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OT: Petite Mort, La

Herstellungsland:Deutschland (2009)
Genre:Horror, Splatter, Thriller


Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,21 (10 Stimmen) Details

Mike Lowrey
Level 30
XP 22.011


Vergleichsfassungen
Originalfassung
Label NSM Records, DVD
Land Österreich
Freigabe ungeprüft
Director's Cut
Label NSM Records, Blu-ray
Land Österreich
Freigabe ungeprüft


Im Jahr 2009 entstand dieser deutsche Amateurfilm, der ganz offensichtlich auf den Spuren von Hostel und Filmen mit ähnlichem Konzept wandelt. Natürlich erreicht man weder von der Inszenierung, noch von der sonstigen Qualität die Vorbilder. Einzig die Effekte von Olaf Ittenbach sind auf gewohnt gutem Niveau. Da bei diesen Szenen ohnehin der einzige Schwerpunkt des Streifens liegt, mag das dem ein oder anderen Zuschauer ja vielleicht sogar Anlass genug sein, den Film käuflich zu erwerben.

Während der Film bereits seit längerer Zeit als Uncut-Fassung in Österreich erhältlich war, kündigte man vonseiten der Produktionsfirma Matador Film ebenfalls seit längerem einen neuen Director's Cut des Films an, der ohne Umschweife als "LÄNGER! HÄRTER! BRUTALER!" beworben wird. Nunja. Schaut man sich die drei zusätzlichen Szenen an, darf man an dieser Beschreibung latent zweifeln. Wer die hauptsächlichen Schauwerte sehen will, kann genausogut zur Originalfassung greifen. Immerhin befinden sich in dem limitierten Mediabook von NSM beide Versionen. Dort liegt der Film auch auf Blu-ray vor.

Das Mediabook wurde uns freundlicherweise von Beyond-Media zur Verfügung gestellt.


Verglichen wurde die ungekürzte Originalfassung mit dem ungekürzten Director's Cut (beide enthalten im Mediabook von NSM).

3 zusätzliche Szenen im DC, eine in der Originalfassung


Der Director's Cut läuft 201,16 Sec. bzw. ca. 3 Minuten 22 Sekunden länger als die Originalfassung.

Weitere Schnittberichte:
Falsche KJ Fassung / Ungeprüft - Originalfassung
Keine Jugendfreigabe - Originalfassung

Meldungen:
La Petite Mort - Director's Cut in Deutschland geschnitten (22.02.2011)
La Petite Mort - Director's Cut als Uncut-VÖ in Österreich (28.03.2012)

Zusätzliche Szene
0:04:24: Impressionen aus dem Folterkeller. Offensichtlich fand die Metzelei hier schon statt. Der Foltermeister geht umher und sammelt diverse Fleischstücke auf und sammelt sie in einem Plastikbeutel.
120,4 Sec.


Alternatives Bildmaterial
0:14:07: In der Originalfassung kommt jetzt eine Szene in dem Blindenmuseum. Alles ist schwarz, von daher hört man nur Ton. Dodo erschreckt sich und kommt mit der Dunkelheit gar nicht zurecht. Als sie Panik bekommt, flüchtet sie und die anderen hinterher.

Im DC gibt es dagegen eine neue Episode aus dem Folterkeller. Der Maskierte hat offensichtlich viel Spaß daran, mit der Kamera zu filmen, wie ein Opfer von einer der Foltermeisterinnen mit einem Baseballschläger zu Klump geschlagen wird. Sie gibt den Schläger dann an eine Kollegin weiter.
Der DC läuft 43,72 Sec. länger


Zusätzliche Szene
1:16:20: Nach dem Abspann gibt es im DC noch eine Szene, die wohl andeuten soll, wo die Folterknechte zukünftig ihrer Tätigkeit nachgehen werden. Der Kameramann schaut auf die Flugtickets und sagt: "Flugtickets nach New York. Dann werd ich Frauchen mal einen Besuch abstatten."
37,04 Sec.

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Kommentare
1. 14.07.2012 00:01 Uhr - AuD!
1x
schon der 3te SB zu diesem film....

2. 14.07.2012 00:06 Uhr - Feivel.Mc.Floyd
2x

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Erfahrungspunkte von Feivel.Mc.Floyd 252
und der film wird einfach nicht besser..

3. 14.07.2012 00:06 Uhr - Roba
1x
das war dann jetzt aber der letzte SB zu dem Schrottstreifen oder?

4. 14.07.2012 00:08 Uhr - babayarak

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ich hoffe es kommt kein sb mehr zu diesem kack

5. 14.07.2012 00:09 Uhr - McCoy
2x
Erst 2 Wochen der gleiche Tentakelporno und nun das ganze nochmal für Folterhorror?

6. 14.07.2012 00:12 Uhr - Thrax
1x
Aller guten Dinge sind drei! Na ja, aber im Fall von dem Film hätte eine Version schon gereicht...

7. 14.07.2012 00:14 Uhr - Doc Idaho
2x
Moderator
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Morgen beginnen wir eine Pilcher-Reihe (4 Filme). Garantiert keine Folter, auch wenn es manchen vielleicht so vorkommen mag.

8. 14.07.2012 00:29 Uhr - Don Corleone
Weiß eigentlich jemand wie der Film in Frankreich heißt, Orgasmus?

