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Tim und Struppi

OT: Les aventures de Tintin

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,50 (2 Stimmen) Details
18.06.2014
-Der-Tribun
Level 16
XP 4.841
Ausgabe: #9 - Die Krabbe mit den goldenen Scheren
Albumfassung
Ursprungsfassung
Tim und Struppi ist eine der in Deutschland bekanntesten franko-beligischen Comicserien. Von daher müssen über sie nicht viele Worte verloren werden.

Für den folgenden Schnittbericht muss etwas weiter ausgeholt werden.

Es ist eher wenig bekannt, dass von den erschienenen Bänden erst die Bände ab der Nummer 10 - "Der geheimnisvolle Stern" - noch immer in ihrer urspünglich gezeichneten Fassung normal zu haben sind. (Besagter Band hat Veränderungen, welche aufgrund des 2. Weltkriegs eintraten, passt aber nicht mehr in das Schema) Die einzige Ausnahme stellt der 14. Band - "Im Reiche des schwarzen Goldes" - dar, welcher eine sehr verworrene Geschichte hat, die hier nicht weiter relevant ist.

Generell ist es in den ersten acht Bänden so, dass Hergè zuerst eine schwarzweiß-Fassung der Geschichte zeichnete, und dann später eine zweite Version, als er alle seine Comics auf Farbe umstellte und straffte. Die zweite Version konnte entweder völlig neu gezeichnet sein (wie z.B. bei "Die Zigarren des Pharaos"), oder es gab nur Detailänderungen und der Band wurde einfach koloriert. Um das einmal zu veranschaulichen, hier zweimal die gleiche Szene aus "Tim in Amerika":

Ersteinmal von 1931

und einmal von 1946.


Die große Ausnahme stellt der Band "Die Schwarze Insel" dar, bei welchem der englische Verlag Einspruch erhob, dass England und Schottland sehr unrealistisch dargestellt werden würden, was Hergè nicht wollte. Also wurde nach intensiven Recherchen eine komplett neue dritte Version erstellt.


Nun da das geklärt ist, kommen wird zu dem Grund für diesen Schnittbericht, den Band Nummer 9 - "Die Krabbe mit den goldenen Scheren".

Bei diesem Band musste Hergè nicht viel arbeiten, um die Farbfassung zu erstellen. Die Zeichnungen waren schon so gut, dass er lediglich das Seitenlayout umstellen und einige seitengroße Panels zum Füllen zeichnen musste, bevor die Farbfassung erstellt werden konnte. Das Probelm kam auf, als Tim und Struppi Anfang der 60er auch nach Amerika kommen sollten. Der Verlag stellte Bedigungen, auf die Hergè zähneknischend eingehen musste, was in der Umarbeitung einiger Panels resultierte, also eine definitiv von Außen angeordnete Zensur. Zum einen war die unumstößliche Meinung, dass Schwarze niemals zusammen mit Weißen in einem Comic auftraten können, egal in welcher Art, und zum anderen störte man sich in Kapitän Haddocks Alkoholkonsum. Zu Blöd, dass diese Fassung dann auch noch die Druckvorlage für die ganze Welt wurde.

Hergè kommentierte das später mit seinem üblichen Sarkasmus so: "Jeder weiß, dass Amerikaner nie Whisky trinken und dass es dort keine Schwarzen gibt."

Verglichen werden hier die schwarzweiße Ursprungsfassung wie sie aus einem belgischen Nachdruck zur Verfügung steht, mit der deutschen Albumfassung, welche stllvertretend für alle heute erhältlichen Alben (außer Nostalgiealben) steht.
UrsprungsfassungAlbenfassung
Es gibt keine Schwarzen

Da nach den Vorgaben des amerikanischen Verlags Schwarze und Weiße nicht gemeinsam in einem Comic, gleich in welcher Art, auftreten durften, mussten zwei Personen in dieser Geschichte verändert werden. Hinweis: es werden nur einzelne Panels gezeigt.

