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Die 120 Tage von Sodom

zur OFDb   OT: Salò o le 120 giornate di Sodoma

Herstellungsland:Frankreich, Italien (1975)
Genre:Drama, Krieg
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (62 Stimmen) Details
25.09.2014
Muck47
Level 35
XP 38.743
Vergleichsfassungen
Keine Jugendfreigabe
Label EuroVideo, Blu-ray
Land Deutschland
Freigabe FSK keine Jugendfreigabe
Laufzeit 92:45 Min.
Ungeprüft
Label ILLUSIONS UNLTD. films, Blu-ray
Land Österreich
Freigabe ungeprüft
Laufzeit 116:44 Min.
Vergleich zwischen der gekürzten Blu-ray aus Deutschland von Eurovideo (Keine Jugendfreigabe) und der ungekürzten Blu-ray aus Österreich von Illusions Unltd. films (Ungeprüft)


- 39 Schnitte
- Schnittdauer: 1439,4 sec (= 23:59 min)



Pier Paolo Pasolinis immer wieder gerne diskutierter Skandalfilm aus dem Jahre 1975 ist bereits seit einiger Zeit ungekürzt als ungeprüfte Blu-ray über Österreich erhältlich. Am 25. September 2014 legt der deutsche Rechteinhaber Eurovideo nun noch eine Kaufhaus-VÖ nach, welche auf dem Cover großspurig mit "Nach 40 Jahren erstmals im Handel erhältlich" beworben wird. Für den freien Handel stimmt das wohl schon, ist aber in Anbetracht der erst 1987 indizierten und nahezu ungekürzten VHS, welche man zuvor zumindest in den Videotheken wohl ohne Einschränkungen bekommen hat, vielleicht etwas überzogen. Bei der Fassung selbst hört der Spaß dann aber endgültig auf: Um 24 Minuten gekürzt hätte man sich die Kaufhaus-Premiere aus Kundenperspektive auch gleich sparen können. Ärgerlicherweise findet man auf dem Cover keinen Hinweis auf die Zensuren und sogar fälschlicherweise die Laufzeitangabe der Uncut-Fassung. Zumindest erfüllt der große rote 18er-Flatschen hier eine Warnfunktion bzw so kann man den Fassungstorso identifizieren.

Neben den Ekel-/Sex-/Gewalt-Höhepunkten hat es vor allem etliche Erzählungen von Signora Vaccari oder sonstige Szenen, in denen allerlei Abscheulichkeiten lediglich beschrieben und nicht selbst gezeigt werden, erwischt. Besonders durch Letzteres werden die gesellschaftskritischen Ansätze der Vorlage von de Sade natürlich noch schwammiger und verpuffen förmlich. Aber gut, dass eine derart umfangreich entschärfte Fassung keinem mehr zu empfehlen ist, sollte eigentlich schon anhand der Laufzeitdifferenz offensichtlich sein.

Die gekürzte Blu-ray wurde freundlicherweise von Eurovideo zur Verfügung gestellt!



Laufzeitangaben sind nach dem Schema
Keine Jugendfreigabe Blu-ray / Ungeprüfte Blu-ray
angeordnet
Weitere Schnittberichte:
FSK 18 - FSK 18 Premiere
Legend DVD - Premiere

Meldungen:
Die 120 Tage von Sodom von Illusions Unltd. (19.09.2013)
Die 120 Tage von Sodom - FSK-Fassung geprüft (25.06.2014)

Dieser Schnittbericht hat mehrere Seiten
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10:38 / 10:38-11:14

Nach der Frage "Sollte man sie sich nicht ein bisschen genauer ansehen?" fehlt die Reaktion von Fürst Blangis; "Zieht euch aus!"
Die Jungs (Sergio und Franco) schauen etwas verwirrt und entkleiden sich dann vor den Blicken der Männer. Es wird an ihnen heruntergefahren und der Fürst meint nach dieser kurzen Inspektion: "Ihr könnt euch wieder anziehen."

36 sec



11:42 / 12:18-12:32

Eigentlich sieht man Präsident Durcet länger und der Satz über Umberto wird in dieser Einstellung fertig gesprochen (in der KJ über die wieder enthaltene Folgeaufnahme gelegt). Außerdem wird weiter ausgeführt, während die Männer begeistert schauen: "Seht ihn euch an! Ich übertreibe nicht, wenn ich euch sage, dass ich 13 Nächte unter freiem Himmel verbracht habe, bis ich ihn mir schnappen konnte. Was für ein Fang!"

13,6 sec



12:26 / 13:15-13:26

Auf die Frage, ob es stimmt dass er aus dem Süden komme, antwortet Tonino noch aus dem Off: "Ja, Senore."
Der Bischof fährt fort: "Ich kann dir nicht sagen, ob ich dir die Unschuld nehmen werde. Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir gemeinsam entscheiden, wer diese angenehme Aufgabe übernimmt."

11,2 sec



13:51 / 14:51-15:38

Die Angestellte meint noch: "Los, Kleine, das ziehen wir aus! Du brauchst keine Angst zu haben, niemand will dir was tun. Lass diese guten Herren sehen, was du darunter versteckst. Na zeig schon! So ists brav. Sehen sie, ist sie nicht wunderschön? So ein köstliches kleines Ärschlein. Ganz fest und rund und stramm ist es. Diese Brüstchen könnten einen Toten zum Leben erwecken."
Dabei zieht sie das Mädchen aus, die Männer inspizieren.

46,2 sec



15:02 / 16:49-17:14

Der Bischof sagt noch zu dem Mädchen: "Das genügt, meine Kleine. Sie soll sich ausziehen."
Das Mädchen grinst, während dafür gesorgt wird, doch der Fürst unterbricht; "Einen Moment noch."
Er geht zu dem Mädchen, öffnet den Mund und entdeckt mit kritischem Blick eine Zahnlücke.
Signora Catelli: "Entschuldigen sie, aber wer denkt denn an sowas? Bei so einem bildhübschen Mädchen."

25 sec



16:35 / 18:47-18:52

Der Junge wird erschossen.

5 sec



19:55 / 22:12-22:27

Vor der Unterbrechung ist die Verlesung der Regeln noch etwas länger und dabei kommen auch die Diener auf den Hof; "Sie werden es sich auf dem Boden bequem machen und alle Positionen hemmungslos ausprobieren. Sie paaren sich inzestiös, treiben Ehebruch und sodomieren."

15,2 sec



20:14 / 22:46-22:55

Wieder mehr Regeln, nachdem die Diener weggescheucht wurden; "Sollte ein Mann dabei ertappt werden, dass er es ohne Erlaubnis der Freunde mit einer Frau treibt, wird er mit dem Verlust eines Gliedes bestraft."

9,2 sec



22:39 / 25:20-25:52

Der explizite Teil von Signora Vaccaris Geschichte wird ausgelassen, nachdem sie die Masturbation angesprochen hat; " 'Ist es das erste Mal, dass du so etwas siehst? Deiner Schwester habe ich ihn schon gezeigt und allen anderen Mädchen in deinem Alter auch. Gib mir deine Hand. Komm her und hilf mir, damit ich den Samen herausschleudere, dem wir alle unser Leben verdanken. Gleich wirst du ihn auf deinem Körper spüren. Das ist meine einzige Freude, ich habe keine andere, mein Kind. Und du bist nur hier, um mir dabei zuzusehen.' Im gleichen Augenblick werde ich von seinem Samen getroffen und bin überrascht, wie ungewöhnlich viel es ist."

32,2 sec



23:53 / 27:07-28:21

Nachdem Signora Vaccari angekündigt hat, mit ihrer Geschichte fortzufahren, gibt es noch eine Andeutung von Sex zwischen Mann und Junge, danach ihre Erzählung: Als 7-Jährige hat sie vor einem Professor uriniert.

Zuerst zerrt ein Mann einen Jungen mit sich nach draußen und meint dabei: "Entschuldigen sie bitte, aber ich möchte mich gerne an der Stütze meines Alters erfreuen."
Daraufhin beginnt Signora Vaccari früher: "Eines Tages, kurz nachdem ich 7 Jahre alt geworden war, begleitete ich eine meiner Freundinnen zum Haus des Professors. In seinem Zimmer saß ein Kollege von ihm. Der Professor schloß die Tür hinter uns zu und sagte zu dem Anderen, nachdem er mich lange angesehen hatte: 'Was meinst du, Goffredo? Habe ich dir nicht gesagt, dass sie eine große Schönheit ist?' - 'Aber ja, du hast vollkommen recht, sie ist wirklich reizvoll, ein Kleinod.' Goffredo zog mich liebevoll auf seinen Schoß, gab mir einen Kuss und fragte mich dann: 'Wie alt bist du, meine Kleine?' - 'Sieben Jahre, Herr Professor.' - 'Teufel, nochmal. Fünfzig Jahre jünger als ich!' sagte der Professor und küsste mich erneut. In der Zwischenzeit hatte der Andere einen seltsamen Sirup zubereitet. Sie brachten mich dazu, dass ich das Gebräu trank und sagten mir, es wäre ungefährlich, ich würde nur Pipi machen. 'Liebes Kind', fügten sie freundlich hinzu, 'du brauchst keine Angst zu haben. Wir wollen nur, dass du urinierst. Komm mit mir', sagte der Kollege des Professors, 'es soll in meinem Zimmer stattfinden.'"

