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Martyrs

zur OFDb   OT: Martyrs

Herstellungsland:Frankreich, Kanada (2008)
Genre:Horror
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (139 Stimmen) Details
06.11.2016
Blade41
Level 35
XP 30.721
Vergleichsfassungen
keine Jugendfreigabe
Label Tiberius Film, Release
Land Deutschland
Freigabe FSK keine Jugendfreigabe
SPIO/JK
Label Senator / Universum Film, DVD
Land Deutschland
Freigabe SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Wegen seiner Brutalität und seiner ausgespielten Folterszenen hatte es Martyrs nicht einfach in Deutschland. Die FSK verweigerte dem französischen Terrorfilm die Freigabe, weshalb der damalige Rechtinhaber den Weg zur SPIO/JK einschlug. Hier wurde er zwar ungeschnitten freigegeben, aber lediglich mit der "schweren JK", welches ihm die strafrechtliche Unbedenklichkeit attestierte. Auf eine geschnittene Fassung mit FSK-Freigabe verzichtete das Label jedoch.

Im Zuge des Remakes wird Martyrs erneut in Deutschland veröffentlicht. Dieses Mal allerdings mit FSK-Freigabe. Tiberius Film hat sich hier die Rechte besorgt und eine um ca. 5 Minuten gekürzte Version angefertigt, welche mit "keine Jugendfreigabe" abgesegnet worden ist. Dabei kam die erste Filmhälfte sogar komplett ohne Zensuren aus. Erwartungsgemäß sind die körperlichen Misshandlungen von Anna am meisten von den Kürzungen betroffen.

Verglichen wurde die geschnittene FSK KJ-Fassung von Tiberius Film mit der ungeschnittenen SPIO/JK-Fassung von Senator.

Es fehlen 14 Szenen bei einer Schnittdauer von 318,08 Sekunden (~5:18 Minuten).

Die geschnittene Fassung wurde uns freundlicherweise von Tiberius Film zur Verfügung gestellt.

52:34 Minuten
Die Szene, in der Anna die Frau den Nagel aus der eisernen Maske hebelt, wurde verkürzt.
9,68 Sek.



52:48 Minuten
Anna zieht ihr die Maske vom Kopf.
2,84 Sek.



1:06:35 Minuten
Anna wird ein weiteres Mal geschlagen. Dann werden ihr die Haare aus dem Gesicht gewischt.
6,36 Sek.



1:08:26 Minuten
Der Mann schlägt Anna ins Gesicht und stellt sich dann auf die andere Seite des Raumes. Als Anna daraufhin flüchten will, packt er sie und drückt sie gegen die Wand. Dann boxt er Anna in den Magen. Sie fällt zu Boden und versucht sich wieder aufzurappeln. Wird dann aber wieder von dem Mann zu Boden geschlagen. Er zieht sie an den Haaren nach oben und drückt sie dann gegen die Wand. Anschließend gibt er Anna ein paar leichte Ohrfeigen und haut ihr dann eine rüber. Weil sie wieder umkippt, packt er sie am Hals und zieht sie so wieder hoch.
50,28 Sek.



1:09:54 Minuten
Auch der unfreiwillige Friseurbesuch wurde stark verkürzt und ein großer Teil der Szene entfernt.
25,12 Sek.



1:10:43 Minuten
Nach dem dem verkürzten Schwarzbild sehen wir Anna bei der Fütterung. Weil sie die breiige Masse wieder ausspuckt, wird sie daraufhin etwas rabiater gefüttert.
27,24 Sek.



1:13:26 Minuten
Anna wird länger gewaschen.
17,08 Sek.



1:13:58 Minuten
Ein ganzer Szenenblock wurde entfernt: Anna wird weiter misshandelt. Als sie sich versucht zu wehren, wird sie erneut geschlagen und hockt sich schlussendlich in die Ecke.
53 Sek.



1:18:01 Minuten
Nach der verkürzten Schwarzblende ist zu sehen, wie Anna wieder verprügelt wird.
21 Sek.



1:20:30 Minuten
Anna wird in der Vorrichtung in Position gebracht. Dann schneidet Michel ihr das Oberteil auf und beginnt dann (im off) ihr die Haut zu entfernen.
64,68 Sek.



1:22:11 Minuten
Die gehäutete Anna wird von Michel wie ein Ausstellungsstück ausgestellt.
14,24 Sek.



1:23:21 Minuten
Die blonde Frau fragt Michel, ob sie [Anna] noch durchhält. Er bejaht es.
3,8 Sek.



1:24:31 Minuten
Die Kamera zoomt langsam an die gehäutete Anna ran.
11,44 Sek.



1:25:58 Minuten
Und zurück.
11,32 Sek.

Kommentare

06.11.2016 00:23 Uhr - poldonius
6x
Ungemein anspruchsloser Torture-Scheiß, zumindest in der zweiten Hälfte, in ach so tiefsinnigen Bildern verpackt.
Am peinlichen Ende musste ich Tränen lachen aufgrund der abstrus lächerlichen Auflösung

PS.: Diesen Schmarrn gibt es doch bereits uncut, auf deutsch und immer noch nicht indiziert bzw. beschlagnahmt. Wozu also die Neuveröffentlichung?

06.11.2016 00:24 Uhr - poldonius
Sorry, gerade gesehen das dieser Nonsens ja doch auf dem Index steht.

06.11.2016 00:33 Uhr - Kerry
14x
Gerade die wichtigsten Szenen, das Martyrium von Anna, wurden dem Film geraubt. Jene Szenen die dafür sorgen, mit der Figur ein unendliches Mitgefühl zu entwickeln und mit ihr zu leiden. Und die das vieldeutige Ende des Films zu einem einmaligen Erlebnis machen, welches sich noch für lange Zeit ins Gehirn frisst. Ein großartiges Meisterwerk wurde hier zerstört.
Der Film hat ohne diese Szenen keinerlei Sinn mehr und ist, anhand der unangetastet gebliebenen sonstigen Gewaltszenen, nur noch wie ein x-beliebiger Torture-Porn.

