Es gibt nur wenige Filme, die eine sinnvolle und passende Geschichte erzählen, mit denen man Kinder an das Thema Krieg heranführen kann (im Original heißt der Film auch The War), denn "Gewalt ist keine Lösung" ist einfach nicht mehr realistisch. Der Film zeigt hier Szenen aus dem Vietnamkrieg und seine Folgen für die Opfer aber auch Überlebenden, sowie einen für Kinder zugänglicheren Kampf um das eigene Baumhaus, nachdem Worte und Diplomatie leider nicht mehr erfolgsversprechend erscheinen. Für Erwachsene ist die Message natürlich zu schlicht. Für die wurde der Film aber auch nicht gemacht, sondern für Kinder oder die ganze Familie.
Die FSK vergab eine Freigabe ab 12 Jahren, was auch angemessen ist, gerade beim unklaren deutschen Titel, der sonst vielleicht dazu führen könnte, dass sich zu junge Kinder den Film alleine ansehen.
RTL 2 dagegen hat den Film entweder überhaupt nicht verstanden oder es ist ihnen mal wieder egal, was sie da in welcher Verfassung zeigen. In den fast 15 Minuten, die sie in 20 Szenen geschnitten haben, sind leider auch die beiden Vietnam-Szenen enthalten und die dazugehörige Szene in der Mine. Auch wollte man scheinbar den Rassismus etwas und den kurz angedeuteten Kindesmissbrauch komplett unter den Teppich kehren. In der Fassung ist der Film natürlich völlig unbrauchbar.
Zum Vergleich lag die Ausstrahlung vom 26.5.2012 um 10:35 Uhr vor.
11:15 Stephen erzählt seinem Sohn Stu vom Krieg in Vietnam und seinem besten Freund Dodge. Sie machten alles zusammen. In einer Rückblende sieht mann dann, wie der Trupp von den Nordvietnamesen angegriffen wurde. Dabei stürzt sich auch ein Vietnamese auf Stephen und rammt ihm ein Messer in die Seite. Stephen wehrt sich, indem er seinen Helm nimmt und mehrere Male gegen den Kopf des Gegners schlägt, auch dann, als er schon regungslos am Boden liegt. Nach der Rückblende sieht man Stus Freund eher am Fenster.
2:05 Minuten
14:45 Die Prügelszene zwischen den Kindern beim Steinbruch ist etwas länger. Einer der Lipnicks tritt länger auf Stu ein.
7s
57:04 Stephen erzählt Stu wieder mehr von dem Angriff auf seine Einheit in Vietnam. Die Rückblende setzt da wieder an, wo sie zuvor abgebrochen wurde.
Dodge wurde von einer Granate getroffen und ruft nach Stephen. Der kommt und hebt Dodge hoch und versucht ihn aus dem Graben zu tragen. Dabei sieht man jede Menge Tote sowie ein totes Schwein. Die Vietnamesen kommen näher.
Stephen schleppt Dodge bis zum Heli, während in den Gräben seine anderen Kollegen krepieren. Allerdings ist nicht mehr genug Platz im Hubschrauber. Nur noch einer kann aufgenommen werden. Der Schütze am MG überlässt Stephen die Wahl: Stephen oder Dodge. Auch Stephens Betteln hilft nichts.
Stephen bedroht darauf hin den Bordschützen mit seiner Pistole und sagt, dass er und Dodge nicht der Feind seien. Man kann sie nicht zurücklassen. Die anderen im Heli schauen ganz entgeistert. Als in der Nähe eine Granate einschlägt, stirbt Dodge aber und der verzweifelte Stephen lässt ihn zurück, während die Vietnamesen weiter anrücken.
Dann erzählt er seinem Sohn unter Tränen, wie er zwei Tage später zwei Medallien für seinen Mut erhalten hat. Aber nach all den Kämpfen wurde Stephen verrückt. Unter tränen sagt er weiter, dass er Stu nicht davon abhalten kann zu kämpfen, aber das Einzige, was Menschen wirklich glücklich machen kann, ist Liebe. Und ohne Liebe gäbe es nichts, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Stu verspricht, dass er sich mit den Lipnicks-Kindern versöhnen will.
insgesamt 6:46 Minuten
59:05 Nachdem die Lehrerin die Sitzplätze neu verteilt hat (und plötzlich ganz zufällig alle schwarzen Kinder in den letzten Reihen sitzen), sagt eines der Lipnicks-Kinder zu Lidia "Nigger Lover".
3s
60:07 Die Lehrerin denkt, dass es die schwarze Elvadine war, die geflüstert hat, nicht der weiße Junge. Soviel Rassismus regt Elvadine auf und sie macht das der Lehrerin gegenüber auch deutlich. Dabei erwähnt sie auch, dass sie neulich 20 Dollar zum Geburtstag bekommen hat von ihrem Onkel. Aber eigentlich war das gar nicht zum Geburtstag, sondern Belohnung dafür, dass sie sich auf seinen Schoß legte und er ihr den nackten Hintern versohlen durfte. Dies ist gekürzt.
12s
63:20 Stephen arbeitet in einer stillgelegten Miene und muss dort die Wasserpumpen kontrollieren. Als ein Teil der Mine einstürzt, klemmt sein Kollege Moe unter einem Steinbrocken fest, während das Wasser steigt. Konfrontiert mit einer ähnlichen Situation wie im Krieg, bleibt Stephen bei Moe und unternimmt alles, um ihn frei zu kriegen, bevor mehr Steine auf sie einbrechen.
2:03 Minuten
76:06 Der Strudel ist länger zu sehen.
5,5s
76:49 Nochmal länger.
3s
78:31 Stu kämpft länger gegen den Strudel an.
38,5s
87:34 Eine Gaspatrone landet in der Kartoffelkanone.
5,5s
88:39 Die Kanone im Einsatz.
2,5s
89:02 Der Kampf ums Baumhaus dauert länger. Es kommen Molotov-Cocktails zum Einsatz und Rauchgranaten. Dabei geht auch das Dach in Flammen auf. Der gegnerische Anführer schmeißt den Traktor an. Lidia und Stu versuchen derweil, das Feuer auf dem Dach zu löschen. Dann kommt der Panzerwagen, kann aber leicht umgeworfen werden.
1:31 Minuten
90:00 Nach einem Treffer mit der Steinschleuder verliert eine der Angreiferinnen einen Molotov-Cocktail.
2,5s
90:20 Stu sieht entsetzt mit an, wie sich die Anderen weiter bekämpfen.
33s
92:07 Der Junge droht länger, im Strudel zu ertrinken.
9,5s
92:18 Stu versucht länger an den Jungen ranzukommen, der im Strudel am Gitter klebt.
10s
92:28 Der Junge im Strudel.
3s
92:33 Mehr Rettungsversuche.
14,5s
92:42 Stu sucht immer noch im Wasser.
6,5s
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Uaargh, ich weiß ja nicht. Aber für mich ist das eine dieser voll auf Costner zugeschnittenen Edelkitsch "Frauenfilm"-Schmonzetten, zwar nicht ganz so extrem wie Bodyguard, aber doch mit ein Grund, warum ich, und viele andere auch, mit Herrn Costner nie so richtig warm, bitte nicht falsch verstehen *hihi*, geworden sind.
06.10.2012 13:28 Uhr schrieb Oberstarzt
Uaargh, ich weiß ja nicht. Aber für mich ist das eine dieser voll auf Costner zugeschnittenen Edelkitsch "Frauenfilm"-Schmonzetten
Du hättest nach dem 1. Satz aufhören sollen.
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