9. 14.07.2012 00:43 Uhr - Jables
6x
Mitarbeiter
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Erfahrungspunkte von Jables 61
Ich weiß nicht was ihr alle habt - mir hat der Film gefallen. Vorallm dafür, dass es eine No-Budget Produktion war.
Ich finde es einfach immerwieder lustig wie alle erwarten, dass jeder Regisseur sofort ein eigenständiges Meisterwerk schafft. Die meisten, die hier kommentieren, würden selbst überhaupt keinen Film auf die Reihe bekommen, aber haben von allen die höchten Ansprüche. Meine Güte, ich glaube, dass Walz noch nichtmal dreißig ist. Und wenn sich einer von euch seine Filme mal angesehen hat, würdet ihr schnell merken, dass er sich vorallem in Bezug auf Schlaraffenhaus, inszenatorisch gesteigert hat. Im Gegensatz zu Herrn Rose, der gleichbleibend miese Qualität abliefert.
Würde Bad Taste heute rauskommen, wärt ihr alle auch am rummotzen wie scheiße dieser Film doch ist, aber da er fast 30 Jahre alt ist, darf er existieren.
Das Horrorgenre ist einfach komplett "ausgewachsen" - da kann nirgends Weiterentwicklung erfolgen. La Petite Mort entstand zu eienr Zeit, als Folterpornos hoch im Kurs standen. Ich sehe keinen Grund ihn schlecht zu machen, nur weil er Jahre nach seiner Fertigstellung erscheint und "nichts zum Genere beitragen kann". Ganz nebenbei: welcher Film der letzten 5 Jahre hat den was zum Genre beigetragen? Euer hochgelobter Inside war nämlich auch nur Foltermurks, aber der ist akzeptiert und warum? Weil alle in den Kanon einstimmen.
Alle wollen wieder was Neues von Argento (in dem Fall sogar was Gutes), Raimi, Jackson und wie sie alle heißen, aber keiner bekommt den Gedankensprung hin, dass deren Hochphase vorbei ist. Also ist die "logische" Konsequenz, dass scheinbar die ganze Horrorszenen gegen den Untergrund schießt aber gleichzeitig fordern sie den nächsten großen Horrorhit, der nur leider niemals kommen kann, wenn man sämtliche Versuche von jungen Regisseuren gleich von vornherein niedermacht werden. Es gab Zeiten, da hat sich die Szene unterstüzt und dafür gesorgt, dass wenigstens innerhalb der Horrorgemeinde Filme enstehen können. Aber dank des Internets füht sich jeder dazu berufen seine Meinung abzugeben und man schüttelt sich für jeden blöden Haterkommentar gegenseitig die Hände.
Irgendwann dreht keiner mehr einen Film oder findet keinen Finanzierung, weil alle potentiellen Fans nurnoch am motzen sind...
Leute, machts einfach einmal selber besser!

10. 14.07.2012 01:21 Uhr - McCoy
2x
Nee, nee Jables, so einfach ist die Sache nicht.
Niemand verlangt, dass mit jedem Film das Rad neu erfunden wird. Aber ein Mindestmaß an eigener Kreativität und Qualität bei der Produktion darf schon erwartet werden.

Und es gab in den letzten Jahren doch einige sehr gute Streifen aus dem Horrorgenre, z.B. Piranha 3D, Der letzte Exorzismus, Insidious oder Rob Zombie's (erstes) Halloween Remake. All diese Filme haben mich sehr gut unterhalten ohne das sie besonders innovativ waren. Guidance für einen guten Film: Erst die Story, dann die Effekte!

11. 14.07.2012 01:22 Uhr - jonsí
1x
14.07.2012 00:43 Uhr schrieb Jables
Ich weiß nicht was ihr alle habt - mir hat der Film gefallen. Vorallm dafür, dass es eine No-Budget Produktion war.
Ich finde es einfach immerwieder lustig wie alle erwarten, dass jeder Regisseur sofort ein eigenständiges Meisterwerk schafft. Die meisten, die hier kommentieren, würden selbst überhaupt keinen Film auf die Reihe bekommen, aber haben von allen die höchten Ansprüche. Meine Güte, ich glaube, dass Walz noch nichtmal dreißig ist. Und wenn sich einer von euch seine Filme mal angesehen hat, würdet ihr schnell merken, dass er sich vorallem in Bezug auf Schlaraffenhaus, inszenatorisch gesteigert hat. Im Gegensatz zu Herrn Rose, der gleichbleibend miese Qualität abliefert.
Würde Bad Taste heute rauskommen, wärt ihr alle auch am rummotzen wie scheiße dieser Film doch ist, aber da er fast 30 Jahre alt ist, darf er existieren.
Das Horrorgenre ist einfach komplett "ausgewachsen" - da kann nirgends Weiterentwicklung erfolgen. La Petite Mort entstand zu eienr Zeit, als Folterpornos hoch im Kurs standen. Ich sehe keinen Grund ihn schlecht zu machen, nur weil er Jahre nach seiner Fertigstellung erscheint und "nichts zum Genere beitragen kann". Ganz nebenbei: welcher Film der letzten 5 Jahre hat den was zum Genre beigetragen? Euer hochgelobter Inside war nämlich auch nur Foltermurks, aber der ist akzeptiert und warum? Weil alle in den Kanon einstimmen.
Alle wollen wieder was Neues von Argento (in dem Fall sogar was Gutes), Raimi, Jackson und wie sie alle heißen, aber keiner bekommt den Gedankensprung hin, dass deren Hochphase vorbei ist. Also ist die "logische" Konsequenz, dass scheinbar die ganze Horrorszenen gegen den Untergrund schießt aber gleichzeitig fordern sie den nächsten großen Horrorhit, der nur leider niemals kommen kann, wenn man sämtliche Versuche von jungen Regisseuren gleich von vornherein niedermacht werden. Es gab Zeiten, da hat sich die Szene unterstüzt und dafür gesorgt, dass wenigstens innerhalb der Horrorgemeinde Filme enstehen können. Aber dank des Internets füht sich jeder dazu berufen seine Meinung abzugeben und man schüttelt sich für jeden blöden Haterkommentar gegenseitig die Hände.
Irgendwann dreht keiner mehr einen Film oder findet keinen Finanzierung, weil alle potentiellen Fans nurnoch am motzen sind...
Leute, machts einfach einmal selber besser!


