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Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte

zur OFDb   OT: Gainsbourg (Vie héroïque)

Herstellungsland:USA, Frankreich (2010)
Genre:Biographie, Drama,
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (2 Stimmen) Details
11.09.2012
Laughing Vampire
Level 5
XP 339
Vergleichsfassungen
Internationale Kinofassung ofdb
Label Euro-Video, DVD
Land Deutschland
Freigabe FSK 12
Laufzeit 115:58 Min. (111:00 Min.) PAL
Französische Fassung
Laufzeit 129:38 Min. PAL


Einleitung


Viele Zigaretten hat es gedauert; nun ist es endlich so weit und ich kann euch herzlich zu meinem ersten Schnittbericht auf dieser Seite willkommen heißen!

Serge Gainsbourg war ein französischer Sänger, Schauspieler, Regisseur, und, was er immer am meisten betonte und seine ganze Karriere hindurch unbedingt wieder werden wollte, Maler. Er wurde 1928 in Paris als Lucien Ginsburg geboren und starb 1991, einen Monat vor seinem 63. Geburtstag, als „Gainsbarre“. Zwischendurch war er übrigens mal kurz Julien Grix.

Man kann ohne Zweifel behaupten, dass dieser kettenrauchende Gainsbourg, dessen Name außerhalb Frankreichs wohl etwas weniger bekannt ist, dessen markante Chansons aber gleichwohl bestimmt schon öfter gehört wurden, als man annehmen mag, zu den wichtigsten französischen, wenn nicht gar europäischen Künstlern und Musikern des vergangenen Jahrhunderts zählt. In seiner gut 30-jährigen Karriere schuf er ab 1958 eine ganz eigene musikalische Welt, veröffentlichte viele Studienalben, kooperierte mit unzähligen anderen Musikern (hauptsächlich Sängerinnen), revolutionierte nebenbei mal eben die Popmusik, war stets unzufrieden mit sich, drehte auch Filme, provozierte die Masse mit Fernsehauftritten und war die Verkörperung des Wortes „kontrovers“. Jeder kennt „Je T’Aime... Moi Non Plus“, jeder kennt „Lemon Incest“ – aber ihn darauf zu reduzieren wäre ein riesiger Fehler. Unter den weit mehr als 200 Liedern, für die der Mann verantwortlich war, findet sich für jeden etwas, vorausgesetzt, man kommt mit der französischen Sprache zurecht, die man idealerweise auch etwas beherrschen sollte. Klassische Chansons, 60s-Kitsch, anspruchsvolle Konzeptalben, Reggae, Soundtracks, 80s-Trash, er machte alles. Ich selber bin ein sehr großer Fan, und der verrauchte Serge lässt einen nicht wieder los.

Der Film


Der vorliegende Film des Comiczeichners Joann Sfar ist eine liebevolle Hommage an sein Leben, die sich nicht als Biographie, sondern als „Märchen“ versteht und dabei oft auf symbolische bis leicht surrealistische Szenen zurückgreift, um die wichtigsten Stationen von Serge Gainsbourgs Werdegang episodenhaft darzustellen. So gibt es ein verkörpertes Alter Ego, so spielen sich gewisse in der Realität wohl weitaus länger andauernde Prozesse im Zeitraffer ab, so verschmelzen mal plötzlich Vergangenheit und Gegenwart ...
Wobei man jedoch dennoch unbedingt beachten muss, dass das Dargestellte zum Großteil nicht einfach frei erfunden ist, sondern in der Tat auf Anekdoten des echten Gainsbourg basiert, der es liebte, sein Leben zu stilisieren. Was vielleicht auch nötig war, hatte er es doch gewiss nicht immer leicht: Dank jüdischer Vorfahren wurde er von den Nazis verfolgt (er und seine Familie kamen zum Glück heil davon), später hatte er immer sehr unter seinem Aussehen zu leiden – er war eben kein klassischer Beau –, durchlebte starke Depressionen und verfiel in seinen letzten 20 Jahren mehr und mehr seiner Alkoholsucht, die ihn kaputt machte. Im Film wird diese Verwandlung sehr schön durch sein dekadentes und zynisches Alter Ego symbolisiert, von dem er sich an einer Stelle des Films selbstsicher trennt, mit dem er sich dann aber nach einigen schweren Schicksalsschlägen wieder versöhnt und schließlich – im Friseursalon, jeder Fan weiß, warum – mit ihm verschmilzt.


Illustration von Johann Sfar an der Mauer von Serge Gainsbourgs Wohnhaus an der Rue Verneuil in Paris (Fotografie von mir)


Éric Elmosnino verkörpert die Skandalnudel im Film über einen Zeitraum von über 20 Jahren und macht es großartig. Nebenbei spielen Lucy Gordon („Spiderman 3“; hat sich kurz nach Dreh des Films umgebracht) als Jane Birkin, Lætitia Casta („Visage“) als Brigitte Bardot, Doug Jones („Pans Labyrinth“) als „La Gueule“, Mylène Jampanoï („Martyrs“) als Bambou und nicht zuletzt auch Kacey Mottet Klein als junger Lucien mit. Am Cast gibt es nichts auszusetzen. Auch die Kulissen/Drehorte sind ohne Zweifel großartig, und die musikalische Untermalung, oft von den Schauspielern selbst erstaunlich gut gesungen, lässt jedes frankophile Herz höher schlagen.

Dennoch ist „Gainsbourg, vie héroïque“ kein einfacher Film und für viele gewiss nicht leicht zu mögen. Der Film ist, egal in welcher Fassung, relativ lang, erzählt keine durchgehende Story, schneidet gewisse Episoden lediglich an, ohne sie komplett zu Ende zu erzählen, lässt auch vieles aus Gainsbourgs Leben aus (was natürlich klar ist, aber von vielen Fans dennoch kritisiert wird), und auch die Machart ist gewiss nicht jedermanns Sache. Kurz, es handelt sich um einen Film mit vielen Ecken und Kanten, den man, wie so oft, liebt oder hasst. Ich für meinen Teil liebe ihn aber, weil man wirklich überdeutlich merkt, dass der Regisseur ebenfalls ein großer Fan ist, weil ich die Ästhetik und die Atmosphäre großartig finde und weil es eben ein hundertprozentig europäischer Film ist, der in seinem Wesen der echten Vorlage auch nicht ganz unähnlich ist. Oder will jemand ernsthaft behaupten, Serge Gainsbourg sei ein leicht zugänglicher Künstler?

Die Fassungen


Der vorliegende Schnittbericht vergleicht die deutsche Kinofassung (ca. 116 Minuten), zu finden auf der deutschen DVD, mit der französischen Originalfassung (ca. 130 Minuten), zu finden auf der französischen DVD (und auch einer DVD aus der französischsprachigen Schweiz, die mir vorliegt).

