Differenz = 51 Sekunden bei 8 Unterschieden (Die reine Differenz beträgt 36 Sek., weil in der US zwei kurze Dialogzeilen fehlen.)
Hatten wir lange nicht mehr... einen kleinen, miesen Horrordreck, wie sie die 80er-Jahre zuhauf hervorbrachte. Hier haben wir ein besonders anschauliches Exemplar langweiliger Slashergrütze, welches zu Recht in Vergessenheit geraten ist. Und wo wurde es in Deutschland veröffentlicht? Na klar, bei Ufa!
Irgendeine kleine Insel im Nirgendwo, dort gibt es eine Schule, dorthin kommen einige Schauspiel(schül)er nebst Regisseur und Produzenten und wollen 'n Film drehen. Was für einen Film? Keine Ahnung! Liebesschnulze? Ein paar Lacher gibts jedenfalls beim Probelesen im Klassenzimmer, wenn der Regisseur seine Hauptdarstellerin bittet, mit reichlich "Emotions" eine Szene zu performen, die Schnalle jedoch völlig untalentiert alles runterrappelt und der gequält dreinschauende, fassungslose Director alles aufs Skript schiebt: "It's overwriten, that's all!" Aber es soll ja ein Slasherflick werden, jedenfalls für den ebenfalls bald gequält dreinschauendem realen Zuschauer. So wird zu Beginn gleich eine Truse am Swimmingpool ins Jenseits befördert, unter den blechernden Klängen eines Popsongs, der aus einem alten Diktiergerät schallt. Der Song wird jetzt immer ertönen, wenns ans Eingemachte geht. Da wird was von "Nail me, burn me, boil me, stab me" gekräht und genauso werden die Opfer um die Ecke gebracht. Aha, könnte also was mit dem miesen Song zu tun haben, die ganze Chose da! Nee, eigentlich doch nicht, wie der "überraschende" Plottwist am Ende mitteilt. Warum wurde der dann da eingebaut? Wahrscheinlich, um mich, den unbedarften Zuschauer zusätzlich zu quälen! Denn eine Qual ist alles an dem Film. Er ist langweilig, mit hölzernen Charakteren überfüllt, die zwar Namen tragen, ich aber nicht zuordnen konnte - so interessant war das. Die Morde reißen aus der Dämmerphase, aber auch nur gerade so, weil sie alle in stockfinsterer Nacht stattfinden. Dann sind sie zwar von der Grundidee recht schmuddelig, aber harmlos umgesetzt und eher blutleer. Habe ich schon die Finsternis erwähnt? Regisseur dieses Schlummertrunks war William T. Naud, der nur wenig Filme drehte, davon die meisten Komödie genannt. Hm, wie gut, dass ich keine davon kenne. Die Darsteller eine Mischung aus Eintagsfliegen (auch die nominelle Hauptdarstellering Bari Suber wurde nie wieder gecastet) und weiteren No-Names, die aber einige Parts mehr in der Vita haben. Einzig bekannter Name in der ganzen Crew war (zumindest für mich) Komponist Joel Goldsmith, ein Sohn von Jerry. Der Originalscore - so selten er auch eingebracht wird - ist somit auch das Highlight des Streifens. Alles in allem also ein Film, den man einzig im Schnelldurchlauf ertragen kann.
So, wie es sich gehört, ist die deutsche Videofassung von Ufa (die einzige deutsche VÖ bis heute) auch noch radikal in den Mordszenen gekürzt worden. Ist Ufa-Style, also nix besonderes. Um noch mal auf die Dunkelheit zurückzukommen: man sieht auch im ungeschnittenen Original nicht viel mehr. Aber durch die Schnitte gabs wenigstens eine Jugendfreigabe und somit ein bisschen mehr Kohle für den Verleiher. Gut gemacht, Jungs! Verglichen wurde hier also die gekürzte VHS (Ufa, FSK 16) mit dem ungeschnittenen US-Tape (Action Inc., Rated R - obwohl die Imdb den Film als Unrated listet). Die Schnittbilder sind alle bearbeitet, erwartet aber bitte nicht zuviel.... die Dunkelheit war nicht zu erhellen.