06.11.2016 01:50 Uhr - X-Rulez
17x
Aus meiner Sicht einer der besten französischen Horrorfilme. Ich weiß noch, dass ich den Film, unwissend was Handlung und Inhalt angeht, angeschaut habe und dementsprechend einen weiteren Film ala Inside oder High Tension erwartet habe.
Was ich dann gesehen habe, hat mich wirklich umgehauen. Martyrs schafft es, was andere Filme nur versprechen: er verstört nachhaltig.
Und er bietet auch noch einiges an Redestoff, vor allem was das grandiose Ende angeht.
Ein wirklich herausragender Film, der in dieser Form niemals erscheinen sollte. Die Folterung Annas ist, wie absurd es auch klingen mag, essentiell für den Film, da Martyrs - während einschlägig bekannte Konsorten gerne wegblenden - genau das zeigt, was sich niemand in seinen schlimmsten Träumen vorstellen möchte.
Ich bin auch Jahre nach der ersten Sichtung noch sehr begeistert von dem Film, sofern das das richtige Wort dafür ist.

06.11.2016 02:09 Uhr - DARKHERO
2x
Habe mir mit meiner Freundin diese ganzen franz Terrorfilme angesehen, da sie voll auf Horror abfährt, Hollywood sie langweilte und ich hier zb immer nur Huldigungen an diese Filme lass.
Ja, die meisten dieser Terrorfilme waren echt super, weil die einfach nicht den Hollywood Klischees folgten, bei Titten und Gewalt auch freizügiger waren (wobei mir als Europäer Titten in Filmen eh völlig normal sind).
Aber Martyrs fand ich einfach nur scheiße. Der Film fing so gut an, man wurde gefesselt (warum wurde das grade so heftig bei einer braven Familie gezeigt?). Dann ab der Mitte nur noch Torture mit einer der dümmsten Auflösungen die ich je gesehen habe.

Meine Freundin war begeistert, sie meinte der Film hat sie echt bewegt und sie habe ihn verstanden...komisch ihre Erklärung vom Verstehen war eine andere als von anderen und weit philosophischer als meine (die einfach nur auf Folterszenen unterzubringen und das dann zu Rechtfertigen ausgeht).
Naja, ich brauche sowas nicht. Sinnlos und Gewalt gegen hilflose Frauen mag ich nicht. Die Franzosen haben aber etwas geschafft, was die Amis so nie überzeugend schafften in mir an Wut auszulösen.

06.11.2016 02:09 Uhr - Evil Wraith
3x
Mir wird sich der Hype wohl nie erschließen. In meinen Augen ist der Streifen nach wie vor nichts weiter als eine dümmliche Umdichtung von Kafka's In der Strafkolonie im Gewand eines Folterfilmchens. Immerhin zur Abwechslung mal mit "echter" Folter, anstelle langgezogener Spläddafürzchen, aber das macht die Sache nicht besser.

06.11.2016 02:15 Uhr - Prof. Dr. Filmkenner
4x
Als ich den Film zum ersten Mal sah, war ich ziemlich angewidert... hab ihn auch nicht richtig kapiert... Eine Organisation, die anhand von Experimenten mit Menschen herausfinden will... was eigentlich?... "...seelische Transformation eines authentischen Martyriums..." Alles nur Bullshit!!! Einfach nur ein Aufhänger für einen weiteren Torture-Porn!!!... Und so konsequent widerlich, wie ich es selten erlebt habe!!!
Hat mich an die Nazizeit erinnert.... an diese widerlichen KZ-Ärzte, wie Josef Mengele z.B., welche ja auch "experimentiert" haben.....

@Kerry: "....das vieldeutige Ende des Films zu einem einmaligen Erlebnis machen...." Für wen eigentlich?... Lass dich doch mal häuten.... bestimmt ein "einmaliges" Erlebnis.... und bestimmt auch "ein großartiges Meisterwerk".... ;-)

06.11.2016 02:35 Uhr - DARKHERO
1x
06.11.2016 02:15 Uhr schrieb Prof. Dr. Filmkenner
Als ich den Film zum ersten Mal sah, war ich ziemlich angewidert... hab ihn auch nicht richtig kapiert... Eine Organisation, die anhand von Experimenten mit Menschen herausfinden will... was eigentlich?... "...seelische Transformation eines authentischen Martyriums..." Alles nur Bullshit!!! Einfach nur ein Aufhänger für einen weiteren Torture-Porn!!!... Und so konsequent widerlich, wie ich es selten erlebt habe!
Hat mich an die Nazizeit erinnert.... an diese widerlichen KZ-Ärzte, wie Josef Mengele z.B., welche............


Ja so habe ich das ganze auch wahrgenommen und mußte über jeden lachen der da noch mehr rein interpretierte. Einige sehen das ja wirklich als eine Moderne Version der Passion mit Charktertiefgang was die Menschliche Psyche auf intelligenter Weise modern darstellt...so ein Quatsch...der Film will provozieren und die Macher haben das Ende nur als Aufhänger benutzt zu diesen Zweck mMn. In Braindead sehen diese wohl auch eine Parallele zu der Lazerus Auferstehung mit einer bitter-süßen Amarenakirschnote im Tiefgang. Ja einige sehen selbst in einen After einen 3D Drucker ;)

06.11.2016 03:04 Uhr - Prof. Dr. Filmkenner
@ DARKHERO: Also Brainded ist genial!!... selten so gelacht... Lazarus-Auferstehung?... Na ja, manche glauben ja auch heute noch, die Erde sei eine Scheibe.... Ja, und mein Arschloch kann auch Scheiße in 3D drucken.... die auch stinkt.... ;-)

06.11.2016 05:26 Uhr - Performer
19x
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.