Der erste ist der Matrose Jumbo, welcher auf Allans Schiff das Bullauge in Kapitän Haddocks Kajüte überwcht, aber von Tim überlistet wird. Er wurde von einem Schwarzen zu einem Asiaten verändert. (Für diesen Vergleich habe ich der besseren Übersicht halber die Albumfassung etwas ummontiert, Inhalt der Panels wurde nicht verändert).
UrsprungsfassungAlbenfassung


Der zweite ist der Mann, welcher den gefangengenommenen Kapitän Haddock mit einem Stock verprügelt und später vor diesem durch die Straßen der Stadt flüchtet. Der Schwarze wurde in diesem Fall zu einem Araber (was, da sie sich in Nordafrika befinden, sogar Sinn macht).
UrsprungsfassungAlbenfassung


"Alkohol? Ist doch verboten!"

Bei der Beastandung von Kapitän Haddocks Alkoholkonsum wurden ganz merkwürdige Bestimmungen auferlegt. Haddock darf trinken, aber Panels in denen er das offensichtlich tut, waren tabu. Dementsprechend wurden in der Szene im Rettungsboot die zwei Panels in denen Haddock aus der Flasche trinkt durch zwei neue (er sieht die Flasche an und eine Fernansicht des Rettungsboots) ersetzt.

Kommentare

18.06.2014 01:23 Uhr - Basic.Master
2x
SB.com-Autor
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Eine schöne Reihe, auch die (älteren) Filme und die Zeichentrickserie aus den 90ern. Den CGI-Film habe ich noch nicht gesehen; kann mir nicht vorstellen, dass das Flair da erhalten geblieben ist. Übrigens läuft diese Woche auf arte noch morgens die Reihe "Auf Reisen mit Tim und Struppi".

Hunderttausend heulende Höllenhunde...bei einem französischen Comic hätte ich jetzt keine Zensur erwartet. Aber das kann unser KiKA auch - nachdem die Doppelfolge "Die Juwelen der Sängerin" der 90er-Zeichentrickserie im Juni 2012 noch gezeigt wurde, ist sie seitdem "aus redaktionellen Gründen nicht [mehr] zur Ausstrahlung im KiKA-Programm freigegeben", wegen Zuschauerkritik, die man nicht genauer erörtern will.

Danke für den SB!

18.06.2014 02:12 Uhr - Critic
4x
Auf KiKa darf sowas halt nicht laufen. Dort muss Platz dafür gemacht werden, bereits im jungen Alter die Konsumgeilheit und Oberflächlichkeit voranzutreiben, mit Castingshows und dergleichen.

18.06.2014 03:00 Uhr - FdM
Wie sah das mit der Vhs aus,gibt es da auch irgendwelche Fassungsunterschiede ?

18.06.2014 08:52 Uhr - marx1201
1x
@Critic

Faceplam!

Überhaupt ansatzweise das Intro gelesen?!

18.06.2014 11:50 Uhr - PilleFryday
Tim und Struppi kann man immernoch gucken, sehr gute Oldschool-Abenteuer

@Basic:

Mich hat der Film gut unterhalten, wer Tim und Struppi generell mag, der sollte ihm ne chance geben.

18.06.2014 15:43 Uhr - Grosser_Wolf
@ Basic.Master
Ich bin vom computeranimierten Film etwas enttäuscht. Die visuelle Umsetzung finde ich sehr spannend, so ist das nicht. Jedoch zu lange zieht sich eine Art Einleitung hin, in der sich Tim und Haddock erstmal kennen lernen, und als der Film endlich in Fahrt kam, hört er plötzlich auf. So zumindest meine Meinung. Da fand ich "Tim und Struppi und das Geheimnis um das goldene Vlies" von 1961 besser, zumal der Film keine unnötig langen Erklärungen macht sondern sofort in eine Geschichte einsteigt. Das ist den Comics mMn näher.

Zum Schnittbericht ein großes Dankeschön. Es ist auch bei Comics immer wieder interessant zu sehen, wo in welchen Ländern was verändert oder sogar zensiert wird.

18.06.2014 17:29 Uhr - deNiro
2x
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@Grosser_Wolf

Was ist denn gegen eine Einleitung einzuwenden? Für mich, der die Comic´s nur wenig gelesen hat, war das genau das richtige. Warum haben die Leute nur einfach keine Zeit mehr?? So schnell wie möglich muss eine Geschichte beginnen, keine Zeit für Charakter - Einführung, keine Zeit für Charakter-Zeichnung!?

Ich fand das der Film den Charme der Comics etwas vermissen lässt. War aber auch so zu erwarten, da einfach anderes Medium. Darüber hinaus ein technisch perfektes Abenteuer- Filmchen der durchaus Lust auf einen hoffentlich bald kommenden 2. Teil macht.