Es scheint sich bei der deutschen Fassung nicht um eine ausschließlich für Deutschland geschnittene Fassung zu handeln, denn auch die britische DVD hat laut diverser Händler dieselbe Laufzeit; die US-DVD listet auch eine kürzere Laufzeit, ebenso werden auch auf vielen Homepages Laufzeiten zwischen 116 und 122 Minuten angegeben. Die deutsche BluRay läuft übrigens auch länger als die DVD, also kann ich zwar nicht mit Gewissheit sagen, ob es sich um identische Fassungen handelt, aber es ist von einer Art „International Cut“ auszugehen.

Von Zensur kann man nicht sprechen, der Film wurde einfach enorm gestrafft: Hier und da fehlen zwei Sekunden, mal fehlen nur ein paar Frames, dann wieder ein kurzer Dialog, und nur in seltenen Fällen wurden ganze Sequenzen entfernt. Noch seltener gibt es allerdings auch minimale, kaum bemerkbare alternative Einstellungen – es schien also offenbar auch ein anderes Master vorzuliegen. Schnitte über einer Minute gibt es nur an einer Stelle; die Schnitte insgesamt summieren sich aber auf über 100 an der Zahl. Auch wenn es einige wirklich bedauernswerte Eingriffe wie z.B. die deutlich längere Sequenz mit Boris Vian oder das Analysieren der Groupies gibt, sowie einige gekürzte musikalische Sequenzen, so ist der Film auch in der kürzeren deutschen Fassung genießbar. Wer aber die Möglichkeit hat und einigermaßen gut Französisch kann, sollte dennoch zu jener Fassung greifen.

Die fehlenden Dialogstellen habe ich im Schnittbericht selber (ins Passiv) übersetzt, daher gibt es keine Garantie auf Genauigkeit, da ich zwar einigermaßen gut Französisch kann, aber bei dem vielen Gemurmel und vielen Redewendungen nicht immer mithalten konnte. Die lediglich französischen Untertitel für Hörbehinderte sind nicht ganz akkurat, haben mir aber dennoch als Stütze geholfen.

Dt. DVD: 1:55:57 Std.
Fr. DVD: 2:09:38 Std.

Differenz: 13 Min 41 Sek

mehr Informationen zu diesem Titel

Schema: Fr. Fassung (FF) / Dt. Fassung (DF)

0:00:00 - 0:01:01 / 0:00:00 - 0:00:06
Die Logoeinblendungen/-animationen zu Beginn dauern in der FF wesentlich länger.



Das deutsche Logo des Verleihs:



0:01:29 - 0:01:39 / 0:00:34
Der junge Lucien (Serges echter Name; Kacey Mottet Klein) steht länger alleine am Strand. Ein Pärchen schlendert vorbei.
(10 Sek.)



0:03:07 - 0:03:10 / 0:02:02 - 0:02:05
Die FF zeigt den Originaltitel „Vie Héroïque“; die DF interessanterweise den deutschen Kinotitel und nicht den DVD-Titel. (Links FF, rechts DF.)
(keine Differenz)



0:04:36 - 0:05:31 / 0:03:31
Lucien verlässt, nachdem der Vater zur Tür hinaus ist, das Klavier und liest einen Comic. Seine Mutter kommt hinzu.

Die Mutter fragt, ob es spannend sei, was er da liest. Lucien entgegnet, dass es von Cowboys handelt, und fragt, ob er sich nicht einen Spielzeugrevolver kaufen könne. Seine Mutter ist nicht begeistert und meint, der Krieg sei kein Spiel und die Soldaten seien bereits überall auf der Straße. Lucien meint, das sei nicht gerecht, und es sei nicht sein Problem, dass sein Land ein Problem mit Hitler habe – sie solle ihm doch einen Revolver kaufen, danach würde er auch wieder Klavier spielen. Doch seine Mutter gibt nicht nach.
(55 Sek.)



0:05:54 - 0:05:57 / 0:03:53
Die Verkäuferin fragt in der FF vor dem Rausschmiss noch weiter, was er denn machen wolle, und Lucien antwortet „Nichts, Madame!“.
(3 Sek.)



0:07:33 - 0:07:34 / 0:05:30
Ein Mann geht minimal länger den Flur entlang.
(1 Sek.)



0:09:42 - 0:09:44 / 0:07:37
Im Schlafzimmer: Lucien malt minimal länger an seinem Bild.
(2 Sek.)



0:11:51 - 0:11:54 / 0:09:45
0:11:56 / 0:09:47 - 0:09:48

Luciens nächtliches Klavierspiel wurde umgeschnitten. In der FF spielt Lucien alles an einem Stück, dann Gegenschnitt auf das Gesicht seines Vaters. In der DF findet der Gegenschnitt bereits während des Spiels statt. Insgesamt läuft hier die FF jedoch wieder minimal länger.
(1 Sek.)



0:12:32 - 0:12:35 / 0:10:22
Bei der Szene mit dem Aktmodell in der Kunstakademie schwenkt die Kamera in einer Einstellung noch kurz hoch zum zeichnenden SS-Mann.
(3 Sek.)



0:13:56 - 0:14:07 / 0:11:42
Lucien in der Garderobe des Aktmodells: Nachdem er sie gefragt hat, ob sie den BH nicht ausziehen könne, stellt sie in der FF noch die Gegenfrage, warum sie ihm gehorchen sollte. Lucien meint, es habe ihn viel Mut gekostet und niemand sei so schüchtern wie er. Das Modell seufzt: Wenn mal jemand wisse, wie man redet, sei er viel zu jung.
(11 Sek.)



0:14:12 - 0:14:22 / 0:11:47
Im Café ist der Ton in der DF zuerst etwas verschoben – so fehlt anschließend der komplette Teil, wo Lucien dem Modell sagt, dass er ihr stets schreiben werde: Manchmal Baudelaire, manchmal selbstgeschriebene Gedichte, sie würde den Unterschied nicht erkennen. Sie fordert ihn auf, jetzt etwas zu schreiben, er meint „nein“. Danach geht der Dialog auch in der DF weiter („Wenn der Krieg zuende ist, ...“).
(10 Sek.)



0:15:38 - 0:15:43 / 0:13:03
Madame Fréhel meint noch scherzhaft, er solle ihren Hund nicht anfassen; er sei gefährlich.
(5 Sek.)



0:17:29 - 0:17:35 / 0:14:49
Die Szene im Schlafsaal setzt ein paar Sekunden früher ein.
(6 Sek.)