06.11.2016 08:21 Uhr - der666rick
3x
06.11.2016 05:26 Uhr schrieb Performer
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.


Was für ein Schwachsinn... das kann man genauso gut genau anders herum formulieren.

Man kann wohl nicht für Alle sprechen und sagen, dass das ein toller Film ist.
Ich würde nicht sagen, dass Martyrs ein schlechter Film ist- aber die kleine Horror-Welle aus Frankreich hatte Besseres zu bieten. Was aber jetzt natürlich nur meine Meinung ist..

06.11.2016 08:43 Uhr - radioactiveman
4x
06.11.2016 05:26 Uhr schrieb Performer
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.


Nun ja, gibt gar Leute, die sich für was Besseres halten und ihren IQ maßlos überschätzen.
Ich selbst kann mit Filmen ohne Handlung - also nur 90 Minuten Abschlachten und ein Ende mit schlauem Satz - nichts anfangen.

06.11.2016 08:52 Uhr - dicker Hund
4x
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Wem die angeblich selbstzweckhafte Folter zu viel ist, der kann ja jetzt auf eine Fassung zurückgreifen, die seiner Einstellung würdig ist.

Toller Schnittbericht übrigens. Es bereitet doch immer wieder Faszination, wie viele Federn ein Film lassen muss, um dann doch nur für Erwachsene freigegeben zu sein.

06.11.2016 09:31 Uhr - deNiro
3x
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Prof. Dr. Filmkenner?

Hört sich nach seriösen Mitarbeiter des "Lexikon des internationalen Films" an, optional würde ich aber auch Film- Kritiker der TV-Movie tippen.;))

06.11.2016 09:42 Uhr - Eisenherz
3x
06.11.2016 09:31 Uhr schrieb deNiro
Prof. Dr. Filmkenner?
Hört sich nach seriösen Mitarbeiter des "Lexikon des internationalen Films" an


Ich tippe eher auf den katholischen Filmdienst! :-p

06.11.2016 10:19 Uhr - Oberstarzt
1x
06.11.2016 09:31 Uhr schrieb deNiro
Prof. Dr. Filmkenner?

Hört sich nach seriösen Mitarbeiter des "Lexikon des internationalen Films" an, optional würde ich aber auch Film- Kritiker der TV-Movie tippen.;))

Gemessen an den "Ergüssen", die er hier zum Besten gibt würde ich eher auf Letzteres tippen!

06.11.2016 10:21 Uhr - Oberstarzt
Super, da ist ja der KJ <--> Spio/JK Schnittbericht wieder, den ich und andere vor ein paar Tagen im SB zur Neuverfilmung noch vermisst hatten.

Wo war er hin? Wenn man auf ihn klickte kam nur die Meldung "Ups, der SB ist weg" oder sowas in der Richtung. Was ist da passiert?
Könnte ein Mitarbeiter mich aufklären? Das war nämlich das erste Mal, dass ich sowas hier erlebt habe.
Könnte sowas in Zukunft noch öfters passieren? Würde mich mal interessieren

06.11.2016 10:27 Uhr - straubinger
Mal eine Frage.Ist eingentlich der Logikfehler beim Schluß aufgefallen? Achtung Spoiler........................................................................................................................................................................: Warum erschießt sich die Alte eigentlich,nachdem sie Anna ausgefragt hat,ohne ihren Altentrupp zu informieren?Ist es so schön im Jenseits und wollte alles für sich behaupten?...........................................................................Spoiler Ende.Der Film wird doch dadurch etwas ins lächerliche gezogen!














06.11.2016 10:42 Uhr - igore
5x
@straubinger: nur weil man/du es auf anhieb nicht versteht, ist es nicht zwangsläufig ein logikbug.
einige der kommentatoren hier dürften zweifelsohne mit "saw" oder "freddy vs. jason" besser bedient sein.

06.11.2016 10:45 Uhr - Kaleun
4x
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.


Kann man dann angesichts des Niveaus dieser vereinfachten Darstellung davon ausgehen, dass auch du den Film schlecht fandest?

Es hat absolut nichts mit Intelligenz zu tun, sondern persönlichem Geschmack, ob einem der Film gefällt oder nicht. Und nur weil einem ein offenes Ende mit dem Hauch einer philosophischen Begründung hingerotzt wurde und man ja nun angeblich so viel in den Film hineininterpretieren kann, ändert es nichts daran, dass der Film zum Großteil aus Folterszenen besteht. Die meiner Meinung nach wirklich nur selbstzweckhaft sind.

In einem anderen Schnittbericht wurde "IH8YH" für seine Meinung, dass der Film langweilig ist, ziemlich hart angegangen. Ich empfand das allerdings ebenso und das hat nichts mit fehlender Empathie zu tun. Natürlich tat mir das arme Mädel leid. Wer sieht denn schon gerne wie Frauen misshandelt werden? Die Langeweile ergab sich, aus der nicht enden wollenden Folter und der unvermeidlichen Frage, was soll denn der ganze Unsinn und hört das endlich mal auf? Ich persönlich mag keine Folterfilme. Egal, ob "The Saw", oder "Guinea Pig". Wie bereits erwähnt, die Erklärung am Ende fand ich mehr als dürftig, aber durchaus auch interessant. Auf dem philosopischem Thema zu Folter und Tod hätte der Schwerpunkt liegen sollen und nicht auf dem endlosen rumgekröse. Aber wie man anhand der Kommentare, die teilweise schon fast religöse geführt werden, sieht, haben die Filmemacher genau das erreicht, was sie offenbar wollten. Ihr Film hat eine hohe Aufmerksamkeit bekommen und ist nach wie vor im Gespräch. Was kann einem Werk besseres passieren?