Auch hier ein entspanntes Danke und herzliches Beileid an spannick, der mein Flehen erhörte, mir die deutsche Version verschaffte
- und fast einen geistigen Schaden davontrug, weil er reinsehen mußte
DF= 19:38 Min. / US= 20:29 Min. Hier fehlt eine Dialogzeile in der US-Version - ich glaube aber an einen Masterfehler. Nach "Es gibt genügend Bomben auf dieser Erde" quatscht der Typ noch weiter: "Ein kurzer Knopfdruck genügt und wird sind alle im Weltraum. Das weiß jeder von uns!" Er schaut nachdenklich drein: "Einer wird draufdrücken. Und wir werden keine Zeit mehr haben, uns darüber zu wundern!" Dann setzt die US mit dem Gegenschnitt auf die beiden anderen wieder ein.
( 15 Sek. )
38:20 Min. Donna wird unter der Dusche mit Säure übergossen. Hier fehlen die letzten Einstellungen in der deutschen Fassung.
( 13 Sek. )
47:43 Min. Der Regisseur knuddelt mit seiner Hauptdarstellerin BJ im Bett und wird von unten mit einem Messer durchbohrt. Hier fehlt der Kameraschwenk (Nah) von seinem Gesicht über den Oberkörper sowie ein Zwischenschnitt auf die Tussi.
( 6,5 Sek. )
47:56 Min. Noch einmal die Großaufnahme der aus dem Bauch ragenden Spitze.
( 1,5 Sek. )
51:02 Min. Als Donna in der Dusche gefunden wird, endet der Zoom vorher. In der US-Version gehts bis in den Close-Up.
( 1 Sek. )
59:30 Min. Jetzt kommt auch die Kettensäge zum Einsatz. Aber auch nur in extremer Dunkelheit, so dass man alles eher erahnen, als klar sehen kann. Es fehlt: die abgetrennte Hand fällt zu Boden, die zweite wird abgesägt, Gegenschnitte auf das zuckende Opfer, bis zuletzt die Kettensäge zwischen die Beine Richtung Unterleib geführt wird.
( 17 Sek. )
59:31 Min. Drei Einstellungen der Blumen (sic!) sind enthalten, dann fehlt, wie die Säge weiter knattert und den plärrenden Kassettenrekorder runtersäbelt. Der landet neben der abgetrennten Hand auf dem Boden. Mit der Einstellung des blutigen Gesichtes setzt die DF wieder ein, allerdings etwas verspätet.
( 5,5 Sek. )
68:01 Min. Als Locke hinter BJ herläuft, schwenkt die Kamera auf die an die Wand genagelte Krücke. Die nachfolgende Großaufnahme der getackerten Hand ist dann wieder enthalten.
( 2 Sek. )
68:20 Min. Von der Hand wandert die Kamera langsam hoch bis zum Gesicht. Allerdings auch nur, bis das Blut ins Bild kommt. Die DF geht hier in ein Standbild der letzten Einstellung über, die etwa 2 Sekunden anhält. In der OF taucht dann noch die mit Nägeln gespickte Stirn auf. Mit der folgenden Einstellung der flüchtenden BJ setzt die DF verspätet wieder ein, so das eine totale Differenz von
( 4,5 Sek. ) entsteht
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FÜNFTER ... gäähhn;
es gibt schlimmere Filme, aber es
wäre doch ganz schön, wenn man etwas mehr
erkannt hätte;
aber 'Danke', dass ihr selbst solche
Filme so gründlich seziert.
Nun ja Zensur ist und bleibt Zensur und diese Seite befast sich nunmal mit Zensur daher tauchen auch Randfilme hier auf. Netter SB zu einem eher schlechten Film.
Interessant das in der US Fassung Dialoge fehlen. Ich hatte mal die US Videokassette von Vestron Video, ist aber schon lange her. Netter slasher. Nicht übermäßig gut aber auch nicht grottig. Würde mir den sogar auf DVD kaufen, aber ich glaube kaum das da mal was veröffentlicht wird.
Cool, achter!
Sieht irgendwie ziemlich unspektakulär aus, der Film..und Ufa hat wirklich miese Veröffentlichungen rausgehauen. Man denke nur an die Erstauflage von Haus an der Friedhofsmauer!!
Wo kramst Du lieber Il Gobbo immer diesen (80er) Trash aus?
Aber das liebe ich an Schnittberichte. Da wirste auf Gurken aufmerksam gemacht, von deren Existenz Du, aus guten Gründen wahrscheinlich, nie wusstest :-)