0:18:59 - 0:19:01 / 0:16:13
Die Kinder im Wald rufen einmal mehr „Lucien!“.
(2 Sek.)



0:19:29 - 0:19:32 / 0:16:41
Lucien beginnt die Antwort auf die Frage, warum er sich denn im Wald verstecke, wenn es nicht die Nazis seien, mit „Wegen geheimer Sachen“.
(3 Sek.)



0:23:49 - 0:23:50/ 0:20:56
Lucien (Eric Elmosnino) ist nun erwachsen. In einem Atelier trifft er auf Élisa (Deborah Grall). Am Ende dieser Szene wurden in der DF einige Frames herausgeschnitten. Vor allem in der letzten Einstellung schaut Lucien die zeichnende Élisa etwas länger an.
(1 Sek.)



0:24:52 - 0:25:17 / 0:21:58
In der Bar: Nachdem Lucien auf die Frage, ob das Stück von ihm sei, mit „Aznavour“ antwortete, singt er noch weiter.
(25 Sek.)



0:26:17 - 0:26:19 / 0:22:58
Élisa meint noch kurz „oui“. Das heißt „ja“ auf Französisch.
(2 Sek.)



0:26:21 - 0:26:22 / 0:23:00
Eine Einstellung gleich darauf beginnt minimal früher.
(1 Sek.)



0:26:42 - 0:26:45 / 0:23:20
Lucien beschreibt Klimts Kunst länger.
(3 Sek.)



0:28:01 - 0:28:02 / 0:24:36
Eine kurze Rückblende-Einstellung zeigt den jungen Lucien in der FF ebenfalls minimal länger.
(1 Sek.)



0:28:02 - 0:28:06 / 0:24:36
Die gleich darauf folgende Kamerafahrt wurde etwas gekürzt und der Dialog über Pandas in der DF etwas gekürzt („Such’ dir ein beruhigendes Tier ... Einen Panda!“ fehlt).
(4 Sek.)



0:29:55 - 0:30:36 / 0:26:25
Mal wieder ein längerer Schnitt: Élisa und Lucien unterhalten sich nach dem Erscheinen von Luciens „Gueule“ (zu Deutsch „Fresse“, seinem Alter Ego; Doug Jones) noch etwas länger im Bett. Während Lucien von seiner „Besessenheit“ besorgt ist, will Élisa ihn mit Sex beruhigen. Sie zieht ihn langsam aus und meint noch, sie sei darin sehr gut. Schöner als jeder BRAVO-Fotoroman!
(41 Sek.)



0:34:44 - 0:34:46 / 0:30:33
Längere Einstellung von Luciens Gesicht beim Gehen seines Gitarrenlehrers.
(1 Sek.)



0:35:12 - 0:35:20 / 0:30:59
Längere Einstellung von Lucien, der zuerst noch in seinem Atelier sitzt. Die DF blendet ein als er bereits stehend seine Gitanes, pardon, Gitarre hält.
(8 Sek.)



0:37:01 - 0:37:02 / 0:32:40
Etwas frühere Einblendung der verbrannten „Gueule“ in der FF. In der DF wurde zudem die Audiospur leicht in die vorangehende Szene verschoben.
(1 Sek.)



0:37:08 - 0:37:10 / 0:32:46
Längere Ansicht von Luciens Gesicht. Kein Dialog.
(2 Sek.)



0:37:35 - 0:37:43 / 0:33:10
Lucien hat Élisa verlassen. Während er und die „Gueule“ zu „L’Hippopodame“ (ziemlich fies übrigens, wenn man den Liedtext versteht) im Park herumtollen, sieht man die weinende Élisa. Die Szene geht in der FF länger.
(8 Sek.)



0:38:01 - 0:38:05 / 0:33:28
Hier ebenso in der letzten Einstellung. Das Lied läuft in der DF natürlich verschoben und bricht an einer früheren Stelle ab.
(4 Sek.)



Die nachfolgende Barszene mit dem singenden Travestiekünstler wurde stark umgeschnitten und das Lied setzt in der FF früher ein. Die DF weist hier zudem eine alternative Einstellung vor, die in der FF nicht vorkommt. Das Lied ist wieder verschoben (in der DF beginnt es mit „L’État ...“). Zudem gibt es in der DF stärkere Sprachfilter, um die jeweilige Entfernung des Sängers zu illustrieren.

FF 0:38:05 - 0:38:07 / 0:33:28 - 0:33:2
Der Mann in der ersten Einstellung einige Frames länger zu sehen. Differenz weniger als 1 Sekunde. Gleich darauf in der FF ein rauchender Mann. (Jeweils der erste Mann.)
(1 Sek.)



0:38:07 - 0:38:08 / 0:22:29
Der zweite Mann in der FF.
(1 Sek.)



0:38:08 / 0:33:29 - 0:22:32
Darauf in der DF die alternative Einstellung (die dazu synchrone Liedstelle kommt in der FF erst später).
(-3 Sek)



0:38:11 - 0:38:23 / 0:33:34
Mehr Gesang in der FF. Dazu die Einstellung einer Frau. Das zweite Bild zeigt übrigens die französische Version der oben aufgeführten Alternativeinstellung.
(22 Sek.)



0:38:24 - 0:38:25 / 0:33:35
Nach dem in beiden Versionen sichtbaren sich liebkosenden Paar in der FF noch die Einstellung eines Mannes mit einem Glas. Beide Versionen laufen danach wieder synchron.
(1 Sek.)



0:39:04 - 0:39:07 / 0:34:14
Mehr Material bei Boris Vians (großartig: Philippe Katerine) erstem Auftritt. Er gibt dem Sänger die Hand, der daraufhin noch anmerkt, dass er ein Freund sei und er ihn empfohlen habe, was in der DF bei genauerem Betrachten zu einem Anschlussfehler führt, da er auch dort bereits zur Geste angesetzt hat.
(3 Sek.)