18.06.2014 20:05 Uhr - KKinski
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18.06.2014 01:23 Uhr schrieb Basic.Master
Hunderttausend heulende Höllenhunde...bei einem französischen Comic hätte ich jetzt keine Zensur erwartet. Aber das kann unser KiKA auch - nachdem die Doppelfolge "Die Juwelen der Sängerin" der 90er-Zeichentrickserie im Juni 2012 noch gezeigt wurde, ist sie seitdem "aus redaktionellen Gründen nicht [mehr] zur Ausstrahlung im KiKA-Programm freigegeben", wegen Zuschauerkritik, die man nicht genauer erörtern will.


Wers genau wissen will: http://www.youtube.com/watch?v=LPLDaCTKJjk
Die Roma werden IMHO sehr klischeehaft dargestellt, mit Handlesen und Ähnlichem.

18.06.2014 20:43 Uhr - frodo_beutlin
3x
18.06.2014 11:50 Uhr schrieb PilleFryday
Tim und Struppi kann man immernoch gucken, sehr gute Oldschool-Abenteuer

@Basic:

Mich hat der Film gut unterhalten, wer Tim und Struppi generell mag, der sollte ihm ne chance geben.


Ich war als Riesen Tim und Struppi-Fan restlos begeistert vom CGI-Film. Er war witzig, spannend und zu keiner Sekunde langweilig.
Ich gebe zu, das mich der Trailer zuerst sehr kritisch stimmte, aber ich gab ihm dann auch eine Chance.

18.06.2014 21:22 Uhr - Grosser_Wolf
18.06.2014 17:29 Uhr schrieb deNiro
@Grosser_Wolf

Was ist denn gegen eine Einleitung einzuwenden?

Es kommt auf die Art der Einleitung an, muß ich zugeben.

Allgemein? Erstens ist es ein typisches Hollywood-Klischee. Fast jede Comic-Verfilmung, schon in den 80ern, versucht sich in (leider oft plumpen) Erklärungen bzw. Einleitungen. Ich persönlich empfinde daher viele Comicverfilmungen inzwischen als nicht so toll, wie sie hätten seion können - auch wirken sie auf mich deswegen in diesem Punkt oft sehr austauschbar. (Und seien wir mal ehrlich, die Charakterzeichnungen sind in einem Film nach einem Comic sehr oft auch nicht das Gelbe vom Ei.) "Watchmen" hat übrigens prima gezeigt, daß es auch anders geht. Man mußte halt während des Vorspanns und auch im Film ein bißchen besser aufpassen, weil man die Vorgeschichte nicht einfach präsentiert bekommen hat. Aber sowas in der Art finde ich gut! Zack, rein ins Geschehen!

Des weiteren empfand ich "Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn" in der ersten Dreiviertelstunde als viel zu langatmig geraten. Tatsächlich dachte ich "passiert endlich was in der Art, wie ich es von den Comics her kenne?" Gut, meine Erwartungen waren vielleicht falsch.

18.06.2014 23:39 Uhr - deNiro
1x
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18.06.2014 21:22 Uhr schrieb Grosser_Wolf
18.06.2014 17:29 Uhr schrieb deNiro
@Grosser_Wolf

Was ist denn gegen eine Einleitung einzuwenden?

Es kommt auf die Art der Einleitung an, muß ich zugeben.

Allgemein? Erstens ist es ein typisches Hollywood-Klischee. Fast jede Comic-Verfilmung, schon in den 80ern, versucht sich in (leider oft plumpen) Erklärungen bzw. Einleitungen. Ich persönlich empfinde daher viele Comicverfilmungen inzwischen als nicht so toll, wie sie hätten seion können - auch wirken sie auf mich deswegen in diesem Punkt oft sehr austauschbar. (Und seien wir mal ehrlich, die Charakterzeichnungen sind in einem Film nach einem Comic sehr oft auch nicht das Gelbe vom Ei.) "Watchmen" hat übrigens prima gezeigt, daß es auch anders geht. Man mußte halt während des Vorspanns und auch im Film ein bißchen besser aufpassen, weil man die Vorgeschichte nicht einfach präsentiert bekommen hat. Aber sowas in der Art finde ich gut! Zack, rein ins Geschehen!