Ich mochte 'Bad Taste' noch nie, auch wenn ich grundsätzlich nichts gegen Jackson's Ideen habe...

Ich sehe schon einen Grund, den Film negativ zu beurteilen - der 'Film' ist Schrott, auch wenn er noch so sehr versucht, ein 'Film' zu sein... dabei ist es mir sogar egal, ob er irgendein zeitgenössisches Klischee erfüllt oder auch nicht...

Kult kann man nicht erschaffen, Kult entsteht - aber sicher nicht aus so einem Müll... oder ich hoff es zumindest...

12. 14.07.2012 01:41 Uhr - Jables
1x
Mitarbeiter
User-Level von Jables 2
Erfahrungspunkte von Jables 61
14.07.2012 01:21 Uhr schrieb McCoy
Nee, nee Jables, so einfach ist die Sache nicht.
Niemand verlangt, dass mit jedem Film das Rad neu erfunden wird. Aber ein Mindestmaß an eigener Kreativität und Qualität bei der Produktion darf schon erwartet werden.

Und es gab in den letzten Jahren doch einige sehr gute Streifen aus dem Horrorgenre, z.B. Piranha 3D, Der letzte Exorzismus, Insidious oder Rob Zombie's (erstes) Halloween Remake. All diese Filme haben mich sehr gut unterhalten ohne das sie besonders innovativ waren. Guidance für einen guten Film: Erst die Story, dann die Effekte!

Die Frage ist aber trotzdem "was will ein Film".
Es gibt Filme, welche durchaus aufwendig waren und in gewisser Weise ihre Fußstapfen hinterlassen haben, wie z.B. Martyrs. Dann wiederum gibt es Filme, welchehochgepusht werden, für eine gewisse Zeit, auch außerhalb des Genres, in aller Munde sind und dadurch (manchmal unverdient) für immer im Gedächtnis bleiben - bestes Beispiel: A Serbian Film. Bei aller Brutalität war dieser Hype vollkommen unverdient. Andere Filme welche vielleicht durchaus neue Impulse hätten geben können, fallen manchmal dafür komplett unter den Tisch. Da fällt mir vorallm Life And Death Of A Porngang ein. Der hat nämlich gezeigt, wie man aus Nichts Viel machen kann.
La Petite Mort war ein Film von einem Regisseur, der einfach einen brutalen, zeitgemäßen Film abliefern wollte. Ich weiß nicht, warum immer alles (ob im Musik- Film- Literatur- oder sonstwo Bereich) an Meisterwerken gemessen wird, bzw. warum von sämtlichen Filmen immer mehr gefordert wird, als sie sind. La Petite Mort ist ein wirklich extremer Folterfilm und auch wenn es stumpf klingt, aber: braucht dieser Amateurfilm wirklich Tiefgang? Und ich bringe nochmal Inside ins Spiel: hatte Inside Tiefgang? die Figuren wren mir vollkommen egal, spannend war es auch nicht, die Laufzeit war ein Witz, genauso wie die Story und wir hatten die übelste Ansammlung an Vollidioten seit The Hills Have Eyes 2 - ich verweise auf die 4 Polizisten die von einer Frau getötet wurden. Wie kann dieser Film, der mit deutlich größerem Budget gedreht wurde, als Meisterwerk eingestuft werden und volle Exsitenzberechtigung erhalten, während die selben Leute über La Petite Mort herziehen, als sei es der mieseste Filme aller Zeiten? Das mag die Meinung von Individuen sein, aber ich glaube, dass 80% derer, die seit 3 Tagen Haterkommentare raushauen, ihn gesehen haben. Und sowas finde ich lächerlich.
Du hast eben auf meine Frage nach guten, wegweißenden Horrorfilmen Pinraha 3D erwähnt. Wenn er dir gefallen hat - nichts dagegen. Aber mal abgesehen von der Inszenierung: ist der inhaltlich soviel besser als La Petite Mort? Im Gegenteil: Wenn Aja es schafft, mit einem verhältnismäßig großen Budget so einen Film rauszuhauen der ein solche niedriges Niveau an den Tag legt, dann ist das doch erbärmlich, oder nicht? Falls du jetzt dagegen argumentierst indem du (richtigerweise) sagst, dass der Film genau so sein sollte und einfach nur Blut & Titten zeigen wollte, so werde ich dir entgegnen, dass das bei La Petite Mort dasselbe nur in grün und weniger Budget ist.
Warum also findest du, dass Walz' Film so wenig Niveau hat und betitelst Piranha 3D gleichzeitig als sehr guten Horrorfilm?
Ich möchte den Regiedebütanten sehen, der heutzutage (!) sofort ein wegweißendes, kreatives Werk auf herausbringt. Und wenn man sich ernsthaft mit Walz Filmen auseinandergesetzt hat, bzw. ihnen offen begegnet wäre, dann würde man feststellen, dass er ein Gespühr für Setdesigns und eine gute Atmosphäre hat. Wer weiß, was noch kommt?