0:40:13 - 0:40:15 / 0:35:20 - 0:35:22
Wieder eine alternative Einstellung in der DF: Während Lucien singt gibt es einen kurzen Gegenschnitt auf Vian und den vorherigen Sänger. (Links FF, rechts DF.)
(keine Differenz)



0:40:37 - 0:41:47 / 0:35:44
Der längste (und bedauernswerteste) Schnitt: Boris Vian und Lucien unterhalten sich länger auf der Straße. Vian meint noch auf die Frage, ob es ihm nicht an Bühnenpräsenz mangle, dass er wohl sehr schlecht tanze müsse. Lucien erwidert, er tanze nie und außerdem sei er hässlich. Vian daraufhin, er sei doch nicht hässlich. Dann legt er sich auf die Straße und Lucien fragt, ob er sich denn überfahren lassen wolle. Er verneint und sagt, er wolle nur ein Taxi bestellen, weil jene so gezwungen seien, anzuhalten. Lucien fragt, ob er sich dazulegen dürfe, und Vian meint, die Straße gehöre jedem. Auf der Straße liegend erzählt Lucien von seinem „Double“, welches ihn ständig verfolge. Vian meint, er kenne das auch; es sei ein Werwolf und ohne ihn sei er nichts (darauf wird übrigens in einer Deleted Scene auf der fr. DVD näher eingegangen). Sie zünden sich auf der Straße eine Zigarette an und Lucien fügt hinzu, jeder Sänger habe das wohl, worauf Vian verbessert: Jeder Poet. Ein Polizeiwagen hält und zwei Polizisten fragen, was sie denn treiben würden. Vian sagt, sie würden auf ein Taxi warten, und Lucien meint, jetzt, wo sie hier seien, könnten sie sie doch gleich zurückbringen.

Da auf diese Szene an späterer Stelle auch in der DF noch einmal angespielt wird, bleibt unverständlich, warum sie gleich komplett entfernt wurde.
(70 Sek.)



0:44:10 - 0:44:15 / 0:38:07
Vian verlässt in der FF länger den Raum bzw. das Haus.
(5 Sek.)



0:45:39 - 0:45:57 / 0:39:30
Lucien wird von den „Frères Jacques“ dazu aufgefordert, „Le poinçonneur des Lilas“ noch weiter zu singen. Es folgt noch eine weitere Strophe. Der Ton in der DF ist wieder etwas in die nachfolgende Einstellung verschoben.
(8 Sek.)



Lucien Ginsburg hat nun den Künstlernamen Serge Gainsbourg angenommen – daher werde nun auch ich dazu übergehen, ihn von hier an so zu nennen.

0:48:57 - 0:48:58 / 0:42:30
Serges Vater rennt minimal länger mit der Fanpost zu seinem Sohn. Serge streckt seine Hand in der FF bereits ein paar Frames früher aus.
(1 Sek.)



0:49:02 - 0:49:04 / 0:42:34
Gleich darauf: Serge lächelt in der FF noch kurz, als er die Briefe betrachtet.
(2 Sek.)



0:49:05 - 0:49:06 / 0:42:36
Minimal längeres Sortieren der Briefe wieder gleich im Anschluss.
(1 Sek.)



0:50:29 - 0:50:32 / 0:43:58
Kurzer Schnitt auf das Gesicht von Serges Vater während dem Essen, während Serge kauend meint, es sei etwas wegen der Arbeit.
(3 Sek.)



0:50:44 - 0:50:44 / 0:44:09
Minimal längere Einstellung vom Gesicht des Vaters, bevor er fragt, wer Juliette Gréco sei.
(Ca. 0,5 Sekunden.)



0:50:57 - 0:51:00 / 0:44:22
Serges Frau wiederholt noch einmal seine Worte: „Ich übertreibe also.“
(3 Sek.)



0:52:41 - 0:52:43 / 0:46:03
In Grécos Wohnung: Serge geht etwas länger auf einen Tisch mit Gläsern und Getränken zu.
(2 Sek.)



0:53:11 - 0:53:18 / 0:46:31
Nachdem Serge die Scherben aufheben wollte, meint er in der FF noch, dass sie sich verletzen könne wegen der Scherben, weil sie barfuß ist. Sie fügt hinzu, dass er der einzige Verletzte sei (da er sich den Finger geschnitten hat).
(7 Sek.)



0:53:23 - 0:53:41 / 0:46:37
Der Dialog zwischen Serge und Juliette geht weiter, nachdem sie ihm den Finger abgeleckt hat. Sie fragt ihn, ob er etwas essen wolle; er veneint und stammelt etwas von Gemälden. Gréco nimmt daraufhin seine Rose an und man sieht deutlich, wie nervös er ist.
(18 Sek.)



0:57:21 - 0:57:21 / 0:50:17
Serges Frau schaut noch minimal länger in die Kamera; die darauf folgende Einstellung beginnt ebenfalls etwas früher.
(Ca. 0,5 Sek.)



0:58:03 - 0:58:06 / 0:50:58
Nach ein paar minimalen Frameschnitten beim Verlassen der Wohnung, auf die ich jetzt nicht eingehe: Juliette Gréco steht noch etwas länger am Fenster, während in der DF schneller zur anschließenden Szene rübergeblendet wird. Inkl. Tonverschiebung.
(3 Sek.)



0:58:13 - 0:58:15 / 0:51:05
Serges kleine Tochter geht in der FF noch auf ihren Vater zu.
(2 Sek.)



0:58:19 - 0:58:32 / 0:51:08 (- 0:51:09)
Gleich darauf spricht seine Tochter noch etwas länger mit ihm. Sie meint, sie könne auch nicht schlafen, weil sie ständig Stimmen in ihrem Kopf höre. In der DF wurde bereits das folgende „Trag mich in deinen Armen“ über die Szene gelegt (man sieht das Mädchen schließlich nur von hinten). Die DF weist hier übrigens ein paar Frames auf, die in der FF nicht vorkommen - darauf gehe ich aber nicht näher ein.
(13 Sek.)



1:01:36 - 1:01:38 / 0:54:13
Seine „Gueule“ schaut Serge etwas länger an. Die folgende Einstellung beginnt auch minimal früher.
(2 Sek.)



1:02:02 - 1:02:07 / 0:54:37
Serge fragt die „Gueule“ noch, ob sie France Galls Vater (gut?) kennen würde. Also eine rhetorische Frage.
(5 Sek.)



1:05:23 - 1:05:26 / 0:57:54
Der nackte Groupie darf etwas länger zu „Baby Pop“ tanzen – der Ton in der DF ist hier natürlich wieder verschoben.
(3 Sek.)



1:05:30 - 1:05:35 / 0:57:58
Dasselbe hier. Serge macht dazu amüsierte Gesten. (Wenn ich mal berühmt bin, will ich das auch genau so haben.)
(5 Sek.)



1:05:37 - 1:05:44 / 0:58:00
Eine längere Einstellung des hüpfenden Groupies fehlt dieses Mal komplett. Der Schnitt setzt bereits in den letzten Frames der vorangehenden Einstellung an.
(7 Sek.)



1:05:44 / 0:58:00 - 0:58:00
Dafür bietet die DF gleich darauf ein paar Frames mehr von der anschließenden Ansicht.
(ca. 0,5 Sek.)



