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10.
19.06.2012 03:29 Uhr -
tenebrarum
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19.06.2012 00:04 Uhr schrieb Chriz66
Keine Ahnung warum, aber damals wurde der Film aufgrund der rennenden und intelligenten Zombies belächelt. Nun ja, dank Zach Snyder dürfen sie heute sogar offiziell laufen und Zombie-Urgroßvater Romero verlieh ihnen ja in "Land of the Dead" ein paar arbeitende Gehirnzellen ... somit war diese Perle der Filmkunst ihrer Zeit weit weit weit voraus ^^
Das sehe ich etwas anders ... Genau genommen handelt es sich ja hier nicht um einen Zombiefilm, wie Lenzi immer wieder bestätigt hat. Der Einfachheit halber hier einfach mal meine kleine Rezension aus dem aktuellen ... ähm ... Zombie-Sonderheft von VIRUS:
Incubo sulla città contaminata (Großangriff der Zombies)
Der Film, der Fukushima hätte verhindern können! Na ja, zumindest Umberto Lenzi hält sein Werk offenbar für eine ernstzunehmende Warnung vor den Gefahren der Atomkraft. Die Zombie-Version des China-Syndroms, sozusagen. Nur ohne Zombies. Der deutsche Titel ist purer Etikettenschwindel. Einen „Albtraum in der kontaminierten Stadt“, so der treffendere Originaltitel, präsentiert der Regisseur. Einen cineastischen Albtraum obendrein. Der Film funktioniert – nein, er funktioniert nicht wirklich, aber so schreibt man das nun mal – weitgehend nach den Regeln des modernen Zombiefilms. Abgesehen davon, dass die Aggressoren hier erstaunlich flink sind, Flugzeuge steuern und mit Schusswaffen umgehen können. Sind halt auch nur Menschen … kontaminierte Menschen. Im Bereich des Kannibalenfilms hat sich Lenzi seinen Ruf als Begründer sowie als dem nach Deodato wichtigsten Regisseur (un)redlich verdient. Im (Pseudo-)Zombiefilm mochte ihm Vergleichbares nicht gelingen. Dem Film fehlt es an Charme. Nur selten gelingt es, etwas Atmosphäre zu erzeugen und Spannung aufzubauen. Die misogynen Tendenzen der Aggressoren – mit Vorliebe werden Frauen im Brustbereich malträtiert – wirken deplatziert und unmotiviert. Trotz zahlreicher Actionszenen und etlicher Spezialeffekte ist der Film über weite Strecken langweilig und unspektakulär, Lenzis Regie uninspiriert. Dazu passend schlafwandelt ein Ausbund an Ausdruckslosigkeit mit Namen Hugo Stiglitz durch den Film. Die gesellschaftskritischen Debatten kommen so aufgesetzt daher, dass sie den Bereich der unfreiwilligen Komik streifen. Leider reicht es aber nicht einmal für einen Lacher. Selbst die Pointe mit der zirkulären Erzählstruktur ist alt, siehe Invaders from Mars (1953). Selbst für Trash-Fans ein schwer verdaulicher Brocken.
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12.
19.06.2012 03:34 Uhr -
tenebrarum
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19.06.2012 00:29 Uhr schrieb wirsindviele
19.06.2012 00:02 Uhr schrieb Goldeselfan
Ja wirklich klasse und auch ein sehr guter film, habe ihn noch nicht gesehen aber wird mal langsam zeit
Aha, nicht gesehen, aber für gut befunden! XD
Der Film ist absoluter Italo-Trash erster güte, macht aber Spaß, wenn man sich mal wieder was schön Schlechtes mit viel Gore und solider Atmosphere anschauen will.
Die geradezu prophetische Bewertung fand ich auch witzig ...
Schön schlecht ... okay. Viel Gore? Na ja, geht so. Viel Action, dennoch arg langweilig. Solide Atmosphäre? Hmm, haben wir den gleichen Film gesehen? ;)
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13.
19.06.2012 07:58 Uhr -
Chriz66
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Danke tenebrarum,
es ist ein schönes Gefühl, morgens aufzuwachen und zu wissen, dass man einem bösen Etikettenschwindel erlegen ist.
Auch wenn es gefühlte 250 Jahre her ist, dass ich den Film sah, kann ich mich nicht erinnern auch nur den leisesten Hinweis im Film mitbekommen zu haben, dass es sich NICHT um Zombies handelt. Oder gab es da einen Dialog, den ich verpasst habe?
Sie: "Was sind das für Monster?"
Er: "Keine Ahnung, aber wisch Dir erst einmal das Blut von den Zehennägeln."
Sie: "Oh, danke. Vielleicht sind es Zombies, Geister oder Atomkraftwerk-Nachbardorf-Bewohner..."
Er: "Anhand der Geschwindigkeit und des Denkvermögens würde ich sagen: letzteres."
Sie: "Ja, gut zu wissen."
Knutsch auf die Backe und Ausblende
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18.
19.06.2012 08:46 Uhr -
Oberstarzt
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Ist leider nur ein thematischer Cronenbergs Shivers-Abklatsch.
19.06.2012 00:13 Uhr schrieb Special-One-2011
Hand gemachte Effekte, da geht einem doch das Herz auf. Nicht wie manch schlechte cgi splatterei.
Sorry, aber da lobe ich mir doch manche CGI Splatterei, wenn die handgemachten Make-Up Effekte so billig und offensichtlich aussehen wie hier.
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23.