74,5 sec



25:53 / 30:21-30:39

Nachdem Signora Vaccari ihre Geschichte zu Ende erzählt hat, fehlt eine Szene mit dem Bischof und zwei Jungs, wobei der eine ihn (erfolglos) mit der Hand befriedigt.
Signora Vaccari bemerkt: "Dieser Junge kann ja noch nicht einmal masturbieren. Man muss es ihm schnellstens beibringen. Es sieht so aus, als hätte er noch nie ein männliches Glied gesehen - ein Skandal!"
Zuletzt sieht man bei diesen Worten das Mädchen, was in der wieder enthaltenen nächsten Einstellung aufsteht und versucht, davonzurennen.

18,7 sec



26:06 / 30:52-31:01

Der Bischof spricht früher: "Meine Damen und Herren, es besteht wohl kein Zweifel darüber, dass Signora Vaccari bereits in zwei Wochen erstklassige Huren aus ihnen gemacht haben wird."

8,3 sec



26:47 / 31:42-32:16

Das gefallene Mädchen wird von Efisio nochmal zu Boden getreten. Er öffnet seinen Hosenstall und vergewaltigt sie, wobei der Präsident gierig zusieht.

34,8 sec



27:18 / 32:47-33:15

Der Präsident zeigt seinen Hintern weiteren Jungs und rennt dann zu Efisio, der immer noch das Mädchen vergewaltigt; "Efisio, machs mit mir! Komm, gibs mir, stoß zu!"
Efisio erfüllt seinen Wunsch.

27,4 sec



Alternativ
30:41-30:47 / 36:38-36:44

Als der Präsident seine Geschichte über den Schmied und dessen Schwager erzählt, gibt es in der ungekürzten Fassung anfangs noch eine explizierte Aufnahmen des toten Mädels zu sehen.

Die Keine Jugendfreigabe-Fassung recyclet dafür eine andere Aufnahme von ihr sowie eine der Zuschauer.

Kein Zeitunterschied



31:12 / 37:09-39:20

Der Fürst weist noch an: "Musik! Signora Vaccari, eine neue Geschichte! Irgendetwas Stimulierendes, das uns Appetit macht auf neue Taten."
Signora Vaccari: "Gerne, meine Herren. Ich war gerade Neun, als mich meine Schwester nach Mailand brachte zu Signora Calzetti. Sie examinierte mich aufs Sorgfältigste und fragte mich schließlich, ob ich für sie arbeiten wolle. 'Ja, Signora', sagte ich, 'ich mache alles wenn nur gut dafür bezahlt wird.' Eine halbe Stunde später fing ich mit der Arbeit an. Vor mir stand ein Herr, sehr korpulent, der mich von Kopf bis Fuß musterte. Er nannte sich Vaccari. Wir schlossen uns in einem Zimmer ein und ich zeigte ihm sofort mein Fötzchen, das ich für so besonders wertvoll hielt. Er war entsetzt und bedeckte seine Augen; 'Um Himmels Willen, meine Liebe, davon spricht man nicht einmal! Deswegen bin ich nicht zu dir gekommen, wirklich nicht. Ich will das auf gar keinen Fall sehen.' Hmm. Dann bat er mich, ich solle mich mit dem Bauch nach unten auf das Bett legen. Während ich das tat, sagte er: 'Diese armseligen Hürchen bieten einem immer nur ihre Vagina an. Ich muss unbedingt etwas tun, um diesen scheußlichen Anblick aus dem Gedächtnis zu streichen.' Nachdem er das gesagt hatte, wickelte er mich von Kopf bis Fuß in ein Leinentuch, wie eine Mumie. Nur den Hintern ließ er frei. Zuerst knetete er ihn zärtlich, dann spreizte er die Backen auseinander und leckte mich. Gierig, immer und immer wieder. Dann setzte er sich so auf einen Stuhl, dass er sein Glied vorsichtig zwischen meine Hinternbacken stecken konnte."
Der Präsident begrapscht derweil das Mädchen vor sich, legt sie auf seinen Schoß und zieht ihren Rock hoch.
Signora Vaccari: "Er bewegte sich schnell, immer schneller, bis er schließlich zu zucken anfing. 'Was für ein anbetungswürdiger Hintern. Welch süßer kleiner Arsch. Wie werde ich den überschwemmen.', stöhnte er immer wieder. Ich bin ihm nie wieder begegnet."
Präsident: "Dass Signor Vaccari, ihr erster Kunde, seine speziellen Neigungen bei einer Frau befriedigte, ist äußerst ungewöhnlich. Üblich jedoch ist, dass diesem Tempel ganz besondere Ehren erwiesen werden, die oft glühender sind als der Weihrauch, der dem Anderen geopfert wird."

130,7 sec (= 2:11 min)



37:57 / 46:05-47:07

Sergios angedeuteter Sex mit Renata ist etwas länger bzw wird unterbrochen; "Nein, nein, nein! Das nicht, diese Blume pflücken wir."
Der Fürst und der Präsident eilen zu den Beiden, reißen sie voneinander und vergehen sich selbst an ihnen. Währenddessen kommt der Bischof dazu, zieht die Hose vom Fürst herunter und besteigt ihn.

62,7 sec



41:10 / 50:20-51:10

Monsignore sagt zu dem rothaarigen Mädchen noch: "Du hast doch zwei schöne Augen, um zu sehen. Also sieh hin!"
Er zerrt sie zur Toilette und befiehlt: "Pisse!"
Während Signora Vaccari im Off weiter erzählt, folgt sie der Anweisung, während er es ihr im Pissoir daneben gleich tut.

Signora Vaccari dann noch früher: "'Du unverschämtes Miststück, du unmögliche Hündin!' schrie er voller Verachtung, kam zu mir und spritzte mir auf den Rücken."

49,6 sec
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Kommentare

25.09.2014 00:13 Uhr - hammerman69
10x
User-Level von hammerman69 1
Erfahrungspunkte von hammerman69 4
und es geht wieder los ...

25.09.2014 00:27 Uhr - peacekeepa
6x
Schockierendes Meisterwerk! Einmal in Gänze gesehen, reicht für den Rest meines Lebens.

25.09.2014 00:48 Uhr - Catfather
3x
25.09.2014 00:27 Uhr schrieb peacekeepa
Schockierendes Meisterwerk! Einmal in Gänze gesehen, reicht für den Rest meines Lebens.


Die FSK "18" Fassung würde sogar für die Reste der Leben danach reichen! (falls man denn an solchen esoterischen Unsinn glauben mag...).

Die Kürzungen dieser Rumpffassung fielen noch rabiater aus als erwartet! Aus China gab es bereits anfragen, ob man nicht diese gesäuberte deutsche Version importieren dürfe für Schulvorführungen... *lol*


25.09.2014 01:05 Uhr - babayarak
5x
User-Level von babayarak 2
Erfahrungspunkte von babayarak 58
Ein perverser Film, mit vielen homosexuellen und menschen verachtenden Szenen.

Als Normalgucker ist der Film extrem Scheiße, denn der ist sowas von langweilig.

Die Idee, paar alte perverse lassen ihren sadistischen Gedanken an jungen Menschen freien lauf, ist irgendwie bodenlos. Da kaum Hintergründe für die Handlungsweisen zu erkennen sind.

Ein Meisterwerk ist der Film niemals, viel zu sehr ist dieser Streifen auf Provokation aus und bleibt ein sadistisches Werk ohne filmische Bedeutung, da sind viele Trashfilme zehnmal besser als dieser zu oft gelobte Salo.

25.09.2014 01:23 Uhr - spobob13
6x
Ich mag den Film einfach nicht - ist eben meine Meinung. Aber das Cover der deutschen FSK hat mich schon geärgert. Da steht: Seit 40 Jahren erstmals im Handel erhältlich.

Das ist eine ja eine freche Lüge -pure Kundentäuschung. Hätte da nicht stehen müssen: Seit 40 Jahren erstmals extrem zenziert veröffentlicht.

25.09.2014 01:26 Uhr - FuckFace
17x
@babayarak
Menschenverachtend und auch noch homosexuell? Ja, das nenn ich mal pervers...
Dazu extrem scheiße und langweilig?
Naja, ich denke, für Leute wie Dich ist Pasolinis Film wirklich nicht gedreht worden. Möglicherweise testest Du mal die hier vorgestellte 18er-Fassung. 23 Minuten weniger Menschenverachtung, weniger Scheiße und weniger Homosexualität als in der Ungeschnittenen.

Jutes Nächtle.