1:05:48 - 1:06:17 / 0:58:04
Die letzte Einstellung läuft in der FF ein paar Frames länger. Es fehlt wieder eine etwas längere Sequenz, in der die „Gueule“ ins Zimmer stürzt, wo sich Serge mit ein zwei Groupies im Bett vergnügt. Sie fordert ihn auf, die Musik auszumachen und erzählt von seinen Geschäften – unter Anderem vom Erfolg von „Poupée de cire, poupée de son“, mit dem Gainsbourg damals den Eurovision-Preis gewonnen hat. Serge zeigt sich unbeeindruckt und kümmert sich nur um seine Fans. Daraufhin klingelt es an der Tür, und die „Gueule“ meint, dass wohl noch mehr „Sängerinnen“ kommen würden.
(29 Sek.)



An dieser Stelle folgen viele Veränderungen. Beim Hereinstürmen der Groupies gleich im Anschluss auf den letzten Schnitt ist die Sequenz in der FF in Zeitlupe (verdoppelte Frames), während sie in der DF in Normalgeschwindigkeit läuft. Zudem gibt es in der FF einen Umschnitt, den es in der DF nicht gibt (soll heißen: alternatives Material).

1:06:17 - 1:06:22 / 0:58:04 - 0:58:07
Selbes Bildmaterial in unterschiedlicher Geschwindigkeit in beiden Fassungen.
(ca. 3 Sekunden; keine Schnitte)

1:06:22 - 1:06:23 / 0:58:07 - 0:58:08
Unterschiedliche Einstellung: Wie Serge von einem Mädchen geküsst wird, zeigt die FF aus der Vogelperspektive. Auch hier läuft die FF noch in Zeitlupe. (Links FF, rechts DF.)
(keine Differenz)



1:06:24 - 1:06:25 / 0:58:09
Danach kommt eine Brillenträgerin und küsst ihn ebenfalls stürmisch; in der DF immer noch in derselben Einstellung. Die FF wechselt nun auch wieder zu dieser Einstellung und läuft weiter in Normalgeschwindigkeit. Kurz darauf fehlen der DF mal wieder ein paar Frames plus eine erneute Einstellung von oben, wo eine Dame in Gelb auf Serge zukommt.
(1 Sek.)



Danach wurde die Szene in der DF komplett umgeschnitten; die DF wechselt über zu einer Einstellung, wo die Brillenträgerin Serge aus ein bisschen weniger Distanz küsst. Jene Einstellung folgt in der FF erst ein wenig später (sie küsst ihn dort nämlich erneut). Die in der FF folgende Einstellung wiederum folgt in der DF auch noch. Ich orientiere mich nun an den Einstellungen der FF, ohne Rücksicht auf die Reihenfolge zu nehmen.

1:06:26 - 1:06:27 / 0:58:13
Die Dame in Gelb küsst Serge minimal länger.
(1 Sek.)



Serge, der mit einer Zigarette herumtänzelt, ist in der FF in zwei Teilen enthalten, in der DF nur einmalig. Leicht unterschiedliches Bildmaterial. Die FF setzt früher ein, die DF hört später auf. Keine Laufzeitangaben, weil es sich nur um ganz wenige Frames handelt. Das Bild (aus einer Einstellung der DF) dient nur der Orientierung.



Danach erst wendet sich die Brillenträgerin ein weiteres Mal Serge zu. In der FF folgt nun der bereits in der DF gesehene (zweite) Kuss; in der DF hingegen folgt gleich die nächste Szene. Jedoch geht die Sequenz in der FF noch wesentlich weiter. Zuerst aber noch die weiteren Einstellungen, die in der DF bereits früher gezeigt wurden.

1:06:30 / 0:58:10 - 0:58:11
Die Kuss-Einstellung mit der Brillenträgerin dauert in der DF länger.
(-1 Sek.)



1:06:30 - 1:06:32 / 0:58:10 (bzw. 0:58:11)
Eher seltsam jedoch: Die FF macht einen Jumpcut und zeigt dieselbe Einstellung gleich darauf noch zu einem etwas späteren Zeitpunkt. Dies gibt es in der DF wiederum nicht.
(2 Sek.)



1:06:32 / 0:58:11 - 0:58:11
Die in der FF darauf folgende Einstellung setzt wiederum in der DF ein paar Frames früher ein. (Und langsam kriege ich Kopfschmerzen.)
(ca. 0,5 Sek.)



Dies dürfte nun alles gewesen sein, was es an Umschnitten und alternativen Einstellungen in beiden Fassungen gab. Jedoch folgt nun ein langer Schnitt in der DF, die nun bereits den erzürnten Mann zeigt, der an Serges Tür klopft.

1:06:33 - 1:07:15 / 0:58:15
Serge analysiert aus dem Off ein paar Groupies, von denen drei während der Erklärungen zu Standbildern werden.
Zur Gelben meint er in Etwa, dass sie nicht wusste, wie man küsst, und dass er ihr beibringen musste, dass der Mund trotz seiner „nicht-genitalen Funktion“ das wichtigste sexuelle Organ sei.
Zur Türkisen meint er, in poetischeren Worten, dass sie verklemmt sei und man denkt, dass sie noch keine sexuellen Erfahrungen hatte, was aber nicht der Fall sei (sofern ich das richtig interpretiert habe; mein Französisch ist nicht perfekt).
Die Violette kommentiert er ungefähr damit, dass sie ihm mit ihren Haaren einen tollen Höhepunkt gebracht hätte.
Das letzte Mädchen im schwarzen Kleid schließlich habe er durch seinen Alkoholmissbrauch erniedrigt (oder so ähnlich) – sie komme vielleicht wieder, wer weiß?

Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich um ziemlich verächtliche Kommentare über seine Groupies, und zumindest hier hatte ich mehr oder weniger den Eindruck, dass es sich doch um einen kleinen Zensureingriff handeln könnte. Andererseits ist die Sequenz für die Handlung aber auch relativ entbehrlich, auch wenn sie die Haltung Gainsbourgs gegenüber Frauen zu erklären versucht.
(42 Sek.)



1:14:24 - 1:14:26 / 1:05:23
Serge ist minimal länger beim Songwriting zu sehen.
(2 Sek.)



1:19:59 - 1:20:03 / 1:10:57
Der kleine Lucien in der Rückblende geht in der FF – mal wieder – länger den Strand entlang. Müssig zu erwähnen, dass auch die Hintergrundmusik dadurch wieder verschoben ist.

Hier will ich übrigens anmerken, dass von den ganzen Szenen mit Brigitte Bardot (Lætitia Casta) bis auf oben erwähnte zwei Sekunden nichts geschnitten wurde.
(4 Sek.)



1:20:17 - 1:20:19 / 1:11:11
Die Hände beim Essen sind etwas länger zu sehen.
(2 Sek.)