19.06.2012 10:13 Uhr -
Kallewurst
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@tenebrarum:
"Die gesellschaftskritischen Debatten kommen so aufgesetzt daher, dass sie den Bereich der unfreiwilligen Komik streifen. Leider reicht es aber nicht einmal für einen Lacher."
Ich finde, daß zumindest die deutsche Synchro so manchen Lacher zu bieten hat.
Als Beispiel erinnere ich nur mal an den Soldaten (Mel Ferrer?), der nach den wissenschaftlichen Ausführungen des Mediziners mit ungläubigem Gesicht todernst die grandiose Frage
"Dann sind das also sozusagen Supermänner?" zum Besten gibt.
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34.
19.06.2012 20:51 Uhr -
tenebrarum
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19.06.2012 07:58 Uhr schrieb Chriz66
Danke tenebrarum,
es ist ein schönes Gefühl, morgens aufzuwachen und zu wissen, dass man einem bösen Etikettenschwindel erlegen ist.
Auch wenn es gefühlte 250 Jahre her ist, dass ich den Film sah, kann ich mich nicht erinnern auch nur den leisesten Hinweis im Film mitbekommen zu haben, dass es sich NICHT um Zombies handelt. Oder gab es da einen Dialog, den ich verpasst habe?
Ich würde nicht behaupten, dass Du etwas verpasst hast ... Du hast eben nur die deutsche Synchronfassung gesehen. Da der deutsche Titel schon ein Etikettenschwindel ist, kannst Du davon ausgehen, dass mitunter auch die deutschen Dialoge dem angepasst werden. Die Frage ist ja auch nicht, ob im Film thematisiert wird, dass es sich um keine Zombies handelt. Interessanter ist es vielmehr, sich die "Monster" und ihr Verhalten genauer anzusehen und von diesen Beobachtungen abzuleiten, ob sie als Zombies zu klassifizieren sind. Hat man erst einmal begriffen, dass es sich nicht um Zombies handelt, wird man sich ggf. auch weniger über die Geschwindigkeit oder den - ansonsten erstaunlichen - Umgang mit Werkzeugen ärgern ... ganz abgesehen von der Tatsacht, dass die Infizierten in der Lage sind, ein Flugzeug zu landen. Lenzi selbst hat ja gelegentlich geäußert, dass es sich eben um keinen Zombiefilm handelt.
Derartige Etikettenschwindel gab es ja gelegentlich. Besonders dreist war dabei die Änderung des Filmtitels, wie z. B. bei "Nachts, wenn die Leichen schreien" - einen stilistisch an den alten Schriftzug angepassten "Zombies"-Aufkleber über die Leichen geklebt, und fertig ist ein weiterer Zombiefilm. Bezüglich "Zombies unter Kannibalen" gibt es ja einen längeren Artikel von mir im VIRUS-Sonderheft (na ja, und natürlich in meinem tenebrarum-Magazin zu dem Film); auch da kann man durchaus differenzieren, obwohl der Film natürlich eher als Zombiefilm durchgeht als Lenzis Werk.
Martin
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35.
19.06.2012 20:55 Uhr -
tenebrarum
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19.06.2012 10:13 Uhr schrieb Kallewurst
@tenebrarum:
"Die gesellschaftskritischen Debatten kommen so aufgesetzt daher, dass sie den Bereich der unfreiwilligen Komik streifen. Leider reicht es aber nicht einmal für einen Lacher."
Ich finde, daß zumindest die deutsche Synchro so manchen Lacher zu bieten hat.
Als Beispiel erinnere ich nur mal an den Soldaten (Mel Ferrer?), der nach den wissenschaftlichen Ausführungen des Mediziners mit ungläubigem Gesicht todernst die grandiose Frage
"Dann sind das also sozusagen Supermänner?" zum Besten gibt.
Natürlich kann man hier zwischen Original und deutscher Synchronfassung differenzieren. Was ich mit der Aussage, dass es nicht einmal für einen Lacher reichen würde, sagen wollte, war vielmehr, dass der Film so langweilig ist, dass er nicht einmal für Freunde unfreiwilliger Komik taugt. Während mich "Zombies unter Kannibalen" in dieser Hinsicht brillant unterhält, finde ich "Großangriff der Zombies" einfach nur ermüdend. Aber klar, Sprüche wie die über "Supermänner" sind im Grunde schon komisch ...
Martin
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43.
21.06.2012 17:40 Uhr -
Dissection78
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1.034
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Ja, "After Death - Zombi 4" ist ein Hammerfilm des schlechten Geschmacks.
Der ist ja zur selben Zeit entstanden wie "Zombi 3" (oder etwas später), den Fragasso zusammen mit Bruno Mattei vervollständigt hat, nachdem Fulci das Handtuch warf. Mattei war wiederum ausführender Produzent bei "After Death".
Habe irgendwo gelesen, dass ungefähr 50 Minuten des "Zombi 3"-Endproduktes von Fulci sind, die restlichen ca. 40 Minuten von Fragasso und Mattei, wobei aber ungeklärt ist, welcher der drei Regisseure was inszeniert hat.
Ich glaube übler ist nur der von Joe D'Amato produzierte "Killing Birds - Zombi 5", wo Slasher, Tier- und Zombiehorror miteinander vermengt werden.
Aber seltsam ist`s schon: so grottig diese Filme auch sind, ich komme dabei immer wieder ins Schwärmen. Ist wohl 'ne Krankheit.
Nur bei "Troll 2" von Fragasso ist Schluss (oder eben bei "Oase der Zombies" oder "Zombie Lake"); da hatte ich bei der Sichtung körperliche Schmerzen.
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