13. 14.07.2012 07:02 Uhr - SilentTrigger
3x

User-Level von SilentTrigger 2
Erfahrungspunkte von SilentTrigger 40
14.07.2012 01:41 Uhr schrieb Jables
Da fällt mir vorallm Life And Death Of A Porngang ein. Der hat nämlich gezeigt, wie man aus Nichts Viel machen kann.


Und genau dieser Film ist das perfekte Beispiel dafür, wie ein No-Budget Film trotzdem inhaltlich solide und atmosphärisch sein kann. "La Petite Mort" ist einfach nur ermüdend langweilig und selbst für Amateurfilm-Verhältnisse grausam schlecht gespielt. Ich bin jemand, der mit den ganzen Ittenbach/Schnaas/Rose-Filmen vertraut ist und somit einiges an filmischem Dünnpfiff gewohnt. Aber heutzutage bedarf es ein bisschen mehr, um sich positiv von der Masse abzuheben. Und wer sich so verkniffen ernst nimmt, wie Marcel Walz, der stellt diesen Anspruch mit Sicherheit an sich selbst.

Ein anderes positives Beispiel aus Deutschland ist Sebastian Radtke's "Sadisticum". Der Film macht im Gegensatz zu "La Petite Mort" vieles besser und dürfte durch sein gutes Skript und seine guten Schauspieler schon gar nicht mehr als Amateur eingestuft werden.

14.07.2012 01:41 Uhr schrieb Jables
...dass der Film genau so sein sollte und einfach nur Blut & Titten zeigen wollte, so werde ich dir entgegnen, dass das bei La Petite Mort dasselbe nur in grün und weniger Budget ist.


Eben genau das ist nicht der Fall! "La Petite Mort" nimmt sich zu jeder Sekunde bierernst und hat deshalb schon von Anfang an verloren! "Piranha 3D" ist eine gewollte Trashperle. "La Petite Mort" ist einfach nur schlecht und hat höchstens auf Grund der Talentfreiheit aller Beteiligten einen gewissen Trashfaktor.

14.07.2012 01:41 Uhr schrieb Jables
Ich möchte den Regiedebütanten sehen, der heutzutage (!) sofort ein wegweißendes, kreatives Werk auf herausbringt. Und wenn man sich ernsthaft mit Walz Filmen auseinandergesetzt hat, bzw. ihnen offen begegnet wäre, dann würde man feststellen, dass er ein Gespühr für Setdesigns und eine gute Atmosphäre hat. Wer weiß, was noch kommt?


Regiedebütanten... "La Petite Mort" ist Walz' sechster Film und keinen Deut besser als z.B. "Tortura".

Und zur Frage, was noch kommt? "Plastic" mit Gina Lisa und Walther aus "Hinter Gittern". Ich ahne schlimmes!

14. 14.07.2012 10:25 Uhr - SixSixSix
14.07.2012 07:02 Uhr schrieb SilentTrigger
Ein anderes positives Beispiel aus Deutschland ist Sebastian Radtke's "Sadisticum". Der Film macht im Gegensatz zu "La Petite Mort" vieles besser und dürfte durch sein gutes Skript und seine guten Schauspieler schon gar nicht mehr als Amateur eingestuft werden.
alentfreiheit aller Beteiligten einen gewissen Trashfaktor.


hahaha, nein :D sadisticum war furchtbarer mist.. außerdem war das ein kurzfilm! kam grade mal auf 60 minuten xD hätte man den auf 70-80-90 gestreckt wäre er ja noch langweiliger gewesen xD

in zeiten von billigfilmen wie unrated, dead survivors, cam oder sämtlichen taubert filmen.. sind walz filme im indi-bereich überdurchschnittlich, ob man sie mag oder nicht. la petite mort war mir persönlich zu ekelig, aber technisch sicherlich weit übern indi-mittelmaß :)

15. 14.07.2012 13:13 Uhr - McCoy
3x
Jables, da steig ich nochmal in die Diskussion ein

Zu Piranha: Da tust du dem Film unrecht. ER hat zwar eine platte Gesamtstory, diese wird aber zum einen durch einige Sideplots aufgewertet und spannender gemacht. Außerdem hat man (bis vielleicht auf die Massenfütterung am Ende) nie den Eindruck, dass man bewusst iregndwelche Splattereffekte zeigen wollte -> also Motto erst die Story dann die Effekte gut umgesetzt. Weiterhin ist die interessante Darstellerauswahl sehr ansprechend, die Kulissen überzeugen, es wurde Humor eingestreut und nicht zuletzt die netten 3D Spielereien. All diese Faktoren sorgen dafür, dass Piranha ein breites Publikum anspricht und daher habe auch ich, der eigentlich weniger Horrorfan ist, mich gut unterhalten gefühlt.

Bei petite mort hat man eben nur den Eindruck, dass unbedingt Folterungen gezeigt werden sollten, die noch perverser sind, als die von ähnlichen Filmen. Wenn demnächst mal wieder ein Politiker die Jugendschutzsau durchs Dorf treiben will und petite mort als Beispiel für selbstzweckhafte Gewalt nutzt, muss man sogar sagen: hatter Recht. Und solche Filme sprechen dann eben nur die Hardcore Torture Porn Fans an. Und so wie die ständig Toleranz für ihren "speziellen" Filmgeschmack fordern müssen sie selbst dann eben auch akzeptieren, dass die Mehrheit der Leute da nix mit anfangen kann und die Meinung dann auch zum Ausdruck bringt.