06.11.2016 10:52 Uhr - Martyrs666
7x
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06.11.2016 10:27 Uhr schrieb straubinger
Mal eine Frage.Ist eingentlich der Logikfehler beim Schluß aufgefallen? Achtung Spoiler........................................................................................................................................................................: Warum erschießt sich die Alte eigentlich,nachdem sie Anna ausgefragt hat,ohne ihren Altentrupp zu informieren?Ist es so schön im Jenseits und wollte alles für sich behaupten?...........................................................................Spoiler Ende.Der Film wird doch dadurch etwas ins lächerliche gezogen!

Ist finde ich nicht unlogisch...eher ein offenes Ende. Entweder ist es so toll im Jenseits, dass sie nicht mehr leben will, oder sie hat mitgeteilt bekommen, dass ihre Gruppe jahrzehntelang umsonst Menschen gequält hat und es entweder kein Jenseits gibt oder sie dort für ihre Taten bestraft werden und sie dies vor ihren Anhängern nicht preisgeben will. Es gibt sicher noch einige andere Interpretationsmöglichkeiten, wenn man etwas drüber nachdenkt. Ich fand an dem Ende gerade gut, dass man es nicht vorgekaut bekam. Soll jetzt nicht heißen, dass der Film an sich hyperintelligent ist (darüber lässt sich, wie man hier in den Kommentaren sieht, sicher streiten), aber zumindest haben die meisten Leute, die ich kenne, etwas über das Ende nachgedacht und es wurde und wird viel darüber diskutiert! Und das ist bei weitem mehr als die meisten Torture-Filme von sich behaupten können. Außerdem bringt es dem Film eine angenehm übersinnliche Note ein, abseits der sonst vorherrschenden, degenerierten Psychopathen und Hinterwäldler...

06.11.2016 11:15 Uhr - deNiro
10x
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06.11.2016 10:45 Uhr schrieb Kaleun
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.


Kann man dann angesichts des Niveaus dieser vereinfachten Darstellung davon ausgehen, dass auch du den Film schlecht fandest?

Es hat absolut nichts mit Intelligenz zu tun, sondern persönlichem Geschmack, ob einem der Film gefällt oder nicht. Und nur weil einem ein offenes Ende mit dem Hauch einer philosophischen Begründung hingerotzt wurde und man ja nun angeblich so viel in den Film hineininterpretieren kann, ändert es nichts daran, dass der Film zum Großteil aus Folterszenen besteht. Die meiner Meinung nach wirklich nur selbstzweckhaft sind.


Und genau deshalb, oder nur deshalb, funktioniert "Martyrs"! Die gezeigte Gewalt ist sicher vieles, aber alles andere als selbstzweckhaft, sie ist auf ihre perfide Art sogar erschreckenderweise notwendig!

„Es ist so leicht, ein Opfer zu schaffen. Es braucht nur Gewalt; Schläge, Schnitte und Demütigungen, IMMER WIEDER, bis ein Mensch endgültig gebrochen wird, körperlich und geistig"

Das Gezeigte zwingt uns hinzusehen, obwohl wir eigentlich wegsehen wollen und erzwingt damit quasi Schmerz beim Betrachter. Fast erlebt jeder sein eigenes kleines "Martyrium".

Man muss "Martyrs" nicht gut finden, nicht einmal verstehen, aber interpretieren kann man ihn wunderbar. Und das schaffen einfach nicht mehr viele Filme.

06.11.2016 11:40 Uhr - Markus Breinig
4x
Hallo MARTYRS666 - ich habe noch eine weitere Theorie: In der christlichen Mythologie wandern Selbstmörder in die Hölle, siehe Judas Iskariot, welcher ja bekanntermaßen sich auch noch des Verrates schuldig machte. Also bleibt die Frage: Vielleicht waren Anna`s Visionen vom angeblichen Paradies verstörend und so gar nicht tröstlich, wie es uns die Kirche und die Bibel vermittelt. Das ein Mensch dann durch seinen Freitod gerade das Gegenteil des Himmels aufsuchen will, macht den Streifen meiner Meinung nach noch verstörender.
An alle Filmfreunde, die diesen Film nicht mögen: Ihr habt doch nicht wirklich damit gerechnet, daß ein Film die jahrtausende Jahre alte Frage nach dem Leben nach dem Tod beantwortet - das wäre allerdings eine Sensation!! Die alte Dame zeichnet durch ihren Suizid ein noch gnadenloseres Bild von sich - gibt sie doch durch ihre Verschwiegenheit weitere unschuldige Opfer dieser Sekte für weitere Greueltaten frei. Meiner Meinung nach ein unbarmherziger, fast asozialer Film, der mich auch nach öfterer Sichtung immer noch berührt.
LG Markus

06.11.2016 11:47 Uhr - Kaleun
3x
Und genau deshalb, oder nur deshalb, funktioniert "Martyrs"! Die gezeigte Gewalt ist sicher vieles, aber alles andere als selbstzweckhaft, sie ist auf ihre perfide Art sogar erschreckenderweise notwendig!

„Es ist so leicht, ein Opfer zu schaffen. Es braucht nur Gewalt; Schläge, Schnitte und Demütigungen, IMMER WIEDER, bis ein Mensch endgültig gebrochen wird, körperlich und geistig"

Das Gezeigte zwingt uns hinzusehen, obwohl wir eigentlich wegsehen wollen und erzwingt damit quasi Schmerz beim Betrachter. Fast erlebt jeder sein eigenes kleines "Martyrium".

Man muss "Martyrs" nicht gut finden, nicht einmal verstehen, aber interpretieren kann man ihn wunderbar. Und das schaffen einfach nicht mehr viele Filme.



