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Captain America

zur OFDb   OT: Captain America

Herstellungsland:USA, Jugoslawien (1990)
Genre:Action, Comicverfilmung,
Science-Fiction, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,50 (4 Stimmen) Details
22.11.2012
Muck47
Level 35
XP 37.861
Vergleichsfassungen
Originalfassung
Label MGM, DVD
Land USA
Freigabe PG-13
Laufzeit 96:56 Min. (93:12 Min.) NTSC
Director's Cut
Label Curnan Pictures, DVD
Land USA
Freigabe Unrated
Laufzeit 110:52 Min. (107:05 Min.) NTSC
Vergleich zwischen der Originalfassung (enthalten auf der US-DVD von MGM) und dem Director's Cut (enthalten auf dem amerikanischen 3-Disc-Set von Curnan Pictures)


- 6 abweichende Stellen
- Differenz: 831,5 sec (= 13:52 min)



Allgemeines


Lange bevor der Marvel-Held im lustigen blau-roten Kostüm durch die teure Neuverfilmung mit Chris Evans und vor allem den folgenden Auftritt im All-Star-Vehikel The Avengers für ein großes Publikum auf der großen Leinwand zu sehen war, gab es schon 1990 eine fürs Kino gedachte Spielfilm-Adaption des Stoffes. Die Produktionsschmiede 21st Century Film Corporation (aus dem Dunstkreis von Menahem Golan / Cannon) durfte sich daran versuchen und damals lagen übrigens auch die Rechte für Spider-Man bei dem Studio - vielleicht besser, dass man diese kurz darauf verlor, ohne davon Gebrauch machen zu können...

Hier jedenfalls hat man Albert Pyun auf den Regiestuhl gesetzt, was augenscheinlich ähnliche Folgen wie bei dessen wohl bekanntestem Film Cyborg hatte - nach Problemen bei der Produktion wurde der Film seitens des Studios nochmal deutlich verändert und hatte so in der letztendlich veröffentlichten Fassung Abweichungen zu Pyuns ursprünglicher Version. Hinzu kam, dass das angedachte Kino-Release mehrfach verschoben wurde und der Film letztendlich dann 1992 doch nur direct-to-video seine Premiere "feierte".

Wie bei Cyborg erhielt Pyun zumindest einen Workprint seiner Version und veröffentlichte diesen quasi on-demand im Juli 2011 über seine Homepage www.pyun.com. Ähnlich sieht es mit der regulären US-Fassung (= Originalfassung) aus, denn seit September 2011 (Pyun wollte dementsprechend wohl unbedingt noch kurz vorher auch seine Fassung an den Mann bringen) wird auch diese nur als DVD-R von MGM vertrieben - leider in alles anderer als berauschender Qualität.



Der Director's Cut


...ist auf Disc 2 des Sets enthalten, das man beim Kauf über Pyuns Homepage erhält und läuft rund 14 Minuten länger als die reguläre US-Fassung. Leider ist das Resultat lange nicht so weltbewegend, wie es bei der Vorgeschichte zu erwarten war. Lediglich in der Filmmitte gibt es einen längeren Szenenblock, der die Charakter-Entwicklung durchaus ganz nett erweitert. Hier zeigt sich dann wie von Pyun betont ein etwas stärkerer Fokus auf den inneren Konflikt von Captain America. Allerdings hat man hier neben tatsächlich neuem Material auch ein paar Szenen einfach nur recyclet bzw sie wurden quasi als Flashback einfach nochmal abgespielt. Wie gesagt: Doch eher unspektakulär und sieht so auch nicht gerade professionell aus.

Ansonsten gibt es nur am Anfang und Ende noch ein paar Erweiterungen, die aber eher den Eindruck eines lausigen Fan-Edits machen. Auch hier wurden nämlich ausnahmslos einfach an anderen Stellen des Films vorkommende Szenen einfach NOCHMAL verwendet und dies nicht wirklich sinnvoll. Zumindest beginnt der Film so mit einer anderen Szene und Pyun kann im Kommentar argumentieren, dass dies die Bruderschaft im Geiste zwischen den von Staats-Experimenten gepeinigten Kontrahenten Captain America und Red Skull besser veranschaulicht...nunja.


Im Großen und Ganzen ist der Director's Cut für Hardcore-Fans (gibt es die überhaupt?) wegen dem Material in der Filmmitte mal einen Blick wert, man kann aber nicht zuletzt wegen dem flüssigeren Schnitt ohne unnötig wiederholte Szenen ganz gut mit der Originalfassung leben. Im Gegenteil mag bei Pyuns "Director's Cut" sogar der Gedanke an eine Mogelpackung denken - in der imdb ist nämlich eine Auflistung diverser weiterer Szenen zu finden, die man bei einer alten Bootleg-VHS sehen konnte und die ganz interessant klingen (Klick). Dies hätte die oben erwähnte schwierige Produktionsgeschichte unterstrichen, keine einzige dieser Szenen ist aber in der jetzt käuflich erwerbbaren Fassung zu finden. Wie bei Cyborg also letztendlich eine Enttäuschung. Auch wegen dem eher schlampigen Editing zu Beginn wirkt es eher so, als wollte Pyun nur auf Teufel komm raus vor dem MGM-Release selbst etwas herausbringen und auch von den Kinoerfolgen der neuen Filme profitieren wollen.