Eine Klarstellung noch: Die Filme, die ich aufgezählt habe, habe ich bewusst nur gut und unterhaltsam und nicht wegweisend genannt. Der letzte wirklich wegweisende Horrorfilm, der das Genre bis heute beinflusst war Saw (der erste Teil) und Hostel (der erste Teil) war eine gelungene Abwandlung dieses Konzepts.

Zum guten Schluss: Die Meckereien sind keine Kritik an Eurer Arbeit, die Schnittberichte und News sind hervorragend und gut recherchiert. Für die Filme selbst könnt ihr ja nichts und nur auf die bezieht sich die Kritik, auch wenn es vielleicht mal anders rüberkommt.

So, und das ist nun wahrscheinlich der längste Beitrag, den ich hier je gepostet habe.

16. 14.07.2012 13:31 Uhr - David_Lynch
Oh man, die "Red Edition"-Reihe von Laser Paradise ist ja NOCH hässlicher geworden :D
Wusste gar nicht, dass sie die noch weiterführen...

17. 14.07.2012 13:57 Uhr - Jables
Mitarbeiter
User-Level von Jables 2
Erfahrungspunkte von Jables 61
Es ist natürlich in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich fande Piranha 3D grässlich, besonders wenn ich auf Filme wie Mirrors, The Hills Have Eyes oder High Tension zurückblicke. Aja ist mit Piranha 3D in meiner Achtung deutlich gesunken. Er hat mit High Tension und THHE gezeigt, dass er intensive Filme drehen kann und mit Mirrors bewiesen, dass er keine Gallonen an Blut braucht, um Spannung und Grusel aufzubauen. Und bei Piranha hat er alles über Bord geworfen.

Genauso fand ich auch nie, dass Walz seine Filme bierernst nimmt - zumindest La Petite Mort nicht. Gerade wenn ich mir das Making Of ansehe, sehe ich einen Haufen von Leuten, die einfach einen brutalen Film machen wollen und sich einen abgrinsen wenn der Effekt heftig ausfiel. Und wie gesagt: das, was LPM sein wollte (ein brutaler Folterflick), hat er erreicht.
Die Frage, ob das sein muss, wird sich erst mit der Zeit klären. Denn - bitte den Vergleich nicht falsch verstehen - Der Exorzist oder Das Ding wurde damals von der Allgemeinheit auch für völligen selbstzeckhaften Mist gehalten. Und wenn ich eines nicht verstehe, dann warum, besonders in Zeiten in denen die BPJM einkassiert was einzukassieren ist, es nichtmal die Horrorfans schaffen, sich gegenseitig den Rücken zu stärken, sondern auch noch innerhalb der Szene gegen vermeintlich selbstzweckhafte Filme gehen?
Ich verstehe nur einfach nicht, warum man als Undergroundfan vor "normalen" Horrorfans brutale Filme rechtfertigen muss?
Wie gesagt, Geschmack ist das eine und Grundsatzdiskussionen sind das anderen. Entweder man einigt sich auf ein "der Film gefällt mir nicht" oder man diskutiert die Gewaltdarstellung in Filmen ... und zwar von allen Filmen, nicht nur von denen, die (so scheint es mir) als minderwertig angesehen werden. Und dann kommt man schnell in einen Bereich, wo sich diese Argumentation auch gegen die Klassiker und unangefochtenen Meisterwerke innerhalb des Genres richtet.
Denn wer sagt, dass hinter Piranha sowohl eine gute Story als auch super Schauspieler stehen und der Film deshalb Berechtigung hat, wird sich dann auch mit Filmfans anderer Genres auseinandersetzen müssen und diese werden das Gleiche über seinen Film sagen, wie er über La Petite Mort.

18. 14.07.2012 16:53 Uhr - mondkrank
2x
14.07.2012 13:13 Uhr schrieb McCoy
Und so wie die ständig Toleranz für ihren "speziellen" Filmgeschmack fordern müssen sie selbst dann eben auch akzeptieren, dass die Mehrheit der Leute da nix mit anfangen kann und die Meinung dann auch zum Ausdruck bringt.


Genau darum geht es. Toleranz bedeutet schließlich, dass man Dingen, mit denen man sich unzureichend auskennt, mit einer gewissen Demut begegnen sollte. Amateur Splatter hat eine weit reichende Geschichte in Deutschland und es zeugt von konstruktiverer Kritik, wenn mit der Materie Bewanderte übereinkommen, dass der Film für einen Amateur Splatter Film schlecht geraten ist, als wenn generell Abgeneigte, ohne Affinität zu dem Thema, dies tun. Das ist etwa so, als wenn ein kulturell wenig interessierter Mensch im Louvre steht und sich beschwert, dass Picasso keine Ahnung von Proportionen in seiner Malerei habe. Da höre ich doch lieber zwei Kunstliebhabern zu, die das Bild wohlmöglich zu seinen schwächeren Werken zählen und dies dabei aber anhand des angewandten Handwerks und im kunstgeschichtlichen Zusammenhang erläutern. Kritik ist immer dann interessant und fruchtbar, wenn der Gesamtkontext berücksichtigt wird, anstatt lediglich die eigene Befindlichkeit kundzutun.