Und genau da muss ich dir widersprechen. Ich bin der Meinung ein guter und intelligenter Film hat es nicht nötig die Folter bis ins Detail und vor allem so langezogen zu zeigen. Kurze Schockmomente eingestreut, wie z.B. die Häutungsszene, wären viel intensiver gewesen. Gerade das lange zelebrieren lässt abstumpfen, weil eine Art Gewöhnung eintritt. Die Filmemacher versuchen das allerdings dadurch zu verhindern, indem sie sich immer schlimmere Dinge einfallen lassen und das ist plump. "The Saw" hätte vermutlich nie so viele Fortsetzungen nach sich gezogen, wenn er auf dem gleichen Gewaltgrad geblieben wäre, wie der erste (der soagr wirklich noch ganz gut war, weil neu und irgendwie auch verhältnismäßig intelligent bzw. überraschend). Man hat den Gewaltgrad angezogen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Bei Actionfilmen das gleiche. Man will sich immer überbieten, aber das inzwischen zwangsläufig auf Kosten der Übersicht und Logik. Aber das ist ein anderes Thema.
Wie gesagt, Martyrs, wäre für mich ein besserer Film geworden, wenn sie den Fokus auf den philosophischen Ansatz gelegt hätten und weniger auf das Grafische.

06.11.2016 12:37 Uhr - deNiro
1x
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06.11.2016 11:40 Uhr schrieb Markus Breinig
Hallo MARTYRS666 - ich habe noch eine weitere Theorie: In der christlichen Mythologie wandern Selbstmörder in die Hölle, siehe Judas Iskariot, welcher ja bekanntermaßen sich auch noch des Verrates schuldig machte. Also bleibt die Frage: Vielleicht waren Anna`s Visionen vom angeblichen Paradies verstörend und so gar nicht tröstlich, wie es uns die Kirche und die Bibel vermittelt. Das ein Mensch dann durch seinen Freitod gerade das Gegenteil des Himmels aufsuchen will, macht den Streifen meiner Meinung nach noch verstörender.
An alle Filmfreunde, die diesen Film nicht mögen: Ihr habt doch nicht wirklich damit gerechnet, daß ein Film die jahrtausende Jahre alte Frage nach dem Leben nach dem Tod beantwortet - das wäre allerdings eine Sensation!! Die alte Dame zeichnet durch ihren Suizid ein noch gnadenloseres Bild von sich - gibt sie doch durch ihre Verschwiegenheit weitere unschuldige Opfer dieser Sekte für weitere Greueltaten frei. Meiner Meinung nach ein unbarmherziger, fast asozialer Film, der mich auch nach öfterer Sichtung immer noch berührt.
LG Markus


Gefällt mir, schöner Ansatz!

06.11.2016 13:00 Uhr - Martyrs666
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06.11.2016 11:40 Uhr schrieb Markus Breinig
Hallo MARTYRS666 - ich habe noch eine weitere Theorie: In der christlichen Mythologie wandern Selbstmörder in die Hölle, siehe Judas Iskariot, welcher ja bekanntermaßen sich auch noch des Verrates schuldig machte. Also bleibt die Frage: Vielleicht waren Anna`s Visionen vom angeblichen Paradies verstörend und so gar nicht tröstlich, wie es uns die Kirche und die Bibel vermittelt. Das ein Mensch dann durch seinen Freitod gerade das Gegenteil des Himmels aufsuchen will, macht den Streifen meiner Meinung nach noch verstörender.
An alle Filmfreunde, die diesen Film nicht mögen: Ihr habt doch nicht wirklich damit gerechnet, daß ein Film die jahrtausende Jahre alte Frage nach dem Leben nach dem Tod beantwortet - das wäre allerdings eine Sensation!! Die alte Dame zeichnet durch ihren Suizid ein noch gnadenloseres Bild von sich - gibt sie doch durch ihre Verschwiegenheit weitere unschuldige Opfer dieser Sekte für weitere Greueltaten frei. Meiner Meinung nach ein unbarmherziger, fast asozialer Film, der mich auch nach öfterer Sichtung immer noch berührt.
LG Markus

Nicht schlecht...darauf wäre ich jetzt nicht gekommen! :-) Und ich muss dir rechtgeben: Was ich an MARTYRS so beeindruckend fand, ist, dass ich ihn richtig gut fand, aber ihn absolut nicht gerne geschaut habe. Hatte ich vorher noch nie... Ich hab ihn auf dem Fantasy Filmfest zum ersten Mal gesehen, und habe eigentlich immer nur gedacht: Nein, das kann jetzt nicht sein, wann kann Anna sich endlich befreien???? Was, echt jetzt??? Neeeiiin!!! ;-)

06.11.2016 13:05 Uhr - Jimmy Conway
2x
06.11.2016 11:47 Uhr schrieb Kaleun
Und genau da muss ich dir widersprechen. Ich bin der Meinung ein guter und intelligenter Film hat es nicht nötig die Folter bis ins Detail und vor allem so langezogen zu zeigen. Kurze Schockmomente eingestreut, wie z.B. die Häutungsszene, wären viel intensiver gewesen. Gerade das lange zelebrieren lässt abstumpfen, weil eine Art Gewöhnung eintritt. Die Filmemacher versuchen das allerdings dadurch zu verhindern, indem sie sich immer schlimmere Dinge einfallen lassen und das ist plump. "The Saw" hätte vermutlich nie so viele Fortsetzungen nach sich gezogen, wenn er auf dem gleichen Gewaltgrad geblieben wäre, wie der erste (der soagr wirklich noch ganz gut war, weil neu und irgendwie auch verhältnismäßig intelligent bzw. überraschend). Man hat den Gewaltgrad angezogen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Bei Actionfilmen das gleiche. Man will sich immer überbieten, aber das inzwischen zwangsläufig auf Kosten der Übersicht und Logik. Aber das ist ein anderes Thema.
Wie gesagt, Martyrs, wäre für mich ein besserer Film geworden, wenn sie den Fokus auf den philosophischen Ansatz gelegt hätten und weniger auf das Grafische.

So ist es, das wäre die richtige Herangehensweise. Dieses ganzen überlangen und expliziten Folterszenen sind einfach nur ein Haufen Scheiße.

