Von allem ein bisschen. So könnte man den japanischen Film Red Tears beschreiben. Versatzstücke aus Serienkillerthematik, Romanze, Monsterhorror und Martial Arts lassen sich in diesem Werk finden. Dass es dabei nach japanischer Tradition nicht ganz unblutig zur Sache geht, versteht sich von selbst. Zwar ist man von Blutfontänenspektakeln wie Tokyo Gore Police und Konsorten recht deutlich entfernt, aber wohl doch so weit, als dass Rechteinhaber 8-Films dem Film keine Chancen bei der FSK einräumte.
Man reichte eine gekürzte Fassung ein, die einige der Effekte vermissen lässt und trotzdem noch das "Keine Jugendfreigabe"-Siegel der FSK bekam. Verzagen müssen Interessenten aber trotzdem nicht, denn 8-Films sorgt schon kurz nach dem Release der deutschen Cut-Fassung für eine österreichische Uncut-Import-Version.
Verglichen wurde die gekürzte FSK Keine Jugendfreigabe-DVD (von 8-Films/Musketier Media) mit der ungekürzten Screener-DVD (freundlicherweise von 8-Films für diesen Vergleich zur Verfügung gestellt).
26 Schnitte = 142,84 bzw. ca. 2 Minuten 23 Sekunden
0:01:02: Der Arm wird gebrochen und das so brutal, dass sogar Blut spritzt. Man sieht den Knochen herausragen.
8,92 Sec.
0:01:17: Getreu der asiatischen Origami-Faltkunst wurde der Mann anscheinend an mehreren Stellen zurechtgebrochen, bis er in kompaktem, wehrlosem Format am Boden liegt.
7 Sec.
0:01:24: Wozu das gut ist, sieht man wenige Sekunden später. Der Killer will sein Opfer in einem Koffer abtransportieren. Nach ein paar kurzen, mit entsprechenden Geräuschen untermalten Handgriffen, ist der Mann auch schon im Koffer verstaut.
3,56 Sec.
0:02:13: Der Kopf wird mit dem Fleischerbeil abgeschlagen und kullert über den Boden. Viel Blut strömt aus dem Rumpf. Der Killer hält seine Hand darunter, während es in einen Eimer tropft.
8,8 Sec.
0:42:11: Als der Kopf auf den Tisch gedonnert wird, zeigt die Uncut-Fassung noch die Zunge, wie sie auf den Boden fällt.
1,88 Sec.
0:47:46: Ein neuer, junger Mann wird auf fast auf dieselbe Art und Weise übel zugerichtet.
4,08 Sec.
0:47:53: Die werwolfartige Mutter ist nun zu sehen, wie sie ihr Opfer in den Koffer packt. Dabei geht sie recht rabiat zur Sache. Aber anders passt er auch nicht rein.
15,72 Sec.
0:53:45: Der Kopf des Polizisten wird noch von der Schiebetür eingedrückt, sodass Blut von innen gegen das Visier spritzt.
0,44 Sec.
0:53:47: Der Kopf wird weiter zusammengedrückt und es fließt bedeutend mehr Blut.
1,24 Sec.
0:57:14: Der abgeschlagene Kopf des Mutanten landet auf dem Boden. Offenbar wurde er auch noch gespalten. Auf jeden Fall suppt es nochmal ein bisschen.
1,48 Sec.
0:57:19: Und nochmal eine Ansicht des gespaltenen Schädels, aus dem anatomisch kaum erklärbar Blut herausfontänt. Aber so kennt man Japan ja.
2,44 Sec.
0:58:53: Eine Kamerafahrt über den Wintervorrat an menschlichen Knabbereien wurde gekürzt.
8,08 Sec.
1:04:09: Etwas längere Einstellung vom gerade gestochenen Tetsuo. Aus seiner Bauchwunde spritzt noch Blut.
1,08 Sec.
1:04:17: Die Mutter stärkt sich an einem menschlichen Arm.
6,88 Sec.
1:04:29: Nochmal ist Tetsuo mit blutspritzender Bauchwunde zu sehen.
1,56 Sec.
1:05:45: Auch Mutanten bluten. Die Mutter, die von einem der Cops mit einem Dolch gestochen wurde, versaut mit dem roten Lebenssaft das ganze Wohnzimmer.
15,64 Sec.
1:05:09: Die verwandelte Mutter muss weiter Prügel beziehen.
9 Sec.
1:07:16: Der Oberinspektor enthauptet sie mit einem gekonnten Handkantenschlag. Blut quellt aus dem Halsstumpf und verhängnisvollerweise spritzt auch etwas in Sayokos Gesicht.
4,08 Sec.
1:07:22: Der abgeschlagene Kopf ist noch in etwas expliziterer Weise zu sehen.
0,84 Sec.
1:12:18: Sayokos Angriff bei einem der Cops hat eine kurze Blutfontäne zur Folge.
1,4 Sec.
1:12:21: Für die mutierte Schönheit jetzt auch kein Problem mehr: das scheinbar mühelose Herausreißen eines Armes bei einem ihrer Widersacher. Natürlich spritzt da Blut.
4,32 Sec.
1:12:59: Natürlich fehlt auch die blutige Zweiteilung des Polizisten.
5,72 Sec.
1:20:41: Der Oberinspektor ist mit seiner schwer lädierten Hand zu sehen.
12,4 Sec.
1:21:20: Nachdem der Inspektor mühelos den Buli mit einem Arm aufhalten kann, ist irgendwann aber auch seine Kraft aufgebraucht. Das hat zur Folge, dass sein Armknochen weit hinten aus dem Rücken ragt.
2,96 Sec.
1:21:24: Blutschwall auf Frontscheibe nach dem Crash.
1,12 Sec.
1:21:26: Ein bisschen mehr Vegetieren vor der Windschutzscheibe.
12,2 Sec.
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Ich finde das so hart, dass all diese japanischen Splatterfilme 1.sehr oft gekürzt und 2.fast immer auch noch mit FSK18 Freigabe bei uns erscheinen. Denn das sind nun wirklich Filme, die NIEMAND ernst nehmen kann. Man bekommt auch keine Angst oder wird zu Gewalt verleitet ect. Eine 16er Freigabe für all diese Filme wäre ja wohl das Äusserste.
Ich verstehe nicht wieso hier Yasuaki Kurata hier mitspielt. Ich kenne ihn noch aus unzähligen Kung Fu und Action Filmen und dann muss er bei so einen Film mitspielen.
Na vielleicht wollte er mal was neues ausprobieren.
Uäh...
die Bilder von den Körpern im Koffer erinnern mich an Uzumaki, dem wohl krankesten Scheiss den ich je gelesen habe.
Abgesehen davon kann ich mit den Asia-Splattern ebenfalls nix anfangen..