Sich über die das „ewige Thema“, der angeblich sinkenden Qualität von Filmproduktionen zu unterhalten ist in Ordnung. Aber sich ausgerechnet in einem Schnittbericht zu einem Amateur Splatter als Cine-Gourmet abzufeiern ist dann aber auch schon wieder ein stückweit peinlich. Die deutsche Splatter Film Szene beweist seit Jahrzehnten, trotz limitierter Möglichkeiten und Gegenwind von allen Seiten, ihre Liebe zu dieser Art von Produktionen und kann sowohl Tradition, als auch ihren eigenen Charme aufweisen, sofern man sich der Sache öffnen mag.

Dass gerade auf dieser Seite wieder gepoltert und geätzt wird, dass jedem konservativen Zensur Befürworter die Freudentränen ins Gesicht schießen würden, ist eine zusätzliche traurige Randnotiz der Sache. Unnötiger Treppenhaustratsch einer zunehmend ignoranter werdenden SB Leserschaft.

19. 14.07.2012 18:52 Uhr - Thrax
1x
14.07.2012 13:57 Uhr schrieb Jables
Es ist natürlich in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich fande Piranha 3D grässlich, besonders wenn ich auf Filme wie Mirrors, The Hills Have Eyes oder High Tension zurückblicke. Aja ist mit Piranha 3D in meiner Achtung deutlich gesunken. Er hat mit High Tension und THHE gezeigt, dass er intensive Filme drehen kann und mit Mirrors bewiesen, dass er keine Gallonen an Blut braucht, um Spannung und Grusel aufzubauen. Und bei Piranha hat er alles über Bord geworfen.

Genauso fand ich auch nie, dass Walz seine Filme bierernst nimmt - zumindest La Petite Mort nicht. Gerade wenn ich mir das Making Of ansehe, sehe ich einen Haufen von Leuten, die einfach einen brutalen Film machen wollen und sich einen abgrinsen wenn der Effekt heftig ausfiel. Und wie gesagt: das, was LPM sein wollte (ein brutaler Folterflick), hat er erreicht.
Die Frage, ob das sein muss, wird sich erst mit der Zeit klären. Denn - bitte den Vergleich nicht falsch verstehen - Der Exorzist oder Das Ding wurde damals von der Allgemeinheit auch für völligen selbstzeckhaften Mist gehalten. Und wenn ich eines nicht verstehe, dann warum, besonders in Zeiten in denen die BPJM einkassiert was einzukassieren ist, es nichtmal die Horrorfans schaffen, sich gegenseitig den Rücken zu stärken, sondern auch noch innerhalb der Szene gegen vermeintlich selbstzweckhafte Filme gehen?
Ich verstehe nur einfach nicht, warum man als Undergroundfan vor "normalen" Horrorfans brutale Filme rechtfertigen muss?
Wie gesagt, Geschmack ist das eine und Grundsatzdiskussionen sind das anderen. Entweder man einigt sich auf ein "der Film gefällt mir nicht" oder man diskutiert die Gewaltdarstellung in Filmen ... und zwar von allen Filmen, nicht nur von denen, die (so scheint es mir) als minderwertig angesehen werden. Und dann kommt man schnell in einen Bereich, wo sich diese Argumentation auch gegen die Klassiker und unangefochtenen Meisterwerke innerhalb des Genres richtet.
Denn wer sagt, dass hinter Piranha sowohl eine gute Story als auch super Schauspieler stehen und der Film deshalb Berechtigung hat, wird sich dann auch mit Filmfans anderer Genres auseinandersetzen müssen und diese werden das Gleiche über seinen Film sagen, wie er über La Petite Mort.


Welcher Regisseur hat gleich mit seinem Erstlingswerk ein Meisterwerk hingelegt? Kann ich dir sagen, Quentin Tarantino mit Reservoir Dogs.
Wenig Geld, doch er hat ein großartiges, mit tollen Dialogen gespicktes und kammerspielartiges kleines Filmjuwel geschaffen das immer wieder Spaß macht.
Also kann man auch von einem Erstlingswerk eines Regisseurs erwarten das es vielleicht nicht perfekt wird, aber zumindest solide mit kleinen Abstrichen und das er sich auf diesem basierend bessert. Aber dieser Film hat das nunmal nicht, er reiht nur Splatter an Splatter ohne Sinn und Verstand und das reicht einfach nicht um einen Film gut sein zu lassen. Da kannst du noch so viele Roamne schreiben mit denen du die Meinung der Leute hier gerne ändern willst, aber der Film ist und bleibt nunmal für die meisten hier Schund. Wer sowas mag soll es ja gerne schauen, wenn seine Ansprüche an einen Film so niedrig sind, aber ich persönlich brauch da qualitativ schon etwas hochwertigeres und das kann man auch im Splattergenre erwarten.

20. 14.07.2012 19:31 Uhr - McCoy
1x
14.07.2012 16:53 Uhr schrieb mondkrank

Dass gerade auf dieser Seite wieder gepoltert und geätzt wird, dass jedem konservativen Zensur Befürworter die Freudentränen ins Gesicht schießen würden, ist eine zusätzliche traurige Randnotiz der Sache. Unnötiger Treppenhaustratsch einer zunehmend ignoranter werdenden SB Leserschaft.



@mondkrank
Der einzige der hier ätzt und poltert bis Du! Bisher wurden hier sehr sachlich unterschiedliche Ansichten dargestellt - die Grundlage für jede vernünftige Diskussion.

Und nein: Sich mit Genres auseinanderzusetzen, die nicht die persönlichen Favoriten sind ist nicht ignorant, sondern im Gegenteil: Es zeugt von Interesse und Aufgeschlossenheit, auch wenn man am Ende zu dem Schluss kommt, dass es nix für einen selbst ist.