Dank geht an das Label Shamrock Media, welches jegliches Material zur Verfügung gestellt hat.



Laufzeitangaben sind nach dem Schema
Originalfassung in NTSC / Director's Cut in NTSC
angeordnet
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Captain America (0)Dt. Comic - US Comic
Captain America (0)Dt. Comic - US Comic
Captain America (0)Deutsche Version - US-Version

00:00-00:18 / 00:00-02:03

Die Originalfassung (US-DVD) hat zu Beginn das Logo von 21st Century Pictures, dann geht es gleich mit der Entführung des kleinen Red Skull los.

Der Director's Cut startet mit einer Text-Tafel, die nur auf den DC an sich hinweist. Im Anschluss erfolgt ein einleitender Text, der einem Hintergründe zum Plot gibt. Demzufolge ist also Mussolini für das Experiment verantwortlich, aus dem Red Skull entstanden ist. Der eigentliche Verantwortliche ist aber Hitler, für den Mussolini gearbeitet hat. Alles klar.

Bevor man dann auch hier die Entführung von Red Skull Junior (bzw Tadzio de Santis) sehen kann, startet der eigentliche Film dann noch mit einer "zusätzlichen" Szene: Man sieht hier einfach den Anfang der Konfrontation zwischen Red Skull und Captain America, der 1:1 so im Finale dann NOCHMAL zu sehen ist.
Red Skull gibt allerlei verächtliche Kommentare von sich (er erwähnt, dass Captain America damals nur Dr. Maria Vasellis Experiment gewesen wäre, worauf man kurz eine Einstellung von Vaselli aus einer anderen Szene sieht) und meint letztendlich, dass die beiden Brüder nun endlich entscheiden könnten, was stärker sei: Captain Americas Herz oder Red Skulls Hass. Bei einer Aufnahme von Red Skull wird dann abgeblendet.

Director's Cut 104,5 sec länger




Alternativ
00:38-00:45 / 02:22-02:29

Eigentlich ziemlich unpassend wurde hier der Mittelteil der Aufnahme der beiden Jungen im DC entfernt und gegen eine weitere (zusätzlich in Zeitlupe ablaufende) Ansicht vom entstellten Red Skull ausgetauscht.
So geht im DC auch die Titeleinblendung verloren.

kein Zeitunterschied

OriginalfassungDirector's Cut



Alternativ
02:26-02:29 / 04:11-04:14

Auch als Tadzios Eltern erschossen werden, wurde im DC eine Aufnahme vom entstellten Red Skull eingebaut.

kein Zeitunterschied

OriginalfassungDirector's Cut



49:05 / 50:50-50:51

Nur im Director's Cut gibts hier ein Schwarzbild nach Steves Gespräch mit Bernie.

1,7 sec





51:48-51:51 / 53:34-64:46

In der Originalfassung sieht man hier nach der Aufnahme von Valentina im Flieger nur eine Außenansicht von Steves Appartment. Dann geht es drinnen damit weiter, wie er ein Videoband einlegt und sich dieses mit Sarah anschaut.

Im Director's Cut fehlt die besagte Außenaufnahme, dafür gibt es hier jedoch einen 11-minütigen Szenenblock, der z.T. wirklich ganz neues Material enthält. Grob zusammengefasst handelt es sich um mehrere sentimentale Szenen mit Steve, der sich noch verloren in der für ihn neuen Zeit fühlt und sich deshalb selbst zu finden versucht.

Steve forscht an einem Standort der Army nach Colonel Louis. Gemäß der Frau an der Auskunft ist er im Veteranen-Krankenhaus untergebracht und dort fährt Steve dann auch hin.

Im folgenden Gespräch geht es um den Sinn hinter Kriegen ("Now it's just a goddamn business!") und Col. Louis versteht anfangs nicht, warum Steve hier ist.

Es folgt ein Flashback, bei dem man sieht, wie Steve operiert wird. Hier wurden einfach die IDENTISCHEN Einstellungen, die man zu Beginn des Films in allen Fassungen sieht, nochmal mit einem Farbfilter versehen und wiederholt!
Der junge Col. Louis gibt hier jedenfalls kritische Kommentare hinsichtlich Steves Sicherheit und meint, dass man ihn von nun an nur noch als Captain America kennen wird bzw Steves Identität geheim gehalten wird.

Wieder zurück im Krankenhaus erinnert sich Col. Louis kurz und Steve spricht darüber, wie er seine eine Mission nicht erfüllen konnte und sich deshalb gar nicht wohl fühlt als Captain America.
Dann verfällt Louis jedoch erneut in Trance und als Steve ihn wieder anspricht, erinnert er sich nicht mehr, dass Captain America sogar vor ihm sitzt. Steve gibt Col. Louis die Zeitung zurück und verabschiedet sich.

Steve geht und es folgen ein paar Aufnahmen, in denen er nachdenklich durch die Gegend geht.