Des weiteren empfand ich "Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn" in der ersten Dreiviertelstunde als viel zu langatmig geraten. Tatsächlich dachte ich "passiert endlich was in der Art, wie ich es von den Comics her kenne?" Gut, meine Erwartungen waren vielleicht falsch.


Nun gut, du betrachtest das ganze von deiner Warte aus. Dein gutes Recht!

Aber Einleitungen haben ihren Sinn! Publikum das mit dem Stoff nicht vertraut ist, gibt man damit die Gelegenheit ebenfalls in die Geschichte einzutauchen und die Charaktere besser kennenzulernen. Ich fand das in "Tim und Struppi" super gelöst, übrigens in meinen Augen, ein Verdienst von u.a. Jackson der mit seinen "HdR" Filmen bereits gezeigt hat wie man einen umfangreichen bzw. komplexen Stoff auch "Außenseitern" zugänglich macht. Wenn ich an die erste Stunde von "Die Gefährten" denke, dann trifft dort die Einführung der Hobbits so ziemlich das, was ich gern ausdrücken möchte. Jackson nimmt sich Zeit, "zelebriert" die Einführung beinahe. Und wenn das Ganze 2 Stunden dauert, mir egal!

Nein, ich will gerade bei solchen Stoffen in den ersten Minuten an die Hand genommen werden, will das sich die Charaktere "vorstellen", will eintauchen und das von Anfang an!
Dein Beispiel mit Watchmen ist super! Zeigt es doch wie wichtig es ist auch ungelesene Zuschauer mitzunehmen. Leider versäumt Znyder dies, wahrscheinleich auch ganz bewusst. Für mich war das absolut ok, aber leicht zugänglich ist "Watchmen" für Außenstehende nun mal nicht. In meinen Augen EIN Grund warum der Film an den Kinokassen floppte!

19.06.2014 00:43 Uhr - Otis
Da versteh mal einer diese völlig bekloppten, durchgedrehten Weißhäute... Wann wird eigentlich der Pirat im Ausguck aus den Asterix Comics gegen nen politisch korrekten Vertreter ausgetauscht?

19.06.2014 12:23 Uhr - Grosser_Wolf
@ deNiro
Ganz kurz nur, es gibt viele sehr erfolgreiche Filme, die auf eine Einleitung verzichtet haben und dennoch erfolgreich waren. Aus dem Bereich Horror und SF fallen mir spontan "Nightmare On Elm Street" und noch besser "Bad Taste" ein. Auch "Moon" von Duncan Jones hat nur Fragmente einer Art Einleitung und ist plötzlich mitten drin. Aber ich sehe das eben auch so, daß Produzenten die Zuschauer(massen) für etwas dumm halten und unbedingt komplizierte, aber eben oft gleichförmige Einleitungen haben wollen. Leider.

19.06.2014 12:49 Uhr - deNiro
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19.06.2014 12:23 Uhr schrieb Grosser_Wolf
@ deNiro
Ganz kurz nur, es gibt viele sehr erfolgreiche Filme, die auf eine Einleitung verzichtet haben und dennoch erfolgreich waren. Aus dem Bereich Horror und SF fallen mir spontan "Nightmare On Elm Street" und noch besser "Bad Taste" ein. Auch "Moon" von Duncan Jones hat nur Fragmente einer Art Einleitung und ist plötzlich mitten drin. Aber ich sehe das eben auch so, daß Produzenten die Zuschauer(massen) für etwas dumm halten und unbedingt komplizierte, aber eben oft gleichförmige Einleitungen haben wollen. Leider.


Nein, nochmal!
Es geht mir nicht generell um Einleitungen in Filmen. Hier und da machen die sicher auch keinen Sinn. Bei den von dir angesprochenen Filmen absolut nicht. Da bin ich doch bei dir. Mir geht's einzig und allein um Stoffe die den Zuschauer nicht allein lassen dürfen! Du hast doch das Beispiel Watchmen selbst angeführt. Das hat doch nichts mit "dumm halten" zu tun, sondern manche Stoffe bedürfen eben aufgrund ihrer komplexen Struktur einer Einleitung, und machen da auch auf jeden Fall Sinn! "Tim und Struppi", "HdR" , ganz bekanntes Beispiel "Star Wars - Eine neue Hoffnung", selbst Indiana Jones verzichtet nicht darauf seine Charaktere ausführlich in kurzen Geschichten, die vor der eigentlichen Geschichte laufen, vorzustellen. Und das ist gut so!

