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OT: Hexen geschändet und zu Tode gequält

Herstellungsland:Deutschland (1973)
Genre:Horror, Drama
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,06 (13 Stimmen) Details
22.03.2009
Demerest
Level 11
XP 1.779

Vergleichsfassungen
Dt. VHS ofdb
NL-DVD ofdb
Laufzeit der gekürzten Fassung: 1:24:33 (ohne Abspann)
Laufzeit der ungekürzten Fassung: 1:26:05 (ohne Abspann)
Die Laufzeitangaben stammen von der ungekürzten Fassung.

- 7 Schnitte: 1 Minute und 21 Sekunden

Verglichen wurde die gekürzte VHS von VPS (Ungeprüft) mit der ungekürzten DVD von DVD Network (Ungeprüft).



Nach dem großen Erfolg des Films Der Hexenjäger (1969) von Michael Reeves und mit dem unvergessenen Vincent Price in der Hauptrolle des skrupellosen Hexenjägers "Matthew Hopkins" besetzt, entstand im Folgejahr hierzulande ein weiterer ausgezeichneter Historienschocker von Michael Armstrong mit dem Namen Hexen bis aufs Blut gequält (1970), welcher in Sachen Härte sein großes Vorbild locker in den Schatten stellt. Der Gewaltpegel wurde nämlich im Gegensatz zu Der Hexenjäger extrem angeschraubt und mit einer Prise Erotik und verklärender Romantik angereichert. Das Konzept ging voll auf und der Film wurde ein internationaler Kinoerfolg, zu Recht, denn kaum ein anderer Inquisitionsfilm erreicht die Stimmigkeit und atmosphärische Dichte dieses Exploitation-Juwels. Das Hauptaugenmerk in diesem Film liegt aber unverkennbar in den sehr brutalen Folterszenen, besonders die Szenen, in der die vermeintlichen Hexen auf den Scheiterhaufen verbrannt werden, sind auch aus heutiger Sicht realistisch und hart umgesetzt, was auf die professionellen Kamerafahrten und Einstellungen zurückzuführen ist. Allgemein ist die Gewalt im Übrigen gut dosiert und wirkt trotz häufigem Einsatz nie wirklich selbstzweckhaft oder aufgesetzt. Neben den angesprochenen Folterszenen und der etwas simplen, aber kurzweiligen Story brilliert auch die Starbesetzung mit namenhaften Schauspielern wie der damals noch junge Udo Kier, welcher im Film eine mehr oder weniger "gute" Rolle einnimmt sowie
Herbert Lom, Herbert Fux, Reggie Nalder und Johannes Buzalski, die Bösewichte des Films, welche ihre Charaktere allesamt wunderschön diabolisch und gekonnt verkörpern. Meiner Meinung nach einer der besten Exploitation-Filme und zu Recht ein Kultfilm.

Die positiven Resonanzen an den Kinokassen führten schließlich dazu, dass natürlich auch zu Hexen bis aufs Blut gequält eine Fortsetzung folgen musste, welche leider nicht ganz die Erwartungen der Zuschauer erfüllen dürfte. Vielmehr handelt es sich um ein "Quasi"-Sequel, welches schon fast an ein schlechtes Remake des genialen Originals erinnert und anstatt positive Neuerungen hervorzubringen die alte Geschichte grob gesagt wiederkäuert. Unter dem reißerischen Titel Hexen - geschändet und zu Tode gequält (1973) zeigt der Film, neben den gewohnten harten Folterszenen, mehr Vergewaltigungen und nackte Haut, welche den Film nicht unbedingt weiter nach oben hieven. Schauspielerisch müssen ebenfalls kleinere Brötchen gebacken werden, da die charismatischen Darsteller wie Herbert Lom und Herbert Fux auf einen zweiten Auftritt verzichteten, übrig geblieben sind nur noch Reggie Nalder und Johannes Buzalski, welche sehr ähnliche Rollen als Bösewichte einnehmen und wiedermals durch ihr düsteres Auftreten auf ganzer Linie überzeugen. Der restliche Cast macht seine Sache ebenso solide, Totalausfälle sind nicht zu erkennen. Im Gesamten ein überflüssiger, aber dennoch unterhaltsamer Nachfolger des Kultfilms, ein filmisches Relikt einer nie wiederkehrenden Zeit.

Hexen - Geschändet und zu Tode gequält hat seinen Weg hierzulande bislang nur auf Video in einer gekürzten Fassung gefunden, eigentlich schade, da der Film gerade für die Fans des Originals noch absolut sehenswert ist. Einzige Möglichkeit, den Film in seiner ungeschnittenen Fassung und in dt. Sprache zu genießen ist, auf die NL-DVD oder das NL-Video zurückzugreifen, wobei ersteres von der (technischen) Aufmachung eher einem Bootleg gleicht, eine Alternativ-DVD wäre wünschenswert.



Anmerkung: Masterfehler, Jump-Cuts oder sonstige Verlängerungen/-kürzungen unter 0,5 Sekunden (ohne zensurtechnischem Hintergrund) wurden nicht berücksichtigt, ein restlicher Laufzeitenunterschied ist daher möglich.