25.09.2014 02:19 Uhr - peacekeepa
7x
25.09.2014 01:05 Uhr schrieb babayarak
Ein perverser Film, mit vielen homosexuellen und menschen verachtenden Szenen.

Als Normalgucker ist der Film extrem Scheiße, denn der ist sowas von langweilig.

Die Idee, paar alte perverse lassen ihren sadistischen Gedanken an jungen Menschen freien lauf, ist irgendwie bodenlos. Da kaum Hintergründe für die Handlungsweisen zu erkennen sind.

Ein Meisterwerk ist der Film niemals, viel zu sehr ist dieser Streifen auf Provokation aus und bleibt ein sadistisches Werk ohne filmische Bedeutung, da sind viele Trashfilme zehnmal besser als dieser zu oft gelobte Salo.


Der Film ist nicht für jeden gemacht. Du gehörst dazu und das meine ich in keiner Weise beleidigend. Einfach 'nen bisschen Nietzsche, de Sade lesen, sich über italienische Geschichte sowie Pasolinis Leben informieren und dir wird ein Licht über die "Hintergründe für die Handlungsweisen" aufgehen.

25.09.2014 03:00 Uhr - KKinski
3x
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Erfahrungspunkte von KKinski 24
Diese 18er-Fassung braucht kein Mensch. Hoffentlich kommt nicht irgendein Fernsehsender auf die Idee, die zu zeigen. Die Kürzungen finde ich für einen 18er teilweise stark übertrieben. Man hätte vielleicht in der Einleitung erwähnen können, dass die Kürzungen in den Erzählungen sich auf die pädophilen Elemente beziehen.

25.09.2014 07:37 Uhr - Angertainment
8x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Angertainment 3.893
Ich halte mich aus der müssigen Diskussion über Sinn oder Kunst zu diesem Film raus, da es immer die gleichen Lobpreisungen oder Hasstiraden dazu gibt.
Aber ich lobe den sehr umfangreichen und gut gemachten Schnittbericht und kann mir vorstellen, dass es nicht einfach war! In diesem Sinne, weiter so Muck47!

25.09.2014 07:42 Uhr - Sancho
5x
25.09.2014 02:19 Uhr schrieb peacekeepa
25.09.2014 01:05 Uhr schrieb babayarak
Ein perverser Film, mit vielen homosexuellen und menschen verachtenden Szenen.

Als Normalgucker ist der Film extrem Scheiße, denn der ist sowas von langweilig.

Die Idee, paar alte perverse lassen ihren sadistischen Gedanken an jungen Menschen freien lauf, ist irgendwie bodenlos. Da kaum Hintergründe für die Handlungsweisen zu erkennen sind.

Ein Meisterwerk ist der Film niemals, viel zu sehr ist dieser Streifen auf Provokation aus und bleibt ein sadistisches Werk ohne filmische Bedeutung, da sind viele Trashfilme zehnmal besser als dieser zu oft gelobte Salo.


Der Film ist nicht für jeden gemacht. Du gehörst dazu und das meine ich in keiner Weise beleidigend. Einfach 'nen bisschen Nietzsche, de Sade lesen, sich über italienische Geschichte sowie Pasolinis Leben informieren und dir wird ein Licht über die "Hintergründe für die Handlungsweisen" aufgehen.

Ich bin immer wieder amüsiert und gleichzeitig schockiert darüber, mit was für Argumenten Leute ihre Neigung zu perversen Taten erklären. Ich hab Nietzche gelesen. Ist mir trotzdem nicht ersichtlich, warum ich es als kunst- oder filmisch wertvoll halten soll, wenn einer mit Scheisse gefüttert wird. Wenn du mit dem Film was anfangen kannst, bitte. Aber versuch dich nicht als bedeutender als andere dar zu stellen, nur weil du sowas gerne guckst.
Demnächst gibt es wohl noch Leute die 2 Girls 1 Cup als am meisten falsch interpretiertes Meisterwerk bezeichnen.

25.09.2014 08:42 Uhr - Dale_Cooper
9x
Super Film, bis heute schockierend und kontrovers (wie dieser Thread gerade mal wieder beweist).

Pasolini hat es geschafft, damals wie heute aktuelle und generell gültige Faschismuskritik sowie de Sade´s Vorlage (an die er sich teilweise eher vage hält) zusammen zu bringen und daraus einen bewusst unangenehmen und definitiv nicht unterhaltenden Schocker zu drehen.

An Kommentaren wie dem von babayarak sehe ich, dass die Welt seit der Entstehung des Films Mitte der Siebziger nicht unbedingt besser oder klüger geworden ist...

Die neue, stark gekürzte VÖ von EuroVideo mit dem reisserischen sowie leicht verlogenen Kaufargument ist selbstverständlich nur für die Tonne geeignet.

25.09.2014 09:41 Uhr - Sancho
2x
25.09.2014 08:42 Uhr schrieb Dale_Cooper

An Kommentaren wie dem von babayarak sehe ich, dass die Welt seit der Entstehung des Films Mitte der Siebziger nicht unbedingt besser oder klüger geworden ist...


Könntest du das erläutern?

25.09.2014 09:56 Uhr - babayarak
3x
User-Level von babayarak 2
Erfahrungspunkte von babayarak 58
Ich finde es ein Unding, dieses dreckige Stück sinnlosen Sadismus mit dem Namen von Nietzsche loben zu wollen.

Versucht nicht diesen perversen und auf fetische bezogenen Film irgendwie positiver darzustellen als er ist.

Für mich ist es ein schlechter Film, indem ein homosexueller Regisseur seinen perversen Phantasien über sexuellen Sadismus freien lauf lässt.

25.09.2014 10:06 Uhr - Stoi
9x
25.09.2014 09:56 Uhr schrieb babayarak
Für mich ist es ein schlechter Film, indem ein homosexueller Regisseur seinen perversen Phantasien über sexuellen Sadismus freien lauf lässt.


Dann hast Du was grundsätzlich falsch verstanden.

25.09.2014 11:08 Uhr - wieauchimmer
12x
25.09.2014 09:56 Uhr schrieb babayarak
Für mich ist es ein schlechter Film, indem ein homosexueller Regisseur seinen perversen Phantasien über sexuellen Sadismus freien lauf lässt.


Autsch!

25.09.2014 11:14 Uhr - Roughale
2x
Die stark auseinandergehenden Meinungen und die heftigen Reaktionen zeigen, dass der Film einen wichtigen Zweck erzielt hat, vielleicht sogar den Zweck, der beabsichtigt war. Der Film wurde mit Sicherheit nicht zur Unterhaltung geschaffen, aber genau das führt bei vielen zu einer negativen Reaktion, weil sie eventuell bei dem Ruf, den der Film hat eine Horror/Splatter Perle erwartet haben - da sage ich mal: Falsch vorbereitet und auf falsche Stimmen gehört...

Mal davon abgesehen mag ich den Film auch nicht sonderlich, weil ich den Unterhaltungsfaktor sehr schätze und hoch einordne, aber deshalb stempele ich den Film in seiner filmhistorischen Wichtigkeit als das ab, was im Film verfüttert wird...

Nun fehlt nur noch: PULLERALARM!!!!!

25.09.2014 11:29 Uhr - mondkrank
15x
25.09.2014 09:56 Uhr schrieb babayarak
Für mich ist es ein schlechter Film, indem ein homosexueller Regisseur seinen perversen Phantasien über sexuellen Sadismus freien lauf lässt.


Und für mich ein peinlicher Kommentar, in dem ein homophober Hans-Wurst seinen perversen Ressentiments gegenüber sexueller Gleichbestimmung freien Lauf lässt. Außerdem: wenn du schon so abfällig über einen visionären Künstler schreibst, dann habe wenigstens soviel Selbstachtung und informiere dich ein wenig, bevor du ausgerechnet eine sexuelle Ausrichtung als Triebfeder für diesen Film heranzerrst. Was nebenbei auch noch ganz schön primitiv gedacht ist, als wenn schwule Regisseure keine anderen Sorgen hätten. Diese selbstgerechte Hetze gegen Homosexuelle kommt wohlmöglich in deinem Umfeld gut an, tu uns den Gefallen und lasse es auch da.

Grüße mond

25.09.2014 11:35 Uhr - Sancho
5x
Sagt mal Leute habt ihr sie eigentlich noch alle? Der Film zeigt Homosexualität gepaart mit Pädophilie. Und er will damit schocken. Das hat er getan und jetzt bezeichnet ihr direkt jeden, der das nicht toll findet als homophob?

Habt ihr echt keine anderen Argumente? Immer ist man direkt homophob nur weil man die Darstellung des Geschlechtsaktes zweier Männer nicht sehen mag? Das heisst ihr werft mir auch vor Vorurteile gegen Päderasten zu haben, weil ich es nicht schön finde zu zugucken wie dort Knaben von älteren Männern geschändet werden.

Ihr solltet euch lieber mal überlegen, was bei euch falsch läuft, dass ihr solche Perversionen auf Teufel komm raus vor jeder Kritik verteidigen wollt.

