aus. Darunter ist auch ein Steckbrief von Mitsuko. Er bittet um eine Einschätzung von ihr, des "weiblichen Instinkts" wegen. Sie erklärt, dass Callgirls unter falschen Namen arbeiten, die Profile meistens gefälscht sind und der Sitz der Agenturen auch nur schwer herauszufinden sei. Ihr Partner merkt an, dass sie erstaunlich gut über das Sujet bescheid weiß, spricht ob seiner Verlegenheit aber gleich hastig weiter.
Kazuko fragt, was er wohl denken würde, wenn sie auch so wäre. Ihr Partner hält das für undenkbar, worauf Kazuko erwidert, dass sie ermittlungstechnisch nicht weiterkommen werden, wenn er sein Denken dahingehend nicht "freier" macht.



Kazuko und ihr Partner klappern im Love Hotel-Viertel etliche Etablissements ab und zeigen Fotos der zuletzt vermissten Frauen. Wirklich kooperativ sind die jeweiligen Ansprechpartner nicht, die meisten lassen sie aber zu den Mädchen, um die Bilder vorzeigen zu können. Erkannt wird keine der Frauen auf den Fotos, das eine oder andere Callgirl nutzt den Moment aber gerne mal zur Selbstdarstellung.
Schließlich bekommt Kazukos Partner in einem der Clubs einen Anruf von der Rechtsmedizin - das Opfer wurde identifiziert.


5 Min. 37 Sec.

2:07:08
Kazuko und ihr Partner stürmen in den "Club der Zaubermädchen". Der ist allerdings schon komplett verlassen.



Daraufhin sprechen sie mit Izumis Ehemann Shizu. Der erklärt, dass seine Frau dann und wann merkwürdige, freigeistige Anwandlungen habe und auch schon mal des Öfteren für mehrere Tage verreist. Das sie als Prostituierte unter dem Namen "Yoko" gearbeitert haben soll, könne er sich bei bestem Willen nicht vorstellen.
Kazuko schaut nach unten und bemerkt ein paar rosafarbene Farbkleckse auf dem Teppich. Sie bricht das Gespräch daraufhin ab und geht, ihr recht irritierter Partner folgt ihr. Shizu bedankt sich und lächelt zufrieden, nachdem die beiden gegangen sind.


1 Min. 34 Sec.

2:14:09
Die Internationale Version zeigt ab hier einen "gewöhnlichen" Abspann, sprich: Die rollenden Endcredits vor einem Schwarzbildhintergrund.
In der Langfassung werden die Credits im Verlauf einer erweiterten Szene abgehandelt. Zunächst sieht man die am Boden liegende Izumi ein paar Sekunden länger. Nach einem kurzen Schwarzbild wird in Kazukos Wohnung umgeschnitten, wo sie mit ihrem Mann frühstückt. Man unterhält sich über den mehr oder minder abgeschlossenen Fall, als Kazukos Handy klingelt. Sie macht keine Anstalten, das Gespräch entgegenzunehmen, als ihr Mann sie auf das vibierende Handy hinweist, drückt sie den Anrufer gar weg. Ihr Mann fragt, was denn wäre, wenn das nun ihre Kollegen waren, worauf sie erwidert, dass ihr das egal sei. Ihr Mann ist recht beeindruckt.
Draußen fährt derweil die Müllabfuhr vor. Kazuko fällt ein, dass sie vergessen hat, den Müll rauszubringen; sie greift sich die beiden Tüten und rennt los.



In der Folge rennt Kazuko verbissen dem ihr immer wieder vor der Nase wegfahrenden Müllwagen hinterher. Schließlich stoppt sie und erkennt, dass sie in einem ganz anderen Stadtviertel steht - und zwar dem Love Hotel-Viertel, und mehr noch direkt vor dem Abrißhaus, in dem die ermordete Mistuko stets ihre Freier beglückt hat.
Sie schaut sich verwundert um, als ihr Handy erneut klingelt. Ihr Liebhaber ist am anderen Ende der Leitung und fragt, wo sie im Augenblick gerade ist. Kazuko antwortet mit einem resignierenden "Ich weiß es nicht."


1 Min. 2 Sec. (Langfassung länger)
Frontcover der deutschen Keine Jugendfreigabe DVD (Langfassung):





Frontcover der britischen BBFC 18 BD (Internationale Version):


Kommentare
14.01.2013 00:17 Uhr - demented
1x
Sono's belanglosestes Werk mit staendig wiederholenden furchtbaren Dialogen und sinnlosen Szenen. Dem ham se grad bei Guilty of Romance, ordentlich ins Gehirn geschissen.