Und nochmal liegst Du komplett daneben: Zensurbefürworter weinen bei solchen Diskussionen hier sicher keine Freudentränen, sondern im Gegenteil: Sie werden hier anerkennen müssen, dass viele Filmfans auch ohne strenge Zensur in Lage sind Schund zu erkennen und selbstzweckhafte Gewalt als solche ablehnen. Das nimmt ihnen ein zentrales Argument, wenn sie nach strengerer Zensur schreien, weil sie meinen nur ein zentrales Gremium könnte entscheiden, was für die Leute gut ist und was nicht.

21. 14.07.2012 22:57 Uhr - NoCutsPlease
Der Regisseur des Films ist diesen Sommer 26 Jahre alt geworden. Folglich war er im Produktionsjahr 23. Somit kann man ihm doch schon nachsehen, dass es nicht unbedingt so der tiefsinnige, facettenreiche Film ist, den viele erwarten. Er ist noch jung und möchte sich im Genre ausprobieren.
Falls man einen Horrorilm philosophisch zu sehr überlädt, kann unter Umständen solch schwer verdauliche Kost wie "Melancholie der Engel" herauskommen.

22. 14.07.2012 23:09 Uhr - megakay
2x
14.07.2012 22:57 Uhr schrieb NoCutsPlease
Der Regisseur des Films ist diesen Sommer 26 Jahre alt geworden. Folglich war er im Produktionsjahr 23. Somit kann man ihm doch schon nachsehen, dass es nicht unbedingt so der tiefsinnige, facettenreiche Film ist, den viele erwarten. Er ist noch jung und möchte sich im Genre ausprobieren.

Das ist für den Zuschauer irrelevant. Wenn ein Film scheisse ist, dann ist er eben scheisse. Punkt.
Schließlich wird für den Dreck auch Geld verlangt.
Und wer jetzt mit "mach es doch besser kommt, sonst darfst du nicht urteilen" kommt, redet Unsinn.
Ich muss ja auch nicht kochen können um beurteilen zu können ob ein Essen lecker ist oder nicht.

23. 15.07.2012 05:56 Uhr - Rated XXL
14.07.2012 00:14 Uhr schrieb Doc Idaho
Morgen beginnen wir eine Pilcher-Reihe (4 Filme). Garantiert keine Folter, auch wenn es manchen vielleicht so vorkommen mag.

Wann kommt endlich das Material...???

La petite Mort, da hat sich doch glatt mein französisch Grundkurs in der Schule ausgezahlt...LOL
Höhö, das war ein lehrkörperfreier Kursus...;-)

24. 15.07.2012 17:03 Uhr - mondkrank
1x
14.07.2012 19:31 Uhr schrieb McCoy
Und nein: Sich mit Genres auseinanderzusetzen, die nicht die persönlichen Favoriten sind ist nicht ignorant, sondern im Gegenteil: Es zeugt von Interesse und Aufgeschlossenheit, auch wenn man am Ende zu dem Schluss kommt, dass es nix für einen selbst ist.


Genau, als hättest ausgerechnet du dich mit „Interesse und Aufgeschlossenheit“ der Amateur Splatter Szene in Deutschland angenähert, um anschließend nach gründlicher Abwägung aller Argumente festgestellt zu haben, dass La Petite Mort ein Kackfilm ist. Für wie naiv hältst du die Leute hier eigentlich, dir so einen konstruierten Mumpitz abzukaufen?

Du hast doch lediglich die Bilderstecke durchgeschaut und von Amateur Filmen ansonsten keinen blassen Dunst mein Freund. Deine genannten Filme, die du als gelungen bezeichnest, haben alle ein Budget von 20 Millionen Dollar aufwärts. Dir fehlt vollkommen das Verständnis für die Bedingungen, unter denen diese ambitionierten Amateur Filme entstehen und der Wille dieser enthusiastischen Filmemacher sich trotzdem mit ihren Visionen durchzubeißen. Außerdem hattest du es schon unwissentlich auf den Punkt gebracht, diese Filme werden für die entsprechende Fangemeinde gemacht, die im Übrigen auch alle sehr angetan von diesem Film waren. Ryan Nicholson (Gutterballs) hat er sogar so gut gefallen, dass er seinen Namen zwecks besserer Vermarktung hergab. Immer wieder schön zu sehen, wenn sich Indi Filmemacher gegenseitig unterstützen.

Wenn du R-Rated Hochglanzproduktionen vorziehst, dann hast du alles Recht der Welt dazu, aber wie ein Filmliebhaber argumentierst du nicht gerade. Dir ist doch bekannt, dass diese Filme für ein entsprechendes Publikum gemacht werden, die genau so was sehen möchten. Damit müsste auf einer Seite wie SB.com, die verschiedene Filmliebhaber zusammenführt, eigentlich alles gesagt sein. Warum stellst du dich dann aber mit deiner abschätzenden Meinung vor diese Genre Liebhaber, die sich um Welten besser mit der Materie, den Bedingungen und der Szenekultur auskennen, als es bei dir der Fall ist? Es ist ein Unterschied zu sagen, dass einem das Genre nicht zusagt oder es über die Köpfe Dritter als „selbstzweckhaften Schund“ abzutun, ohne den Charme und den Aufwand hinter diesen Produktionen als Hollywood Hochglanz Filmfan auch nur ansatzweise zu kennen.