06.11.2016 14:21 Uhr - Martyrs666
1x
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06.11.2016 13:05 Uhr schrieb Jimmy Conway
06.11.2016 11:47 Uhr schrieb Kaleun
Und genau da muss ich dir widersprechen. Ich bin der Meinung ein guter und intelligenter Film hat es nicht nötig die Folter bis ins Detail und vor allem so langezogen zu zeigen. Kurze Schockmomente eingestreut, wie z.B. die Häutungsszene, wären viel intensiver gewesen. Gerade das lange zelebrieren lässt abstumpfen, weil eine Art Gewöhnung eintritt. Die Filmemacher versuchen das allerdings dadurch zu verhindern, indem sie sich immer schlimmere Dinge einfallen lassen und das ist plump. "The Saw" hätte vermutlich nie so viele Fortsetzungen nach sich gezogen, wenn er auf dem gleichen Gewaltgrad geblieben wäre, wie der erste (der soagr wirklich noch ganz gut war, weil neu und irgendwie auch verhältnismäßig intelligent bzw. überraschend). Man hat den Gewaltgrad angezogen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Bei Actionfilmen das gleiche. Man will sich immer überbieten, aber das inzwischen zwangsläufig auf Kosten der Übersicht und Logik. Aber das ist ein anderes Thema.
Wie gesagt, Martyrs, wäre für mich ein besserer Film geworden, wenn sie den Fokus auf den philosophischen Ansatz gelegt hätten und weniger auf das Grafische.

So ist es, das wäre die richtige Herangehensweise. Dieses ganzen überlangen und expliziten Folterszenen sind einfach nur ein Haufen Scheiße.

Man könnte aber auch sagen, dass Gewalt in diesem Ausmaß nun mal so ist: unangenehm, unschön und auch abstumpfend, wenn sie wie im Film zum Alltag geworden ist. Das muss und sollte man nicht toll finden, bildet aber die Realität mehr ab als kurze Gewaltspitzen oder gar übertrieben blutige Splattereffekte. Sicher ist MARTYRS kein angenehmer, teils sogar abstoßender Film, aber in seinen quälend langen Folterszenen paradoxerweise in meinen Augen weniger effektheischerisch wie viele ähnlich geartete Filme....

06.11.2016 14:25 Uhr - Sidney
3x
ich habe den subjektiven unmaßgeblichen Eindruck daß hier einige mit der sehr realistischen Gewaltdarstellung nicht klarkommen! Denn von der Häutung mal abgesehen war die Gewalt eigentlich unspektakulär Keine drastischen Exzesse sondern nur eine leider oft nur zu reale Misshandlung!Gepaart mit der Verlorenheit der Hauptfigur der nihilistischen Aussichtslosigkeit die den Film bis in die letzte Minute durchdringt sowie die Ahnungslosigkeit was dieses pathologisches misanthropisches Verhalten den ganzen Film über eigentlich soll machen den Film zumindest für
mich schwer verdaulich! Zum Vergleich: American Guinea Pig " war bestimmt zehn mal so brutal u pervers aber lies mich nur müde gähnen

06.11.2016 14:26 Uhr - DOTD
3x
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Erfahrungspunkte von DOTD 1.309
Die Schnitte zerstören die bedrückende Atmosphäre dieses Filmes. Die Folterszenen sind ein wichtiger Bestandteil der das Martyrium der Hauptprotagonisten verdeutlicht und alles andere als Selbstzweck. Die Version hätten die sich gleich sparen können. Was mich allerdings überrascht ist der Fakt, dass Szenen der ersten Hälfte des Streifens nicht auch noch rausgeschnitten wurden. Ändert aber nichts daran, dass der Film nur in seiner kompletten Form gesehen werden sollte. TOP Schnittbericht!

06.11.2016 14:31 Uhr - Egill-Skallagrímsson
3x
DB-Helfer
User-Level von Egill-Skallagrímsson 4
Erfahrungspunkte von Egill-Skallagrímsson 227
06.11.2016 11:47 Uhr schrieb Kaleun
Und genau da muss ich dir widersprechen. Ich bin der Meinung ein guter und intelligenter Film hat es nicht nötig die Folter bis ins Detail und vor allem so langezogen zu zeigen. Kurze Schockmomente eingestreut, wie z.B. die Häutungsszene, wären viel intensiver gewesen. Gerade das lange zelebrieren lässt abstumpfen, weil eine Art Gewöhnung eintritt. Die Filmemacher versuchen das allerdings dadurch zu verhindern, indem sie sich immer schlimmere Dinge einfallen lassen und das ist plump. "The Saw" hätte vermutlich nie so viele Fortsetzungen nach sich gezogen, wenn er auf dem gleichen Gewaltgrad geblieben wäre, wie der erste (der soagr wirklich noch ganz gut war, weil neu und irgendwie auch verhältnismäßig intelligent bzw. überraschend). Man hat den Gewaltgrad angezogen, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Bei Actionfilmen das gleiche. Man will sich immer überbieten, aber das inzwischen zwangsläufig auf Kosten der Übersicht und Logik. Aber das ist ein anderes Thema.
Wie gesagt, Martyrs, wäre für mich ein besserer Film geworden, wenn sie den Fokus auf den philosophischen Ansatz gelegt hätten und weniger auf das Grafische.