0:15:00
Die Küchenmagd, eine vermeintliche Hexe, wird auf eine Folterbank mit stachelbesetzten Rollen hin- und hergerollt.
Unter Schmerzen sagt sie, dass sie unschuldig sei.
4 Sekunden



0:15:07
Die Frau wird länger von den beiden Folterknechten auf der Folterbank hin- und hergerollt, schreit vor Schmerzen und fleht um Erbarmen. Während dieser Tortur sagt der Advokat folgendes zu ihr: "Bekenne! Bekenne, dass du der Gräfin Salmenau einen Zaubertrank brauen solltest!" Zwischenschnitt auf den Advokat, welcher erschrocken Balthasar von Ross hereinkommen sieht.
8 Sekunden



0:16:01
Als Pater Melchior einige Folterknechte an sich vorbeilaufen gesehen und bemerkt hat, wie sie sich die Hosen zugemacht haben, trifft er im gleichen Moment auf den Hexenjäger Natas. Es fehlt folgender Dialog zwischen den beiden:

Natas: "Was wollt Ihr an diesen freundlichen Ort?"
Pater Melchior: "Ich habe die Erlaubnis bekommen, der Küchenmagd die letzte Beichte abzunehmen."
Natas: "Dann beeilt Euch, sonst fürchte ich, Ihr kommt zu spät."

Der Pater betrachtet den gefühlskalten Natas mit entsetztem Blick und geht schließlich in Richtung Folterkammer, Natas schaut ihn lächelnd hinterher. Danach folgt ein Szenenwechsel in der Folterkammer, wo die gefolterte Frau an ihren Handgelenken aufgehängt wurde und knapp über einen Holzpfahl zwischen ihren Beinen herabgelassen wird. Außerdem fehlt noch der Anfang des "Dialogs" zwischen einen Folterknecht und der Küchenmagd:

Küchenmagd (schreiend): "Nein!"
Folterknecht (schreiend): "Hast du immer noch nicht genug?"
Küchenmagd: "Nein, lasst mich. Wenn ich etwas falsches bekenne, könnte ich das (...)". Danach setzt die dt. Videofassung wieder ein.
19 Sekunden



0:38:59
Der Torturmeister umfasst vor vielen Zeugen (u. a. Folterknechte, Clementine und Natas) den Kopf von Pomponne und bricht ihr mit bloßen Händen langsam das Genick (ein längeres, lautes Knacken ist zu hören).
8 Sekunden



0:52:05
Nachdem die Folterknechte dem Pater einen glühenden Eisenschuh angezogen haben und dieser daraufhin vor Schmerzen schreit, fehlt eine Ansicht auf den verbrannten Fuß. Es folgen mehrere Zwischenschnitte auf das schmerzverzerrende Gesicht des Paters sowie auf den verbrannten Fuß. Dann sieht man Natas, der ungeduldig auf das Geständnis des Paters wartet. Als der Pater gerade zu reden beginnt, befiehlt Natas den Advokat das folgende Geständnis mitzuschreiben. Der Pater gesteht unter starken Schmerzen, dass er das Dokument gefälscht hat. Danach fehlt wieder ein Zwischenschnitt auf dessen verbrannten Fuß. Während Natas hin- und hergeht, starrt der Pater völlig orientierungslos an die Decke, wieder folgt ein Zwischenschnitt auf dessen Fuß. Am Ende des Schnittes beginnt Natas ihn zu fragen, wer die Hintermänner seien.
33 Sekunden



0:52:54
Wieder fehlt eine Ansicht auf den verbrannten Fuß sowie ein Zwischenschnitt auf den Pater, welcher antwortet, dass es keine gibt.
2 Sekunden



1:19:33
Der Pater wird mittels Schwert geköpft, Blut spritzt aus seinem Hals. Kurzer Zwischenschnitt auf Balthasar von Ross. Danach wird der blutige Kopf in einen Sack getan. Kurzer Zwischenschnitt auf die Dorfbewohner.
7 Sekunden
Frontcover der ungekürzten DVD von DVD Network (Ungeprüft):

Kommentare
22.03.2009 00:14 Uhr - Evil Wraith
Der Fuß ist fies, der Rest ist Rost. Oder so ähnlich :D .

22.03.2009 05:15 Uhr - marioT
@Evil Wraith
Schön formuliert.

Bliebe allgemein noch anzumerken, daß die Angst vor einer möglichen Beschlagnahme, einem vernünftigen Release auf DVD hierzulande im Wege stehen könnte.

22.03.2009 09:33 Uhr - peda
Schöner SB, fragwürdiger Film.

22.03.2009 10:58 Uhr - Lykaon
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
nur das Vorbild aktueller Folterfilme... damals aber noch nicht so explizit :)

22.03.2009 11:52 Uhr - Djinn
Die Fußszene ist wirklich sehr übel, wenn man sie in Bewegung sieht. Die DVD ist jedenfalls furchtbar. Selbst wenn es kein Boot sein sollte: Nicht kaufen!