25.09.2014 12:03 Uhr - Topf
7x
25.09.2014 11:35 Uhr schrieb Sancho
Sagt mal Leute habt ihr sie eigentlich noch alle? Der Film zeigt Homosexualität gepaart mit Pädophilie. Und er will damit schocken. Das hat er getan und jetzt bezeichnet ihr direkt jeden, der das nicht toll findet als homophob?

Habt ihr echt keine anderen Argumente? Immer ist man direkt homophob nur weil man die Darstellung des Geschlechtsaktes zweier Männer nicht sehen mag? Das heisst ihr werft mir auch vor Vorurteile gegen Päderasten zu haben, weil ich es nicht schön finde zu zugucken wie dort Knaben von älteren Männern geschändet werden.

Ihr solltet euch lieber mal überlegen, was bei euch falsch läuft, dass ihr solche Perversionen auf Teufel komm raus vor jeder Kritik verteidigen wollt.

also wenn ich das so les verteidigst du grad ungewollt pädophilie und outest dich als homophob? *lol* ein tipp, nicht jede gegenfrage erzeugt einen intelligenten ansatz. das hier war n schuss in den ofen.

25.09.2014 12:19 Uhr - Kaiser Soze
2x
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User-Level von Kaiser Soze 8
Erfahrungspunkte von Kaiser Soze 888
ne Topf, du solltest Sanchos Kommentar noch mal lesen; wenn du das daraus verstehst, hast den Kommentar falsch verstanden bzw deine Unterstellungen sind eigl eine Bestätigung von dem, was Sancho schrieb.

Salo ist definitiv ein Film, den ich einmal gesehen habe und nicht mehr gucken werde. Ich würde aber zustimmen, dass nicht jeder, der keine Filme über Homosexualität sehen will, homophob ist, auch wenn dies hier natürlich alles nur metaphorisch zu verstehen sein soll.

Einigen wir uns doch einfach darauf, dass so eine FSK ab 18 (!) Fassung niemand braucht. Apropo: Sehr aufwendiger SB, danke!

25.09.2014 12:20 Uhr - Victor75
5x
25.09.2014 09:56 Uhr schrieb babayarak

Für mich ist es ein schlechter Film, indem ein homosexueller Regisseur seinen perversen Phantasien über sexuellen Sadismus freien lauf lässt.


Und das "homosexuell" unterstreicht deine Aussage jetzt inwiefern? Weil in dem Film auch Frauen vergewaltigt werden? ;)
Ganz davon abgesehen, dass ich diesen Film auch nicht unbedingt sehen muss.

25.09.2014 12:25 Uhr - burzel
1x
DB-Helfer
User-Level von burzel 8
Erfahrungspunkte von burzel 858
zum Film habe ich schon alles gesagt. Erstaunlich ist, dass nach den Bildern zu urteilen diese BD noch einen Tacken besser ist, als die UK-BD

25.09.2014 12:28 Uhr - mondkrank
12x
25.09.2014 11:35 Uhr schrieb Sancho
Sagt mal Leute habt ihr sie eigentlich noch alle? Der Film zeigt Homosexualität […] und jetzt bezeichnet ihr direkt jeden, der das nicht toll findet als homophob? Habt ihr echt keine anderen Argumente? Immer ist man direkt homophob nur weil man die Darstellung des Geschlechtsaktes zweier Männer nicht sehen mag? Ihr solltet euch lieber mal überlegen, was bei euch falsch läuft, dass ihr solche Perversionen auf Teufel komm raus vor jeder Kritik verteidigen wollt.


Der gesamte Film ist als Kritik an perversen Auswüchsen innerhalb gewisser Gesellschaftsformen zu verstehen. Dass die Darstellungen daher schockieren, ist Teil der Intention des Regisseurs, und nicht etwa ein Hinweis auf dein strahlendes Ethikverständnis. Der Hinweis auf Homophobie fiel deswegen, weil babayarak gezielt die sexuelle Ausrichtung des Regisseurs als Grund für die gezeigten Abartigkeiten benannt hat. Das ist nicht nur filmhistorisch unkorrekt, sondern hat auch mit einer sachlichen Bewertung des Films nichts zu tun und ist daher schwulenfeindlich. Ich hoffe ich konnte helfen.

Grüße mond

25.09.2014 12:41 Uhr - Muck47
2x
SB.com-Autor
User-Level von Muck47 35
Erfahrungspunkte von Muck47 38.743
25.09.2014 12:25 Uhr schrieb burzel
Erstaunlich ist, dass nach den Bildern zu urteilen diese BD noch einen Tacken besser ist, als die UK-BD

Naja, von meinen kleinen komprimierten Screenshots würde ich jetzt keine allzu großen Schlüsse zu ziehen bzw in der Auflösung sehen selbst abgenudelte VHS manchmal noch erträglich aus. ;)

Das hier ist vielleicht eher hilfreich zu so einer Einstufung:
http://caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_list.php?hd_multiID=1620
Würde wohl zu US > AT > UK tendieren auf dieser Basis.

25.09.2014 13:24 Uhr - wieauchimmer
1x
25.09.2014 11:14 Uhr schrieb Roughale

Mal davon abgesehen mag ich den Film auch nicht sonderlich, weil ich den Unterhaltungsfaktor sehr schätze und hoch einordne, aber deshalb stempele ich den Film in seiner filmhistorischen Wichtigkeit als das ab, was im Film verfüttert wird...

...


Fehlt hier zwischen "Wichtigkeit" und "als" ein NICHT, oder versteh ich deinen Satz komplett nicht?

25.09.2014 13:29 Uhr - KarateHenker
7x
DB-Helfer
User-Level von KarateHenker 9
Erfahrungspunkte von KarateHenker 1.066
25.09.2014 12:25 Uhr schrieb burzel
zum Film habe ich schon alles gesagt. Erstaunlich ist, dass nach den Bildern zu urteilen diese BD noch einen Tacken besser ist, als die UK-BD


Ist das gleiche abartige Master, nur etwas aufgehellt. Die Criterion ist besser, aber auch recht enttäuschend.

BTW, könnte man homophoben Äußerungen nicht auch mal über die Forenregeln den Riegel vorschieben? Dieses Steinzeitgeblubber braucht kein (denkender) Mensch.

25.09.2014 14:07 Uhr - Victor75
6x
25.09.2014 13:29 Uhr schrieb KarateHenker

BTW, könnte man homophoben Äußerungen nicht auch mal über die Forenregeln den Riegel vorschieben? Dieses Steinzeitgeblubber braucht kein (denkender) Mensch.


Ich könnte auch sehr gut auf sowas verzichten, allerdings gilt für sowas leider auch Meinungsfreiheit. Allerdings outen sich dementsprechende Poster eh meist gleich mit völlig sinnfreien Vergleichen als nicht wirklich ernstzunehmend. Etwa gleichwertig, als würde ich sagen "Kein Wunder, dass ein heterosexueller Regisseur wie Kubrick sowas wie das Lolita-Remake dreht".

25.09.2014 14:27 Uhr - KKinski
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25.09.2014 09:56 Uhr schrieb babayarak
Ich finde es ein Unding, dieses dreckige Stück sinnlosen Sadismus mit dem Namen von Nietzsche loben zu wollen.

Versucht nicht diesen perversen und auf fetische bezogenen Film irgendwie positiver darzustellen als er ist.

Für mich ist es ein schlechter Film, indem ein homosexueller Regisseur seinen perversen Phantasien über sexuellen Sadismus freien lauf lässt.


Treffer versenkt und zwar selbst. Also mit dir macht Schiffe versenken Spaß.

25.09.2014 14:51 Uhr - Cobretti
2x
Absoluter Kultfilm! Eben weil er sich ua mit einem Thema befasst, wo der normale Verstand nicht mehr mitmacht ( gibt genug Dokus über Rituellen Kindermissbrauch ;)) Pasolini hat wohl etwas Verfilmt, was der Elitären Oberschicht mit ihrem kleinen Hobby nicht gefallen hat. Den Preis den er dafür Bezahlen musste kennen wir ja...Apropos Schwul: Roland Emmerich zb ist auch schwul. Und seine Filme sind Schwuler als ganz Salo zusammen :D

25.09.2014 15:12 Uhr - Roughale
25.09.2014 00:13 Uhr schrieb hammerman69
und es geht wieder los ...