1:21:13 - 1:21:23 / 1:12:05
Mehr Dialog zwischen Serge und Jane Birkin (die bereits verstorbene Lucy Gordon).
Sie meint zu „Monsieur Bourguignon“, dass sie müde sei, und Serge fragt, wie sie ihn denn nenne. Lächelnd fragt sie ihn, ob das nicht sein Name sei, und Serge entgegnet, Bourguignon sei ein Rindfleisch-Gericht. Sie erwidert daraufhin, dass sie seinen Namen nicht wisse.
(10 Sek.)



1:22:23 - 1:22:25 / 1:13:05
Etwas längerer Szenenübergang in der FF.
(2 Sek.)



1:22:41 - 1:22:47 / 1:13:20
Ebenfalls späterer Szenenübergang in der FF; dazu ein weggeschnittener Dialogfetzen. Serge meint, nachdem er (auch in der DF) fast von einem Auto überfahren wurde, er sei stets ein „Zurückgestellter“ gewesen, und Jane fragt, was das sei (sie ist Engländerin und spricht nicht perfekt Französisch, letzteres haben wir gemeinsam).
(6 Sek.)



1:22:56 - 1:23:07 / 1:13:29
Wieder dauert die Sequenz in der FF länger und wieder gibt’s mehr Dialog in der folgenden Einstellung.
Serge kommentiert den Wunsch, die „großen Worte“ zu lassen, mit der Frage „Weil du es nicht verstehst?“, und Jane korrigiert: Weil es „ein bisschen niedlich“ sei.
(11 Sek.)



1:23:34 - 1:23:36 / 1:13:56
Die nachfolgende Szene setzt in der FF wieder früher ein.
(2 Sek.)



1:25:18 - 1:25:20 / 1:15:38
Serge schwankt etwas länger am Ufer der Seine.
(2 Sek.)



1:27:02 - 1:27:04 / 1:17:20
Der Fahrer hat etwas mehr Text, als Serge mit der geladenen Waffe spielen sieht. Er meint noch besorgt, dass sie beim kleinsten Ruck losgehen könnte. Dadurch verschiebt sich die Hintergrundmusik in der DF.
(2 Sek.)



1:29:59 - 1:30:29 / 1:20:15
Serge und Jane singen länger am Piano „Le canari est sur le balcon“.
(30 Sek.)



1:30:39 - 1:30:40 / 1:20:25
Etwas mehr Hund.
(1 Sek.)



1:30:52 - 1:30:55 / 1:20:37
Jane schleicht sich etwas länger mit der Kamera heran.
(3 Sek.)



1:31:09 - 1:31:13 / 1:20:51
Zusätzliche Einstellungen der fotografierenden Jane.
(4 Sek.)



1:31:28 - 1:31:34 / 1:21:06
Längere Einstellung von Jane, anschließend früherer Beginn der folgenden Einstellung, wo sie den Bullterrier noch etwas streichelt.
(6 Sek.)



1:33:01 - 1:33:05 / 1:22:34
Ein Szenenübergang dauert in der FF länger. Die nachfolgende Einstellung des Produzenten setzt ebenfalls früher ein.
(4 Sek.)



1:36:57 - 1:37:04 / 1:26:25
„La Gueule“ ist länger schlafend auf dem Dach zu sehen und wird beim Aufwachen gezeigt. Interessant: In der DF wurde einfach der Ton verschoben, und die Geräusche des Aufwachens sind bereits über das Bild der noch schlafenden „Gueule“ gelegt. Das fällt allerdings ohne Vergleich kaum auf.
(7 Sek.)



1:37:08 - 1:37:11 / 1:26:29
Wieder längere Einstellung, dieses Mal von Jane und der kleinen Charlotte von oben.
(3 Sek.)



1:37:11 / 1:26:29 - 1:26:33
Jetzt wird in der DF doch noch die aufwachende „Gueule“ eingeblendet, was auf Grund oben angemerkter Tonverschiebung erst recht keinen Sinn mehr ergibt. Insgesamt ist die Einstellung in beiden Fassungen also gleich lang. Ein insgesamt fragwürdiger Umschnitt.
(-4 Sek)

1:37:18 - 1:37:18 / 1:26:40
Charlotte ist minimal länger zu sehen.
(ca. 0,5 Sek.)



1:37:48 - 1:37:58 / 1:27:09
Serge, der einen Herzinfarkt erlitten hat, besteht länger auf seine Hermes-Decke, die man „nicht verwechseln“ könne. Er fordert die Pfleger zudem auf, sich zu beeilen. Tonverschiebung.
(10 Sek.)



1:39:22 - 1:39:23 / 1:28:33
Eine Einstellung von Serge, der im Krankenbett liegt, beginnt in der FF etwas früher.
(1 Sek.)



1:39:29 - 1:39:35 / 1:28:39
Längere Einstellung von „La Gueule“, die an die Scheibe klopft, was Serge in der folgenden Einstellung erst zum Erwachen bringt. Die Klopfgeräusche sind in der DF schon während der vorangehenden Kamerafahrt zu hören.
(6 Sek.)



1:39:37 / 1:28:41 - 1:28:44
1:39:37 - 1:39:40

Alternatives Material in der DF: Die Einstellung des liegenden Serge läuft länger, bzw. man sieht noch, wie er sich wieder hinlegt, während in der FF auf die „Gueule“ umgeschnitten wird. (Links FF, rechts DF.)
(keine Differenz)



1:40:03 - 1:40:04 / 1:29:07
Eine Einstellung der „Gueule“ und Serge, die im Krankenzimmer gemeinsam Gitanes-Zigaretten rauchen, setzt in der FF etwas früher ein.
(1 Sek.)



1:40:21 - 1:40:23 / 1:29:24
Längere Einstellung von Serge, der im Bett fotografiert wird.
(2 Sek.)



1:40:30 - 1:40:34 / 1:29:32
Dito. Er zündet sich die Zigarette noch vollständig an. Anschließend sieht man die klatschenden Eltern bereits bevor der Vorhang hochgezogen wird; jene Einstellung selbst setzt auch bereits ein paar Frames früher ein.
(4 Sek.)



1:45:43 - 1:45:49 / 1:34:41
Serges Verwandlung zu „Gainsbarre“ (dem Säufer und Provokateur in Jeansjacke) wird hier symbolisch dargestellt. Er betritt mit einem Kohlkopf den Friseursalon (Anspielung auf sein Konzeptalbum „L’Homme à tête de chou“, dessen Titel „Flash Forward“ als Instrumentalversion im Hintergrund läuft) – in der FF etwas länger, auch in der folgenden Einstellung. Sound verschoben.
(6 Sek.)



1:45:57 - 1:46:01 / 1:34:49
Längeres „Kopfschneiden“. Die Folgeeinstellung setzt wieder ein paar Frames früher ein.
(4 Sek.)