Wieder zu Hause sieht Steve ein Fernseh-Interview mit dem Präsidenten - auch diese Aufnahmen wurden einfach recyclet bzw kommen in allen Fassungen etwa eine knappe halbe Stunde früher schon mal.
Sarah kommt dazu und Steve meint, dass er sich nach einem Job umschaut. Kurz darauf sieht man ihn in ihrem Gym arbeiten.

Steve telefoniert mit Bernie. Er erfährt, dass 1944 die Red Sox die Football-Saison gewonnen haben und scherzt, dass er Bobby deshalb etwas Geld schuldet. Bernie erwidert, dass Bobby schon vor langem in Korea gestorben ist.
Zuletzt sieht man den nachdenklichen Steve noch in einem Buch blättern, in dem u.a. auch Zeitungsausschnitte über die Ermordung Kennedys zu sehen sind.

Director's Cut 668,3 sec (= 11:08 min) länger




91:00 / 103:54-104:51

Red Skull hört das Tonband und gibt somit nochmal Anlass für eine "zusätzliche" Szene: Die Entführung vom kleinen Tazio wird ab dem Moment, als die Soldaten einbrechen, 1:1 wiederholt.

57,1 sec

Kommentare

22.11.2012 02:22 Uhr - John_Creasy
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Erfahrungspunkte von John_Creasy 268
Fand den Film ziemlich beschissen. Ob das nun an der schwierigen Produktiongeschichte oder einfach am Albert lag kann ich nicht sagen, doch das Endprodukt ist meiner Meinung nach unzumutbar. Nichtmal als Trash will er so richtig funktionieren, dafür ist er nicht lustig genug.

22.11.2012 09:17 Uhr - Zubiac
1x
besser als die neuverfilmung aber das ist nicht schwer :p

22.11.2012 09:35 Uhr - Stefan8000
1x
User-Level von Stefan8000 1
Erfahrungspunkte von Stefan8000 16
Der ist ganz bestimmt nicht besser, als die Neuverfilmung, die mir übrigens sehr gut gefiehl:-).

22.11.2012 15:08 Uhr - Dombi
1x
Also die Neuverfilmung war ziemlich schlecht. Dieser alte Film ist aber auch nicht besser. Beides uncooler Quatsch, beim neuen sind nur bessere Effekte.

22.11.2012 18:50 Uhr - babayarak
User-Level von babayarak 2
Erfahrungspunkte von babayarak 58
ich find die idee von einem Typen mit dem namen amerika, der die welt rettet propagandistisch und auch rassistisch. Als ob alle anderen Länder nichts zu bieten hätten. Aber eigentlich arbeiten bei Google und Youtube in amerika größtenteils asiaten.

Bei Independance day retten amis die Welt, bei Godzilla und und und. Und immer im Alleingang. In der Realität ruinieren sie die Welt mit abgasen und unnötigen Kriegen.

Tut mir leid aber musste mal gesagt werden .... röööppsss :)

22.11.2012 19:25 Uhr - maximus1
Wer könnte denn den Capitano Americano für Deutschland spielen?

22.11.2012 23:41 Uhr - Eisenherz
1x
Jörg Buttgereit´s "Captain Berlin"! ;-)

24.11.2012 02:54 Uhr - Der Unglaubliche
2x
Weder "Captain Germany", noch "Captain Berlin". Es kann nur einen geben:

CAPTAIN EURO !!

(und sein treuer Helfer: BLANKOSCHECK)

EUROS schwierigste Mission: Griechenland, Spanien, Portugal und Italien retten. Eine Aufgabe, an der dieser Loser "Captain America" grandios scheitern würde. Sein Auftraggeber in der Superhelden-Festung "Brüssel" ist der geheimnisvolle alte Mann im Rollstuhl, der sich "SCHÄUBLE" nennt. Assistiert wird dieser von der als "Merkel" bezeichneten menschenähnlichen und mütterlichen Dame im Hosenanzug.

Ja, das lieben wir, das wollen wir, davon träumen wir.

05.05.2015 01:17 Uhr - e1m0r
War damals für mich als Cap Fan schon absolut unerträglich und einfach nur Schrott.

Die Origin Story von First Avenger und Cap 2 spielen verständlicherweise in einer ganz anderen Liga und sind wirklich top, gerade Winter Soldier.

05.05.2015 05:23 Uhr - KKinski
User-Level von KKinski 1
Erfahrungspunkte von KKinski 24
05.05.2015 01:17 Uhr schrieb e1m0r
War damals für mich als Cap Fan schon absolut unerträglich und einfach nur Schrott.

Die Origin Story von First Avenger und Cap 2 spielen verständlicherweise in einer ganz anderen Liga und sind wirklich top, gerade Winter Soldier.

Ich als Cap Fan habe mich damals wie Bolle gefreut, als ich das Trashspektakel gesehen habe. Captain America ist so propagandistisch (obwohl Nazis kaputt hauen, durchaus zu begrüßen ist), dass man den nur als Trash (Pyun) oder mit Augenzwinkern (die zwei neuen) inszenieren kann. Der Film ist nicht gut, er hat auch ein paar Hänger, aber unterm Strich lässt er sich ganz gut weggucken.

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