Kannst du mir mal die Lottozahlen vom Wochenende schicken?^^

25.09.2014 15:47 Uhr - Victor75
4x
25.09.2014 14:51 Uhr schrieb Cobretti
Apropos Schwul: Roland Emmerich zb ist auch schwul. Und seine Filme sind Schwuler als ganz Salo zusammen :D


Eben ;)
Wobei... Duschszene in "Moon 44", nackiger Van Damme in "Universal Soldier"... nen bissel ausnutzen kann man es ja ruhig :D

25.09.2014 15:54 Uhr - peacekeepa
8x
25.09.2014 07:42 Uhr schrieb Sancho

Ich bin immer wieder amüsiert und gleichzeitig schockiert darüber, mit was für Argumenten Leute ihre Neigung zu perversen Taten erklären. Ich hab Nietzche gelesen. Ist mir trotzdem nicht ersichtlich, warum ich es als kunst- oder filmisch wertvoll halten soll, wenn einer mit Scheisse gefüttert wird. Wenn du mit dem Film was anfangen kannst, bitte. Aber versuch dich nicht als bedeutender als andere dar zu stellen, nur weil du sowas gerne guckst.
Demnächst gibt es wohl noch Leute die 2 Girls 1 Cup als am meisten falsch interpretiertes Meisterwerk bezeichnen.


Du solltest mir mal zeigen, wo ich mich als bedeutsam herauszustellen versuche. Ich rate: weil ich Nietzsche oder de Sade gelesen habe? Weil ich über italienische Geschichte einigermaßen informiert bin? Der Film ist harter Tobak, konfrontiert den Zuschauer mit unangenehmen Wahrheiten und bietet viel Interpretationsspielraum. Den Film ob seiner drastischen Bildersprache nicht zu mögen, ist nachvollziehbar. Wer aber meint, es gehe in Salo nur ums Foltern, Urin trinken und Scheiße fressen, der hat den Film einfach nicht verstanden. Was, und da wiederhole ich mich, nichts Schlimmes ist!

25.09.2014 15:57 Uhr - StealingFat
2x
Für eine Verfilmung von solch einem Stoff durchaus gelungen. Sollte man mal gesehen haben.

Auch wenn ich mir einige wirklich leckerer Gewaltspitzen aus dem Buch doch schon gewünscht hätte.

Verglichen zu den Sachen die im Buch abgehen, ist der Film sehr sanft geworden und spielt mehr auf der gedanklichen Ebene.
Ähnlich wie bereits die American Psycho Verfilmung. Wo die eigentlich noch detaillierteren Gewaltspitzen aus dem Buch quasi fast total ausgespart worden sind.

25.09.2014 16:15 Uhr - Dragon50
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Nie gesehen und bei denn Bildern bleibt es auch so.

25.09.2014 16:22 Uhr - Dale_Cooper
6x
25.09.2014 11:29 Uhr schrieb mondkrank
25.09.2014 09:56 Uhr schrieb babayarak
Für mich ist es ein schlechter Film, indem ein homosexueller Regisseur seinen perversen Phantasien über sexuellen Sadismus freien lauf lässt.


Und für mich ein peinlicher Kommentar, in dem ein homophober Hans-Wurst seinen perversen Ressentiments gegenüber sexueller Gleichbestimmung freien Lauf lässt. Außerdem: wenn du schon so abfällig über einen visionären Künstler schreibst, dann habe wenigstens soviel Selbstachtung und informiere dich ein wenig, bevor du ausgerechnet eine sexuelle Ausrichtung als Triebfeder für diesen Film heranzerrst. Was nebenbei auch noch ganz schön primitiv gedacht ist, als wenn schwule Regisseure keine anderen Sorgen hätten. Diese selbstgerechte Hetze gegen Homosexuelle kommt wohlmöglich in deinem Umfeld gut an, tu uns den Gefallen und lasse es auch da.

Grüße mond


Danke, mondkrank, du hast mir gerade Arbeit abgenommen ;o)) (Ich wollte so was ähnliches wie du posten).

Dann wollte ich noch sagen, wie gut ich den Schnittbericht finde.

Als Roland Emmerich ins Spiel kam, hab ich sehr gelacht, denn es gibt wohl kaum zwei Regisseure, die filmhistorisch und künstlerisch weiter auseinander liegen als Emmerich und Pasolini - denen ihre einzige Gemeinsamkeit könnte tatsächlich ihre sexuelle Orientierung sein ;o)

25.09.2014 16:29 Uhr - Critic
5x
25.09.2014 01:05 Uhr schrieb babayarak
Ein perverser Film, mit vielen homosexuellen und menschen verachtenden Szenen.


Da schauste lieber zeitgemäßen Folterporno, nicht wahr? Bloß, damit du keinen Schwanz sehen musst. Huch wie schrecklich.

Und zum Schnittbericht - da heißt einer Umberto. "Um was?" "Umberto."

EDIT: Liegts an meinem Netz oder sind die Bilder weg?

25.09.2014 16:54 Uhr - KarateHenker
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25.09.2014 16:29 Uhr schrieb Critic
25.09.2014 01:05 Uhr schrieb babayarak
Ein perverser Film, mit vielen homosexuellen und menschen verachtenden Szenen.


Da schauste lieber zeitgemäßen Folterporno, nicht wahr? Bloß, damit du keinen Schwanz sehen musst. Huch wie schrecklich.

Und zum Schnittbericht - da heißt einer Umberto. "Um was?" "Umberto."

EDIT: Liegts an meinem Netz oder sind die Bilder weg?


Liegt an deinem Netz. ;-)

25.09.2014 16:55 Uhr - FuckFace
3x
Bei Filmen wie Salo ist es halt hilfreich, auch mal den Denkapparat zu aktivieren oder sich ein wenig Hintergrundwissen anzueignen, was in Zeiten von bespw. Wikipedia keine besondere Herausforderung mehr darstellen sollte. Es gibt eben Werke, die ein wenig mehr als den bloßen und unreflektierten Konsum erfordern.
Nicht böse gemeint.
Gottseidank sind die Geschmäcker verschieden. Nicht nur, was Filme betrifft...

25.09.2014 17:30 Uhr - burzel
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25.09.2014 14:51 Uhr schrieb Cobretti
Absoluter Kultfilm! Eben weil er sich ua mit einem Thema befasst, wo der normale Verstand nicht mehr mitmacht ( gibt genug Dokus über Rituellen Kindermissbrauch ;)) Pasolini hat wohl etwas Verfilmt, was der Elitären Oberschicht mit ihrem kleinen Hobby nicht gefallen hat. Den Preis den er dafür Bezahlen musste kennen wir ja...Apropos Schwul: Roland Emmerich zb ist auch schwul. Und seine Filme sind Schwuler als ganz Salo zusammen :D


jetzt muß ich doch nochmal, nicht weil ich dir widersprechen möchte, sondern, weil dein Ansatz meines Erachtens nicht weit genug reicht:

Passolinis Film soll eine Prabel auf den Faschismus unter Mussolini in Italien sein. Als Rahmen hat er sich die 120 Tage von Sodom von de Sade genommen; nicht etwa, weil er sadistisch veranlagt war, sondern, weil die Vorlage schon sehr extrem zeigt, zu welchen Taten Menschen fähig sind, die Moral, Anstand, und Gesetze nicht achten/nicht zu achten brauchen (weil sie diese selbst machen). Woran lässt sich das wohl besser schock-erregend veranschaulichen als an sexueller Gewalt gegen andere? Und der Film ist im Ggensatz zum Buchfragment (!) (welches meines Erachtens legal im www heruntergeladen werden kann) noch harmlos.

Übrigens geht Raze in die selbe Richtung, aber weniger schockierend und weniger ausgearbeitet, aber in Prinzip ist es Salo auf amerikanisch (sexuelle Gewalt gegen Frauen-Free-Fight ersetzt.

Vielleicht fangen die Nörgler hier mal damit an und beachten speziell die letzten 10 Minuten.

25.09.2014 18:30 Uhr - Dr. Jones
3x
,, Salo " ist ein Film der von einem schon echt ne Menge abverlangt wenn man es schafft bis zum Ende durchzuhalten . Gerade das Ende mit den Folterszenen auf dem Hof,wo man als Zuschauer mit dem Blick durch das Opernglas selber zum Voyeur wird , geht doch ziemlich an die Nieren .
Würde sogar den Film streckenweise was die Inszenierung betrifft sogar als Opernhaft bezeichnen .

Ob der Film letztendlich ein Meisterwerk ist oder nicht überlasse ich gerne den Filmhistorikern .
Meisterlich würde ich die Darstellerriege bezeichnen die erschreckend überzeugend gespielt haben . Hervorheben möchte ich auch die deutsche Fassung die wirklich brillante Dialoge von erlesenden Sprechern mit ihren Stimmen haben .

Find auch wenn man den einmal gesehen hat dann reicht es auch fürs ganze Leben .
Kein Film den man mögen muß oder sollte , aber als Schund zu bezeichnen , is mir zu einfach .


25.09.2014 19:27 Uhr - TheEvilDead
Eigentlich finde ich es gut, das er noch wesentlich harmloser ist als die Vorlage. Ich finde das gezeigte reicht schon aus, aber trotzdem find ich die Kürzungen relativ heftig.
Vorallem bei den Anfangsszenen frage ich mich, was die Kürzungen erzwecken sollen?
Vom Anblick nackter Menschen sollte man definitiv geschützt werden.
Kommt mir so vor als wollte man lieber mehr kürzen und sicher gehen...