Ein immer wiederkehrendes Muster in solchen Diskussionen, ist die Aufforderung "man hätte das ganze nicht explizit zeigen sollen/hätte man im off passieren lassen sollen". Warum man es dennoch nicht macht, ist doch offensichtlich: Die schockierende Wirkung auf den Zuschauer soll erhöht werden. Klar, viele Filme reissen einen ziemlich mit, obwohl irgendeine Schreckenstat nur angedeutet wird oder gar im off passiert (keine Frage), aber bei vielen anderen Filmen, ist der lange Fokus bis aufs kleinste Detail der Schreckenstaten notwendig. Oft kann nur so der Schrecken für den Zuschauer verdeutlicht werden, da ihn davor seine Fantasie im Stich lässt und er sich andererweise nicht in das Geschehen wirklich reinversetzen kann.
Ich kann mir kein "Soldat James Ryan" ohne die drastische Landunsgszene am Anfang vorstellen. Ebenso wenig kann ich mir kein "Martyrs" ohne den drastischen Foltereinlagen vorstellen. Sie sind für die Funktionsweise und das Verständnis des Filmes essentiell. Ich habe die Folterszenen nicht als selbstzweckhaft empfunden, sonst hätte ich den Film auch wenig abgewinnen können.

06.11.2016 16:04 Uhr - ~ZED~
4x
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Einer der besten und verstörensten Horrorfilme die ich jemals gesehen habe. Ich war damals 15, glaube ich, und ohnehin bereits aufs äusserste abgehärtet in dem Sektor, aber Martyts hat mich echt fertig gemacht.
Und das meine ich im Positiven Sinne.

Was würde ich darum geben, dass Horrorfilme auch jetzt noch diese nachhaltige Wirkung auslösen, wie man sie als Kind durchmacht. Denn genau das ist ja die Intention eines Horrorfilmes: Blankes Entsetzen auszulösen, und im Idealfall auch noch zum nachdenken anregen. Beides liefert dieser Film in einer Perfektion und Konsequenz, die seinesgleichen sucht.

Habe den Film seit damals nie wieder gesehen, weil er wohl für den Rest meiner Tage in vollem Umfang in mein Gedächtnis eingespeichert ist.
Somit auch für mich ganz klar der beste französische Horrorfilm aller Zeiten.

10/10

06.11.2016 16:11 Uhr - FishezzZ
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Erstaunlich wenig.

06.11.2016 23:47 Uhr - Chrizzee Pfeiffer
06.11.2016 05:26 Uhr schrieb Performer
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.

16 Leute haben einen niedrigen IQ (Stand: 06.11.16, 23:47)

07.11.2016 00:37 Uhr - Oberstarzt
06.11.2016 16:11 Uhr schrieb FishezzZ
Erstaunlich wenig.

??

07.11.2016 13:20 Uhr - FishezzZ
Autor
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07.11.2016 00:37 Uhr schrieb Oberstarzt
06.11.2016 16:11 Uhr schrieb FishezzZ
Erstaunlich wenig.

??

Für FSK-Verhältnisse wurde der Film meiner Meinung nach nur schwach gekürzt.

06.11.2016 05:26 Uhr schrieb Performer
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.

Wenn auch etwas angeberisch oder flach formuliert, geb ich dir recht. Hatte den Film mit 15 auch nicht überrissen. Mit 18 sah die Sache schon ganz anders aus. (PS: Mag den Film, besuche Gymnasium.)

07.11.2016 15:13 Uhr - Kaleun
Ein immer wiederkehrendes Muster in solchen Diskussionen, ist die Aufforderung "man hätte das ganze nicht explizit zeigen sollen/hätte man im off passieren lassen sollen". Warum man es dennoch nicht macht, ist doch offensichtlich: Die schockierende Wirkung auf den Zuschauer soll erhöht werden. Klar, viele Filme reissen einen ziemlich mit, obwohl irgendeine Schreckenstat nur angedeutet wird oder gar im off passiert (keine Frage), aber bei vielen anderen Filmen, ist der lange Fokus bis aufs kleinste Detail der Schreckenstaten notwendig. Oft kann nur so der Schrecken für den Zuschauer verdeutlicht werden, da ihn davor seine Fantasie im Stich lässt und er sich andererweise nicht in das Geschehen wirklich reinversetzen kann.


Aber genau das, die schockierende Wirkung zu erhöhen, ist das, was der Film nicht schafft indem er die Folterung bis zum Exzess auswalzt. Denn dadurch setzt halt die Gewöhnung ein und von dem Schock bleibt nicht mehr viel.

Ich kann mir kein "Soldat James Ryan" ohne die drastische Landunsgszene am Anfang vorstellen. Ebenso wenig kann ich mir kein "Martyrs" ohne den drastischen Foltereinlagen vorstellen. Sie sind für die Funktionsweise und das Verständnis des Filmes essentiell. Ich habe die Folterszenen nicht als selbstzweckhaft empfunden, sonst hätte ich den Film auch wenig abgewinnen können.


Interessant ist, dass gerade diese Szene ausgewählt wurde. Natürlich kommt sie nicht ohne drastische Szenen aus. Ich habe ja auch gesagt, dass diese wichtig sind. Aber eben als Schockmomente. Die Landungssequenz ist auch nicht eine auf eine Dreiviertelstunde aufgeblasene Szene an Eingeweiden und Verstümmelungen. Das Grauen ergibt sich aus der permanent bedrohlichen Lage und den immer wieder kurz eingesetzten Schockmomenten. Dein Beispiel ist eigentlich das genaue Gegenteil von dem was Martyrs vollzieht.
Wie immer kann man zu guter Letzt festhalten, Geschmacksache ;-)

07.11.2016 15:29 Uhr - DER WIXXER
Fakt ist: Ich finde den Film einfach nur S C H E I S S E. Ich fand, dass das ein belangloses Regale ist ohne Pep. In meinen Augen fehlen gute Ideen und gute Schauspieler. Hier stimmt von Minute Eins aber auch gar nichts. Selten wurde ich von Einen Horrorfilm bzw Folterfilm sooooooo enttäuscht wie dem unnötigen Remake von Martyrs. Note 6

07.11.2016 15:30 Uhr - DER WIXXER
Regale = Remake

07.11.2016 17:44 Uhr - MarcD1810
2x
07.11.2016 13:20 Uhr schrieb FishezzZ
07.11.2016 00:37 Uhr schrieb Oberstarzt
06.11.2016 16:11 Uhr schrieb FishezzZ
Erstaunlich wenig.