Im selben Atemzug werden dann noch Filme wie Piranha 3D und Halloween von dir gepriesen, die ein Großteil der Menschen in Deutschland ebenfalls locker der Kategorie „selbstzweckhafter Schund“ zuordnen würde. Dein Verständnis von Toleranz und Aufgeschlossenheit möchte ich wahrlich nicht mit dir teilen.

Grüße mond

25. 15.07.2012 20:39 Uhr - Jables
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15.07.2012 17:03 Uhr schrieb mondkrank
14.07.2012 19:31 Uhr schrieb McCoy
Und nein: Sich mit Genres auseinanderzusetzen, die nicht die persönlichen Favoriten sind ist nicht ignorant, sondern im Gegenteil: Es zeugt von Interesse und Aufgeschlossenheit, auch wenn man am Ende zu dem Schluss kommt, dass es nix für einen selbst ist.


Genau, als hättest ausgerechnet du dich mit „Interesse und Aufgeschlossenheit“ der Amateur Splatter Szene in Deutschland angenähert, um anschließend nach gründlicher Abwägung aller Argumente festgestellt zu haben, dass La Petite Mort ein Kackfilm ist. Für wie naiv hältst du die Leute hier eigentlich, dir so einen konstruierten Mumpitz abzukaufen?

Du hast doch lediglich die Bilderstecke durchgeschaut und von Amateur Filmen ansonsten keinen blassen Dunst mein Freund. Deine genannten Filme, die du als gelungen bezeichnest, haben alle ein Budget von 20 Millionen Dollar aufwärts. Dir fehlt vollkommen das Verständnis für die Bedingungen, unter denen diese ambitionierten Amateur Filme entstehen und der Wille dieser enthusiastischen Filmemacher sich trotzdem mit ihren Visionen durchzubeißen. Außerdem hattest du es schon unwissentlich auf den Punkt gebracht, diese Filme werden für die entsprechende Fangemeinde gemacht, die im Übrigen auch alle sehr angetan von diesem Film waren. Ryan Nicholson (Gutterballs) hat er sogar so gut gefallen, dass er seinen Namen zwecks besserer Vermarktung hergab. Immer wieder schön zu sehen, wenn sich Indi Filmemacher gegenseitig unterstützen.

Wenn du R-Rated Hochglanzproduktionen vorziehst, dann hast du alles Recht der Welt dazu, aber wie ein Filmliebhaber argumentierst du nicht gerade. Dir ist doch bekannt, dass diese Filme für ein entsprechendes Publikum gemacht werden, die genau so was sehen möchten. Damit müsste auf einer Seite wie SB.com, die verschiedene Filmliebhaber zusammenführt, eigentlich alles gesagt sein. Warum stellst du dich dann aber mit deiner abschätzenden Meinung vor diese Genre Liebhaber, die sich um Welten besser mit der Materie, den Bedingungen und der Szenekultur auskennen, als es bei dir der Fall ist? Es ist ein Unterschied zu sagen, dass einem das Genre nicht zusagt oder es über die Köpfe Dritter als „selbstzweckhaften Schund“ abzutun, ohne den Charme und den Aufwand hinter diesen Produktionen als Hollywood Hochglanz Filmfan auch nur ansatzweise zu kennen.

Im selben Atemzug werden dann noch Filme wie Piranha 3D und Halloween von dir gepriesen, die ein Großteil der Menschen in Deutschland ebenfalls locker der Kategorie „selbstzweckhafter Schund“ zuordnen würde. Dein Verständnis von Toleranz und Aufgeschlossenheit möchte ich wahrlich nicht mit dir teilen.

Grüße mond


Wow, absolute Zustimmung!
Vorallem mit dem letzten Abschnitt dürfte alles gesagt sein.

26. 16.07.2012 09:02 Uhr - studio-kiel
14.07.2012 10:25 Uhr schrieb SixSixSix
14.07.2012 07:02 Uhr schrieb SilentTrigger
Ein anderes positives Beispiel aus Deutschland ist Sebastian Radtke's "Sadisticum". Der Film macht im Gegensatz zu "La Petite Mort" vieles besser und dürfte durch sein gutes Skript und seine guten Schauspieler schon gar nicht mehr als Amateur eingestuft werden.
alentfreiheit aller Beteiligten einen gewissen Trashfaktor.


hahaha, nein :D sadisticum war furchtbarer mist.. außerdem war das ein kurzfilm! kam grade mal auf 60 minuten xD hätte man den auf 70-80-90 gestreckt wäre er ja noch langweiliger gewesen xD

in zeiten von billigfilmen wie unrated, dead survivors, cam oder sämtlichen taubert filmen.. sind walz filme im indi-bereich überdurchschnittlich, ob man sie mag oder nicht. la petite mort war mir persönlich zu ekelig, aber technisch sicherlich weit übern indi-mittelmaß :)


ein kurzfilm ist mit unter 30 minuten definiert ;-)

27. 17.07.2012 12:49 Uhr - AuD!
ich habe mir mal einen ruck gegeben und das teil angeschaut. ich hätte nicht erwartet dass da so ein müll rausgekommen ist. die handlung ist unsinnig, die dialoge unter kanone. alleine die szene mit dem skalp ist totaler quatsch. oder wieviele hammerschläge man dort aushalten kann. und was soll dieses dämliche kameragewackel/-geflacker bei den folterszenen ??

kann auch dann nich mehr verstehen wieso bei den geschnittenen versionen noch ab 18 drauf is, wenn doch alle goreszenen draußen sind...

ein kurzfilm ist mit unter 30 minuten definiert ;-)


nein, soweit ich weiß unter einer stunde.

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