Uncut und FSK 18 sollte eigentlich schon drin sein oder?

25.09.2014 19:35 Uhr - deNiro
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KUNST DARF DAS!

25.09.2014 19:49 Uhr - das-marten
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Ich will nicht wissen, in wie vielen weiblichen Hintern meine Zunge und noch mehr bisher verschwunden ist, danke de Sade, du perverser Mistbock!

P.S. - den Film kenn ich nicht

25.09.2014 20:56 Uhr - eisjok
2x
Ich kann mich nur wiederholen:

Was ist los?

Um sich mit SALO auseinander zu setzten, sollte man sicherlich auch Pasolinis Trilogie des Lebens kennen. Denn die in fast zwingender Konsequenz folgende komplette Umkehr der Betrachtung des Lebens und dem damit gelegten Baustein hin zum Faschismus, ist nie wieder so deutlich geworden wie in diesem Film.
Wer den Film versucht anhand seiner "Schauwerte" zu erläutern, steckt selbst bereits wieder mitten in einem sich fokussiernden Strudel, der sich immer schneller dreht und nur den Weg nach unten kennt.

Mir macht das Angst, ihr macht mir Angst!

Und wieder wird mir ganz übel... und wieder nicht vom Film.

eisjok

25.09.2014 22:10 Uhr - Jimmy Conway
2x
25.09.2014 07:42 Uhr schrieb Sancho
25.09.2014 02:19 Uhr schrieb peacekeepa
25.09.2014 01:05 Uhr schrieb babayarak
Ein perverser Film, mit vielen homosexuellen und menschen verachtenden Szenen.

Als Normalgucker ist der Film extrem Scheiße, denn der ist sowas von langweilig.

Die Idee, paar alte perverse lassen ihren sadistischen Gedanken an jungen Menschen freien lauf, ist irgendwie bodenlos. Da kaum Hintergründe für die Handlungsweisen zu erkennen sind.

Ein Meisterwerk ist der Film niemals, viel zu sehr ist dieser Streifen auf Provokation aus und bleibt ein sadistisches Werk ohne filmische Bedeutung, da sind viele Trashfilme zehnmal besser als dieser zu oft gelobte Salo.


Der Film ist nicht für jeden gemacht. Du gehörst dazu und das meine ich in keiner Weise beleidigend. Einfach 'nen bisschen Nietzsche, de Sade lesen, sich über italienische Geschichte sowie Pasolinis Leben informieren und dir wird ein Licht über die "Hintergründe für die Handlungsweisen" aufgehen.

Ich bin immer wieder amüsiert und gleichzeitig schockiert darüber, mit was für Argumenten Leute ihre Neigung zu perversen Taten erklären. Ich hab Nietzche gelesen. Ist mir trotzdem nicht ersichtlich, warum ich es als kunst- oder filmisch wertvoll halten soll, wenn einer mit Scheisse gefüttert wird. Wenn du mit dem Film was anfangen kannst, bitte. Aber versuch dich nicht als bedeutender als andere dar zu stellen, nur weil du sowas gerne guckst.
Demnächst gibt es wohl noch Leute die 2 Girls 1 Cup als am meisten falsch interpretiertes Meisterwerk bezeichnen.


Bester und intelligentester Kommentar, Sancho!
Und dann noch dieses heuchlerische "in keiner Weise beleidigend" von diesem peacekeepa. Ziemlich arm. Und die Anweisung, dass man mal Nitzsche lesen sollte um solch filmischen Schmarrn verstehen zu "dürfen". Pfff.
De Sade ist übrigens Scheiße. Denn damals, und nicht nur heute, gab es auch Menschen, die alles unter "Kunst" verkaufen wollten.
Ein paar Möchtegern Elitäre möchten das natürlich nicht Wahrhaben und akzeptieren so ein Rotz als hohe, anerlesene Kunst.
Wahrscheinlich sprechen in 100 Jahren Menschen auch über Bohlen als hohe Kunst.

25.09.2014 22:21 Uhr - FuckFace
9x
NIETZSCHE!!!!

25.09.2014 22:30 Uhr - peacekeepa
4x
25.09.2014 22:10 Uhr schrieb Jimmy Conway

Bester und intelligentester Kommentar, Sancho!
Und dann noch dieses heuchlerische "in keiner Weise beleidigend" von diesem peacekeepa. Ziemlich arm. Und die Anweisung, dass man mal Nitzsche lesen sollte um solch filmischen Schmarrn verstehen zu "dürfen". Pfff.
De Sade ist übrigens Scheiße. Denn damals, und nicht nur heute, gab es auch Menschen, die alles unter "Kunst" verkaufen wollten.
Ein paar Möchtegern Elitäre möchten das natürlich nicht Wahrhaben und akzeptieren so ein Rotz als hohe, anerlesene Kunst.
Wahrscheinlich sprechen in 100 Jahren Menschen auch über Bohlen als hohe Kunst.


Bellst du nur, oder beißt du auch kleiner Wauwau?


25.09.2014 22:43 Uhr - Kahler Hahn
1x
Frage mich gerade was ich beunruhigender finde... die Gegner des Streifens, die Homosexualität als das Schlimme am Film darstellen, oder diejenigen die wirklich das Wort "Kultfilm" hierbei in den Mund nehmen.
Wenn er nicht diese "Kunstfilmdiskusion" hätte, dann wäre Salo heutzutage wohl "nur" als äusserst brutaler und grausamer Film wie zB auch ein Hexen bis aufs Blut gequält bekannt, aber durch die Tatsache, dass eben Passolini ihn drehte wird hier mehr Bedeutung hereingedichtet als bei vielen anderen Werken.

25.09.2014 23:02 Uhr - KarateHenker
5x
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25.09.2014 22:43 Uhr schrieb Kahler Hahn
Frage mich gerade was ich beunruhigender finde... die Gegner des Streifens, die Homosexualität als das Schlimme am Film darstellen, oder diejenigen die wirklich das Wort "Kultfilm" hierbei in den Mund nehmen.
Wenn er nicht diese "Kunstfilmdiskusion" hätte, dann wäre Salo heutzutage wohl "nur" als äusserst brutaler und grausamer Film wie zB auch ein Hexen bis aufs Blut gequält bekannt, aber durch die Tatsache, dass eben Passolini ihn drehte wird hier mehr Bedeutung hereingedichtet als bei vielen anderen Werken.


Nö.

25.09.2014 23:07 Uhr - peacekeepa
5x
25.09.2014 22:43 Uhr schrieb Kahler Hahn
Frage mich gerade was ich beunruhigender finde... die Gegner des Streifens, die Homosexualität als das Schlimme am Film darstellen, oder diejenigen die wirklich das Wort "Kultfilm" hierbei in den Mund nehmen.
Wenn er nicht diese "Kunstfilmdiskusion" hätte, dann wäre Salo heutzutage wohl "nur" als äusserst brutaler und grausamer Film wie zB auch ein Hexen bis aufs Blut gequält bekannt, aber durch die Tatsache, dass eben Passolini ihn drehte wird hier mehr Bedeutung hereingedichtet als bei vielen anderen Werken.


Dem Film wird keine "Bedeutung hereingedichtet", die ihm nicht gebührt; schon gar nicht, weil er von Pasolini ist. Man muss Salo nicht mögen, sollte aber zumindestens in der Lage sein, ihn inhaltlich reflektieren zu können. Bayairgendwas kann das offensichtlich ebensowenig wie Sancho oder Jimmy Conway. Stattdessen regen sich die drei über elitäres Gehabe auf, stellen Homosexualität und Menschenverachtung auf eine Stufe und setzen Pasolinis Kunst indirekt mit der Dieter Bohlens gleich.

25.09.2014 23:40 Uhr - babayarak
1x
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@Kahler Hahn

Rüchtiggg.

Beknackter Film, wo eine langweilige Perversion der anderen folgt. Dank des Rummels um diesen Regisseur wird dieser äußerst fragwürdige Film als intelligent dargestellt. Nichts als Humbuk. Und ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber was gegen diesen Film.

25.09.2014 23:48 Uhr - KarateHenker
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25.09.2014 23:40 Uhr schrieb babayarak

Und ich habe nichts gegen Homosexuelle,


Sorry, aber das kauf ich dir nach deinen vorherigen Beiträgen nicht ab.

26.09.2014 10:44 Uhr - Kaiser Soze
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Mal ne ernst gemeinte Frage:

Ich kenne keinen heterosexuellen Mann, der gerne anderen Männern beim Sex zusieht. Reicht das bei euch also aus, um homophob zu sein?

Sowas nicht sehen zu wollen oder Angst bzw Hass auf und gegen etwas zu haben, sind zwei vers. Paar Schuhe. Niemand muss Filme wie Salo erregend, gut, erschreckend oder was auch immer finden. Hier also homophober Mensch deshalb dargestellt zu werden, ist erbärmlich!