Ich hoffe nun du weißt vorauf ich hinaus will!

19.06.2014 20:57 Uhr - hardcore1982
19.06.2014 12:49 Uhr schrieb deNiro
19.06.2014 12:23 Uhr schrieb Grosser_Wolf
@ deNiro
Ganz kurz nur, es gibt viele sehr erfolgreiche Filme, die auf eine Einleitung verzichtet haben und dennoch erfolgreich waren. Aus dem Bereich Horror und SF fallen mir spontan "Nightmare On Elm Street" und noch besser "Bad Taste" ein. Auch "Moon" von Duncan Jones hat nur Fragmente einer Art Einleitung und ist plötzlich mitten drin. Aber ich sehe das eben auch so, daß Produzenten die Zuschauer(massen) für etwas dumm halten und unbedingt komplizierte, aber eben oft gleichförmige Einleitungen haben wollen. Leider.


Nein, nochmal!
Es geht mir nicht generell um Einleitungen in Filmen. Hier und da machen die sicher auch keinen Sinn. Bei den von dir angesprochenen Filmen absolut nicht. Da bin ich doch bei dir. Mir geht's einzig und allein um Stoffe die den Zuschauer nicht allein lassen dürfen! Du hast doch das Beispiel Watchmen selbst angeführt. Das hat doch nichts mit "dumm halten" zu tun, sondern manche Stoffe bedürfen eben aufgrund ihrer komplexen Struktur einer Einleitung, und machen da auch auf jeden Fall Sinn! "Tim und Struppi", "HdR" , ganz bekanntes Beispiel "Star Wars - Eine neue Hoffnung", selbst Indiana Jones verzichtet nicht darauf seine Charaktere ausführlich in kurzen Geschichten, die vor der eigentlichen Geschichte laufen, vorzustellen. Und das ist gut so!

Ich hoffe nun du weißt vorauf ich hinaus will!


Prinzipiell bin ich hier komplett bei Dir, Einleitungen machen Sinn und sind auch wichtig.
Nur bei Watchmen kann ich überhaupt nicht zustimmen. Der Film macht es genauso wie der Comic, auch im Comic gibt es keine richtige Einleitung, der Comedian wird aus dem Fenster geschmissen.
Ich denke eher Watchmen ist gefloppt wegen falscher Vermarktung und falsche Erwartungshaltung beim Zuschauer. Viele gehen bei Comic Verfilmungen von viel Action aus, ist bei Watchm,en jedoch überhaupt nicht der Fall. Obwohl der Film da schon kompromisse eingeht (und teilweise die Idee von Superhelden ohne Superkräfte unterwandert) und die Kämpfe deutlich Actionlastiger, blutiger und mit "coolen" Kamerafahrten und Einstellungen versieht als sie im Comic jemals waren und auch seine Akteure mächtiger und mehr mit Kräften ausgestattet wirken lässt. Als Leser merkt man das schon bei dem Eröffnungskampf mit dem Comedian, der mir persönlich schon fast zu Superkraft lastig ist (für mich persönlich ist Watchmen trotzdem eine der besten Comicverfilmungen überhaupt, kommt aber nicht an den Comic ran).

19.06.2014 22:00 Uhr - deNiro
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User-Level von deNiro 5
Erfahrungspunkte von deNiro 312
19.06.2014 20:57 Uhr schrieb hardcore1982
19.06.2014 12:49 Uhr schrieb deNiro
19.06.2014 12:23 Uhr schrieb Grosser_Wolf
@ deNiro
Ganz kurz nur, es gibt viele sehr erfolgreiche Filme, die auf eine Einleitung verzichtet haben und dennoch erfolgreich waren. Aus dem Bereich Horror und SF fallen mir spontan "Nightmare On Elm Street" und noch besser "Bad Taste" ein. Auch "Moon" von Duncan Jones hat nur Fragmente einer Art Einleitung und ist plötzlich mitten drin. Aber ich sehe das eben auch so, daß Produzenten die Zuschauer(massen) für etwas dumm halten und unbedingt komplizierte, aber eben oft gleichförmige Einleitungen haben wollen. Leider.