1:46:08 - 1:46:16 / 1:34:56
Der nun mit der „Gueule“ verschmolzene Serge wird länger gezeigt. Er fragt die Couiffeuse noch, was sie denn bloß gemacht habe. Sie antwortet, er sehe es nun deutlicher. Die folgende Einstellung, bei der die DF wieder einsetzt, beginnt dann auch wieder ein paar Frames früher.
(8 Sek.)



1:46:53 - 1:46:55 / 1:35:32
Wieder eine Einstellung, die in der FF etwas früher einsetzt.
(2 Sek.)



... und in der DF früher abbricht. Hier sieht man übrigens ziemlich gut, dass das Bild in der DF an der Stelle einen etwas anderen Ausschnitt hat (links FF, rechts DF):



1:47:06 - 1:47:24 / 1:35:44
Und hier, was weiterhin fehlt (die Musik ist mal wieder verschoben); auch den Beginn der nächsten Szene wieder miteinbezogen, welche die Kinder länger beim Basteln zeigt.
(18 Sek.)



Auch anschließend ist wieder ein deutlich anderer Bildausschnitt zu erkennen (was es vorhin im Film so nicht gab):



1:47:34 - 1:47:37 / 1:35:54
Der betrunkene Serge torkelt länger auf die Kinder zu. Nun ist der Bildausschnitt wieder weitestgehend identisch.
(3 Sek.)



1:48:46 - 1:48:48 / 1:37:04
Zusätzliche Einstellung eines rotierenden Objekts in der FF.
(1,5 Sek.)



1:49:44 - 1:49:46 / 1:38:00
Längerer Szenenbeginn: Serge auf Jamaica.
(2 Sek.)



1:51:06 - 1:51:07 / 1:39:20
Wieder ein minimal längerer Szenenbeginn nach der sehr witzigen Sequenz mit den jamaicanischen Kindern.
(1 Sek.)



1:51:14 - 1:51:18 / 1:39:27
Und wieder dauert die Einstellung länger.
(4 Sek.)



1:53:30 - 1:53:51 / 1:41:40
Das Einspielen „Aux armes et cætera“ ist ab einem bestimmten Zeitpunkt umgeschnitten. In der FF singt Serge das Lied direkt weiter; in der DF läuft die Musik ebenfalls normal weiter, es werden jedoch bereits spätere Szenen während des Abmischens der Musik gezeigt. In der FF folgt derselbe Übergang live – Aufnahme natürlich auch, allerdings zu einem späteren Zeitpunkt. Hier gibt’s zusätzlich noch einen Soundfilter, der verdeutlicht, dass Serge nun nicht mehr singt. Kurz: Die FF enthält mehr Reggae.
(21 Sek.)



1:54:12 - 1:54:15 / 1:42:01
Längere Einstellung von zwei Frauen. Danach fehlt in der DF eine kurze Einstellung einer weiteren tanzenden Frau.
(3 Sek.)



1:54:17 - 1:54:20 / 1:42:03
Eine Einstellung am Mischpult beginnt früher.
(3 Sek.)



1:54:33 - 1:54:47 / 1:42:17
Die DF blendet hier direkt zu den hereinstürmenden Leuten über, während die FF noch zeigt, wie Serge in seiner Garderobe einen Drink zu sich nimmt.
(14 Sek.)



1:54:51 - 1:54:53 / 1:42:20
Es wird früher gezeigt, wie Serge sich durch die Menschenmenge zu kämpfen versucht.
(2 Sek.)



1:54:56 - 1:54:58 / 1:42:23
Noch mehr Gerangel inklusive Blitzlicht.
(2 Sek.)



1:57:05 - 1:57:24 / 1:44:30
In der DF wird, nachdem Serge die Marseillaise gesungen hat und zum Kampfgruß ansetzt, bereits der kleine Lucien mit derselben Geste eingeblendet. In der FF geht die Sequenz jedoch weiter. Serge hat fertig gesungen und will wieder gehen, da hört er plötzlich die Stimme seines kleinen Ichs und dreht sich wieder um. Nun singt der kleine Lucien auf der Bühne (natürlich symbolisch) ebenfalls noch einen Teil der Marseillaise, bevor er zum Gruß ansetzt.
(19 Sek.)



1:57:25 / 1:44:31 - 1:44:36
In der DF wird kurz darauf noch einmal der erwachsene Serge gezeigt, der in der FF bereits zuvor zu sehen war. Dennoch bricht die Einstellung, in der Serge gehen will (was er in der DF dann ja auch wirklich tut), früher ab.
(-5 Sek.)

Gleich weit sind die Fassungen wieder bei ...
1:57:25 / 1:44:36

1:57:27 / 1:44:38 - 1:44:39
1:57:29 - 1:57:29 / 1:44:41

In der DF folgt nun eine Einblendung der Rotmützen, die in der FF erst kurz darauf folgt.
(keine Differenz)



1:58:27 - 1:58:39 / 1:45:39
Eine zusätzliche Einstellung von Serge in seinem Zimmer, nachdem er den Zeitungsbericht gelesen hat.
(12 Sek.)

1:58:39 - 1:58:41 / 1:45:41
1:58:41 / 1:45:39 - 1:45:41

Die unmittelbar anknüpfende Szene in der Bar setzt früher ein, wobei die DF jedoch alternatives Material zu bieten hat. In der FF sieht man Serge von Nahem einen Drink herunterspülen, während die DF die in der FF ebenfalls folgende Einstellung bereits früher zeigt. (Links FF, rechts DF.)
(keine Differenz)



1:59:02 - 1:59:09 / 1:46:02
Serge wird länger von einer Gruppe 80er-Jahre-Menschen angesprochen. Der Mann behauptet, ihn im „Guignols“ gesehen zu haben. Danach imitiert er „Gainsbarres“ Art zu reden. In der DF wird er nur angehauen und die Einstellung wechselt.
(7 Sek.)



1:59:19 / 1:46:12 - 1:46:16
Eine Einstellung setzt in der DF(!) früher ein: Serge bemerkt eine Tänzerin, Bambou (Mylène Jampanoï; hier wahrscheinlich hauptsächlich bekannt aus dem Film „Martyrs“), welche später seine letzte Partnerin werden sollte. Die Musik („Love on the Beat“) variiert zeitmäßig wieder in beiden Fassungen.
(-4 Sek.)



1:59:19 - 1:59:23 / 1:46:17
Dieselbe Einstellung läuft in der FF jedoch länger; die darauf folgende setzt wieder früher ein.
(4 Sek.)



2:00:02 - 2:02:04 / 1:46:56
Bambou wird wieder etwas länger beim Tanzen gezeigt.
(2 Sek.)