26.09.2014 12:09 Uhr - Victor75
5x
26.09.2014 10:44 Uhr schrieb Kaiser Soze

Ich kenne keinen heterosexuellen Mann, der gerne anderen Männern beim Sex zusieht. Reicht das bei euch also aus, um homophob zu sein?


Nein und darum ging es doch auch (meiner Meinung nach) nicht. Aber wenn man schon betont, dass der Regisseur schwul war und angeblich seinen perversen Phantasien über sexuellen Sadismus freien Lauf gelassen hat, scheint man das im Film passierende ja irgendwie mit schwul in Verbindung zu setzen und das ist ja dann nicht gerade positiv. Zumal es mir schwerfällt das Vergewaltigen einer Frau mit den Phantasien eines schwulen Regisseurs in Einklang zu bringen...

26.09.2014 13:41 Uhr - mondkrank
8x
26.09.2014 10:44 Uhr schrieb Kaiser Soze
Ich kenne keinen heterosexuellen Mann, der gerne anderen Männern beim Sex zusieht. Reicht das bei euch also aus, um homophob zu sein? […] Hier also homophober Mensch deshalb dargestellt zu werden, ist erbärmlich!


Es hat im Laufe der gesamten Diskussion niemand behauptet, dass Homophobie im Raum stünde, wenn einem das Anschauen von sexuellen Praktiken zwischen Männern schwerfällt. Das haben du und ein paar andere irgendwo zwischen den Zeilen gelesen, gesagt wurde es nicht. Ich sehe Männern auch nicht gerne beim Sex zu, genauso wenig wie einer Frau beim Entbinden. Trotzdem würde ich die Darstellung einer Geburt deshalb nicht als eine Perversion abtun, da es Teil des Lebens ist. Generell sollten Menschen in erster Linie Respekt vor anderen Menschen haben und tolerant sein. Anschließend kann man sich immer noch ausführlich mit seinen Befindlichkeiten auseinandersetzen und nicht umgekehrt. Einem schwulen Regisseur anzudichten, dass sein Film nur deswegen aus Perversionen bestünde, weil er als Homosexueller seinen perversen Trieben nachgeht, hat mit der Beurteilung eines Films NICHTS zu tun. Das ist Kontext unabhängig, eine stumpfe Parole, die sexuell anders ausgerichtete Menschen im groben Maße herabwürdigt und ihnen Attribute andichtet, die nur aus Vorurteilen und zur Schau getragener Distanz herrühren und somit tatsächlich „homophob“ sind.

In diesem Zusammenhang spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob du, ich, oder der nette Mann vom Kiosk gegenüber, auf Schwulensex abfahren oder nicht. Ist gelebte Toleranz wirklich so schwer für euch, dass das einzige, was euch zu der Kritik an babarayaks Kommentar in euren Köpfen herumspukt ist, euch erstmal panisch und plakativ von homoerotischen Fantasien zu distanzieren? Glaubst du ernsthaft, dass diejenigen, die Schwulenhass kritisieren es nur aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung tun? Meine Güte. Toleranz bedeutet nicht die Dinge zu begrüßen, die einem gefallen und mit dem Strom zu schwimmen. Toleranz zeigt sich immer erst dann, wenn es Dinge betrifft, die einem nicht von Natur aus direkt zusagen oder bekannt sind. Solange es deine Lebensqualität nicht direkt verschlechtert ist es einfach armselig gegen Andersdenkende zu hetzen und seine Vorbehalte auf bestimmte Attribute eines Menschen anzuwenden. Es gibt in der Weltpolitik gerade genug Szenarien, die einem aufzeigen, was Intoleranz und Hass für Früchte tragen können. Auf einer Zensurseite hätte ich zudem generell mehr Sensibilität im Umgang mit dem Thema "Toleranz" erwartet.

Grüße mond

26.09.2014 16:47 Uhr - das-marten
3x
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25.09.2014 23:48 Uhr schrieb KarateHenker
25.09.2014 23:40 Uhr schrieb babayarak

Und ich habe nichts gegen Homosexuelle,


Sorry, aber das kauf ich dir nach deinen vorherigen Beiträgen nicht ab.


Genau, immer draufhaun mit der Homosexuellenkeule, so kann man User am leichtesten ins Abseits schieben.

Aber anstatt mal auf eine normale und vielleicht gar höfliche Art und Weise auf babayaraks Kommentar einzugehen, darauf ist hier auch noch keiner gekommen. Da lieber mit erhobenem Zeigefinger den ganzen Mob aufhetzen, viel besser ist das nicht.

26.09.2014 18:25 Uhr - KarateHenker
7x
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26.09.2014 16:47 Uhr schrieb das-marten
25.09.2014 23:48 Uhr schrieb KarateHenker
25.09.2014 23:40 Uhr schrieb babayarak

Und ich habe nichts gegen Homosexuelle,


Sorry, aber das kauf ich dir nach deinen vorherigen Beiträgen nicht ab.



Aber anstatt mal auf eine normale und vielleicht gar höfliche Art und Weise auf babayaraks Kommentar einzugehen, darauf ist hier auch noch keiner gekommen.


GENAU DAS hat peacekeepa getan. Die Antwort darauf war dann aber ziemlich eindeutig: Warum wird hier bitte die sexuelle Orientierung Pasolinis im Zusammenhang mit seinen mutmaßlich "perversen Phantasien" so hervorgehoben, wenn doch angeblich keine Ressentiments gegenüber Homosexuellen bestehen?
Eine ablehnende Haltung gegenüber dem sicherlich recht schwer verdaulichen Film hätte man auch ganz anders verpacken können, ohne sich gleich auf Stammtischniveau begeben zu müssen.

26.09.2014 23:04 Uhr - Kahler Hahn
2x
25.09.2014 23:07 Uhr schrieb peacekeepa
Dem Film wird keine "Bedeutung hereingedichtet", die ihm nicht gebührt; schon gar nicht, weil er von Pasolini ist. Man muss Salo nicht mögen, sollte aber zumindestens in der Lage sein, ihn inhaltlich reflektieren zu können. Bayairgendwas kann das offensichtlich ebensowenig wie Sancho oder Jimmy Conway. Stattdessen regen sich die drei über elitäres Gehabe auf, stellen Homosexualität und Menschenverachtung auf eine Stufe und setzen Pasolinis Kunst indirekt mit der Dieter Bohlens gleich.


Über Aussagen die Homosexualität und Menschenverachtung so zusammen nutzen lohnt es sich eigentlich kaum zu äussern... das ist einfach ne ganz schwache Haltung.

Wenn man aber so manche Aussagen über die angebliche Bedeutung einzelner Szenen liest, dann fragt man sich wirklich wie man auf solche Deutungen kommt. Salo mag sicher mehr als ein "Torture Porn" sein, aber die tiefe Gesellschaftliche Deutung konnte mir nach zweimaligem Ansehen und teils absurd langen Diskusionen danach noch immer nicht wirklich offenbart werden.
Ausserdem werden ja sogar Filmen wie dem Serbischen "Meisterwerk" oder Saw (soll nicht heissen, dass Salo auf dem selben Level wie diese "Perlen" wäre) irgendwelche absurden Deutungen angedichtet. Irgendwie muss ich bei solch Fällen oft an den legendären Hape Kerkeling Auftritt mit "Hurz" denken.

26.09.2014 23:59 Uhr - WEBOLA
Gibt es in dieser Fassung überhaupt noch etwas, was die "FSK: Keine Jugendfreigabe" gerechtfertigt?

27.09.2014 08:09 Uhr - deNiro
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26.09.2014 23:04 Uhr schrieb Kahler Hahn
25.09.2014 23:07 Uhr schrieb peacekeepa
Dem Film wird keine "Bedeutung hereingedichtet", die ihm nicht gebührt; schon gar nicht, weil er von Pasolini ist. Man muss Salo nicht mögen, sollte aber zumindestens in der Lage sein, ihn inhaltlich reflektieren zu können. Bayairgendwas kann das offensichtlich ebensowenig wie Sancho oder Jimmy Conway. Stattdessen regen sich die drei über elitäres Gehabe auf, stellen Homosexualität und Menschenverachtung auf eine Stufe und setzen Pasolinis Kunst indirekt mit der Dieter Bohlens gleich.


Über Aussagen die Homosexualität und Menschenverachtung so zusammen nutzen lohnt es sich eigentlich kaum zu äussern... das ist einfach ne ganz schwache Haltung.

Wenn man aber so manche Aussagen über die angebliche Bedeutung einzelner Szenen liest, dann fragt man sich wirklich wie man auf solche Deutungen kommt. Salo mag sicher mehr als ein "Torture Porn" sein, aber die tiefe Gesellschaftliche Deutung konnte mir nach zweimaligem Ansehen und teils absurd langen Diskusionen danach noch immer nicht wirklich offenbart werden.
Ausserdem werden ja sogar Filmen wie dem Serbischen "Meisterwerk" oder Saw (soll nicht heissen, dass Salo auf dem selben Level wie diese "Perlen" wäre) irgendwelche absurden Deutungen angedichtet. Irgendwie muss ich bei solch Fällen oft an den legendären Hape Kerkeling Auftritt mit "Hurz" denken.