Nein, nochmal!
Es geht mir nicht generell um Einleitungen in Filmen. Hier und da machen die sicher auch keinen Sinn. Bei den von dir angesprochenen Filmen absolut nicht. Da bin ich doch bei dir. Mir geht's einzig und allein um Stoffe die den Zuschauer nicht allein lassen dürfen! Du hast doch das Beispiel Watchmen selbst angeführt. Das hat doch nichts mit "dumm halten" zu tun, sondern manche Stoffe bedürfen eben aufgrund ihrer komplexen Struktur einer Einleitung, und machen da auch auf jeden Fall Sinn! "Tim und Struppi", "HdR" , ganz bekanntes Beispiel "Star Wars - Eine neue Hoffnung", selbst Indiana Jones verzichtet nicht darauf seine Charaktere ausführlich in kurzen Geschichten, die vor der eigentlichen Geschichte laufen, vorzustellen. Und das ist gut so!

Ich hoffe nun du weißt vorauf ich hinaus will!


Prinzipiell bin ich hier komplett bei Dir, Einleitungen machen Sinn und sind auch wichtig.
Nur bei Watchmen kann ich überhaupt nicht zustimmen. Der Film macht es genauso wie der Comic, auch im Comic gibt es keine richtige Einleitung, der Comedian wird aus dem Fenster geschmissen.
Ich denke eher Watchmen ist gefloppt wegen falscher Vermarktung und falsche Erwartungshaltung beim Zuschauer. Viele gehen bei Comic Verfilmungen von viel Action aus, ist bei Watchm,en jedoch überhaupt nicht der Fall. Obwohl der Film da schon kompromisse eingeht (und teilweise die Idee von Superhelden ohne Superkräfte unterwandert) und die Kämpfe deutlich Actionlastiger, blutiger und mit "coolen" Kamerafahrten und Einstellungen versieht als sie im Comic jemals waren und auch seine Akteure mächtiger und mehr mit Kräften ausgestattet wirken lässt. Als Leser merkt man das schon bei dem Eröffnungskampf mit dem Comedian, der mir persönlich schon fast zu Superkraft lastig ist (für mich persönlich ist Watchmen trotzdem eine der besten Comicverfilmungen überhaupt, kommt aber nicht an den Comic ran).


Deswegen schrieb ich ja auch EIN Grund warum Watchmen nicht der kommerzielle Erfolg geworden ist den man sich gewünscht hätte;)

Im Übrigen habe ich ja auch nie betritten das der Film genauso wie die Comicvorlage vorgeht. Die Frage ist eben ob man, ähnlich wie Jackson, Änderungen zu Gunsten des besseren Verständnisses hätte vornehmen sollen. Sprich, Figuren Charaktere und derren Historie vorstellt. Wie gesagt mich störte das nicht, ganz im Gegenteil, ich kenne aber 1-2 Leute die aufgrund dieser fehlenden Informationen den Film abgebrochen haben.

20.06.2014 09:31 Uhr - MichaelAliensBiehn
1x
18.06.2014 01:23 Uhr schrieb Basic.Master
Eine schöne Reihe, auch die (älteren) Filme und die Zeichentrickserie aus den 90ern. Den CGI-Film habe ich noch nicht gesehen; kann mir nicht vorstellen, dass das Flair da erhalten geblieben ist. Übrigens läuft diese Woche auf arte noch morgens die Reihe "Auf Reisen mit Tim und Struppi".

Hunderttausend heulende Höllenhunde...bei einem französischen Comic hätte ich jetzt keine Zensur erwartet. Aber das kann unser KiKA auch - nachdem die Doppelfolge "Die Juwelen der Sängerin" der 90er-Zeichentrickserie im Juni 2012 noch gezeigt wurde, ist sie seitdem "aus redaktionellen Gründen nicht [mehr] zur Ausstrahlung im KiKA-Programm freigegeben", wegen Zuschauerkritik, die man nicht genauer erörtern will.

Danke für den SB!