2:01:45 - 2:01:50 / 1:48:37
Sie meint in der FF noch, dass sie es besser fand, als er ihr anbot, ihr „kleiner Papa“ zu sein.
(5 Sek.)



2:01:54 / 1:48:40 - 1:48:44
Unglaublich: Die DF bietet mehr Zärtlichkeiten Bambou gegenüber! Zumindest dauert eine Einstellung mit der schönen Mylène länger.
(4 Sek.)



2:01:57 - 2:02:02 / 1:48:47
Dafür hat der Auktionator in der FF etwas mehr Text, wo er das Manuskript der Marseillaise, welches Serge ersteigern will, länger beschreibt. Na, wenn das mal kein Ersatz ist (ist es nicht). In der DF fehlt das Lesen der Datierung des Werks. Darauf folgt ein Kameraschwenk auf Serge, der mit Bambou und seinem Wächter.

Kleine Anmerkung am Rande: Sowohl der Auftritt, wo Serge Gainsbourg vor der erzürnten Menge die Marseillaise singt, als auch ein Video der Auktion finden sich relativ leicht im Internet. Für Leute, die den Film einmal mit den echten Geschehnissen vergleichen wollen, sehr zu empfehlen. Hier wird erst klar, wie viel Liebe ins Detail gesteckt wurde. (http://youtu.be/QmtMTJD83Uw)
(5 Sek.)



2:02:04 - 2:02:10 / 1:48:49
Wieder wurde etwas von der Auktion in der DF weggeschnitten; während eines Kameraschwenks blendet jene um, während die FF wieder zum Aktionator rüberschwenkt, der weitere Beschreibungen (über ein Portrait auf dem Manuskript) liefert. Die DF setzt erst wieder bei "Wir beginnen bei ..." ein.
(6 Sek.)



2:02:12 - 2:02:15 / 1:48:52
Die Auktion wurde wieder etwas gekürzt; es fehlt in der DF, wie jemand 50’000 und 53’000 Francs bietet.
(3 Sek.)



2:02:43 - 2:02:45 / 1:49:19
Längere Einstellung, wie Serge das Auktionszimmer verlässt.
(2 Sek.)



2:04:11 - 2:04:28 / 1:50:46
Kurz vor dem Abspann gibt es in der FF zwei Einblendungen mehr: Man sieht „Gainsbarre“ in der Bar stehen und an seiner Zigarette ziehen, anschließend den jungen Lucien mit dem Aktmodell am Strand. Die DF zeigt lediglich das auch in der FF folgende Close-Up von Serges Gesicht, der, nachdem er den Rauch ausgepustet hat, subtil und vielsagend lächelt. Ebenfalls bricht das Hintergrundlied („Valse de Melody“) bereits früher ab.
(17 Sek.)



Die Credits laufen übrigens in beiden Fassungen identisch.


Kommentare

11.09.2012 00:24 Uhr - The Terminator
Sehr gut!....mehr davon bitte!!

11.09.2012 00:24 Uhr - Lykaon
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
habe bisher nur die internationale Fassung gesehen und war und bin noch immer absolut begeistert =)

11.09.2012 01:55 Uhr - Hollandkäse
2x
User-Level von Hollandkäse 2
Erfahrungspunkte von Hollandkäse 75
Ich finde den deutschen Untertitel mal wieder sehr unpassend. Erstens dürfte wohl bekannt sein, dass Gainsbourg nicht nur Frauen liebte, und zweitens sollte man ihn nicht bloß darauf reduzieren. Der französische gefällt mir da viel besser: Vie héroique.

11.09.2012 05:53 Uhr - Taran
1x
User-Level von Taran 2
Erfahrungspunkte von Taran 70
WUNDERBAR, sehr schöner SB zu einem sehr interessanten Film. Herzlichen Glückwunsch zu einem wirklich gelungenem Einstand...

11.09.2012 11:09 Uhr - Grosser_Wolf
1x
Monster-Schnittbericht. Ein Film, der mich sehr interessiert. Leider weiß ich recht wenig über Gainsbourg. Manchmal dachte ich, er war so ein wenig wie unser Kinski (womit ich natürlich beide starken Charaktere nicht direkt miteinander vergleichen möchte). Jedenfalls macht mich der SB noch neugieriger auf den Film - danke dafür!

11.09.2012 16:30 Uhr - Laughing Vampire
2x
DB-Helfer
User-Level von Laughing Vampire 5
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
Kinski und Gainsbourg "vergleiche" ich auch sehr gerne: Beide lebten zur genau gleichen Zeit (Kinski etwas länger, starb aber im gleichen Jahr), beide polarisierten ihre Herkunftsländer auf ihre eigene Weise, beide waren umstritten und exzentrisch, und beide gelten vor allem im Nachhinein als großartige Künstler. Würde mich ja sehr interessieren, ob sich deren Wege mal gekreuzt haben, denn schließlich lebte Kinski auch mal über eine längere Zeit in Paris. :)

14.09.2012 16:02 Uhr - Mr.Brown-1602
Guter und recht aufwendiger Schnittbericht!
Ich kann mich selbst nicht damit rühmen je einen Sb angefertigt zu haben...
Aber bei dem unten zitierten Satz aus dem Intro stellte ich mir dann doch die Frage ob es nicht noch ein bisschen Hausaufgaben zu machen gibt...
Die deutsche BluRay läuft übrigens auch länger als die DVD, also kann ich zwar nicht mit Gewissheit sagen, ob es sich um identische Fassungen handelt, aber es ist von einer Art „International Cut“ auszugehen.

14.09.2012 18:11 Uhr - Laughing Vampire
DB-Helfer
User-Level von Laughing Vampire 5
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
Stimmt, der Satz ist schlecht formuliert -- dass BluRays und amerikanische DVDs allgemein eine längere Laufzeit haben als PAL-DVDs ist mir natürlich bekannt. Allerdings gibt z.B. die französische BluRay dieselbe Zeit wie die französische DVD an (zumindest laut Händlern, ich bin nicht im Besitz davon), und genaue Aussagen kann ich eben nicht mit Sicherheit machen ...

21.03.2014 13:02 Uhr - MajoraZZ
1x
SB.com-Autor
User-Level von MajoraZZ 27
Erfahrungspunkte von MajoraZZ 18.489
Was für ein schöner Schnittbericht. Der Intro ist sehr gelungen :)

Gute Arbeit, Laughing Vampire ;)

23.04.2014 08:37 Uhr - Angertainment
1x
DB-Helfer
User-Level von Angertainment 15
Erfahrungspunkte von Angertainment 3.893
Tob SB, sehr gelungen :)

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