Wenn ich dich also richtig verstanden habe, dann sprichst du Pasolini´s Werk oder einzelnen Szenen in diesem, jegliche künstlerische Intention ab, und unterstellst stattdessen niedere Beweggründe?
Ich frage mich wie wahrscheinlich es ist, das ein Mann der als Lehrer und Schriftsteller gearbeitet hat und der nicht zu Letzt auch politisch engagiert war, einen Film über Leute dreht die sich gegenseitig mit Fäkalien und anderen Körperflüssigkeiten beschmieren und dabei keinen tieferen Sinn in seinem Werk verarbeitet hat? Wie wahrscheinlich ist das wohl?

Bedeutende Kunst war schon immer kontrovers, hat schon immer angeeckt und löste schon immer heftige Diskussionen aus. Ich denke Pasolini hat mit seinem Film und der darauffolgenden Diskussion sein eigentliches Ziel erreicht. Die Ablehnung des Gezeigten ist legitim, ja sogar gewollt, zeigt dies doch wie abscheulich und auch pervers menschliche Neigungen sein können. Pasolini prangert an, deckt auf, zeigt welche Abgründe sich unter der dünnen Haut des gesellschaftlichen Lebens verbergen und hält ihr den hässlichen Spiegel vors Gesicht.
Die Werkzeuge des Ekels und der Provokation bzw. des Abscheus sind seit jeher Bestandteil künstlerischer Arbeit und absolut notwendig!

27.09.2014 10:38 Uhr - Dale_Cooper
3x
@deNiro: sehe ich auch so. Pasolini war in seinem ganzen Leben sehr engagiert in diversen (politischen) Feldern. Er hat viele Dinge vorweg genommen und schon in den Fünfzigern und Sechzigern durchschaut, wohin es so mit der Welt geht: das junge Leute immer oberflächlicher werden und sich immer weniger für Kunst und Politik (und Sprache) interessieren werden. Er hat nicht nur sein ganzes Leben in die Wagschale geworfen, um da was gegenzusetzen (indem er zum Beispiel die friaulische Sprache aus Italien gelehrt hat) sondern sich auch stets politisch engagiert. Wenn Pasolini einen Film wie "Salo" dreht, steckt da selbstverständlich viel Aussage und politischer Hintergrund drin. Ich finde es auch nicht besonders schwer, das da drin zu sehen (zum Beispiel diverse Parallelen zum Faschismus). Allerdings ist der Film beim ersten Anschauen dermassen schockierend (mir ging es jedenfalls so), dass ich an Interpretationen erst mal nicht denken konnte.

Falls ihr mal ein ganz anderes Genre von Pasolini sehen wollt, wo (Homo-)Sexualität und Politik ebenfalls eine Rolle spielen, schaut euch mal "Comizi d´amore" (auf Deutsch: "Gastmahl der Liebe" an, bei dem Pasolini quer durch Italien gereist ist (er ist auch öfter selbst als Fragensteller in dem Film zu sehen) und die Leute (Männer, Frauen, Arbeiter, Soldaten, Kinder, Lehrer, Teenager die zum Tanzen gehen...) auf der Strasse zum Thema Sex befragt hat. Das war in den Sechzigern und ist ein zeithistorisches Meisterwerk. Auch wenn sich einige Abgründe auftun, ist das ein humorvoller und sehr menschlicher Film. Ich finde, den anzuschauen macht "Salo" tatsächlich verständlicher.

Ich möchte noch ergänzen, dass ich "Salo" eigentlich auch nie/nicht mehr anschaue, weil der Film aufgrund seiner drastischen Darstellungen tatsächlich sehr anstrengend ist - obwohl er sehr gut gemacht ist.

Allerdings sehe ich trotzdem die Wichtigkeit dieses Films. Wie ich schon weiter oben bemerkte, ist der Film auf keinen Fall mit der Absicht entstanden, Leute zu unterhalten, was aus meiner Sicht hier teilweise die Ablehnung einiger User hervorgerufen hat.

Davon mal abgesehen: wenn bei Leuten absolut kein Kunstverständnis vorhanden ist und sie die ganze Zeit RTL 2 und Torture Porns, seichte Komödien usw. anschauen (sprich: Dinge, bei denen man überhaupt nicht nachzudenken braucht und es keine weitere Bedeutung oder Metaebene usw. gibt) dann ist das für mich natürlich okay, aber ich hab ein komisches Gefühl dabei, wenn gleichzeitig Filme wie "Salo" (die sie definitiv nicht verstanden haben) dermassen abgewatscht und beschimpft werden, und den Regisseur gleich noch dazu.

Und da kommt Pasolini´s...nennen wir es mal Lebensauftrag, wieder ins Spiel. Siehe oben.

P. S.: Demnächst kommt Abel Ferrara´s ""Pasolini-"Biopic mit Willem Dafoe in der Hauptrolle ins Kino. Derzeit ist der Film auf diversen Festivals zu sehen. Bin schon sehr gespannt....


27.09.2014 16:11 Uhr - KKinski
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27.09.2014 10:38 Uhr schrieb Dale_Cooper

P. S.: Demnächst kommt Abel Ferrara´s ""Pasolini-"Biopic mit Willem Dafoe in der Hauptrolle ins Kino. Derzeit ist der Film auf diversen Festivals zu sehen. Bin schon sehr gespannt....



Soll leider sehr mau sein, aber irgendeiner dreht noch ein Biopic.

27.09.2014 22:39 Uhr - John Wakefield
2x
Es ist schon ziemlich lange her, dass ich den Film gesehen habe. Damals hat er mir überhaupt nicht gefallen. Und ich verspüre auch kein Verlangen nach einer erneuten Sichtung. Und wenn ich immer lese man sollte die Bücher gelesen haben um den Film zu verstehen, dann kann ich nur den Kopf darüber schütteln. Ich muss weder Pasolini noch King oder Hemingway gelesen haben. Entweder eine Verfilmung gefällt mir - oder sie gefällt mir nicht. Irgendwie hat der Film mich auf eine unangenehme Art und Weise berührt. Das mag zwar im Sinne aller Beteiligten gewesen sein, aber eine gewisse positive Erfahrung möchte ich aus so einem "Erlebnis" schon ziehen können. Das war bei mir aber nicht der Fall. Wahrscheinlich bin ich da an meine persönlichen Grenzen angelangt. Warum und wieso kann ich gar nicht genau sagen. Vermutlich lag es an den Fäkalszenen. So etwas brauch einfach nicht. Seltsamerweise hat mich THE HUMAN CENTIPEDE 2 in keinster Weise so vor den Kopf gestoßen. Also kann es daran auch nicht wirklich gelegen haben.
Egal, für mich bleibt der Film ein einmaliges "Vergnügen".

28.09.2014 01:57 Uhr - ugurano
1x
obwohl ich gegen kranke filme nix habe, ab der stelle am esstisch, habe ich aufgehört zu schauen einfach nur abartig.

12.11.2015 05:00 Uhr - schlumbl
Jesses! Der Streifen scheint ja verdammt pervers und krank zu sein. Habe ihn noch nie gesehen - und werde ich wahrscheinlich auch nie. Irgendwie reichen mir die Bilder und die Textzeilen schon, daß ich mir ZU gut vorstellen kann, was da so abgeht. Ich habe auch meine Schmerzgrenzen bei Filmen und die sind bei Mondo-Filmen und so Sachen wie "A Serbian Film" und "The Human Centipede 2" erreicht. Obwohl ich den Italienern zugestehen muss, daß sie damals einmalig gute Spezialeffekte in ihren Filmen hatten.
Aber nö, Salo werde ich mir wohl nie geben. Ich mag es nicht, wenn das Filmschauen an sich...unangenehm unter die Haut geht. Ich habe lieber Spaß beim Kucken, als daß ich mich vor Unbehagen in die Couch verkriechen will.
Mag ja eventuell sein, daß der Film VIELLEICHT "arthausisch" rüberkommt, aber Kunst liegt immer im Auge des Betrachters. Und ich persönlich kann so krasser und menschenverachtender Perversität nichts abgewinnen, weder künstlerisch, noch sonstwie.

10.03.2017 18:58 Uhr - callahan
Ich persönlich empfinde den Film "Die 120 Tage von Sodom" als eine äußerst schockierende Darstellung der Kreatur Mensch, die mit an sich nicht überbietender Perversion, Brutalität und Gewissenlosigkeit die innersten Abgründe "menschlicher" Lust- und Machtbefriedigung auftut und in erschreckender Deutlichkeit zum Ausdruck bringt.
Darüber hinaus hat Pasolini das erreicht, was er vermutlich mit dem Film bezwecken wollte:
Die ständig neue, kontroverse Auseinandersetzung mit diesem "Kunstwerk".

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