22.03.2009 12:06 Uhr - Peter Neal
Ich habe mal in einem britischen Forum gelesen, das bei diesem Film mal wieder keiner eine Ahnung hat, wer eigentlich der momentane Rechteinhaber ist. Deshalb sind weitere VÖs bisher ausgeblieben. Allgemein kann man wohl unter diesen Umständen davon ausgehen, das die NL Scheibe ein Boot sein dürfte. Schade, würde den Streifen nämlich sehr gern mal anschauen.

22.03.2009 12:07 Uhr -
Wer hat in seiner Kindheit keine Hexen geschändet gefoltert und gequält^^

22.03.2009 12:21 Uhr - Dead
Ich ^^

22.03.2009 12:31 Uhr - Sidney
Und da sage noch einer, Torture-Porn wäre eine aktuelle Erscheinung!
Sterbenslangweiliger Schrott! Nur durch seine Folterszenen unverdientermaßen bekannt gewordener Dreck!Genauso spannend, wie die meisten Ruggero, de Amato, Lenzi Kanibalen-Filme! Ohne Gore nix los!Eigentlich könnte man von diesen Filmen, als Directors Cut ein FX-Reel erstellen,da man den Rest eh vergessen kann.
Ich vermute mal, daß solche Streifen tatsächlich die Aufreger ihrer Zeit waren, heute aber nur noch unfreiwillig komisch sind, u. annsonsten Langeweile De-Luxe zu bieten haben.

Also liebe Saw- u. Hostel u. Co. Hasser u. Zensoren: Einfach ca. 20-30 Jahre warten, u. den Streifen dann erneut goutieren.Siehe da, plotzlich kann man damit nichtmal mehr ein Ei abschrecken!

22.03.2009 12:35 Uhr - _JasonVoorhees_
Am 22.03.2009 - 12:07 Uhr schrieb TheBlackPanther
Wer hat in seiner Kindheit keine Hexen geschändet gefoltert und gequält^^
Am 22.03.2009 - 12:21 Uhr schrieb Dead
Ich ^^

Moin,
Ich schon!
Zum Film:Schrott!!
J.V.

22.03.2009 13:47 Uhr - Hadoken
Top Intro u. SB!
Das Original is einfach ne Klasse für sich.Diesen hier kenn ich garnicht und hab anscheinend auch nix verpasst.
Selbst als ''Quasi''-Sequel haut da einiges nich hin.Der Knilch in der roten Kutte is nämlich schon im Original erwürgt worden!

22.03.2009 17:56 Uhr - Chop-Top
Also den ersten Teil mochte ich auch sehr und ich finde die Kommentare von einigen hier schwachsinning.OK,natürlich hat auch "Hexen bis aufs Blut gequält" auf Gore- und Folterszenen gesetzt,trotzdem hatte der Film ja noch einen (realen) Hintergrund. Wer sich geschichtlich ein wenig auskennt,müsste wissen,dass die in dem Film gezeigten Grausamkeiten so wirklich hätten stattfinden können oder wahrscheinlich auch so stattgefunden haben. Von daher ist "Hexen bis aufs Blut gequält" ein 1000mal besserer Film,als dieser Folter-Dreck wie "Saw" und "Hostel",wo es nur um das Motto geht "Je häärter,desto besser" und ein Handlung überhaupt nicht zu erkennen ist.

Den zweiten Teile kenne ich nicht,würde ich aber schonmal gerne sehen.

22.03.2009 18:55 Uhr -
Ich hatte mal die holländische VHS-Fassung besessen, war auch mit UT. Fand den Streifen nicht schlecht, nicht ganz so gut wie der erste Teil, aber foltertechnisch auf gleichem Niveau. Würde mich freuen, wenn sich endlich mal ein Label erbarmen würde, diesem Trashklassiker eine würdige VÖ zu verpassen.

23.03.2009 17:56 Uhr - Martin B.
Ich finde der Film ist nicht so doll(bis auf die Köpfungs szene)

30.03.2009 20:32 Uhr - Ferro
die vps erstauflage ist übrigens ungeschnitten!

14.04.2009 14:40 Uhr - SergioSalvati
@Ferro:

Dachte ich eigentlich auch. Oder war sie lediglich länger, aber noch immmer geschnitten (in der OFDB ist sie nämlich als "cut" gekennzeichnet)? Die Genickszene war jedenfalls in den alten Auflagen definitiv enthalten.

14.04.2009 22:43 Uhr - Ferro
@SergioSalvati
ich habe die erstauflage im pappschuber mit dem schnittbericht verglichen--> alle szenen sind drin, das tape ist definitiv uncut. die OFDB ist leider nicht immer sehr zuverlässig, vielleicht gibt es aber auch verschiedene fassungen im pappschuber...

14.09.2009 01:23 Uhr - Dietmar Schotten
Einer meiner Lieblingsfilme.

19.11.2010 20:50 Uhr - Hirschpenis
Jupp, die Erstauflage ist definitiv UNCUT!!!

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