??

Für FSK-Verhältnisse wurde der Film meiner Meinung nach nur schwach gekürzt.

06.11.2016 05:26 Uhr schrieb Performer
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.

Wenn auch etwas angeberisch oder flach formuliert, geb ich dir recht. Hatte den Film mit 15 auch nicht überrissen. Mit 18 sah die Sache schon ganz anders aus. (PS: Mag den Film, besuche Gymnasium.)


Diese beiden Aussagen gehören mit zu den absurdesten Äußerungen, die ich in der letzten Zeit bzgl. irgendeiner Art und Weise von Intelligenzbewertung gehört oder gelesen habe.

Ich gönne es wirklich jedem, dass er den Film mag und darin eine tiefere spirituelle oder intellektuelle Bedeutung erkennt. Mir selbst war, trotz der zweifellos interessanten Grundidee, sowohl das Ende als auch der Weg dahin einfach zu dünn. Oftmals kam es mir vor, als wüsste die Geschichte abseits der Grundthematik nicht so recht wohin und wurde dann doch - teils mit Gewalt, teils mit unheimlich langatmigen und nichtssagenden Szenen aufgebauscht. Allerdings habe ich auch schon einige Kritiken gelesen, bei denen ich nachvollziehen kann, warum der Film den entsprechenden Verfassern doch gut gefallen hat.

Was mich jetzt aber brennend interessieren würde - und da könnt ihr beiden cleveren Kerlchen mir bestimmt weiter helfen - ist eine Antwort auf die Frage, was den Film jetzt zu einem Gradmesser für Intelligenz macht? Fehlt mir da kognitive Fähigkeiten? Soziale Intelligenz? Vielleicht ganz einfach Allgemeinwissen?

Welche Filme muss ich noch mögen um als intelligent zu gelten? Und wer bestimmt das?

Neil deGrasse Tyson?

08.11.2016 08:08 Uhr - Barsch zu Mund
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Selten so gute Filme wie diesen hier gesehen. Danke für den SB!

28.12.2016 02:22 Uhr - Carol Anne
06.11.2016 10:45 Uhr schrieb Kaleun
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.


Kann man dann angesichts des Niveaus dieser vereinfachten Darstellung davon ausgehen, dass auch du den Film schlecht fandest?

Es hat absolut nichts mit Intelligenz zu tun, sondern persönlichem Geschmack, ob einem der Film gefällt oder nicht. Und nur weil einem ein offenes Ende mit dem Hauch einer philosophischen Begründung hingerotzt wurde und man ja nun angeblich so viel in den Film hineininterpretieren kann, ändert es nichts daran, dass der Film zum Großteil aus Folterszenen besteht. Die meiner Meinung nach wirklich nur selbstzweckhaft sind.

In einem anderen Schnittbericht wurde "IH8YH" für seine Meinung, dass der Film langweilig ist, ziemlich hart angegangen. Ich empfand das allerdings ebenso und das hat nichts mit fehlender Empathie zu tun. Natürlich tat mir das arme Mädel leid. Wer sieht denn schon gerne wie Frauen misshandelt werden? Die Langeweile ergab sich, aus der nicht enden wollenden Folter und der unvermeidlichen Frage, was soll denn der ganze Unsinn und hört das endlich mal auf? Ich persönlich mag keine Folterfilme. Egal, ob "The Saw", oder "Guinea Pig". Wie bereits erwähnt, die Erklärung am Ende fand ich mehr als dürftig, aber durchaus auch interessant. Auf dem philosopischem Thema zu Folter und Tod hätte der Schwerpunkt liegen sollen und nicht auf dem endlosen rumgekröse. Aber wie man anhand der Kommentare, die teilweise schon fast religöse geführt werden, sieht, haben die Filmemacher genau das erreicht, was sie offenbar wollten. Ihr Film hat eine hohe Aufmerksamkeit bekommen und ist nach wie vor im Gespräch. Was kann einem Werk besseres passieren?


Es hat sicherlich nichts mit Intelligenz zu tun, ob man den Film nun gut oder schlecht findet. Aber es bedarf wohl einem Minimum an Intelligenz, etwas in einen Film hineininterpretieren zu können.

06.01.2017 12:54 Uhr - muffin
06.11.2016 05:26 Uhr schrieb Performer
Im Prinzip ist es ganz einfach: Leute mit einem höheren IQ finden Martyrs genial und schockierend während Leute mit weniger Intelligenz den Film nicht ganz verstehen und schlecht finden. Wenn Letztere dazu auch noch bereits durch andere Folterfilme abgestumpft sind findet man ihn sogar Scheiße.


Den Schwachfug hast du dir ganz alleine ausgedacht?
Ich benutze mal deine Logik, im Prinzip ist es ganz einfach, Menschen (nicht "Leute") mit ausreichend Empathie und einer normalen Gefühlslage finden den Film abartig und krank und würden dem Mädchen liebend gerne helfen und die Peiniger ins Jenseits befördern.
Abgestumpfte, sadistisch veranlagte Menschen und Psychopathen können sich daran ergötzen und entdecken gar einen tieferen Sinn.
Münzen wir das auf die Protagonisten um sieht das so aus, die "Chefin" des Ganzen ist ohne jegliche Empathie und ein Psychopath, erhofft sie sich doch dadurch eine höhere Erkenntnis. Die anderen Teilnehmer, insbesondere die Handelnden, weisen reichlich Potenzial von sadistisch veranlagten Menschen auf.
Jetzt stellt sich nur die Frage, in welcher Person erkennst du dich wieder?

Erschreckend finde ich nur die ganzen "Däumchen", die du dafür bekommen hast, da frage mich doch ob ein höheres Wesen die Intelligenz auch richtig verteilt hat.

Ich hoffe die Moderation erkennt meine Ironie.;-)

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