Jedes Kind in Deutschland weiß, Kika ist der größte Scheiß

20.06.2014 16:10 Uhr - hardcore1982
19.06.2014 22:00 Uhr schrieb deNiro
19.06.2014 20:57 Uhr schrieb hardcore1982
19.06.2014 12:49 Uhr schrieb deNiro
19.06.2014 12:23 Uhr schrieb Grosser_Wolf
@ deNiro
Ganz kurz nur, es gibt viele sehr erfolgreiche Filme, die auf eine Einleitung verzichtet haben und dennoch erfolgreich waren. Aus dem Bereich Horror und SF fallen mir spontan "Nightmare On Elm Street" und noch besser "Bad Taste" ein. Auch "Moon" von Duncan Jones hat nur Fragmente einer Art Einleitung und ist plötzlich mitten drin. Aber ich sehe das eben auch so, daß Produzenten die Zuschauer(massen) für etwas dumm halten und unbedingt komplizierte, aber eben oft gleichförmige Einleitungen haben wollen. Leider.


Nein, nochmal!
Es geht mir nicht generell um Einleitungen in Filmen. Hier und da machen die sicher auch keinen Sinn. Bei den von dir angesprochenen Filmen absolut nicht. Da bin ich doch bei dir. Mir geht's einzig und allein um Stoffe die den Zuschauer nicht allein lassen dürfen! Du hast doch das Beispiel Watchmen selbst angeführt. Das hat doch nichts mit "dumm halten" zu tun, sondern manche Stoffe bedürfen eben aufgrund ihrer komplexen Struktur einer Einleitung, und machen da auch auf jeden Fall Sinn! "Tim und Struppi", "HdR" , ganz bekanntes Beispiel "Star Wars - Eine neue Hoffnung", selbst Indiana Jones verzichtet nicht darauf seine Charaktere ausführlich in kurzen Geschichten, die vor der eigentlichen Geschichte laufen, vorzustellen. Und das ist gut so!

Ich hoffe nun du weißt vorauf ich hinaus will!


Prinzipiell bin ich hier komplett bei Dir, Einleitungen machen Sinn und sind auch wichtig.
Nur bei Watchmen kann ich überhaupt nicht zustimmen. Der Film macht es genauso wie der Comic, auch im Comic gibt es keine richtige Einleitung, der Comedian wird aus dem Fenster geschmissen.
Ich denke eher Watchmen ist gefloppt wegen falscher Vermarktung und falsche Erwartungshaltung beim Zuschauer. Viele gehen bei Comic Verfilmungen von viel Action aus, ist bei Watchm,en jedoch überhaupt nicht der Fall. Obwohl der Film da schon kompromisse eingeht (und teilweise die Idee von Superhelden ohne Superkräfte unterwandert) und die Kämpfe deutlich Actionlastiger, blutiger und mit "coolen" Kamerafahrten und Einstellungen versieht als sie im Comic jemals waren und auch seine Akteure mächtiger und mehr mit Kräften ausgestattet wirken lässt. Als Leser merkt man das schon bei dem Eröffnungskampf mit dem Comedian, der mir persönlich schon fast zu Superkraft lastig ist (für mich persönlich ist Watchmen trotzdem eine der besten Comicverfilmungen überhaupt, kommt aber nicht an den Comic ran).


Deswegen schrieb ich ja auch EIN Grund warum Watchmen nicht der kommerzielle Erfolg geworden ist den man sich gewünscht hätte;)

Im Übrigen habe ich ja auch nie betritten das der Film genauso wie die Comicvorlage vorgeht. Die Frage ist eben ob man, ähnlich wie Jackson, Änderungen zu Gunsten des besseren Verständnisses hätte vornehmen sollen. Sprich, Figuren Charaktere und derren Historie vorstellt. Wie gesagt mich störte das nicht, ganz im Gegenteil, ich kenne aber 1-2 Leute die aufgrund dieser fehlenden Informationen den Film abgebrochen haben.


Jackson hat die Vorstellung der Charaktere jedoch nicht selbst erfunden sondern aus den Anhängen sowie dem Herrn der Ringe selbst genommen.
Bei Watchmen gab es keine außer das was in der Geschichte selbst erzählt wird. Natürlich hätte man diese umschreiben können, damit jedoch den Spannungsbogen versaut. Es macht ja z.B. Sinn warum man erst später erfährt bei welchem Fall Rorschach zu dem wird der er jetzt ist.
Sonst gibt es keine Vorgeschichte, die hätte Snyder erfinden müssen. Before Watchmen kam ja erst später und zu den Bänden äußere ich mich lieber nicht :-).

21.06.2014 14:05 Uhr - M.Hulot
Sehr guter Beitrag. Doch das Accent auf dem hinteren e von Hergé gehört so rum ;-)

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