Kein Jahr vergeht ohne irgendeinen Film, der sich als Parodie auf gängige Kinoproduktionen versteht. Die Wayans-Brüder, die mit Scary Movie anno 2000 einen Riesenhit landeten, haben seither versucht, diese Idee zu melken und auch andere Filmemacher sprangen auf den Zug auf und offenbar lässt das Konzept noch immer die Kinokassen klingeln. Bei Dance Flick, der neben diversen Tanzfilmen auch Twilight oder David Hasselhoff mit einer mehr oder weniger schmeichelhaften Widmung bedenkt, spielte man allerdings nur noch mit Ach und Krach die Produktionskosten ein.
Die DVD muss es also reißen und dementsprechend wird sie auch wie alle anderen Genrekollegen als Unrated-Fassung vermarktet. Die zusätzlichen Szenen könnten auch als Deleted Scenes durchgehen, ob sie zu brisant sind, um das PG-13-Rating (for crude and sexual content throughout, and language) im Kino zu behalten, wird nicht klar, muss es aber auch nicht. Den Film besser machen die Erweiterungen sicher nicht, ein Rohrkrepierer bleibt das Werk zu jedem Zeitpunkt.
Entgegen der Information aus vielen Reviews, dass sich auf der US-DVD nur die längere Unrated-Fassung befinden würde, ist allerdings sehr wohl auch die kürzere PG13-Fassung zu finden. Bei der deutschen Heimkinoauswertung ist noch nicht bekannt, welche Fassung dieser zugrunde liegen wird, allerdings war es in der Vergangenheit bei den Parodien auch immer die längere Unrated.
Verglichen wurde die Kinofassung (FSK 12 / PG-13) mit der Unrated Version (beide enthalten auf der US-DVD von Paramount).
6 zusätzliche Szenen = 375,16 Sec. bzw. ca. 6 Minuten 16 Sekunden
Zusätzliche Szene 0:04:56: Ein Typ macht komische Tanzbewegungen. Thomas fragt A-Con, warum die Zuschauer ihn so abfeiern würden. Dieser entgegnet, dass der Typ der Regisseur sei und alles, was er tue, toll sei. Der hampelt derweil weiter herum und brüllt: "Yeah! That's my movie!"
29,32 Sec.
Zusätzliche Szene 0:13:53: Während Megan von ihrem Vater in der PG-13-Fassung beschwichtigt wird, was den Zustand der Wohnung angeht, zeigt die Unrated noch, wie er ihr "ihren" Bereich zeigt, in dem natürlich auf Anhieb erstmal ein paar Sicherungen durchknallen. Er versichert ihr aber, dass er das für sie schon angenehm gestalten würde. Unheimlich lustig ist auch, dass ihm, nachdem er eine Tür zugeschlagen hat, noch ein Stück Putz auf den Kopf fällt.
Dann gibt es eine weitere, neue Szene. Megan erwacht am nächsten Morgen auf der Couch und sieht, dass die Bude jeglichen hygienischen Standard (Kakerlaken, etc.) vermissen lässt. Was macht man da? Logisch, man beugt sich erstmal aus dem Fenster, um ein paar Töne zu trällern und wie in einem Märchen der Gebrüder Grimm stehen die Kakerlaken, eine Katze, diverse Ratten, eine Taube und ein Cracksüchtiger auf der Matte. Megan ruft sie alle dazu auf, die Wohnung auf Vordermann zu bringen und singt dann noch mehr. Weil die ganze Szene bislang so realistisch und humorig war, ist es nur konsequent, dass das Getier seinen eigenen Kopf hat und einige Kommentare ablässt. Aber der Reihe nach:
Kakerlake: "Clean up your own shit, he!"
Ratte: "Kiss my furry A-Hole!"
Taube: "This bitch can't sing, I'm outta here."
Crackhead: "Word!"
Diverse Gegenstände fliegen Megan entgegen und sie guckt ... erstaunt.
102,56 Sec.
Zusätzliche Szene 0:15:50: Thomas trifft A-Con und fragt diesen, ob er zur Schule gehe. A-Con sagt aber deutlich, dass er nichts davon hält, da liefen nur Verlierer mit Hoffnungen und Träumen herum, da würde er lieber ins Gefängnis gehen. Übrigens sei er nur noch ein Verbrechen vom Knast entfernt und er freut sich schon irgendwie drauf, was ihn da alles erwarte, z.B. das Duschen. Thomas entgegnet, dass er das nicht toll findet, doch A-Con sagt, dass er jetzt zur Bank müsse, zieht sich seine Mütze über's Gesicht und steigt in ein Auto ein. Thomas solle seiner Mutter aber ausrichten, dass A-Con heute auf ein Stück Kuchen vorbei käme.
50,96 Sec.
Zusätzliche Szene 0:37:32: Der kleine Junge stört seine Mutter natürlich beim Tanzen, also gibt sie ihn bei der Garderobe ab.
20,36 Sec.
Zusätzliche Szene 0:42:34: In der Unrated gibt es noch eine Parodie auf David Hasselhoff, der von seiner Tochter gefilmt wurde, als er sturzbetrunken auf dem Boden liegend versuchte, einen Burger zu essen. Das macht auch Megan mit ihrem Dad, hier ist es nur etwas vulgärer, denn während sie versucht, von ihrem Vater das Versprechen zu bekommen, dass er keinen Alkohol mehr trinken wird, erbricht er sich auf den Boden und tunkt den Burger dort hinein. Dann richtet er sich im Sitzen auf und kotzt schließlich in Richtung Kamera.
75,92 Sec.
Zusätzliche Szene 0:52:39: Megan führt Thomas in ihre Wohnung und sagt, dass ihr Vater die ganze Nacht arbeiten sei. Sie versucht in der Folge diverse Anspielungen zu machen, dass sie mit Thomas gerne im Bett landen würde, doch der versteht es jedes Mal falsch. Schließlich spricht sie es aus und er fragt, warum sie das nicht gleich gesagt hätte. Darauf hin sagt sie, dass sie ein wenig schüchtern ist.
96,04 Sec.
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Die Wayans interessierts... mich nicht so. An "Scary Movie" kam irgendwie nicht mehr ran.
Obwohl ich das "Don't stop snitchin"-Shirt ja schon lustig finde...
Auch auf die Gefahr hin wie ein alter Sack zu klingen, aber früher waren selbst die Film Parodien besser, man denke nur an Klassiker wie Das Schweigen der Hammel.
Naja, an Die Ritter der Kokusnuss wird eh kein Film mehr rankommen, und diese Machwerke über die bestenfalls bekiffte Dreizehnjährige lachen können schon gar nicht.