14.01.2013 09:18 Uhr - cecil b
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 14
Erfahrungspunkte von cecil b 3.240
Mir wurde der Film auf dieser Seite von vielen Empfohlen. Vielleicht sind die Dialoge kunstvoll abstrakt, aber nicht sinnlos.Ich würde mir gerne selbst ein Bild machen, aber meine Videothek hat den Streifen leider nicht im Programm.

14.01.2013 09:21 Uhr - göschle
Es setzt schon eine gewisse Leidensfähigkeit vorraus, um diesen Sono-Film verstehen bzw. ertragen zu können aber das ist bei jenem Regiseur ohnehin nichts neues. Formal ist der Streifen weitaus weniger radikal und kompromislos als zb. "Cold Fish" - dennoch, das Teil hat was und setzt sich deutlich von den üblichen Sehgewohnheiten ab. Mir hat er gefallen.
Danke für den SB !

14.01.2013 11:29 Uhr - Amok-666
Kann man den auf eine Stufe mit "Love Exposure" stellen,oder geht der völlig in eine andere Richtung?

14.01.2013 14:57 Uhr - sv1976
Den Film sollte man nur sehen, wenn man nicht müde ist. Zu viele Themen schneidet er an, wie
"Rolle der Frau in Japan / Prostitution / Wünsche / Adlige Familie und deren Erbe / Perversion /
und und". Fast zu viel des guten, was man da raus ziehen kann. Nur irgend wie gut gemacht!

Also ein Film, den man lieber beim Kaffee statt Bier schauen sollte!

PS.: Super SB

14.01.2013 15:10 Uhr - Moloch
fand an der Langfassung nichts "überflüssig"
im Gegenteil - der Sub-Plot macht's erst nochmal richtig interessant...

schade, dass Love Exposure und Cold Fish nur OmU erhältlich sind. aber den dritten Teil mit deutscher Synchro bringen. verstehe mal einer diese Verkaufspolitik...

14.01.2013 15:21 Uhr - cecil b
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 14
Erfahrungspunkte von cecil b 3.240
Ich frage mich, ob ich mich da ran wage. Takashi Miikes Visitor Q finde ich gut, und der ist ja auch mal Marke 'gehts noch ?' , aber gar nicht dumm.

14.01.2013 19:29 Uhr - dok
14.01.2013 15:10 Uhr schrieb Moloch
fand an der Langfassung nichts "überflüssig"
im Gegenteil - der Sub-Plot macht's erst nochmal richtig interessant...

ich habe die internationale fassung im kino gesehen und hatte das gefühl , da würde was fehlen . die langfassung hat das nun korrigiert . deutschland hat für einmal die bessere fassung erhalten :)




14.01.2013 15:10 Uhr schrieb Moloch
schade, dass Love Exposure und Cold Fish nur OmU erhältlich sind.

da bin ich jetzt aber ganz anderer meinung :)

14.01.2013 21:39 Uhr - kabukicho
1x
@Amok-666: der schlägt ne andere kerbe ein, was aber nicht heisst, dass er jetzt schlecht ist (mMn ist Love Exposure einfach unerreicht)

und zur deutschen snychro: hab ich was verpasst? ;-) hab Guilty of Romance 2x im kino gesehen und die gesamte Hass-Trilogie im regal stehen, von deutscher snychro keine spur. muss ja auch nicht :)

14.01.2013 22:39 Uhr - Laughing Vampire
2x
User-Level von Laughing Vampire 3
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 174
Einer der besten Filme, die in den letzten Jahren entstanden sind, für mich keine Frage. Hellauf begeistert von dem Film. Die "Internationale Fassung" würde ich mir gerne auch mal ansehen, allerdings ist mir bei einem Sion-Sono-Film jede dazugewonnene Sekunde Gold wert. Meinetwegen könnten seine Filme 12 Stunden dauern. :]

Besonders schön bei Guilty of Romance: Kafkas Roman "Das Schloss" als Leitmotiv.

15.01.2013 13:58 Uhr - Amok-666
@kabukicho
Na dann werd ich mir ihn mal auf gut Glück zulegen,der wird schon passen.^^

19.01.2013 11:53 Uhr - tin-tin
immer so viel sex & gewalt....nein danke....dreckxfilm ^^ hehehe

02.11.2013 09:38 Uhr - Fliegenfuß
User-Level von Fliegenfuß 2
Erfahrungspunkte von Fliegenfuß 58
Soviel Sex am Morgen, meine Güte!!!

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